Graffiti Analysis 2.0: Digital Blackbook
Dank an Matthias Zellmer via Twitter. Grossartig.
mare: “Als die Boote noch hölzern und die Männer eisern waren”

Gesichter vom Leben in Sturm und Gischt, in mare No. 77, fotografiert vom belgischen Fotografen Stephan Vanfleteren. “Fünf Jahre sammelte er Bilder und Geschichten von belgischen Fischern. Sie dokumentieren eindringlich und anrührend die Härten und Wagnisse von Fischern, aber auch ihre unstillbare Sehnsucht nach dem Meer. Mach ein Bild von mir, bevor es zu spät ist”, schreibt das Heft. Die Geschichte zu jedem der einzelnen Portraits ist so stark wie die Bilder. Gestern abend in meinem Stammcafé gelesen. Verschlungen.
mare aus der Hamburger Speicherstadt ist eine der besten deutschsprachigen Zeitschriften. Meint auch Merlix. Es gibt noch Hoffnung für gutes Print.
A boombastic 2010 t’ ya all!
Eric Clapton – Layla. Slidetone tweetet einen gewagten Vergleich… und schiebt gleich eine Photo hinterher.
Und hier ist der Text (ursprünglich von Derek and the Dominos von 1970)…
What’ll you do when you get lonely
And nobody’s waiting by your side?
You’ve been running and hiding much too long.
You know it’s just your foolish pride.
Layla, you’ve got me on my knees.
Layla, I’m begging, darling please.
Layla, darling won’t you ease my worried mind.
I tried to give you consolation
When your old man had let you down.
Like a fool, I fell in love with you,
Turned my whole world upside down.
Chorus
Let’s make the best of the situation
Before I finally go insane.
Please don’t say we’ll never find a way
And tell me all my love’s in vain.
Chorus
Chorus
USS: Jury, Auswahl und Abstimmung (Update)
Der kleine Feiertagswettbewerb Ultra Short Stories hat meine Erwartungen weit übertroffen. Mehr als 50 USS sind bisher eingegangen. Jeden Tag kommen neue schöne Kürzestgeschichten dazu. Der Wettbewerb läuft bis Silvester 2009. Da stellt sich mir die Frage, wie denn die beste Geschichte zu küren ist. Ursprünglich dachte ich, alle direkt abstimmen zu lassen. Bei der grossen Anzahl ist es aber technisch schwierig und nicht sehr sinnvoll.
Also habe ich mich entschlossen, dass Ganze in zwei Stufen zu machen:
- Eine Jury entscheidet zunächst über die ihrer Meinung nach zwölf besten Ultra Short Stories. In der Jury sitzen: @bosch, @HHiLove, @_jrg, @CemB.
- Steht diese Liste der besten zwölf USS fest, wird sie hier im Blog am 6. Januar 2010 veröffentlicht und jeder Leser kann darüber bis zum 12. Januar 2010 abstimmen. Bei einer Stimmabgabe können mehrere Geschichten gewählt werden. Die USS, die die meisten Stimmen bekommen hat, dem gehört der Preis “USS des Jahres 2009″! So einfach ist das.
Das müsste funktionieren.
Ultra Short Story: Lust auf 140-Zeichen-Geschichten?
Eine gute Geschichte lässt sich auch in 140 Zeichen erzählen. Behaupte ich mal jetzt wieder. Was sind gute Geschichten? Keine Ahnung. Das werden wir sehen. Jedenfalls ist es die Kunst der Auslassung. Die Reduzierung auf das Wesentliche. Und den Rest der Phantasie des Lesers frei zu überlassen.
Wer Lust hat, kann seine Geschichte tweeten. Mit Hashtag #uss für Ultra Short Story. Bis zum 31. Dezember 2009. Ein kleiner Wettbewerb für die dunklen Tage. Es gibt auch etwas zu gewinnen. Was, weiss ich auch noch nicht. Jury? Ich? Alle per Abstimmung? Oder die Twitkrits. Schaunmermal.
PS: Da Tweets mittlerweile eine ziemlich kurze Halbwertszeit in der Gültigkeitdauer haben, wäre es nicht schlecht, sicherheitshalber hier in die Kommentare auch den Link zum eigenen Tweet und den Tweettext per Copy&Paste einzutragen, damit sie nicht verloren gehen. Ausserdem ist Twitter Search und ähnliches ziemlich unzuverlässig… Danke!
