Archiv für Juli, 2007

Exklusiver Hunde-Kochkurs

31. Juli 2007

Eben Mail erhalten von einem Restaurant, wo ich bei einer Online-Tischreservierung meine Mailadresse hinterlegt hatte:

Lieber [Restaurantname]-Gast,

passend zu dem derzeitigen „Hundewetter“ haben wir uns für Sie und Ihre vierbeinigen Freunde ein kulinarisches Highlight ueberlegt: Am 18. August veranstaltet das [Restaurantname] einen exklusiven „Hunde-Kochkurs“, bei dem die Teilnehmer jeweils ein exotisches 3-Gang-Menü für sich selbst kochen werden und lernen, wie man parallel dazu (leicht variiert) eine herrliche Mahlzeit für den treuen flauschigen Liebling zu Hause zubereiten kann.

Ups, nee doch nicht. Die Hunde werden doch nicht gekocht, gebraten, zubereitet, tranchiert und serviert… Das scheint aber nun eine Einladung an das einsame Frauchen mit dem kleinen nimmersatten Hündchen zu sein. Was kochen die da eigentlich? Und was essen die dann anscheinend aus dem gleichen Napf? Cesar Culinaria Ragout mit Pute & Karotten Julienne in Aspik?

Drei Grosse gehen

31. Juli 2007

Innerhalb von zwei Tagen verliert Europa drei Kinogrössen…

Rastlos

31. Juli 2007

Istanbul, Stockholm, Hamburg-Rotherbaum, Istanbul, Arvika, Hamburg-Rotherbaum, Köln, Istanbul, Arvika, Hamburg-Rotherbaum, Hamburg-Ottensen, Hamburg-Winterhude, Wichita, Hamburg-Winterhude, Hamburg-St.Pauli, Hamburg-Marienthal, Hamburg-Eppendorf (seit 10 Jahren)… und in genau der Reihenfolge. In fünf Jahrzehnten kommt man rum. Aber jetzt reicht es erstmal. Hoffentlich.

Nina Ricci in Ketten: Black Snake Moan

29. Juli 2007

Und Samuel L. Jackson singt den Southern Blues. Fine pulp.

Xing Gruppe zum Thema WordPress

29. Juli 2007

Valentin Tomaschek, HP-Mitarbeiter in Dublin und Blogger, hat in deutscher Sprache gerade eine Xing Gruppe zum Thema WordPress eingerichtet. Ich bitte um freundliche Beachtung.

Gestern abend habe ich Roberts Gedanken gelesen. Und mir meine eigenen heute morgen gemacht und sie im Xing Forum eingestellt. Anlass war Valentins Frage, was ich denn gerne mit WordPress gerne mehr machen würde:

Ich würde kurz gesagt gerne eine persönliche “intelligente Corporate Website” haben auf Blogbasis. Eine Website, die zunächst vielleicht wie eine herkömmliche wirkt aber mit starken eingebetteten persönlichen (Blog), interaktiven, dialogorientierten oder aktuellen (RSS Feeds) Elementen. Eben alles, was Blogtechnologie hervorgebracht hat und alles was den meisten Corporate Websites abgeht bzw. fehlt.

Mit Corporate Website meine ich in diesem Fall ganz einfach eine berufliche Visitenkarte, mein Büro im Web, mein Meeting Room, Conference Room, Workspace, … mein Job.

Manche sprechen ja gerne von der Adresse im Web, manche von der virtuellen Immobilie, vom real estate. Ich hätte gerne mein virtuelles Office im Web. Für mich, für meine Kunden, für Besucher und Interessenten.

Das müsste doch zu machen sein.

Hunter S. Thompson: When the Going gets Weird, the Weird turn Pro

27. Juli 2007

Hunter S. Thompson

“Who is the happier man, he who has braved the storm of life and lived or he who has stayed securely on shore and merely existed?” - Hunter S. Thompson (1937-2005)

Happy birthday nachträglich, Gonzo! Nicht jeden, der offen im Cabrio fährt, eine scharfe Feder schwingt, auf andere dandyhaft oder wie ein Snob wirkt und einen Künstlernamen trägt, sollte man blind und pauschal verdammen. Der Ton mag ja vielen nicht passen (mir gelegentlich sogar auch nicht), aber meist hat er recht gehabt und richtig beschrieben.

