Twittnite: Standups & Büffet
Das Büffet steht schon fest, Vorschläge zu den Fünf-Minuten-Standups können aufgerufen werden!
Ulli Marsau von der Rösterei (@besteBohne, @isekai1) hat mit seinem Chefkoch das Büffet saisonal passend zur späten Jahreszeit zusammengestellt: Herbstliche Salatvariationen, Kürbissuppe, Rübenmus mit Holsteiner Schnippel-Mettenden, Erntefrischer Petersilie und Senf, Wintergrütze mit Vanillesauce und Minzaroma. Vorweihnachtliche Stimmung kommt mit reichlich Punsch auf. Dazu reichlich Weine, Biere und natürlich auch Softdrinks. Das Büffet und die Getränke verdankt die hamburger Twittnite Community unserem Sponsor T-Mobile (@t_mobile_trend)! Danke! Ein guter Rahmen, um interessante Standups zu erleben, neue Kontakte zu knüpfen und um einen schönen inspirativen Abend zu erleben.
Traditionell startet die Twittnite um 19 Uhr. Ab 20 Uhr gibt es die Möglichkeit für jeden spontan bis maximal 21 Uhr kurze 5-Minuten-Vorträge zu machen, sogenannte Standups. Dabei werden Mikrofon, Beamer (diesmal drei grosse LCD-Bildschirme), Notebook und WLAN von der Veranstaltung gestellt. Das Event klingt gegen 23:00 aus.
Alle registrierten Teilnehmer sind nun aufgerufen, sich für inspirative und unterhaltsame Standups zu melden. Erfahrungsgemäss haben wir bisher 7-8 Kurzvorträge in einer Stunde geschafft. Folgende Standups (kontinuierliche Aktualisierung der Liste) sind schon geplant:
- Dr. Markus Jodl (@jodl), Pressesprecher Region und Service Deutsche Telekom AG, „Vorstellung und Diskussion einer Twitteraktion zur IAAF Leichtathletik WM 2009″
- Late Twittnite Special Guest: Einer der frühen deutschen Webpioniere, Peter Kabel (@pkabel), stellt erstmals öffentlich die „Initiative I-15″ vor.
Weitere Standup-Beiträge bitte als Kommentar hier vorschlagen. Ich aktualisiere fortlaufend die Liste oben.
Vodafone Telefonaussetzer: „Problem behoben!“
Dirk Ellenbeck, Pressesprecher von Vodafone, hat heute hier im Blog mit einer Erfolgsmeldung kommentiert:
Problem behoben!
Danke an alle, die konstruktiv mitgeholfen habe, die geschilderten Probleme einzugrenzen. So konnten die Spezialisten von Vodafone gemeinsam mit Systemlieferanten und Herstellern an der Verbesserung arbeiten. Als Ursache wurden mehrfache parallele Datenübertragungen mit hohen Datenmengen und eine ungünstige Verteilung der Ressourcen im UMTS/HSDPA-Netz ermittelt. Durch eine Optimierung der Ressourcenbehandlung wurde das Problem nachhaltig beseitigt.
In jüngster Zeit habe ich auch eine deutliche Verbesserung im UMTS-Netz der Vodafone bemerkt. Es kam zu fast keinen Telefonaussetzern mehr. Dank an Dirk für sein Engagement und dem technischen Support von Vodafone für die Fehlersuche und -beseitigung. Social Media funktioniert! Gut zu wissen.
deutsche-startups.de – Meine Wahl zum Start-up des Jahres 2009
Auch dieses Jahr freue ich mich, auf Einladung von Alexander Huesing in der Jury zum Start-up des Jahres 2009 zu sein. Ins Rennen gehen zwölf frische Unternehmen, ausgewählt von deutsche-startups.de. Ich habe mich spontan für eines entschieden. Aus meiner Begründung heute:
Mein Favorit ist Stepmap (www.stepmap.de) – der interaktive Landkartendienst im Web. Er ist genial einfach, schnell und nützlich. Ich mag Karten. Damit lassen sich anschaulich Informationen darstellen, die einen geografischen Bezug haben. Für Stepmap würde ich mir wünschen, dass es in Zukunft auch besondere Karten und Symbole zu geopolitischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und weiteren Spezialthemen bietet. Stepmap liesse sich also von seinen Möglichkeiten grundsätzlich gut skalieren. Vorbei die Zeiten, wo man Clip-arts in Archiven durchsuchen und mit Copy-paste mühselig seine Karten basteln musste. Feine Sache das.
Wer sich für Karten interessiert, dem sei auch der Dauerbrenner die Sendung „Mit offenen Karten“ bei arte von und mit Jean-Christophe Victor empfohlen. Einer meiner Lieblingssendungen im deutschen Fernsehen. In fünf Minuten kurz und knackig ein geopolitisches Thema erklärt. Schön ist übrigens auch die Webseite Strange Maps zum Entdecken, Erstaunen und Erfreuen.
