Archiv für August, 2007

NoseRub hat ein Logo bekommen

31. August 2007

NoseRub Logo

NoseRub? NoseRub! Logo von Pooliestudios. Schön. Einfach. Und hier sind die gezippten Vektorgrafiken.

Ein Dach über dem Kopf und ein Teller Spaghetti!

30. August 2007

Apropos Nachhaltigkeit: Man braucht eigentlich zum Leben nicht sehr viel. Vor längerer Zeit hatte ich mal im Fernsehen in einer Reise-Reportage folgende Szene gesehen: Eine riesige Superluxus-Villa in den Bergen von Mallorca und ein ziemlich eingebildeter Makler mit seinem ebensolchen Interessenten rauschen durch die Hallen und kommentieren ziemlich grosskotzig. Sie sind zuvor mit dem Hubschrauber auf dem Anwesen gelandet. Hinten am Bildrand, ein graumelierter Herr im besten Alter. Einfache Klamotten. Der italienische Architekt des ganzen, wie sich im nachhinein herausstellt. Taucht unvermittelt gross im Bild auf, als die zwei Angeber im Bild verschwinden. dreht sich zur Kamera halb um und sagt leise: “Eh, was brrauckt der Mänsch? Ein Dach über dem Kopf und ein Teller Spaghetti! Das reicht. Äh?”… und macht eine typische abfällige Handbewegung.

Tja, was braucht man mehr? Sollten wir nicht vergessen.

Sustainabl: Wie grün ist dein Startup?

30. August 2007

Stephan Uhrenbacher, Gründer von Qype, das Empfehlungsportal und Stadtmagazin, und Familienvater, hat ein Blog in englisch über Nachhaltigkeit gestartet: Sustainabl, das er so beschreibt:

Sustainability means different things to different people. For me, I trying to work on the following:

  1. Reducing our energy consumption. For three reasons: Preservation of natural resources, to somewhat limit climate change, but also because nearly all of the profits from oil for example go to regimes & lifestyles that I do not agree with.
  2. Reducing the amount of waste we produce.
  3. Making a bit more effort than before to have a positive interaction with society as a whole, beginning with the people around me. This I find the hardest.

I have been learning in the past two years how powerful blogs really are. I love receiving comments, I love the way you start discussions with blogs.

Ich finde diesen Ansatz von Stephan so gut, dass ich das Thema Nachhaltigkeit sehr gerne auch zu einem essentiellen Bestand bei dem StartupWeekend Experiment machen möchte. Das dabei gemeinsam zu gründende Startup sollte den Anforderungen zur Nachhaltigkeit genügen. Stephan wird als sehr erfahrener Gründer ebenfalls am StartupWeekend teilnehmen und steht für alle Fragen zur Nachhaltigkeit und zu Qype zur Verfügung! Herzlich Willkommen!

Rivva schlägt Blogscout

27. August 2007

Blogscout von Dirk Olbertz musste sich de facto Frank Westphals Rivva geschlagen geben und heute die Pforten schliessen. Binnen relativ kurzer Zeit hatte Rivva als Wasserstandsmelder für deutschsprachige Blogs die Gunst der Neugierigen erobert. Es spiegelt die Szene und ihre Strömungen anschaulicher wieder. Zudem läuft es bei vorgegebener Blogauswahl und Konfiguration vollautomatisch und macht im Gegensatz zu blogscout deutlich weniger Mühe für seinen Schöpfer. Dirk Olbertz konzentriert sich nun voll und ganz auf das Thema Portable Soziale Netzwerke und sein Konzept NoseRub. Es bleibt spannend. Danke, Dirk. Eine grossartige Arbeit bisher. More to come!

Mittelmeer: Brandstifter und Bodenspekulation

27. August 2007

Martin Hiegl fragt: “Ich verstehe die Brandstiftungen in Griechenland nicht ganz. Kann mir mal jemand erklären, was diese Feuer wem bringen?”

Bodenspekulation. Wie am gesamten Mittelmeer. Portugal, Spanien, Südfrankreich, Sardinien, Korsika, Italien, Griechenland und die Türkei. Es ist ja kein Zufall, dass es dort jeden Sommer so viele verheerende Waldbrände gibt. Eine ganz einfache Gesetzesänderung könnte Abhilfe schaffen: “Es ist verboten verbrannten Waldböden, zu verkaufen oder als Bauland zu nutzen. Der Eigentümer ist verpflichtet wieder aufzuforsten. Der Staat hilft dabei. Punkt.”

