11. Mai 2008
Holger Könemann hat ein neues Blog und hat mir gleich ein Stöckchen zugeworfen. Aua!
Was ist 1.euer durchschnittlichster Seitenbesucher und 2. was euer ungewöhnlichster?
Die Antwort fällt mir ziemlich leicht. Ich führe keine technischen Statistiken. Ausser der, die WordPress.com im Dashboard automatisch beinhaltet. Ich lese und diskutiere die einzelnen Kommentare in meinem Blog. Ich interessiere mich aber nicht für die technischen Attribute der Leser und Kommentatoren. Bildschirmauflösung und Eingabesysteme sind mir ehrlich gesagt wurscht. Ich habe nur einen Überblick über Anzahl der Views über Tage, Wochen und Monate sowie Kommentare usw.
Deshalb kann ich diese Fragen nicht beantworten. Wer sich aber berufen fühlt, möge diese Fragen gerne für sich und bei sich beantworten.
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Tags: Blog, Statistik
10. Mai 2008
Eine sehr arbeitsreiche Woche liegt vor mir. Eine neue Arbeitsgemeinschaft von Entwicklern anschieben, eine mögliche Kooperation zwischen zwei Unternehmen weiter vertiefen, zwischendurch kurz eine neue Restaurantkritik in Qype schreiben, ein eigenes Webprojekt in die Endphase vorantreiben, eine klassische Projektaquisition vorbereiten, am Microsoft Blogger Connection KickOff teilnehmen, anschliessend Bloggertreffen Hamburg sowie die next08, Vorbereitungen für das StartupWeekend abschliessen und durchführen. Bis nächsten Sonntagabend.
Familie fährt am Pfingstmontag früh die ganze Woche weg. Ich bleibe allein in der Stadt. The Seven Year Itch.
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Tags: Beruf, Brot, Ich, Persönliches, Spiele
10. Mai 2008
Ich empfinde die “Zeit” nicht als eine kontinuierlich fortschreitende Ordnung am gerichteten unumkehrbaren Zeitstrahl wie die Naturwissenschaftler. Noch als im Bewusstsein wahrgenommene Form der Veränderungen oder der Abfolge von Ereignissen wie Philosophen. Ich empfinde “Zeit”, aber auch “Raum” anders.
Meine Erinnerungen, meine Wahrnehmung in der Gegenwart und meine Vorstellung von der Zukunft fliessen ineinander über. Mein Ankerpunkt ist zwar das “Jetzt”, aber subjektiv verschmelzen die Zeiten “Vergangenheit” und “Zukunft” in der “Gegenwart”.
Ich bin vier Jahre alt, sitze im gleichen Moment heute vor dem Monitor, während ich diese Zeilen schreibe, und würde wieder gerne mal irgendwann nach New York fliegen. Alle diese Bilder und Gedanken empfinde ich wie “Gegenwart”. Das gleiche gilt für den Raum. Die Orte sind nicht voneinander entfernt. Sie sind alle hier und jetzt. Sie existieren in meiner Vorstellung gleichzeitig und auch gleichwertig. Parallel. Ein buchstäbliches Raumzeit-Kontinuum. Seltsam? Vielleicht.
Ich weiss nicht, ob es anderen auch so geht. Ich empfinde alle drei Zeiten und alle Orte in meinem Bewusstsein wie in einer riesigen hochkomplexen und hochvernetzten ”Wolke” assoziativ miteinander verknüpft. Nicht linear im Zeitstrahl oder zweidimensional geografisch wie auf einer Landkarte. Das fällt mir immer wieder beim Schreiben und Erzählen auf. Sprünge in die Vergangenheit oder Perspektivwechsel in diesem dynamischen Netz fallen mir nicht schwer. Vielleicht bin ich auch nur internetgeschädigt, denn auch dort ist alles “hier” und “jetzt” und “instant”. Gibt es einen Namen für diese Empfindungen?
Kann sein, dass Mehrsprachigkeit und häufige Kulturwechsel im Lebenslauf dieses Empfinden verstärkt haben. Kann sein, dass das nur ein Spleen von mir ist. Kann auch sein, dass alle das so empfinden.
Ich empfinde meine Existenz als zeitlos und ungebunden vom Raum. Nur, hat man einmal so empfunden, ist eine Rückkehr zur traditionellen Sichtweise nicht mehr möglich.
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Tags: Bewusstsein, gegenwart, Hier, Jetzt, Vergangenheit, Wahrnehmung, Zukunft
9. Mai 2008
Wir wohnten damals, Ende der Fünfziger Jahre, in Hamburg im schönen Stadtteil Rotherbaum. Direkt an der Chaussee, an der Ecke Binderstrasse. In einem grossen grauen Mietshaus, das heute noch steht. Eine kleine Zweizimmerwohnung mit einem schönen Ausblick über die alten Gründerstilvillen des Viertels. In der obersten Etage über uns - unter dem Dach - wohnte eine Familie mit ihrer Tochter. Wir waren befreundet und spielten miteinander. Ich war ungefähr vier. Sie war ein Jahr jünger.
