NoseRub: Dirk Olbertz entwickelt eine Architektur für ein Dezentrales Social Network
Eskimos tun es. Saudis tun es. Sie reiben sich die Nasenrücken bei der Begrüssung aneinander. Sie schauen sich dabei in die Augen. Das ist mehr als ein Händedruck. Das ist ein sehr intimer Vertrauensbeweis. NoseRub. So nennt Dirk Olbertz, bekannt durch u.a. blogscout.de, seine Architektur für ein Dezentrales Social Network. Eine offene neutrale Architektur, die unabhängig von den kommerziellen Social Networks, die persönlichen Daten eines Nutzers privat und lokal halten, die aber gleichzeitig diese den anderen wieder auch zur Verfügung stellen.
Der Nutzen solch einer Lösung ist offensichtlich: Die Nutzer sind nicht mehr abhängig von den kommerziellen Social Networks u.ä. embedded Lösungen wie beispielsweise beim selbstverschuldeten Zensur-Desaster von flickr. Es war für viele schwer sich von flickr zu lösen und zu anderen Dienstleistern zu gehen. Der Fall Flickr zeigte…
…die massiven Wechselwirkungen zwischen einer an sich banalen Webanwendung und dem darin entstandenen und eingebetteten Sozialen Netzwerk. Es zeigt eben auch, dass es kommerziellen Anbietern eigentlich um dieses Netzwerk geht und gar nicht mehr um die Anwendung.
Dirk hatte mich Ende Juni gefragt, ob ich Lust hätte mit ihm über die Lösung nachzudenken. Es hat mich sehr geehrt und ich hatte mit grosser Freude zugesagt. Kurz danach erwischte mich der StartupWeekend-Tsunamie! Ich bedauere zutiefst, dass ich an dieser Sache mit ihm nicht mehr zusammenarbeiten kann. Dirk, du hast dir wirklich die schönste Herausforderung gesucht und gefunden. Es ist ein Achttausender ohne Sauerstoffmaske. Der Weg ist steil. Aber die Fahne wird auf dem Gipfel wehen! Ich drücke dir die Daumen.
Dirk plant beim BarCamp Cologne 2 am 18./19. August 2007 seinen Prototypen vorstellen. Ich glaube das wird das Highlite. Ich halte Dezentrale Social Networks für eines der heisstesten Themen die in Web 2.0 derzeit zu vergeben sind. Sie sind engverknüpft mit den Themen um Identity 2.0, OpenID, Microformats und einiges, was noch neu dazu kommen wird. Nämlich die eigene Architektur, den Kleber für all die Standards, die es schon gibt. Es könnte NoseRub sein.
Schlagworte: BarCampCologne, BarCampCologne2, Social Networks, Web 2.0, Zukunft
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Vor 4 Wochen haben CodeCandies-Nico und ich in der Zigarettenpause hier am Fenster gestanden und drüber nachgedacht, wie und mit wem man einen dezentralen Social-Software Dienst machen kann und nach Technorati und Co kam gleich als drittes Dirk Olbertz und sein Blogscout Netzwerk auf’s gedankliche Tapet.
Die Ideen liegen in der Luft. Viel Erfolg!
Dann solltet ihr beide und alle, die sich dafür interessieren nach Köln! Reserviert die erste reihe!! :-)
NoseRub finde ich schon mal einen sehr coolen Namen :-)
Ja, NoseRub ist wirklich eine gute Idee. Aber “dezentral” ist immer Web3.0 und nicht 2.0 ;-)
@Foodfreak: Stimmt ich habe auch selten einen so guten, sympathischen und einprägsamen Namen für einen Dienst gehört. Und er trifft die sache hervorragend. Ein klasse Brand.
@alp: Web 3.0?? Alles kommt wieder! Ich kenne sogar dezentral (“ohne Zentrale, ohne zentralen Server, Host whatever”) sogar aus Web Zero: Windows for Workgroups, ein peer-to-peer Netzwerk, das den Namen kaum verdiente… ab Oktober 1992 bis? :-)
Ach, ich jungsches Ding … hatte damals kein Geld für so’n High-Tech-Zeugs ;-)