Ich glaube nicht, dass dort in Zukunft unter diesen Bedingungen dann noch Wälder brennen würden.

Herr Paulsen lädt ein zum Quickie

27. August 2007

Zur schnellen Nummer geht’s hier entlang:

Spannende Geschichten, fesselnde Texte, beste Hamburger Autoren. Immer nur 17 Minuten lang, jeden Mittwoch exakt um 22.30 Uhr! Start: 29. August 2007 im „439” in der Vereinsstraße. Ein Autor oder eine Autorin schwingt sich auf den erhöhten Platz und trägt vor. 17 Minuten. Time out für alle Gespräche und Bestellungen. Für die „Gute-Nacht-Geschichte” zum Schlafengehen oder zum Start in die Nacht. Danach geht Wirtin Carla mit dem Hut herum. Wem’s gefällt, der tut was fürs tägliche Brot der Autoren/innen.

Schönes einfaches Konzept. Aber wieso 17 Minuten? So lang? Ich brauch nur sieben…

PS: Stimmen zum 439: “ein schöner laden ohne hochgeklappte polo-shirt-kragen”, “Eine echte Institution seit Jahren in der Hamburger Kneipenlandschaft”, “Eine der letzten echten Bars in Hamburg, in der man beim Trinken nicht von Spacken, Spießern oder Szenetouristen gestört wird”, “das 439 gibt es immer noch?” und Svenja sagt “Das 439 ist die unaufgeregteste Bar, die ich kenne”. Mehr geht einfach nicht.

Coole Städte

27. August 2007

Dublin, Barcelona, Amsterdam, Kopenhagen habe ich privat und geschäftlich oft besucht, kenne ich und schätze ich. In Hamburg lebe ich. Tallinn habe ich schon seit langem auf meinem Zettel. Da muss ich noch hin. Laut Spiegel der vergangenen Woche sind das die coolsten Städte Europas. Alles Städte, mit denen ich mich sehr wohl fühle. Alle diese Städte sind offen und kreativ.

Update: Der Neid der Berliner. Der blanke Neid. [Linktipp via Mail]

Twitter’s customer support form

26. August 2007

twitter support

Das einzige geniale Detail an dem Getwischer.

[in Monoscope entdeckt, Monoscope entdeckt via Michael Himsolt]

Probleme bei WordPress.com

25. August 2007

Ich bitte für die momentanen Unannehmlichkeiten hier im Blog mich zu entschuldigen. Es gibt offensichtlich gravierende technische Probleme bei meinem Bloghoster WordPress.com.

Zunächst waren meine beiden aktiven Blogs Sprechblase und StartupWeekend stundenlang komplett weg. Danach konnte man sie zwar sehen, aber nichts kommentieren. Nach einer geraumen Weile habe ich es geschafft, mich wieder als Administrator einzuloggen. Seitdem kommen und gehen die Funktionalitäten im Dashboard des Admins. WordPress.com teilt auf den 404-Seiten einfach nur mit, dass es eine unvorhergesehene Wartung durchführen muss. Morgen werden wir sicher mehr erfahren, was los ist. Andere Blogs in Übersee kommentieren das Geschehen noch nicht. Es ist schon eine enorme Last, die WordPress.com mittlerweile tragen muss: Aktuell heute 1,372,481 Blogs.

Solche gravierenden technischen Probleme tauchen in dieser Grössenordnung heute bei dem ansonsten sehr zuverlässigen WordPress.com das erste Mal auf seitdem ich mich hier etwa vor eineinhalb Jahren etabliert habe. Ich gehöre zu den frühen Nutzern. Schaunmermal wie sich das weiter entwickelt.

Update [2007-08-25@19:55]: Technorati scheint ebenfalls gravierende Probleme zu haben: “We are experiencing intermittent network problems in our data center. Some pages may not load consistently. We are working on it and will keep you posted.” Scheint möglicherweise ein übergeordnetes Problem zu sein. Vor kurzem hatte ja ein Stromausfall und eine Verkettung von unglücklichen Umständen die halbe weltweite WebZwoNullWelt lahmgelegt.