Manchmal nahm ihre Mutter uns beide auf einen Spaziergang an die nahe gelegene Aussenalster. Wir fütterten Schwäne und schauten über das Wasser. Ich erinnere mich noch ganz genau an den ersten Sommer. Sie kaufte uns beiden ein Eis. Die Tochter hatte Erdbeereis und ich ein Vanille. Ein vierkantiges Eis am Stil mit Staniolpapier umwickelt. Es gab damals nur zwei Eissorten.
Plötzlich beugte sich ihre Mutter zu mir herunter und zeigte auf das Wasser. Ein weisses Boot, das gerade anlegte. Sie zeigte darauf und sagte ganz bedeutungsvoll: “Alsterschiff”. Das ist ein Alsterschiff. Ich wiederholte das Wort. Alsterschiff.
Ich sehe diese Szene noch so vor meinen Augen, als ob ich immer noch der kleine Junge in den kurzen Hosen bin, mit dem Vanilleeis in der Hand. Alsterschiff. Das war mein allererstes Wort in deutsch. Seit dem fühle ich bis heute eine starke Verbundenheit mit diesen wunderschönen weissen Fähren wie sie langsam vor der Silhouette der Innenstadt auf dem Wasser gleiten. Und im Zickzackkurs die Alster und ihre Kanäle und Seitenarme von Anleger zu Anleger hoch und wieder runterfahren. Die Alsterschiffe der Schwanenflotte sind für mich das Sinnbild für Hamburg und meine Kindheit. Ich fühle bis heute eine tiefe Verbundenheit mit diesen weissen Dampfern. Jedesmal, wenn ich sie sehe, freue ich mich über ihren Anblick.
Und jedes Mal wenn ich an der gleichen Stelle bin, wo ich meinen erstes deutsches Wort gelernt habe, muss ich an diesen Moment denken. Alsterschiff.
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Tags: Alster, Hamburg, Ich, Persönliches, Sprache
8. Mai 2008
Kommentare in “A-Blogs” spare ich mir meist völlig, weil ich oft das Gefühl habe, daß der Autor nicht wirklich interessiert ist an meinem Kommentar sondern nur die Anzahl der Kommentare als Trophäe an die Wand nagelt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Kiki bei Robert als Kommentar
Gut, dass ich kein A-Lister bin. Ich freue mich über jeden Kommentar in der Diskussion. Ich kommentiere auch selber gerne. Für mich sind Kommentare keine Trophäen, sie sind der Gesprächsfluss, der durch einen Blogpost ausgelöst worden ist.
Also keine Scheu. Sollte ein Kommentar nicht sofort erscheinen, dann liegt das meistens daran, dass der Kommentar in der Moderation gelandet ist. Warum? Deshalb:
1. Der Autor eines Kommentars muss bereits einen zugelassen Kommentar geschrieben haben. 2. Ein Kommentar landet in der Warteschlange, falls er zwei Links und mehr enthält. 3. Kommentare in der Warteschlange werden von mir moderiert.
Also, ein wenig Geduld oder ein Hinweis per Mail an mich hilft in diesen Fällen meistens…
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Tags: A-List, Kommentare, Trophäen
6. Mai 2008
You started a conversation with a friend talking about how glad you are to see them and ended it talking only about yourself.
More signs…
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Tags: Hipster, Zitat
6. Mai 2008

Ich mag Schmuck an Frauen. Vorallem an den Ohren…
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Tags: Details, Ohren, Schmuck
5. Mai 2008
Herr Paulsen kann nicht nur wunderbar kochen und Würste machen, er kann nicht nur heiter schreiben, nein, er kann sogar ganz tolle Sportfotos machen. Wie im “Kicker”. Nein, noch viel besser. Hier. Grossartig. Wo hat der Junge bloss nur dieses ganze viele Talent her?
Anlässlich der Fussballbenefizspiels “Kicken mit Herz” in Hamburg. Irgendwo ganz hinten in der Flickr-Fotostrecke bin sogar ich mit dem grossen Sohnemann zu sehen…
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Tags: Benefiz, Fotos, Fussball, Hamburg, UKE
5. Mai 2008
Aber wieviele hast du wirklich? Im realen Leben? Menschen, die du magst um ihrer selbst Willen, denen du vertraust und die du schätzst? Im realen Leben, meine ich.
Ich? Vielleicht zwei oder drei sehr gute und nahe. Vier. Mehr nicht.
[Link via]
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Tags: Freudschaft, Freunde
4. Mai 2008

Das Gorillaspiel. Das gleiche Schema seit einem Vierteljahrhundert. Eine alte Businessregel von Microsoft lautet: embrace, extend, extinct. Weiss ich noch von meinen alten Tagen.
