Archiv für Januar, 2008

Deutschland arbeitet nur im September

31. Januar 2008

Mario Sixtus hat das schon richtig erkannt und getwittert:

Kunden sind lustig: Zuerst überweisen sie nicht, weil Weihnachten im Weg ist, dann tut sich nichts wegen Karneval, demnächst ist Sommerpause

Deutschland arbeitet nur im September. Meine private Erkenntnis. Im Oktober werden in den grossen Organisationen die Haushalte und Budgets gebaut, im November ist es zu kalt und sowieso alles zu spät, weil im Dezember schon Weihnachten ist. Im Januar muss man sich vom Julklappstress erholen, die neuen Akten anlegen und schnell noch mal auf die Schneepiste. Februar ist einfach traditionell zu kurz. März, ja März, da könnte man nocvh was schaffen vielleicht, aber dann kommt Ostern, Schulferien im April und Mai. Überhaupt Mai, Pfingsten, Himmelfahrrt und Brückentage Galore! Juni. Juli. August. Ooch schön, da geniesst man die Urlaube, die man das ganze Jahr über geplant hatte. Drei Monate, wo man nicht mal die Hälfte der Leute zusammenbekommt, weil sie im Urlaub sind. Die restliche Zeit hangelt man sich von Dienstag auf Donnerstag die Woche so durch. Dann kommt aber der September. Und man steckt für 21 Tage alle seine Energie rein. Keine Ausflüchte und Ausreden möglich. Da muss man ja etwas für das Bruttosozialprodukt tun.

Du hast recht Mario. Stimmt vollkommen mit meiner Wahrnehmung überein. Der ganze Osten von Polen bis China lacht sich über uns kaputt. Die geben Gas. 24/7.

Qype: Japan Sushi Dorasi in Hamburg

31. Januar 2008

Hamburg - Restaurants - Japanische & Sushi

Japan Sushi Dorasi ist eines der ältesten Sushi Restaurants in Hamburg. Das kleine Restaurant liegt versteckt im schönen Teil der Erikastrasse gegenüber dem Haynspark im Stadtteil Eppendorf. Zwei grosse rote Papierlaternen baumeln unverkennbar am Eingang im Wind. Ein familäres Lokal mit einigen wenigen Tischen und ausgesprochen frischem Sushi. Der Service ist sehr freundlich. Der einzige Raum mit dem langen Tresen schlicht aber gastfreundlich. Neben der sehr reichhaltigen Auswahl sehr appetitlichen Nigiri, Maki, Sachimi gibt es auch warmes japanisches Essen: verschiedene Suppen, Fleischgerichte und Vegetarisches. Mehrere Tees stehen zur Auswahl.

Eppendorfer wissen das Japan Sushi Dorasi sehr zu schätzen. Im restlichen Hamburg scheint es eher ein Geheimtipp zu sein. Scheint möglicherweised auch daran zu liegen, das man als Stadtteilauswärtiger abends praktisch vor der Tür keinen Parkplatz bekommt. Nicht mal in der Nähe…

Preise moderat. Mit rund 18-20 Euro pro Nase ist man etwa dabei. EC-Karte wird genommen. Keine Kreditkarten.

Mein Beitrag zu Japan Sushi Dorasi - Ich bin CemB - auf Qype

Zwei Bücher…

31. Januar 2008

Ich habe heute von einem ganz lieben Menschen zwei Bücher von meinen Wunschzettel geschenkt bekommen. Banker to the Poor: Micro-Lending and the Battle Against World Poverty von Muhammad Yunus und WordPress - Das bhv Einsteigerseminar von Vladimir Simovic. Eine schöne Überraschung! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ganz lieben Dank!

Einige Missverständnisse zu Barcamps

30. Januar 2008

Dass BarCamps von allen Teilnehmern gemeinsam selbstorganisierte UnKonferenzen sind, enthebt jemanden, der auf einem Camp eine Session zu einem bestimmten Thema anbieten möchte, nicht der Pflicht sich auf diese Session und seinen Vortrag gewissenhaft vorzubereiten. Das wäre ein grosses Missverständnis von einem BarCamp. BarCamp heisst in diesem Zusammenhang nur, dass der Referent nicht weiss ob, wann und wo er seine Session halten wird sowie wer und wieviele daran teilnehmen werden. Das wiederum hängt davon ab, wie gross das Interesse an seinem Sessionangebot ist. Dem kann der Referent vorbeugen, indem er sein Thema vorab in seinem Blog zur Diskussion stellt und somit eine gewisse “Awareness” und Interesse dafür erzeugt. Das nennt man Marketing.

Genauso ein Missverständnis, man könne die notwendige Infrastruktur wie Räume, WLAN, Beamer, Verpflegung am Tage des Camps spontan organisieren. Das kann man unter keinen Umständen. Das tut heute auch kein BarCamp. Eine gewisse Improvisierfertigkeit, eine gesunde Flexibiltät und ein starkes Commitment der Veranstalter und des OrgaTeams allerdings, helfen dem Event deutlich. Das OrgaTeam sollte sich auch der möglichen Ausfallrisiken bewusst sein und gegebenenfalls Fallback-Lösungen oder Alternativen bereithalten. Das gilt auch übrigens für Referenten genauso. Es nützt ja dem nichts mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, wenn er meint, seine Session aus irgendeinem Grund nicht halten zu können. Das fällt immer irgendwo auch auf den Referenten selber zurück.

