Sprechblase

Wikipedia: Löschantrag zum Eintrag „BarCamp“

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 20. Dezember 2009

@kriegs_recht, Rechtsanwalt Hennig Krieg, hat heute darauf hingewiesen: Es gibt schon wieder einen Löschantrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Eintrag BarCamp. In der Wikipedia steht geschrieben:

Begründung:Frei daherfabuliert, keinerlei neutrale Quellen abseits der Veranstaltungshomepage und irgendwelchen Blogs. Eine Relevanz dieses Gesprächskreises ist nicht mal zu erahnen, da eine Außenwirkung offenbar nicht gegeben ist. Halt ein Nerd-Kaffeekränzchen ohne jegliche Beachtung durch die Außenwelt. –WB 11:14, 19. Dez. 2009 (CET)

Unfassbar. In vergangenen Überarbeitungen des Eintrags wurden u.a. auch folgende deutsche Quellen gelöscht:

  • Elektrischer Reporter: zweites Barcamp Köln (Video)
  • Patzig, Franz: Was ist eigentlich BarCamp?, Franztoo
  • Ein kleines Who-is-who der deutschen BarCamp-Intelligenzia. Schande. Ich habe auf der entsprechenden Diskussionsseite geantwortet (mit leichten Änderungen):

    Es gibt BarCamps. Das ist eine gesicherte Tatsache. Es dürften mittlerweile seit dem ersten BarCamp im August 2005 in Kalifornien bis heute weltweit weit über tausend gegeben haben. Nein, ich habe keine gesicherte Statiktik über die Anzahl der BarCamps und ihrer Teilnehmer. BarCamps sind ein anerkanntes und sehr erfolgreiches Format. BarCamps werden hauptsächlich auf ihren eigenen Seiten dokumentiert und kommentiert – oder Weblogs. Sie sind ein essenzieller und sehr beliebter Bestandteil der Webkultur. BarCamps sind ganz einfach sehr populär. Was spricht dagegen, etwas dás tatsächlich existiert und überall erfolgreich praktiziert wird, in die Wikipedia als Eintrag zu übernehmen? Übrigens die Wikipedia ist genauso ein anerkannter, beliebter und geschätzter Bestandteil der gleichen Webkultur, aus der BarCamps entstanden sind. Ich hoffe auf differenzierte Erklärungen seitens der deutschprachigen Wikipedia-Gralshüter.

    Ich verstehe die Motivation des Antragstellers nicht. Und auch nicht derer, die diesen Löschantrag unterstützen.

    Forderung: Alle Wikipedia-Admins sollten mit ihrem bürgerlichen Klarnamen dokumentiert werden, damit ihre Authenzität klar ist.

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    Ultra Short Story: Lust auf 140-Zeichen-Geschichten?

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 19. Dezember 2009

    Eine gute Geschichte lässt sich auch in 140 Zeichen erzählen. Behaupte ich mal jetzt wieder. Was sind gute Geschichten? Keine Ahnung. Das werden wir sehen. Jedenfalls ist es die Kunst der Auslassung. Die Reduzierung auf das Wesentliche. Und den Rest der Phantasie des Lesers frei zu überlassen.

    Wer Lust hat, kann seine Geschichte tweeten. Mit Hashtag #uss für Ultra Short Story. Bis zum 31. Dezember 2009. Ein kleiner Wettbewerb für die dunklen Tage. Es gibt auch etwas zu gewinnen. Was, weiss ich auch noch nicht. Jury? Ich? Alle per Abstimmung? Oder die Twitkrits. Schaunmermal.

    PS: Da Tweets mittlerweile eine ziemlich kurze Halbwertszeit in der Gültigkeitdauer haben, wäre es nicht schlecht, sicherheitshalber hier in die Kommentare auch den Link zum eigenen Tweet und den Tweettext per Copy&Paste einzutragen, damit sie nicht verloren gehen. Ausserdem ist Twitter Search und ähnliches ziemlich unzuverlässig… Danke!