Umarme zunächst deinen Wettbewerb und versuche, ihn für dich zu gewinnen (embrace), kooperiere und erweitere die Geschäftsbeziehungen mit ihm anschliessend (extend) und wenn du ihn dann am Ende nicht schlucken kannst, dann dräng ihn aus dem Markt und mach ihn platt (extict). Todsicher.
Der Deal von Microsoft mit Yahoo ist geplatzt. Phase drei ist sicher schon eingeläutet. Yahoo wird keine Chance haben.
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Tags: AOL, Übernahme, Microsoft, Yahoo!
4. Mai 2008
Die sueddeutsche.de berichtet:
Deutschlands Mittelschicht rutscht ab
Die soziale Schieflage droht sich zu verschärfen: Die Unternehmensberatung McKinsey rechnet vor, dass bis 2020 nicht einmal mehr jeder zweite Deutsche der Mittelschicht angehört, wenn sich die Wirtschaft nicht besser als bisher entwickelt. Gegenüber den 90er Jahren wären das etwa zehn Millionen Menschen weniger.
Das ist eine äusserst gefährliche Entwicklung für die Wirtschaftskraft und die gesellschaftliche Stabilität in Deutschland. Die Schere zwischen denen, die viel haben und wenig bis nichts, klafft immer weiter auseinander.
Die Mittelschicht ist traditionell das Rückgrat jeder industrialisierten westlichen Gesellschaft. Das sind die Lohnsteuerzahler und die kleinen und mittleren Selbstständigen. Bricht diese Schicht weg, fehlen dem Wirtschaftkreislauf wesentliche Einnahmen im Konsum und in den Investitionen. Der Staat verliert damit auch zunehmend wichtige Steuerquellen. Die Privatinsolvenzen nehmen kontinuierlich zu. Die Hauptursache dafür ist laut dem Statistischen Bundesamt die Arbeitslosigkeit. Eine Trendwende ist auch hier nicht zu erkennen.
Diese Entwicklung ist mehr als beunruhigend. Die Regierung in Berlin und auch ihre Opposition (haben wir überhaupt noch eine?) erscheinen mir eher als Verwalter der Misere, als dass sie den Mut haben, diese Trends grundlegend anzugehen und zu ändern.
Ich habe das Gefühl, die Zeit ist reif, dass eine deutliche sowohl geistige wie auch politische und wirtschaftliche Erneuerung, eine Re-Generation, eintreten muss und sogar auch bevorsteht. Ich habe das Gefühl, dass die neue Generation, die heute 20- bis 30-jährigen das einleiten können. Sie ist anders. Sie ist mutiger und frischer. Sie ist globaler. Ja, das Web hat auch damit etwas zu tun. Ich setze auf die neue Generation. Macht das! Mein Vertrauen zur Re-Generation der Wirtschaft und Gesellschaft habt ihr! Macht das jetzt und lasst euch nicht vereinnahmen und blenden von leeren Versprechen.
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Tags: Deutschland, Mittelschicht, Politik, Re-Generation, Regeneration, Wirtschaft
3. Mai 2008
Das Casero ist mein Stammcafé in Hamburg. Fast mein verlängertes kleines Wohnzimmer. Hier bin ich mehrmals in der Woche - vorzugsweise spätnachmittags an Wochentagen. Hier habe ich meine Ruhe, um eine dreiviertel Stunde die FAZ, die Rundschau oder die Süddeutsche zu lesen. Nette, freundliche und schnelle Bedienung.
Meine Favoriten sind der absolut fabelhafte “griechische Joghurt” mit Nüssen und Honig oder aber auch die warmen Bagels mit Thunfischpastrami oder Frischkäse. Ein Kaffee dazu. Am Wochenende lege ich hier auch schon mal ein zweites “herzhaftes Frühstück” ein. Am allerschönsten ist es bei warmen und trockenem Wetter, wenn die Fenster und Türen weit geöffnet sind und man draussen und drinnen sitzen kann. Für kältere Tage gibt es natürlich Heizstrahler auf der Strassenseite … Der Blick vom Café auf die Strasse und auf die schönen Gründerstilfassaden von Eppendorf erinnert mich manchmal an Paris oder Brüssel.
So erkauft man sich “eine Insel Glückseligkeit” für unter 10 Euro in angenehmer und zivilisierter Gesellschaft. Als Nachmittagspausenoase. Junge Frauen mit Kinderwagen und Gören. Erwachsene Paare im trauten Gespräch. Freundinnen auf Plausch. Schöne und intelligente Frauen auf der Rast auf einen Latte. Kumpel beim kurzen Stopover. Singles in Zeitungen vertieft. Oder einfach als Beobachter des Treibens auf der Strasse und Phishing von Bekannten.
Mein Beitrag zu Cafe Casero - Ich bin CemB - auf Qype
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Tags: Café, Eppendorf, Hamburg, Qype
2. Mai 2008
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Tags: Geschichte, Kurzzz