Mir fallen neben Stepmap aber auch zwei weitere Wettbewerbsbeiträge postiv auf: Linguee.de, die Übersetzungssuchmaschine und Miki, Magazingestaltung im Web.
Drücke allen zwölf Kombattanten die Daumen. Bin gespannt, wer später auf dem Siegertreppchen steht.
Wo warst du am 9. November 1989?
Ich war spät abends gegen zehn Uhr aus dem Büro nach Hause gekommen. Müde und abgespannt hatte ich noch vor, ein Angebot für einen Kunden zu schreiben. Ein kleines lokales Netz für die Hamburger Filmförderung. Die Zeit drängte und ich musste es am nächsten Morgen, Freitag früh, abgeben.
Um meinen Kopf etwas frei zu machen, schaltete ich den Fernseher ein. Das erste Bild, was ich sah, war ein schlecht ausgeleuchtetes Studio mit einigen aufgeregten berliner Journalisten, die konfus über etwas redeten. Offenbar eine improviserte Sendung. Zwischendurch hektische Schaltungen zum SFB-Reporter Robin Lautenbach, der draussen in der kalten Nacht vor einer Handkamera stand, und immer wieder den Satz wiederholte: „Also hier ist nichts los“. Ich verstand gar nichts. Auch einige andere Sender der dritten Programme zeigten die gleiche Sendung. Ich hatte die Sache mit Schabowski und der legendären Pressekonferenz einige Stunden vorher gar nicht mitbekommen.
Ich blieb fasziniert und gespannt an der Sendung kleben. Irgend etwas war passiert. Das verstand ich. Ich hatte aber immer noch keine Vorstellung, was es sein könnte. Es gärte in der damaligen DDR. Montagsdemonstrationen, Sprechchöre mit „Wir sind das Volk!“, schwarz-rot-goldene Fahnen aus denen Hammer und Sichel ausgeschnitten waren, sogar die bundesdeutsche Nationalhymne wurde dabei gesungen. Das Undenkbare war eingetreten. Die Stimmung in diesen Tagen schwankte zwischen Euphorie – und Angst vor einer Eskalation und einem militärischen Eingreifen der Sicherheitskräfte der DDR.
Plötzlich während einer Aussenschalte auf den frierenden und völlig einsam vor der Mauer stehenden Lautenbach huschte ein junger Mann hinten durchs Bild, um wieder zurückzukommen. Lautenbach griff sich den Mann und fragte ihn, woher er komme. Von drüben? Nee, grinsend, er sei aus Westen. Minuten später jedoch kamen immer mehr Menschen ins Bild. Aus Berlin Mitte. Aus Treptow. Aus Pankow, Lichtenberg, Marzahn. Heftig in die Kamera winkend, lachend, singend und schreiend. Der Rest ist Geschichte. Lautenbachs Kamerateam rückte immer näher an den Grenzübergang, drang in die Sperrzone ein, filmte live die glücklichen Gesichter und verdutzten Grenzer, die sichtbar bemüht waren, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten.
Tagelang danach hing auch über Hamburg noch der Geruch der Zweitakter aus Schwerin, Zarrentin und den anderen grenznahen Orten, die am nächsten Morgen in die Hansestadt strömten. Es war der bisher grösste Moment der deutschen Geschichte.
Ein winziger historischer persönlicher Nachtrag noch: In dieser Nacht habe ich mein Angebot fertiggeschrieben. Noch vor dem Mauerfall kurz vor Mitternacht. Und ich habe den Auftrag am Folgetag erhalten.
Hier die Ereignisse der Nacht in der journalistischen Sicht und chronologischen Reihenfolge.
Twittnite Hamburg am 2.12.2009 in der „Rösterei“
Nach der grossartigen Premiere von Twittnite im Oktober setzen wir die Reihe fort: Am 2. Dezember 2009 gibt es schon die nächste! Diesmal gehen wir in vorweihnachtlicher Stimmung in die Rösterei im ersten Stock des Levantehaus an der Mönckebergstrasse.
Mit grosszügiger Unterstützung unseres Sponsors T-Mobile kosten wir Weihnachtspunsch, Weine und Bier und stärken uns am warmen Büffet mit Chili con Carne und weiteren Speisen – solange die Getränkekasse und der Vorrat reichen!
Ganz herzlichen Dank an T-Mobile!!
Aktuelle Trends und Nachrichten über T-Mobile lassen sich hier (Link klicken) gut via Twitter verfolgen übrigens.