    PPS: Twitter Search nach #uss.

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    EnergyCamp in Hamburg am 30./31. Mai 2010

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 7. Dezember 2009

    Valentin Tomaschek veranstaltet wieder ein Event zu einem sehr aktuellen Thema: Das EnergyCamp - Das Camp zu „Energie & Umwelt“. Valentin schreibt über das Konzept:

    Am Sonntag dem 30. Mai und am Montag dem 31. Mai 2010 findet das EnergyCamp auf dem Museumsschiff „Cap San Diego“ im Hamburger Hafen statt.

    Der Sonntag soll hauptsächlich an das BarCamp-Prinzip angelehnt sein. Montag werden hingegen bis zu acht Sessions im Vorfeld festgelegt und dazu bekannte Redner aus den Branchen, Energie, Umwelt und Politik eingeladen.

    Die Themen „Energie & Umwelt“ betreffen uns alle. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir zusammen in die richtige Richtung gehen müssen. Es träumen bestimmt alle von kostenloser und umweltschonender Energie, aber ist dieser Traum auch realistisch?

    Können wir sofort alle Atommeiler abschalten? Ab wann können wir unsere Energieversorgung komplett und zuverlässig auf erneuerbare Energien stützen? Oder sind Solar-, Wind-, und Wasserkraft in Wahrheit auch nur „Brückentechnologien“? Wie kriegen wir unseren CO2-Verbrauch gesenkt? Kann sich jeder Einzelne zurücklehnen und die Schuld auf Grosskonzerne, Flugverkehr sowie kommende Industriestaaten schieben? Nach dem Motto: „Was könne wir schon tun, wenn China und Indien die Luft verpesten?“ Oder können und müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen und Abends einfach mal den Fernseher ganz ausschalten, nicht auf Standby lassen?

    Man merkt: Es gibt mehr als genug Fragen, um zwei Tage konstruktiv miteinander zu diskutieren und sich weit weg von festgezurrten Ideologien und Dogmen gemeinsam auszutauschen.

    Ganz besonders freue ich mich, dass EnergyCamp auf dem fahrtüchtigen Museumsfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen stattfindet. Diese Location hatte ich auch schon seit Längerem im Auge. Ich glaube, das wird sehr sehr spannend bei schönem Wetter Ende Mai. Wir dürfen auch den Pool an Deck benutzen…

    Ich helfe mit im Orgateam des EnergyCamp. Als Geschäftsführer des Bereichs Future Technologies bei der AKRA GmbH werde ich das EnergyCamp als Sponsor ebenfalls unterstützen. Nachrichten zum EnergyCamp gibt es nicht nur im Blog sondern auch bei Twitter unter @ecamphh. Tickets zum EnergyCamp 2010 gibt es hier.

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    Jack Dorsey’s Square In Action (Update)

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 1. Dezember 2009

    Das ist cool. Das wird die Bezahlsysteme total öffnen und verändern. Nein, es wird die bestehenden Bezahlsysteme killen. Twitter-Erfinder Jack Dorsey (@jack) hat heute abend sein neues Projekt veröffentlicht: Square - Bezahlen mit Geldkarte und Handy, „Karte durchziehen, unterschreiben – fertig!“ (@flog). Keine sprerrigen und teuren Kartenleser mehr. Seit Monaten munkelte man über dieses Vorhaben. Jetzt ist es da.

    Für Beträge bis zu 60 US Dollar. Keine Nutzungsverträge oder Gebühren. Weder für den Käufer noch für den Verkäufer. Selbst der Mini-Kartenleser, den man in sein Telefon steckt, ist kostenlos. Quittung des Zahlungsvorgangs per Mail oder SMS. Authentifikation per Foto. Unterschreiben direkt auf Touchscreen des Smartphone. Rabattsysteme können damit ebenfalls eingerichtet werden. Alles komplett ohne Papier. Schnell und einfach. Genial.