EnergyCamp in Hamburg am 30./31. Mai 2010
Valentin Tomaschek veranstaltet wieder ein Event zu einem sehr aktuellen Thema: Das EnergyCamp - Das Camp zu „Energie & Umwelt“. Valentin schreibt über das Konzept:
Am Sonntag dem 30. Mai und am Montag dem 31. Mai 2010 findet das EnergyCamp auf dem Museumsschiff „Cap San Diego“ im Hamburger Hafen statt.
Der Sonntag soll hauptsächlich an das BarCamp-Prinzip angelehnt sein. Montag werden hingegen bis zu acht Sessions im Vorfeld festgelegt und dazu bekannte Redner aus den Branchen, Energie, Umwelt und Politik eingeladen.
Die Themen „Energie & Umwelt“ betreffen uns alle. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir zusammen in die richtige Richtung gehen müssen. Es träumen bestimmt alle von kostenloser und umweltschonender Energie, aber ist dieser Traum auch realistisch?
Können wir sofort alle Atommeiler abschalten? Ab wann können wir unsere Energieversorgung komplett und zuverlässig auf erneuerbare Energien stützen? Oder sind Solar-, Wind-, und Wasserkraft in Wahrheit auch nur „Brückentechnologien“? Wie kriegen wir unseren CO2-Verbrauch gesenkt? Kann sich jeder Einzelne zurücklehnen und die Schuld auf Grosskonzerne, Flugverkehr sowie kommende Industriestaaten schieben? Nach dem Motto: „Was könne wir schon tun, wenn China und Indien die Luft verpesten?“ Oder können und müssen wir mit gutem Beispiel vorangehen und Abends einfach mal den Fernseher ganz ausschalten, nicht auf Standby lassen?
Man merkt: Es gibt mehr als genug Fragen, um zwei Tage konstruktiv miteinander zu diskutieren und sich weit weg von festgezurrten Ideologien und Dogmen gemeinsam auszutauschen.
Ganz besonders freue ich mich, dass EnergyCamp auf dem fahrtüchtigen Museumsfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen stattfindet. Diese Location hatte ich auch schon seit Längerem im Auge. Ich glaube, das wird sehr sehr spannend bei schönem Wetter Ende Mai. Wir dürfen auch den Pool an Deck benutzen…
Ich helfe mit im Orgateam des EnergyCamp. Als Geschäftsführer des Bereichs Future Technologies bei der AKRA GmbH werde ich das EnergyCamp als Sponsor ebenfalls unterstützen. Nachrichten zum EnergyCamp gibt es nicht nur im Blog sondern auch bei Twitter unter @ecamphh. Tickets zum EnergyCamp 2010 gibt es hier.
Jack Dorsey’s Square In Action (Update)
Das ist cool. Das wird die Bezahlsysteme total öffnen und verändern. Nein, es wird die bestehenden Bezahlsysteme killen. Twitter-Erfinder Jack Dorsey (@jack) hat heute abend sein neues Projekt veröffentlicht: Square - Bezahlen mit Geldkarte und Handy, “Karte durchziehen, unterschreiben – fertig!” (@flog). Keine sprerrigen und teuren Kartenleser mehr. Seit Monaten munkelte man über dieses Vorhaben. Jetzt ist es da.
Für Beträge bis zu 60 US Dollar. Keine Nutzungsverträge oder Gebühren. Weder für den Käufer noch für den Verkäufer. Selbst der Mini-Kartenleser, den man in sein Telefon steckt, ist kostenlos. Quittung des Zahlungsvorgangs per Mail oder SMS. Authentifikation per Foto. Unterschreiben direkt auf Touchscreen des Smartphone. Rabattsysteme können damit ebenfalls eingerichtet werden. Alles komplett ohne Papier. Schnell und einfach. Genial.
Ich möchte mit @Square bezahlen, bitte. Seit heute im “closed Beta”.
[Video via @Baranek gefunden]
Update: Nein, ich möchte doch nicht mit Square bezahlen. So einfach und genial Jacks Idee mir auch zunächst erschien, sie hat ihre erheblichen Risiken. Wenn ich das richtig sehe, basiert Square auf Geldkarten mit Magnetstreifen, die aktuelle Technologie der meisten Karten in den USA. Die massiv unsicheren Geldkarten mit Magnetstreifen sind der Hauptgrund, weshalb in diesen Tagen in sehr grossem Umfang Karten ausgetauscht werden gegen Karten mit Chip, die deutlich fälschungssicherer sind. In Deutschland und in Europa sind Chipkarten mittlerweile die Regel. Mit einem Mini-Magnetstreifenleser hätte Square in Europa so gut wie keine Chance. Oder möchte jemand seine Magnetstreifenkarte einem völlig Unbekannten mit einem windigen Smartphone anvertrauen?