Letzte Woche wärest du 70 Jahre alt geworden. Aber du bist ja mittlerweile recht gut vertreten auf Erden

SilverSurfer & BabyBlogger…

26. Juli 2007

Wenn Internetuser ab 55plus SilverSurfer sein sollen. Wie heissen denn die anderen analog zu den traditionellen Namen der Hochzeitjubiläen?

BabyBlogger? BronzeBarcamper? SchnullerShopper? WoodenWordPresser? ChitChatter? NeoNetworker? ToddlerTwitter? PetersilienPodcaster? HolzHacker? QuengelQyper? TrotzphasenTrolle und Tagger?…

Mit Glyx zum Glück

26. Juli 2007

Ich hatte mich zunehmend unwohl gefühlt wegen meinem mittlerweile angefuttertem Gewicht. In den letzten zweieinhalb Jahren hatte ich doch einen enormen Schub gemacht. Und mindestens eine Konfektionsgrösse (wenn nicht gar sogar mehr) zugelegt. Die Anzüge, Jacken und Hosen passten nicht mehr. Neulich habe ich mir eine Khakihose bei Anson’s kaufen wollen. Die Verkäuferin musste doch lange suchen, um die passende Grösse zu finden: 40 im Bund, bei 32er Länge in amerikanischen Jeansgrössen. Da habe ich die Notbremse gezogen. Nur wie abnehmen ohne zu hungern?

Ein lieber Mensch hat mir den Tipp gegeben: Die Glyx Diät! Vereinfacht gesagt: Vermeide Weissbrot, Zucker, Fette und ess mehr Obst, Gemüse, Fisch, Geflügel… Was ist das medizinische Prinzip dahinter:

Der so genannte Glyx bzw. GI (Glykämischer Index) bezeichnet die Blutzuckerreaktion nach dem Essen und damit indirekt auch die Insulin-Reaktion des Körpers. Er ist definiert als die relative Fläche unter der 2-Stunden-Blutzuckerkurve nach Einnahme von 50 Gramm Kohlenhydraten. Anders ausgedrückt: Der GI gibt an, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker in das Blut abgegeben wird. Der GI wurde ursprünglich von Medizinern eingeführt, die sich mit der Ernährung bei Diabetes beschäftigten.

Bei mir hat es hervoragend funktioniert: In 14 Tagen habe ich mittlerweile gut 4,5kg abgenommen, fühle mich deutlich besser, meine Portionen sind automatisch kleiner geworden, mein Magenvolumen hat sich zurückgebildet. Ich werde nun langsam auch wieder mit Sport beginnen. Ob ich in vier Jahren Training diese Entwicklung durchmache, weiss ich nicht so recht… Mein erstes Ziel ist jedenfalls insgesamt 10kg abzunehmen.

Ein weiter Effekt ist auch, dass wenn ich durch einen durchschnittlichen deutschen Supermarkt gehe, dass sich bei mir der Magen umdreht. Fast alle Lebensmittel sind irgendwie verändert, künstlich aufgesüsst, geschmacksverstärkt, tief- und schockgefroren oder sonstwie behandelt. Tiefkühlkost habe ich sowieso sogut wie nie gegessen, aber jetzt mag ich es auch nicht mehr sehen. Convenience Food nennt man das Neudeutsch. Ich sage nur: Vermeide Convenience Food um jeden Preis! Im Supermarkt und im Restaurant! Zuhause kochen wir eh schon immer jeden Tag frisch.

Bei mir funktioniert die Glyx-Diät. Ich kann sie nur jedem empfehlen.

Halbe Weltbloginfrastruktur lahm gelegt

25. Juli 2007

Wunderbarer praktischer Beweis des Schmetterlingseffekts aus der Chaostheorie: Ein kleiner Stromausfall am Dienstag nachmittag (lokale Zeit) in San Francisco legte heute spätabends (unsere Zeit) die halbe Weltbloginfrastruktur lahm, berichtet Laughingsquid:

6 back-to-back power outages hit the SOMA neighborhood of San Francisco Tuesday afternoon causing major havoc with popular web services. 365 Main is down, along with craigslist, Netflix, Technorati, Yelp, AdBrite and SixApart.

Pacific Gas and Electric (PG&E) is currently working on the issue. It is now estimated that over PG&E 51,000 customers are with out power.