    Ich möchte mit @Square bezahlen, bitte. Seit heute im „closed Beta“.

    [Video via @Baranek gefunden]

    Update: Nein, ich möchte doch nicht mit Square bezahlen. So einfach und genial Jacks Idee mir auch zunächst erschien, sie hat ihre erheblichen Risiken. Wenn ich das richtig sehe, basiert Square auf Geldkarten mit Magnetstreifen, die aktuelle Technologie der meisten Karten in den USA. Die massiv unsicheren Geldkarten mit Magnetstreifen sind der Hauptgrund, weshalb in diesen Tagen in sehr grossem Umfang Karten ausgetauscht werden gegen Karten mit Chip, die deutlich fälschungssicherer sind. In Deutschland und in Europa sind Chipkarten mittlerweile die Regel. Mit einem Mini-Magnetstreifenleser hätte Square in Europa so gut wie keine Chance. Oder möchte jemand seine Magnetstreifenkarte einem völlig Unbekannten mit einem windigen Smartphone anvertrauen?

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    Twittnite hat eine Twitterwall: TwittniteWall

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 28. November 2009

    twittnite-logo

    Ich habe für Twittnite eine Twitterwall eingerichtet. Die TwittniteWall!

    Eine „Twitterwall“ ist eine Wand voller „Tweets“. Eine Twitterwall beinhaltet immer Tweets zu einem bestimmten Schlagwort (Hashtag). Diese “Hashtags“ sind Worte mit einer Raute (#) davor, welche auf das Thema eines Tweets hinweisen. Alle Tweets mit dem Hashtag #twittnite werden auf der TwittniteWall angezeigt und können im Web von allen gesehen werden.

    Also fleissig vor, während und nach der Twittnite mit dem Hashtag #twittnite vom Event berichten und tweeten!

    Die TwittniteWall ist ganz einfach mit Twitterwallr (@twitterwallr) eingerichtet, einem schönen Tool von Dennis Morhardt (@GIGAlinux), der die Idee dazu beim ersten europäischen WordCamp im Januar 2008 in Hamburg hatte.

    Waschmaschinen, die twittern

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 22. November 2009

    Ich wohne in einem Mehrparteienhaus, das auf dem Dachboden einen gemeinsamen Waschraum hat. Heute morgen dachte ich kurz, dass ich nix dagegen hätte, wenn Waschmaschine und Trockner mir einen Tweet senden, wenn sie durch sind, sodass ich nicht umsonst immer nach oben laufen müsste. Ey, cool, gibt’s schon! Danke für den Hinweis @sebschindler (1) und @assbach (2), die mir in gefühlter Lichtgeschwindigkeit geantwortet haben! Jetzt muss ich nur noch den Hausmeister dazu überreden…

    Update: Hier ist der besagte Twitter-Account der Waschmaschine im Video: http://twitter.com/PiMPY3WASH

    Update 2: Twitterliste der Dinge, die twittern: http://twitter.com/mathys/things-that-twitter

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    Identität im Web: Du sollst dir kein Bildnis machen.

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 21. November 2009

    Weder von dir. Noch von anderen.

    Das ganze Social Web basiert im Grunde darauf, das Bild von sich, anderen zu vermitteln und in den anderen nur die Bilder zu sehen, die von ihnen vermittelt werden. „Wer bist du?“, ist die erste Standardfrage im Neuen Web. Die Frage nach der Identität. Leg ein Profil an und mach es allen anderen sichtbar. Verbinde dich mit ihnen und zeige das Netzwerk deiner Kontakte. Steigere dadurch deine Reputation und zeige allen, wie wichtig du bist. Lass sie dann darüber reden und berichten. Lass sie deine Worte verbreiten und dich zitieren. Jedes Zitat von dir, jeder Verweis auf dich ist bedeutend. Buchhalter im Web zählen und berechnen deine Reputation. Hitlisten der Ego-Shooter. Selbsternannte Berater helfen dir dabei.

