Globalisierung ist gut!
Felix schreibt über Globalisierung und meint, es gehe ja nicht darum, die Welt besser zu machen, sondern darum Weltverbesserung zu fordern und zu beschliessen. Ich habe mich die letzten Jahre intensiv mit der Globalisierung der IT Arbeit beschäftigt, den Markt beobachtet, analysiert und kann dem grundsätzlich nur beipflichten.
Die Proteste in Heiligendamm richten sich ja nicht gegen die Globalisierung an sich, sondern gegen die Auswüchse der Globalisierung, gegen die Kartellisierung der Welt durch wenige.
Die Globalisierung an sich ist wünschenswert, da sie für eine Welt ohne Grenzen steht. Für Austausch und Kommunikation. Für Vielfalt der Ideen, Produkte und Dienstleistungen. Globalisierung an sich empfinde ich als eine grundsätzliche Bereicherung für alle. Dabei ist die Demokratisierung der Globalisierung ein wichtiger Auftrag.
Globalisierung bedeutet nicht nur die Globalisierung der Finanzwelt und der Grosskonzerne, sondern auch die Globalisierung der Medizin, der Bildung, der Freiheit, der Kultur, der Innovationen. Hier gilt es Gerechtigkeit und Chancengleichheit auf globaler Ebene zu schaffen. Die weltweite Bekämpfung von Armut, AIDS und Unwissenheit sind nicht nur lokale Angelegenheiten. Auch Diktaturen und Unterdrückung können lokal auf Dauer nicht bestehen, wenn wir sie global anprangern und bekämpfen. Der Klimaschutz ist natürlich nur global in einer grossen gemeinsamen Anstregung aller Völker zu gewährleisten. Keiner kann sich aus der Globalisierung herausstehlen. Alle tragen ihren Teil der Verantwortung dabei.
Die Globalisierung an sich ist nicht zu verhindern, auch wenn manche sich das vielleicht wünschen würden. Wir sind mittendrin in der Globalisierung. Es gilt sie nur in die richtigen Bahnen zu lenken.
Und natürlich drängt auch die Dritte Welt in die Globalisierung. Mit preiswerten Turnschuhen, Software und Maschinen. Das ist auch ihr gutes Recht. Globalisierung ist keine Einbahnstrasse von West nach Ost. Von Nord nach Süd. Von Reich nach Arm. Natürlich werden die Karten momentan überall neugemischt. Wir alle sind global im Wettbewerb miteinander. Wirtschaftlicher oder kultureller Protektionismus ist die falsche Antwort darauf.
Das Internet ist eines zwei wichtigsten Medien der Globalisierung. Sie ist das globale Nervensystem, für den ungehinderten Austausch von Informationen und immateriellen Gütern schlechthin. Die Transportsysteme in der Logistik für Güter und in der Touristik sind die globalen Gegenstücke für Materielles.
Globalisierung und Internet bedingen sich absolut gegenseitig. Das sollte eigentlich heute jedem Webnomaden klar sein.
Globalisierung bedeutet universelle Verantwortung.
7 Antworten zu “Globalisierung ist gut!”
Trackbacks / Pingbacks
- - 9. Juni 2007
- - 11. Juni 2007
- - 16. Dezember 2009

Weshalb ich nicht gegen die Globalisierung demonstriere: Weil ich die scheinheilige Haltung der sogenannten Schwellenländer zum Kotzen finde. Schönes Beispiel ist China: Das Regime kümmert sich überhaupt nicht um die Leiden der eigenen Bevölkerung, beutet Landschaft (z.B. durch Staudammprojekte), Umwelt und die Bevölkerung aus, kopiert mal so eben alle möglichen Produkte und schmeißt sie zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt, und erwartet dann vom Westen finanzielle Unterstützung für den Umweltschutz. Natürlich kann man nicht alles und jeden über einen Kamm scheren, es gilt wie immer zu differenzieren und mit Vorurteilen vorsichtig zu sein. Scheinheilig sind nicht nur die großen Acht, sondern auch die Regimes in Afrika und Asien, die sich am Leid der eigenen Bevölkerung bereichern.
Das sind die sogenannten BRIC-Länder: Brasilien, Russland, Indien und China sowie ihre Satelliten. Der grössere Begriff sind die sogenannten Rapidly Emerging Economies, die schnell wachsenden Wirtschaften der Schwellenländer. Darunter ist China sicher der problematischste Fall mit sinem Wirtschaftsystem und seiner Politik.
… und obwohl die fragwürdigen praktiken von china bekannt sind, pumpt zB deutschland extrem vie kohle in chinas volkswirtschaft rein. beispiel zu comment 1 wäre der transrapid, bei dessen geplanter erweiterung jetzt nur noch wenig know how der deutschen gebraucht wird.
was mich an den kritikern oft stört, ist die blindheit die an den tag gelegt wird. wir hätten ohne globalisierung keinen ipod, kein spielzeug und keine billige kleidung bei H&M. das wollen wir alles haben, aber die konsequenzen nicht tragen.
Hallo!
Ich finde man darf den neuen BRIC Ländern durchaus was sagen zum Thema Klimaschutz, Rechte und Patente. Dennoch kann man nicht den großen Moralprediger spielen, auch wir haben am Anfang unsere Wirtschaft auf “Schmutz” (Ausbeutung, sowohl der Umwelt, als auch des MEnschen) aufgebaut. Nur jetzt, wo wir wohlhabend genug sind, können wir es uns leisten, Themen wie Klimaschutz auf die Agenda zu setzen.
Auch halte ich nicht viel von üblicher Politikerschelte. Viele Menschen kaufen halt nur das blligste – auch offensichtlich gefälschtes, z.B. im Türkeiurlaub. Jeder Mensch hat die Verantwortung für sein tun. Das fängt ersteinmal hier in den Industrieländern an, weil wir den Wohlstand dafür haben.
Das hier von Moritzpetersen halte ich für total falsch:
“as Regime kümmert sich überhaupt nicht um die Leiden der eigenen Bevölkerung, beutet Landschaft (z.B. durch Staudammprojekte), Umwelt und die Bevölkerung aus, kopiert mal so eben alle möglichen Produkte und schmeißt sie zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt, und erwartet dann vom Westen finanzielle Unterstützung für den Umweltschutz.”
Die Industrieländer, USA und auch Europa schmeißen subventionierte Agrarprodukte insb. in Afrika auf dem Mark! Das widerläuft total der Entwicklungshilfe. Auch hier wieder der falsche Moralfinger “Sie beuten Landschaft aus” Sie müssen es auch noch, sie sind doch ein Entwicklungsland, und versuchen halt halbwegs über die Runden zu kommen. Das wurde am Anfang der Industrialisierung in Europa ja auch gemacht.
Dennoch, die REgime müssen politisch bekämpft werden, damit die Bevölkerung voll profitiert und ein Umweltschutz langfristig angedacht werden kann.
Das Thema habe ich auch auf meinem Blog. Bitte kommentiert dort doch auch.