Mittlerweile hat sich der Schmetterling wieder beruhigt. Da kann man mal wieder sehen wie wichtig die Bayarea für Web 2.0 ist. Es ist zu einem grossen Teil Nabel der Welt für diese Technologien. T’rati ist auch wieder da…

PS: Siehe auch O’ReillyRadar, Twitter Stream von SixApart, TechCrunch, Technorati Blog

Das Recht eines Standes

21. Juli 2007

In den Kommentaren von einem Artikel bei Robert, hat sich eine Diskussion um das Verständnis von Standesrecht des Rechtsanwaltberufs in Deutschland entwickelt. Viele Freie Berufe wie Ärzte, Rechtanwälte oder Steuerberater kennen in Deutschland ein Standesrecht.

Standesrecht ist in meinen Augen nicht mit der Verfassung vereinbar. Es schafft Rechtsräume ausserhalb des allgemeinen Rechts. Standesrecht ist in meinen Augen vollkommen überkommen, gehört ins dunkle Mittelalter und ist zutiefst undemokratisch.

Standesrecht dient heute nur dazu, die Angehörigen und Mitglieder seines eigenen Standes zu bevormunden, die Vorrechte der Standesmitglieder gegenüber gegenüber Nicht-Mitgliedern abzusichern sowie Fehler, Unzulänglichkeiten, Dummheit, Betrug und sonstige kriminelle Handlungen ihrer Standesmitglieder der Öffentlichkeit, dem ordentlichen Recht und der Demokratie zu entziehen. Ferner ist Standesrecht das Instrument mit dem Altvorderestandesmitglieder ihre jüngeren Standesgenossen in Schach halten.

Das Recht eines Standes wurde am 14. Juli 1789 erstmalig abgeschafft. Offensichtlich sind einige Stände dabei bis heute übersehen worden.

PS: Das gleiche könnte ich auch von der Selbstherrlichkeit der Sportgerichte der deutschen Sportverbände sagen. Beispielsweise dem DFB Sport(-Laien-)gericht.

Zellteilung und Fortpflanzung eines Themas…

20. Juli 2007

Das Thema Startup Weekend wird ab sofort im wesentlichen nur noch im Startup Weekend Blog behandelt. Ich habe einige der wesentlichen Artikel von hier dorthin kopiert.

Es ist ein Corporate Blog und ein Gemeinschaftsblog des Kernteams von Startup Weekend. Mit dabei sind beim Start Andreas Dittes, Cem Basman, Jason Franklin-Stokes und Jörg Battermann, die alle ihre Beiträge mit ihrem eigenen Namen zeichnen werden. Jason wird in Englisch schreiben. Ich bin gespannt und wünsche uns allen viel Erfolg!

Rätselbild

19. Juli 2007

Was sagt spricht bellt kläfft der Hund das Tier der Kopf die Sockenpuppe? Und was ist mit dem anderen?… weitere Fotos von Merlix. Kreative Vorschläge?

Was kann der Gründer 2.0 vom deutschen Maschinenbauer lernen?

19. Juli 2007

Burkhard Schneider zitiert eine Studie des Fraunhofer-Instituts (PDF) und fragt rhetorisch, was andere Branchen vom deutschen Maschinenbau lernen können:

Die deutschen Maschinenbauer spielen im Vergleich zu anderen Branchen weltweit in der “obersten Liga”. Warum ist das so?

Die Fragestellung ist tatsächlich sehr interessant. Warum ist das so? Ich glaube nicht wirklich letztendlich wie diese Studie meint, dass das am überdurchschnittlichen Einsatz von virtuellen Produktentwicklungen und Simulationen liegt. Das ist nur die Konsequenz aus etwas anderem. Ich glaube das liegt einfach daran, das diese Branche in einer sehr langen und intensiven Erfahrungszeit ihre Kunden und ihre Materie sehr gut kennt. Sie beschäftigtigt sich ausserordentlich ernsthaft mit der praktischen Lösung von Problemen und Aufgabenstellungen. Diese Branche kennt ihre “Domäne” sehr gut. Wie kaum eine andere Branche. Der ” Mindset” ist sehr kreativ. Früher sagte man Bastler und Tüftler. Heute heisst es Innovation. Vom Klassenprimus der deutschen Wirtschaft, dem deutschen Maschinenbauer, kann man viel lernen.

Das, was ich in der schönen neuen Welt des Web 2.0 vermisse, ist der Bezug zur realen Welt. Das “neue Web” neigt dazu, sich in Featuritis und Gimmicks, Gags und Gadgets zu verlieren. Oberflächliche Spielereien im Betreben um Aufmerksamkeit, Traffic, Eye balls. In der gnadenlosen Jagd nach Reichweite und Communities, nach Werbegeldern und Abonnenten.