    Dein Stellenwert wird öffentlich bilanziert. Dein Kurs an der Börse der Eitelkeiten und am Olymp der Götter. An den fiebrigen Kurven kann jeder erkennen, wie deine Gunst steigt oder fällt. Langsam fängst du an, selber diesen Barometern und an die Bilder zu glauben, die du von dir gemacht hast. Ein fataler Mechanismus.

    Das Social Web ist die Sandkiste und Spielwiese der Narzisten.

    Es ist kein Zufall, dass sich in den sozialen Medien weit überdurchschnittlich PR- und Marketing-Leute tummeln. Selbstvermarktung und alles andere im Social Web basieren auf diesem Verhalten. Das war zwar früher auch schon so. Nur, jetzt ist daraus eine Riesenmaschinerie geworden. Es ist vollautomatisiert wie die Programme der Investmentbroker, die ihre Papiere ohne menschliches Zutun bei voreingestellten Schwellenwerten kaufen und abstossen.

    Ich meine nicht die Sockenpuppenspieler, anonymen Heckenschützen und Trolle. Ich meine die Ich-Marken im Web. Uns alle.

    Was ist eine Identität im Web wert? Was hat diese Identität mit der Realität im wirklichen Leben zu tun? In welcher Wechselwirkung stehen die virtuellen Identitäten mit den realen? Wie beinflussen sie sich gegenseitig? Was sind die Chancen und Risiken dabei? Was ist mit denen, die ihre Identität nicht preisgeben? Die vielleicht nur beobachten und zuhören? Existieren sie nicht in der schönen neuen Welt? Jeder kennt die Situationen, wenn wir virtuellen Identitäten im realen Leben begegnen. Selten stimmen sie überein.

    Das Leben ist nicht digital. Das Leben ist ein brennender Dornbusch.

    Bild: Caravaggios „Narziss“ aus Wikipedia.

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    Annie Leibovitz in Wien: „A Photographer’s Life“

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 19. November 2009

     

    Berühmt wurde die als Anna-Lou Leibovitz 1949 in Connecticut geborene ehemalige Chef-Fotografin der Magazine „Rolling Stone“ und „Vanity Fair“ vor allem durch ihre Porträts der US-Prominenz. Ihre Aufnahmen von Bette Midler, den Rolling Stones und von Whoopi Goldberg gingen um die Welt. Berühmt wurde Leibovitz durch ihre Fotos von John Lennon und Yoko Ono , wenige Stunden vor Lennons Ermordung.

    Dass sich in der Schau im Kunst Haus Aufnahmen von Bill Clinton im Oval Office, von George W. Bush und seinem Stab, von Nelson Mandela in Soweto, von der hochschwangeren Demi Moore und von Jack Nicholson am Mulholland Drive finden, ist deshalb nicht weiter verwunderlich. Außergewöhnlich sind da schon die vielen privaten, ja manchmal intimen Fotos aus dem Familienalltag der Fotografin. Gezeigt werden Familienfeste, Ausflüge ans Meer, bewegende Bilder vom Tod des Vaters und Aufnahmen von der Geburt der drei Töchter, dazu Bilder von Reisen nach Sarajewo, Venedig, Berlin, Kyoto und Kairo.

    Die Fotos fügen sich nahtlos zu einer Chronik der Ereignisse der offiziellen Aufträge und privaten Geschichten aus den Jahren 1990 bis 2005. Die Ausstellung im Kunst Haus Wien umfasst rund 200 teils großflächige, monochrome Landschaftsaufnahmen sowie kleinformatige Schwarz-Weiß-Porträts und ist Familienalbum, Werkschau und persönliches Tagebuch in einem.