Eine Unternehmerehe…

25. August 2007

Meine Eltern waren beide selbständige Kaufleute. Jeder mit seiner eigenen Firma in jeweils unterschiedlichen Branchen. Sie haben aber immer in einem gemeinsamen Büro gearbeitet, in unterschiedlichen Arbeitszimmern zwar, aber wiederum mit einer geteilter Sekretärin, so hiess das noch damals. Zeitlebens haben meine Eltern sich gegenseitig ins Geschäft reingeredet und reingepfuscht. Nicht nur gelegentlich haben sie sich auch gegenseitig ziemlich irre gemacht damit. Berufsleben und Privatleben waren nie wirklich getrennt. Sie hatte keine anderen Freunde ausser ihren Geschäftsfreunden. Und wir sind nie wirklich in Urlaub gefahren, sondern haben mal zusammen Geschäftsreisen gemacht und dabei sicher auch mal das eine oder andere schöne erlebt. Als einziges Kind kannte ich nie ein Leben ohne Geschäft. Nach der Schule war ich mehr als oft im Büro meiner Eltern. In den höheren Klassen täglich nachmittags. Und in den Sommerferien. So habe ich natürlich nebenbei alles über Import und Export, über die ehrbare hamburger Kaufmannschaft gelernt. Ich kannte als Kind viele hamburger Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben. Eine Zeit, die es schon ganz lange nicht mehr gibt. Morgens, mittags, abends drehte sich bei uns in der Familie alles um das Geschäft. Die Verbundenheit, ja Besessenheit meiner Eltern mit ihren Unternehmen ging sogar soweit, dass sie ihre Geschäftspartner wie eine Art Angehörige behandelt haben. Das ging mir dann entschieden zu weit. Ich habe dieses Leben mehr als gehasst. Das ist mir erst viel später nachträglich bewusst geworden.

Ich habe es als Kind zunächst als normal empfunden, später jedoch habe ich die Flucht ergriffen. Mit achtzehn habe ich beiden offiziell mitgeteilt, dass ich nicht in deren Fussstapfen einzutreten gedenke und nicht irgendwie deren Firmen übernehmen wolle. Ganz bewusst habe ich mich für einen radikal entgegengesetzten Weg entschieden. Ich bin Informatiker geworden. Zeitlebens ein Selbständiger natürlich. Die Gene haben dann doch sich wieder etwas durchgesetzt bei mir. In meiner Ehe versuche ich jedoch strikt Beruf und Privatleben gut zu trennen. Ich könnte mir nicht vorstellen, wirklich gemeinsam mit meiner Frau zu arbeiten.

Meine Eltern waren über fünfzig Jahre miteinander verheiratet und haben ihr Leben auf diese Weise geführt. Es war sicher ein ungewöhnliches Leben. Waren sie beide glücklich damit? Martina Pickhardt fragt sich, Gründen und Lieben - geht das? [via] Was für eine Frage. Ihre Antwort ist ein interessantes lesenswertes Panoptikum von 30 Tipps. Ich wünschte meine Eltern hätten das vorher gelesen… Ob es geholfen hätte, weiss ich allerdings nicht.

Ich lese gerne Zeitung

24. August 2007

Vorzugsweise die dicken fetten Wochenendausgaben. Die mit der bunten Beilage. Die aktuellen Meldungen und die Kleinanzeigen interessieren mich da weniger. Eher schon die politischen und gesellschaftlichen Analysen und Hintergrundberichte. Das Feuilleton mit den Essays und Berichten zu Kunst und Film. Theater weniger. Obwohl Opern erstaunlicherweise schon. Gute Portraits zu allen Sparten immer. Geschichten über Menschen und Landschaften. Besondere Reisen. Und Sport. Und wie jeder leidenschaftliche Zeitungsleser lese ich natürlich von hinten nach vorn.

Und für das Aktuelle habe ich ja das Internet.

In einen Kiosk gehe ich liebend gerne. Entweder müssen sie verhutzelt und gedrängt sein wie in einem guten Stammkiosk an der Ecke. Die mit Oma und Opa im Wechsel hinter dem schmalen Tresen mit dem grossen abgenutzten Zahlteller aus Glas. Gehen die eigentlich je in Urlaub? Oder diese neuen grossen bunten grellbeleuchteten Bahnhofskioske mit den kilometerlangen Special-Interest-Magazinauslagen. Ach, herrlich. Ich hoffe nicht, dass Zeitungshändler aussterben werden! Auch wenn die Wetten gegen sie stehen.

Kreditkarten sollten RSS Feeds haben

23. August 2007

Eine der vielen Ideen in ShouldDoThis von den Leuten von Robot Coop. Genial. Einfach. So sollten Webangebote sein.