Die reale Welt ist viel grösser und mächtiger. Das Web 2.0 kratzt nur hier und da an der Oberfläche der realen Welt. Berührt es mal hier und da, aber das was ich in der jüngsten Zeit sehe und erlebe, geht weit an den Bedürfnissen der realen Welt vorbei. das neue Web betreibt viel Nabelschau und erzeugt ungeheur viel Waporware.

Ich sehe das neue Web und seine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten eher eingebettet in die Problemlösungen in der realen Welt. Deshalb schaut in eure Branchen, hört auf eure Kunden und Auftraggeber, löst deren Probleme und dort wo es Sinn macht, setzt das neue ein. Löst konkrete Probleme. Stellt euch realen Aufgaben. Ihr werdet sehen, dort schlummern ungeahnte Möglichkeiten. Viel mehr als ihr euch das vorstellen könnt.

Die Maxime von Burkhard Schneider “Lerne von den Besten!”, ist auch meine seit vielen Jahren. Es gibt keine gute andere Art des Lernens als diese. Lernen aus erster Hand. Was ich auch tue ist, ich schaue mir oft völlig andere Branchen an und lerne dort, was die für Lösungen für ihre Probleme gefunden haben. Das ist extrem lehrreich und befruchtend. Und nichts ist tödlicher als Nabelschau und nur mit seines gleichen zusammenzuhocken. deswegen wollen wir versuchen beim Startup Weekend auch ein bischen die Kulturen zu mischen und sich gegenseitig geistig befruchten.

Das Startup Weekend Blog ist gestartet!

18. Juli 2007

Das erste Posting:

Das Startup Weekend Blog ist die Stimme des non-profit Ventures Startup Weekend. Es ist ein Corporate Blog und ein Gemeinschaftsblog des Kernteams von Startup Weekend.

Morgen abend erwarte ich das neue Logo für Startup Weekend von thoma + schekorr wie sich nun die ebenfalls frischgegründete Agentur für Design und Kommunikation von Daniel Thoma und Nils Schekorr nennt. Herzlichen Glückwunsch zum Startup, Nils und Daniel!

Ich muss die neue Website auch noch nach startupweekend.de mappen und ein bischen Feinarbeit leisten. Alles nebenbei zur eigentlichen Arbeit…

Ein Wiki für permanenten Inhalt wie Regeln, Organisationsaufbau, Termine usw. steht noch aus. Für die Diskussion der Teilnehmer untereinander können wir das Forum von der Xing Gruppe nehmen. Und das Blog ist eben das Blog. Das Blog ist unser aktuelles Gewinde im Gehirn. Da könnt ihr verfolgen wie wir ticken und arbeiten!

Mission: Mann auf dem Mond

17. Juli 2007

President John F. Kennedy am 25. Mai 1961 vor dem amerikanischen Kongress:

First, I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth.

Damals klang das noch unglaublich und fantastisch. Am 20. Juli 1969 setzte Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuss auf den Mond. 13 Minuten später folgte ihm Edwin Aldrin. Die komplette Besatzung der Apollo 11, mit Michael Collins in der Mondumlaufbahn, kehrte ánschliessend wohlbehalten wieder zurück auf die Erde. In wenigen Tagen jährt sich dieses bedeutende Ereignis zum 38’sten Mal.

Eine gute Mission ist einfach zu verstehen. Sie enthält ein klares und greifbares Ziel. Sie appeliert nicht nur an unseren Verstand, sondern auch an unser Herz. Startup Weekend ist eine sehr emotionale Sache. Eine Sache des Herzens und der Leidenschaft. Und des Verstands.

Unser Ziel für Startup Weekend klingt zunächst genauso unglaublich und fantastisch und ist ebenso einfach zu verstehen: Innerhalb eines einzigen Wochenendes ein eigenes Geschäft erfinden und starten. Wir werden an diesem Wochenende alle unsere Kräfte, Fähigkeiten, unser Wissen, alle weiteren Ressourcen bündeln und alle unsere Aktivitäten und Prozesse komplett auf einen einzigen Punkt konzentrieren und ausrichten, auf unser Ziel eine neue Geschäftsidee zum Leben zu erwecken. Das wird uns gelingen.