     [Quelle]

    Eine bemerkenswerte Ausstellung in Wien. Das Video, das in der Retrospektive gezeigt wird, ist ein echtes Zeitdokument. Es lohnt sich.

    Die Familienbilder und die Fotos vom langen Sterben ihrer Lebensgefährtin Susan Sontag haben mich am meisten berührt.

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    Workshop in Wien: „Bar im Jahr 2020″

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 15. November 2009

    Ich freue mich morgen für drei Tage auf Einladung von Pernod-Ricard Austria für deren Brand Absolut in Wien zu sein. Anlass ist der Workshop „Bar im Jahr 2020″ arrangiert und moderiert von Helmut Adam (Twitter @mixology), Herausgeber des führenden Barmagazins in Europa. Wir werden eine kleine sehr exquisite Runde von sechs Herren sein (und vielleicht einer Dame als Überraschungsgast) und über jeweils ein Thema referieren, gemeinsam diskutieren und frische Ideen ausbrüten:

    • „Know your past“ – „Kenne Deine Vergangenheit“ – Franz Brandl, einer der wenigen offiziellen deutschen Barmeister. Er eröffnete und leitete in München als Barchef der ersten Stunde „Harry’s New York Bar“ und Eckart Witzigmanns Bar im weltberühmten Drei-Sterne-Restaurant „Aubergine“: Analyse der Entwicklung der Bar in den letzten Jahrzehnten, Aufzeigen von Brüchen bzw. linearen Entwicklungen, Bezugnahme auf gesellschaftliche Veränderungen in den verschiedenen Zeiträumen, Vergangenheit als Grundlage für die Prognose der zukünftigen Entwicklungen.
    • „The Future of Taste“ – „Die Zukunft des Geschmacks“ - Stefan Stevanczesc, einer der Großen im österreichischen Bargeschäft: Präsentation der neuesten Erkenntnisse zu Geschmackstypen, die Unterschiede von Geschmack bei Männern und Frauen, die genetische Programmierung jedes Menschen auf einen bestimmten Geschmack – Anwendung dieser Erkenntnisse in der Bar der Zukunft?
    • „The Future of Hosting“ – „Die Zukunft des Gastgebens“ - Hidetsugu Ueno, Bartender der Meisterklasse aus Japan extra für diesen Workshop eingeflogen: Analyse des sozialen Elements der Bar, der Einfluss von gesellschaftlichen und demographischen Veränderungen, die Rolle des Bartenders als Dienstleister und Gastgeber in der Zukunft, die oft missachteten Soft Skills einer Branche kritisch beleuchtet.
    • „The brand bar in the future“ -  „Die Bar als Marke in der Zukunft“  – Jörg Meyer, Inhaber einer der besten Bars der Welt, des Le Lion in Hamburg: Die Bar als Lifestyle-Produkt oder klassischer Rückzugsraum? Die Bar als Umschlagplatz für Nachrichten wie im 19. Jahrhundert oder moderner Kulinariktempel? Analyse welche Aspekte einer Bar in Zukunft wie positioniert werden können, um diese im Bewußtsein der Menschen zu verankern. PS: Herr Meyer hat auch das Twittern für sich entdeckt und nutzt es recht produktiv.
    • „Communicating the Bar“ – „Die Kommunikation der Bar in der Zukunft“ – Meine Wenigkeit, Cem Basman, als einziger „Profi“ vor dem Tresen, IT Unternehmer und leidenschaftlicher Blogger und Twitterer: Die Bar in Zeiten von Sozialen Netzwerken, von Twitter und Facebook. Wie kommuniziert die Bar der Zukunft? Welche Möglichkeiten bieten sich ihr, ihre Dienstleistungen den Gästen zu kommunizieren? Profitiert die Bar von den neuen Möglichkeiten oder greift das in Member’s Bars übliche Handyverbot um sich?

    Über unsere Ergebnisse berichte ich später hier an dieser Stelle. Bin sehr gespannt.