Ja, Kreditkarten sollten RSS Feeds haben, damit ich immer darüber informiert bin, was ich schon wieder ausgegeben haben und nicht von meiner Abrechnung im nächsten oder übernächsten Monat erschlagen werde! Ja ich will RSS Feeds. Und tausende anderer Geschäftsideen für zehntausende Startups! [Website entdeckt via O'Reilly Radar]

wevent.org braucht einen neuen Namen!

23. August 2007

Ich habe eben vor fünf Minuten einen absolut genialen neuen Namen für wevent.org gefunden und den gleich auf Verfügbarkeit gecheckt. Ich kann es kaum glauben: Alle Top Level Domains sind frei. International. Und das mit einem Namen mit nur acht Buchstaben, den man garantiert in allen Sprachen einwandfrei aussprechen kann. Klingt etwas italienisch. Und man ahnt, worum es gehen könnte. Und klingt fast wie der alte Name, hat aber einen anderen Dreh…

Update: Was ist nun los? Spreadshirt sucht neues Logo und einen neuen Slogan [via], Mister Wong sucht immer noch ein Logo, noch jemand?? Neue Namen, neue Logos, neue Slogans. Das Web verbraucht schnell.

Mügeln: Trauriger Normalfall

23. August 2007

Der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer in einem Interview mit der tagesschau.de zum Thema Programme gegen Rechts und ihre Kritik anlässlich der Hetzjagd auf Inder in Mügeln, Sachsen:

tagesschau.de: Wie schätzen Sie die Hetzjagd in Mügeln ein?

Heitmeyer: Dies ist ein trauriger Normalfall. Als Konsequenz muss der Blick nun endlich auf die Stadtgesellschaften gerichtet werden, denn die feindseligen Mentalitäten werden vor allem von den Älteren vertreten - und die Jüngeren bringen dann die Gewalt ins Spiel. Und dann wird eine Gesellschaft plötzlich nervös. Was die Älteren an Denkmustern jeden Tag am Stamm- oder am Abendbrottisch transportieren, das wird überhaupt nicht thematisiert. Es geht nicht darum, sich gegen rechtsextreme Gruppen zu versammeln, sondern die Stadtgesellschaft ist das Problem. Wenn man die Älteren nicht mit ins Boot bekommt, dann hat man ganz schlechte Karten.

Die Analyse von Heitmeyer ist interessant. Obwohl viele Risikofaktoren im Osten eher gegeben zu sein scheinen, können die rassistischen Ereignisse ähnlich und überall in ganz Deutschland geschehen. Dass “die Alten” und ihre Stammtischparolen den Nährboden für gewaltbereite Jugendliche aufbereiten und die Hemmschwelle in deren Köpfen für Gewalt und militanten Rassismus senken, ist kein regionales Problem. Davon kann man sich jedes Wochende in den Bundesligastadien überzeugen. Auch auf dem Rasen, übrigens.

Wo verläuft die Grenze zwischen Kommerz und Open Source?

22. August 2007

Duncan Riley schreibt in TechCrunch ziemlich überheblich über Matt Mullenweg, den Kopf von WordPress, und seinen Bemühungen, WordPress von kommerziellen Interessen möglichst rein zu halten:

I’m not suggesting that anything Mullenweg does is wrong; indeed for someone still very young he deserves much admiration for all he has achieved. Revenue from open source is much broader than the occasion sponsored link, something that Mullenweg continues to rally against.

Matt entgegnet in den Kommentaren in einem offenen Schlagabtausch mehrfach Duncan im Vorwurf, er würde die Kommerzialisierung der Open Souce Software von WordPress, die er anderen verwehrt, selber betreiben. Beispielsweise hier. Ich finde, Matt und sein Team, leisten jeden Tag grossartige Arbeit und keiner kann denen dunkle Geschäfte oder Bigotterie vorwerfen. Da ist jemand sauer, dass er nicht darf wie er will offensichtlich.

Ich empfinde TechCrunch schon lange nicht mehr als eine objektive Informationsquelle, die es mal ganz ursprünglich ganz am Anfang vielleicht war. Ich bin mir ebenso lange nicht mehr sicher, welche Interessen der Gründer Michael Arrington verfolgt. Er ist ja auch häufig genug an den Unternehmen und Eskapaden beteiligt, die dort beschrieben werden…