Chefröster & Gastronom Ulli Marsau gehört auch der „Goldfisch“ am Isekai 1 in Hamburg-Eppendorf. Er ist ein engagierter Twitterer und zwitschert unter @isekai1. Ich habe gehört, dass er demnächst möglicherweise auch ein Twittagessen organisiert in der „Rösterei“…
Beim „Twittnite Hamburg“ treffen sich alle 6-8 Wochen mehr als 200 einflussreiche Twitterer aus der Metropolregion Hamburg für einen Abend an wechselnden inspirierenden Orten, um sich in geselliger Runde über Erfahrungen mit Twitter auszutauschen und von einander zu lernen.
„Twittnite Hamburg“ ist entspannt, locker und unkompliziert: Engagierte Microblogger, Blogger, Web 2.0 und Social Media Experten, Medienmenschen, Unternehmer, Startups, Kreative, Entscheider aus der Unternehmenskommunikation, die Twitter professionell oder semi-professionell nutzen. Eine sehr virale und kommunikative Runde.
Traditionell startet das Treffen ab 19 Uhr. Ab 20 Uhr gibt es die Möglichkeit für jeden spontan bis maximal 21 Uhr kurze 5-Minuten-Vorträge zu machen, sogenannte Standups. Dabei werden Mikrofon, Beamer bzw. LCD-Bildschirme, Notebook und WLAN von der Veranstaltung gestellt. Das Event klingt gegen 23:00 aus.
Getränke und Speisen werden ebenfalls von der Veranstaltung gestellt, solange die gesponserte Kasse reicht. Ist die Kasse aufgebraucht, zahlt jeder seine Bestellungen selber.
Twittnite Hamburg ist ein Non-Profit-Event, finanziert sich durch Sponsoren und ist grundsätzlich kostenlos für die Teilnehmer! Das Twittnite-Logo darf nichtkommerziell mit Verweis auf diesen Blogartikel oder auf die Veranstaltung frei verwendet werden.
Anmeldungen zur kostenlosen Teilnahme an der Twittnite Hamburg am 2.12.2009 in der „Rösterei“ bitte hier via Xing Event! Kein Einlass ohne Anmeldung!
Weitere Fragen zur Twittnite? Gerne hier mal auch reinschauen…
Andrée Putman
Fotografiert aus dem Buch Putman Style, Einblicke in das Leben und Schaffen von Andrée Putman, Innenarchitektin und Gestalterin seit mehr als 50 Jahren, hat den Stil des 20. Jahrhunderts geprägt. Ihr avantgardistischer Blick auf die Dinge und die natürliche Eleganz ihres unverwechselbaren Stils machten sie zu einer der erfolgreichsten Designerinnen, schreibt zurecht der Klappentext.
Das Buch liegt aktuell wieder neben meinem Bett. Und ein Glas Rotwein.
Putmans Credo gilt für alles, was wir sind, tun und fühlen. Für die Arbeit, die Leidenschaft, die Liebe und das ganze Leben. Es ist riskant. Ich weiss. Aber etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Das ist es Wert. Nichts anderes.
Twittnite: Links & Photos Galore!
Photo by ansichtssachen.com
Danke!
- an ALLE für eine wunderbare Stimmung auf der #Twittnite – Ihr ward toll!
- an unsere grosszügigen Sponsoren @projektwerk @jobtweet_de @movio und @akra_ft die die #Twittnite möglich gemacht haben!
- an unsere Standup-Speaker Christiane Strasse @projektwerk, Oliver Wagner @movio, Sven Wiesner @svenwiesner, Axel Metayer @kfz und den „Scoop der Woche“ Roland Kühl-v.Puttkamer @werbeblogger!
- und an das wunderbare Team der Layback Loungebar, @laybackhh!
Weitere Links und Photos via Icerocket um 11:47 2009-10-22:
604 HASENFARM: RT @jwp4web: @CemB hier der gewnschte Link zu den TwittNite-Fotos: bit.ly/3zGllt #twittnite #hh · Reply · RT
580 konterfai: schaut sich die #TwittNite an ow.ly/vRW7 ( @CemB ) · Reply · RT
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203 Isabelle_HH: twitpic.com/mdjge – Schönes Ambiente bei der #Twittnite. Ich mochte das Logo von @svenwiesner am liebsten. · Reply · RT
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Mein allererstes Buch
Ebenfalls bei den Vorbereitungen für den Umzug in meine neue Wohnung, habe ich das gefunden: „Ebeker der kleine Storch, der zu Fuss gehen musste“ von Heinz Dieckmann, Dressler Verlag 1961. Mein allererstes eigenes Buch, das mir meine Mutter in der damaligen Buchhandlung Martha Moeller in der Rothenbaumchaussee mit mir zusammen gekauft und zur dritten Klasse geschenkt hatte. Ich sehe den Moment noch wie heute vor meinen Augen. Es sollte für viele Jahre mein einziges eigenes Buch bleiben.