    Hier sind einige Artikel aus der Sprechblase über das Thema „Bar“: Resümee: Was macht eigentlich eine gute Bar aus?, Herrenrunde: Chocolate Wednesday, Zeig mir deine Bar! - Viel Spass beim Stöbern und lesen!

    PS: Beim Helmuth Adam gibt’s ein Gruppenphoto von den Workshopteilnehmern!

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    Ein tragischer Held

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 15. November 2009

    In wenigen Minuten fängt in Hannover die Trauerfeier für Nationaltorwart Robert Enke an. 100.000 werden im und vor dem Stadion erwartet. 35.000 waren schon bei der Trauerandacht am Tage nach seinem Tod dabei. Die Anteilnahme nicht nur in Hannover und Deutschland, sondern im ganzen Weltfussball übersteigt jedes Mass an Vorstellung. In Deutschland ist die Rede von der grössten Trauerfeier seit Adenauers Tod. Sein Verein Hannover 96 hat beschlossen, niemals wieder seine Trikotnummer #1 wiederzuvergeben, die traditionelle Nummer des Stammtorwarts. Meines Wissens ist ähnliches bisher nur Michael Jordan (#23, Basketballer) und Wayne Gretzky (#99, Eishockeyspieler) nach dem Ende ihrer aktiven Karriere zu Ehren geworden. Posthum ist es mir nicht bekannt.

    Die Trauer und die Anteilnahme um den Tod von Robert Enke ist ein Phänomen, nicht nur in den Medien, die diese Geschichte dankbar aufgenommen und in den Schlagzeilen verwertet haben. Es hat Robert Enke zum Mythos erhoben. Grösser als zu Lebzeiten. Die Pressekonferenz mit seiner Frau, 18 Stunden nach seinem Tod, hat alle berührt. Sie war offen und ehrlich und hat alle Spekulationen beiseite geräumt. Das war gut so und sehr mutig von ihr. Enke litt an starken Depressionen und hat für sich keinen anderen Ausweg gesehen. Die angebotene Hilfe hat er nicht annehmen können und wollen.

    Robert Enke ist zum universellen Helden geworden. Zum tragischen Helden. Zur Projektion der Massen. Ihrer Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte. Wie kommt das?

    Enke war bei seinen Fans beliebt und bewundert. Ein Idol zum Anfassen, der gerne auch die Nähe seiner Anhänger nicht scheute. Er war ein Sympathieträger. Ein sensibler Mensch auch wie es nachgesagt wird. Das Volk liebt solche Helden. Keiner ahnte, dass er an seiner Krankheit litt. Mehr ausgehalten hatte, als er verdiente. Ein Guter, der leidet und der wiederholt ein schlechtes „Schicksal“ erfährt, dem er nicht entkommen konnte. Tod seiner Tochter, sportliche Misserfolge oder Rückschläge kurz vor den ganz grossen Erfolgen und Zielen. Einer, der seine Schwäche nicht zugestehen konnte. Einer aus gutem Elternhaus, sein Vater war Psychologe, der sich aber unter das Volk gemischt hatte. Der Angst hatte, aber auch Einfühlungsvermögen. Ein intelligenter Sportler, der aber aus dem Gefängnis seiner Seele nicht ausbrechen konnte. Ein Einsamer. Ein Zerrissener.