Twittnite hat eine Twitterwall: TwittniteWall
Ich habe für Twittnite eine Twitterwall eingerichtet. Die TwittniteWall!
Eine “Twitterwall” ist eine Wand voller “Tweets”. Eine Twitterwall beinhaltet immer Tweets zu einem bestimmten Schlagwort (Hashtag). Diese ”Hashtags” sind Worte mit einer Raute (#) davor, welche auf das Thema eines Tweets hinweisen. Alle Tweets mit dem Hashtag #twittnite werden auf der TwittniteWall angezeigt und können im Web von allen gesehen werden.
Also fleissig vor, während und nach der Twittnite mit dem Hashtag #twittnite vom Event berichten und tweeten!
Die TwittniteWall ist ganz einfach mit Twitterwallr (@twitterwallr) eingerichtet, einem schönen Tool von Dennis Morhardt (@GIGAlinux), der die Idee dazu beim ersten europäischen WordCamp im Januar 2008 in Hamburg hatte.
Waschmaschinen, die twittern
Ich wohne in einem Mehrparteienhaus, das auf dem Dachboden einen gemeinsamen Waschraum hat. Heute morgen dachte ich kurz, dass ich nix dagegen hätte, wenn Waschmaschine und Trockner mir einen Tweet senden, wenn sie durch sind, sodass ich nicht umsonst immer nach oben laufen müsste. Ey, cool, gibt’s schon! Danke für den Hinweis @sebschindler (1) und @assbach (2), die mir in gefühlter Lichtgeschwindigkeit geantwortet haben! Jetzt muss ich nur noch den Hausmeister dazu überreden…
Update: Hier ist der besagte Twitter-Account der Waschmaschine im Video: http://twitter.com/PiMPY3WASH
Update 2: Twitterliste der Dinge, die twittern: http://twitter.com/mathys/things-that-twitter
Annie Leibovitz in Wien: “A Photographer’s Life”
Berühmt wurde die als Anna-Lou Leibovitz 1949 in Connecticut geborene ehemalige Chef-Fotografin der Magazine “Rolling Stone” und “Vanity Fair” vor allem durch ihre Porträts der US-Prominenz. Ihre Aufnahmen von Bette Midler, den Rolling Stones und von Whoopi Goldberg gingen um die Welt. Berühmt wurde Leibovitz durch ihre Fotos von John Lennon und Yoko Ono , wenige Stunden vor Lennons Ermordung.
Dass sich in der Schau im Kunst Haus Aufnahmen von Bill Clinton im Oval Office, von George W. Bush und seinem Stab, von Nelson Mandela in Soweto, von der hochschwangeren Demi Moore und von Jack Nicholson am Mulholland Drive finden, ist deshalb nicht weiter verwunderlich. Außergewöhnlich sind da schon die vielen privaten, ja manchmal intimen Fotos aus dem Familienalltag der Fotografin. Gezeigt werden Familienfeste, Ausflüge ans Meer, bewegende Bilder vom Tod des Vaters und Aufnahmen von der Geburt der drei Töchter, dazu Bilder von Reisen nach Sarajewo, Venedig, Berlin, Kyoto und Kairo.
Die Fotos fügen sich nahtlos zu einer Chronik der Ereignisse der offiziellen Aufträge und privaten Geschichten aus den Jahren 1990 bis 2005. Die Ausstellung im Kunst Haus Wien umfasst rund 200 teils großflächige, monochrome Landschaftsaufnahmen sowie kleinformatige Schwarz-Weiß-Porträts und ist Familienalbum, Werkschau und persönliches Tagebuch in einem.
[Quelle]
Eine bemerkenswerte Ausstellung in Wien. Das Video, das in der Retrospektive gezeigt wird, ist ein echtes Zeitdokument. Es lohnt sich.
Die Familienbilder und die Fotos vom langen Sterben ihrer Lebensgefährtin Susan Sontag haben mich am meisten berührt.






































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