Es ist die Geschichte vom kleinen Storch Ebeker, der aus dem Nest fällt und im Herbst zu Fuss nach Afrika wandern muss, um seine Familie, die am Tanganjika See überwintert, wieder zu finden. Er übersteht viele Abenteuer auf dem Weg dorthin und lernt viel über das Leben. Im Frühjahr fliegt er dann mit seiner Sippe wieder in seinen Heimatort nach Norddeutschland zurück und überfliegt dabei alle Orte seiner Wanderung. Ein wunderschön mit Federzeichnungen illustriertes Buch, dass ich viele viele Male gelesen und in Gedanken seine Reise immer wieder durchlebt habe.
Heute ist das unvollstellbar. Es gab damals nur wenige Bücher für Kinder. Heute sind in den Buchhandlungen ganze Erlebnisabteilungen dafür geschaffen. Aufwendige, witzige oder ganz einfach irre bunte Kinderbücher. Dieses Buch war mir bis heute sehr kostbar. Es hat mir damals über viele schwere Stunden Trost gegeben.
Heute habe ich es meinem jüngsten Sohn geschenkt. Er ist genauso alt wie ich damals. Er hat sich sehr gefreut. Und ich mich über ihn auch. Das Buch hat nach 47 Jahren wieder den Richtigen gefunden.
Strafarbeit 1962

Heute beim Aufräumen und Entmüllen habe ich ein altes Schulheft von mir aus der zweiten dritten Klasse wiedergefunden. Schöne Schrift. Und lauter Strafarbeiten, die mein Vater unterschreiben musste. An diese auf dem Photo kann ich mich nur sehr gut erinnern. Ich spüre noch die kleine schwarze Wutwolke über meinem Kopf. Fünfzehnmal musste ich den Satz hinschreiben. Ich darf mein Turnzeug nicht vergessen. Schule Turmweg in Hamburg 1962.
Nachtrag: Ich verrate mal jetzt, wie ich es geschrieben habe. 15 mal Ich, 15 mal darf, 15 mal mein, … immer jeweils untereinander, spaltenweise. Rationalisierung. Trotzdem Wutwolke über mich selbst, über meine Lehrerin Frl. Harder, über die Schule,… Aus dem gleichen Heft ist hier noch eine.
Fahrradschlauchautomat
Despite all two-oh hype all real business is business in real-life. Seen at Alsterspeiche in Hamburg.
Plötzlich ist das Meer voller Joghurt…
Ein herrlich skurriles und amüsantes taz-Interview mit Harry Rowohlt. Stichwortgeber ist sein alter Bekannter Ralf Sotscheck. Kostprobe:
Urlaub in Griechenland, wie immer?
Ja, aber es wird wieder mal kein Urlaub sein. Ich nehme mir Arbeit mit. Ich frage, was ist das für ein Urlaub? Zwölf Tage ist man da und kommt mit achtzig übersetzten Gedichten von Shel Silverstein zurück. Mein Freund und Genosse Laiki merkte immer, wenn ich so was Dichterisches bekam, und fragte dann lauernd, ganz Altstalinist: „Soll ich für Ruhe sorgen?“ Und das in der Kneipe! Ich hab da immer auf dem Papiertischtuch gedichtet. Unser damaliger, inzwischen verstorbener Gemeindehirte Barba Christos – Onkel Christus – kletterte bei unserem inzwischen auch verstorbenen Nachbarn Iórgos aufs Dach, wo sich zwei deutsche Touristinnen oben ohne bräunten, und der Hirte fragte, ob er vielleicht mal deren Brüste berühren dürfe. Ja ja, dürfe er. Ganz vorsichtig mit seinen „hornigen Händen“, wie es bei Ringelnatz heißt, erst die erste, dann die zweite, dann die dritte, dann die vierte, und dann sagte er: „Plötzlich ist das Meer voller Joghurt, und ich habe keinen Löffel.“
Harry Rowohlt auch über das Uebel & Gefährlich in Hamburg: „Ich dachte, es hätte was mit Tina Uebel zu tun, das ist eine Hamburger Autorin und auch Waldorfschülerin – eine absolute Traumfrau: schön, klug, schmutzig redend und trinkfest wie ein Hafenlotse.“ – Was will mann mehr?
Eine seiner ersten Übersetzungen aus dem Irischen habe ich im Regal: Flann O’Brien: Der dritte Polizist, 1975. Ein Geburttagsgeschenk an mich damals™. Ich erinnere mich nicht mehr, ob er eine Widmung reingeschrieben hatte. Beim Umzug demnächst werde ich es wissen.