    Ein tragischer Held. Der gewaltsame Tod in jungen Jahren. Die gebrochene Ehefrau. Die entsetzten Fussballfürsten. Das trauernde Volk. Aus diesem Stoff sind die grossen Heldensagen und Archetypen in den Mythen und in den Dramen der Antike und der Klassik. Siegfried, Macbeth, Hamlet sind solche tragischen Helden. Es ist eine der Ur-Geschichten der Menschheit. Und immer noch gültig. Die Medien haben das nur aufgegriffen und sicher auch verstärkt. Die Anteilnahme und das Mitgefühl des Volkes ist aber echt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass Robert Enke nicht zum Kult wird, sondern Mahnung und Nachdenken über die Schattenseiten des Leistungssports und allen anderen Lebensbereichen, wo Menschen verzweifeln und einsam sind, weil sie Angst vor Versagen haben, Angst davor, andere zu enttäuschen, zuzugestehen, dass sie Hilfe brauchen, wo sie glauben, die Erwartungen nicht erfüllen zu können, die in sie gesetzt worden sind, wo sie einfach innerlich nicht dem Menschen entsprechen, dessen Bild wir uns von ihnen gemacht haben. Für Robert Enke war es zu spät.

    Ruhe in Frieden.

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    Miuccia Prada

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 14. November 2009

    miuccia

    Die Frau hinter der Marke.

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    Twittnite: Standups & Büffet (Finale Liste)

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 12. November 2009

    twittnite-logoDas Büffet steht schon fest, Vorschläge zu den Fünf-Minuten-Standups können aufgerufen werden!

    Ulli Marsau von der Rösterei (@besteBohne, @isekai1) hat mit seinem Chefkoch das Büffet saisonal passend zur späten Jahreszeit zusammengestellt: Herbstliche Salatvariationen, Kürbissuppe, Rübenmus mit Holsteiner Schnippel-Mettenden, Erntefrischer Petersilie und Senf, Wintergrütze mit Vanillesauce und Minzaroma. Vorweihnachtliche Stimmung kommt mit reichlich Punsch auf. Dazu reichlich Weine, Biere und natürlich auch Softdrinks. Das Büffet und die Getränke verdankt die hamburger Twittnite Community unserem Sponsor T-Mobile (@t_mobile_trend)!  Danke! Ein guter Rahmen, um interessante Standups zu erleben, neue Kontakte zu knüpfen und um einen schönen inspirativen Abend zu erleben.

    Traditionell startet die Twittnite um 19 Uhr. Ab 20 Uhr gibt es die Möglichkeit für jeden spontan bis maximal 21 Uhr kurze 5-Minuten-Vorträge zu machen, sogenannte Standups. Dabei werden Mikrofon, Beamer (diesmal drei grosse LCD-Bildschirme), Notebook und WLAN von der Veranstaltung gestellt. Das Event klingt gegen 23:00 aus.

    Alle registrierten Teilnehmer sind nun aufgerufen, sich für inspirative und unterhaltsame Standups zu melden. Erfahrungsgemäss haben wir bisher 7-8 Kurzvorträge in einer Stunde geschafft. Folgende Standups (kontinuierliche Aktualisierung der Liste) sind schon sind geplant:

    • Christian Rieger (@crieger),  „Twitter als zentrales Kommunikationstool der Web 2.0 Gemeinde“ – n’uff said :-)
    • Moritz Schott (@moedahoe). Key Acount Manager Greece & Turkey bei Navigon AG, „Twitter Lists – one months, what happend?“ – Einsatz und Nutzen von Twitterlisten?
    • Alexander Schilling (@raumfuer), Designer, „Twitter at work? Ausblick auf neue Formen der Zusammenarbeit.“ – Über die Gemeinsamkeiten der Kommunikations-Kultur von Twitter, Barcamps und Openspace und der Möglichkeit, diese für neue Workflow-Modelle zu nutzen.
    • Michael Kneissler, Journalist, Buchautor und ehemals Chefredakteur bei der Bauer Media Group, zeigt am Beispiel seines Celeb-Twitter-Streams @kneissler mit über 2.000 Followern , wie Twitter funktioniert (und wie nicht) und warum Messages und Direct Messages so wichtig sind
    • Kathrin Stieler (@morala_postel), „Wieviel muss ein Corporate Twitter-Account menscheln?“, Entstehungsgeschichte und Ziele des deutschen Tribal DDB-Accounts (@tribalddb_de)
    • Stephan Pirsch, Chefredakteur von prinz.de (@OnlinePrisch) stellt cityfragen.de vor…
    • Update: Mark Heising (@zeitnehmer) designierter Head of Digital Germany von Edelman, Dr. Markus Jodl (@jodl), Pressesprecher Region und Service Deutsche Telekom AG, „Vorstellung und Diskussion einer Twitteraktion zur IAAF Leichtathletik WM 2009″
    • Late Twittnite Special Guest: Einer der frühen deutschen Webpioniere, Peter Kabel (@pkabel), spricht erstmals öffentlich über die „Initiative I-15″

    Weitere Standup-Beiträge bitte als Kommentar hier vorschlagen. Ich aktualisiere fortlaufend die Liste oben. Die Standup-Liste ist jetzt mit acht Beiträgen komplett und ist geschlossen!

    Vodafone Telefonaussetzer: „Problem behoben!“

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 10. November 2009

    Dirk Ellenbeck, Pressesprecher von Vodafone, hat heute hier im Blog mit einer Erfolgsmeldung kommentiert:

    Problem behoben!

    Danke an alle, die konstruktiv mitgeholfen habe, die geschilderten Probleme einzugrenzen. So konnten die Spezialisten von Vodafone gemeinsam mit Systemlieferanten und Herstellern an der Verbesserung arbeiten. Als Ursache wurden mehrfache parallele Datenübertragungen mit hohen Datenmengen und eine ungünstige Verteilung der Ressourcen im UMTS/HSDPA-Netz ermittelt. Durch eine Optimierung der Ressourcenbehandlung wurde das Problem nachhaltig beseitigt.

    In jüngster Zeit habe ich auch eine deutliche Verbesserung im UMTS-Netz der Vodafone bemerkt. Es kam zu fast keinen Telefonaussetzern mehr. Dank an Dirk für sein Engagement und dem technischen Support von Vodafone für die Fehlersuche und -beseitigung. Social Media funktioniert! Gut zu wissen.

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    Kinski

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 9. November 2009
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    deutsche-startups.de – Meine Wahl zum Start-up des Jahres 2009

    Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 9. November 2009

    Auch dieses Jahr freue ich mich, auf Einladung von Alexander Huesing in der Jury zum Start-up des Jahres 2009 zu sein. Ins Rennen gehen zwölf frische Unternehmen, ausgewählt von deutsche-startups.de. Ich habe mich spontan für eines entschieden. Aus meiner Begründung heute:

    Mein Favorit ist Stepmap (www.stepmap.de) – der interaktive Landkartendienst im Web. Er ist genial einfach, schnell und nützlich. Ich mag Karten. Damit lassen sich anschaulich Informationen darstellen, die einen geografischen Bezug haben. Für Stepmap würde ich mir wünschen, dass es in Zukunft auch besondere Karten und Symbole zu geopolitischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und weiteren Spezialthemen bietet. Stepmap liesse sich also von seinen Möglichkeiten grundsätzlich gut skalieren. Vorbei die Zeiten, wo man Clip-arts in Archiven durchsuchen und mit Copy-paste mühselig seine Karten basteln musste. Feine Sache das.

    Wer sich für Karten interessiert, dem sei auch der Dauerbrenner die Sendung „Mit offenen Karten“ bei arte von und mit Jean-Christophe Victor empfohlen. Einer meiner Lieblingssendungen im deutschen Fernsehen. In fünf Minuten kurz und knackig ein geopolitisches Thema erklärt. Schön ist übrigens auch die Webseite Strange Maps zum Entdecken, Erstaunen und Erfreuen.

    Mir fallen neben Stepmap aber auch zwei weitere Wettbewerbsbeiträge postiv auf: Linguee.de, die Übersetzungssuchmaschine und Miki, Magazingestaltung im Web.

    Drücke allen zwölf Kombattanten die Daumen. Bin gespannt, wer später auf dem Siegertreppchen steht.

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