Alle Rahmenbedingungen dienen ausschliesslich dazu, dass sich die Teilnehmer auf den eigentlichen Zweck des BarCamps konzentrieren können. Gute Rahmenbedingungen sind nur durch gute Vorbereitung in der Aufbau- und Ablauforganisation zu gewährleisten. Dabei sollte im Team auch jeder seine feste Rolle (Ownership einer Aufgabe und Verantwortung) haben, aber bei Bedarf jeden anderen unterstützen können (Pull-Prinzip durch einen hilfesuchenden Owner). So gesehen, laufen die BarCamps in Deutschland weitgehend gut organisiert und engagiert. Das ist schön.

Grassroots Ventures

30. Januar 2008

Mich interessiert tatsächlich eher die Grassrootsbewegung bei den Startups. Ich finde es äusserst spannend wie Ideen entstehen, sie entwickelt und verändert werden und langsam Gestalt annehmen in konkreten Vorhaben. Die Crowd ist für mich so etwas wie die Ursuppe, aus der das alles entsteht. Ich finde es extrem spannend, Ideen, Konzepte und Vorhaben ohne Vorbehalte und der Schere im Kopf entstehen und gedeihen zu lassen. Das gleiche gilt auch für die Finanzierung solcher Vorhaben. Die Mittel, ob nun monetär oder nicht, können auch aus der Crowd bereitgestellt werden. Das hat nicht direkt etwas mit Basisdemokratie zu tun, aber ist auch nicht so weit weg davon. Es hat eher etwas mit der Besinnung auf die eigenen Stärken zu tun. Und auf die Stärken von Family & Friends. Jeder der von extern (von “oben”) Kapital einlegt, will natürlich bestimmen. Das ist ein Machtspiel. Das ist pure Old Economy. Interessanter sind dagegen Kooperationspartnerschaften im Netzwerk. Die Vernetzung der Netzwerker. Gerne natürlich auch dann mit den Grossen im Fischteich. Irgendwo sind Grassroots Ventures die Guerilleros im Asphaltdschungel des Kapitalismus. Deshalb engagiere ich mich für StartupWeekend, WordCamp08 und auch Coop 500. Ich glaube, diese Art von Vorhaben können sehr viel innovativer, mächtiger und robuster werden als jeder kopfgesteuerte Grosskonzern.

MetaTrends08

29. Januar 2008

Türkei 2.0

29. Januar 2008

Die Türkei ist in Sachen “ZwoNull” mittlerweile massiv auf dem Vormarsch zum Durchbruch. So scheint es zumindestens. TechCrunch schreibt:

What is it about Turkey? They are really getting into social networking. Turkish social network Yonja (whose logo actually looks Irish to me) has raised $12.5M in Series A funding from Greywolf Capital Partners and Tiger Global Management, reports PEWire. HQ’d in San Francisco, the firm is led by founder and CEO Kerim Baran, who was educated at Harvard and Siebel before launching Yonja. Founded in 2003, Yonja claims a billion page views per month and nearly 5 million members. Owners Yonja Media Group also launched MetroListe (a craigslist for Turkey), 7inci (a DailyCandy for Turkey) and Nolyo (a Twitter for Turkey), says AlarmClock. In fact, Turkish startups aren’t doing too bad.

Letzte Woche hatte Xing in der Türkei das Social Network cember.net übernommen. Aus gutem Grund…

Coop 500 (Update III)

28. Januar 2008

Gibt es 500 Gerechte, die mit mir eine Coop gründen wollen? 500 Gerechte. Mehr nicht. Mit Führerschein für Auto. Mit Führerschein für PC.

Update [20080129 08:15]: Mobil im Umkreis von 2 Stunden. Home Office. 247. Kundeneinsatz vor Ort. No frills.

Update [20080129 09:25]: Handwerklich. Hacker. Serviceorientiert.

Update [20080131 00:00]: Bundesweit. Longtail. Zentralruf. Genossenschaft. Einlage.

Tweetmeme: Le Tracker plus cool

28. Januar 2008

Was Technorati für Blogs, ist Tweetmeme für Twitter.

Tagged in Motion

28. Januar 2008

Kriegsrecht: Bloggen & Gesetz

28. Januar 2008

RA Henning Krieg hat auf dem WordCamp08 einen exzellenten und viel beachteten Vortrag zu Bloggen & Recht gehalten. Die Vortragsfolien sind nun online. Dringende Empfehlung: Lesen und Bookmarken! Henning ist übrigens ein äusserst netter Zeitgenosse. Danke, dass du dabei warst!

WordCamp08: Danke.

28. Januar 2008

Eine sehr schöne und lebendige Veranstaltung ist in Hamburg zu Ende gegangen. Ich danke allen Teilnehmern, die aus ganz Deutschland und aus vielen anderen europäischen Ländern in die Hansestadt gekommen sind und aktiv am WordCamp08 teilgenommen haben. Es war ein sehr lebendiges Camp mit hervorragenden Sessions, intensivem Socializing und Networking. Es wurden Videos aufgenommen und fotografiert was das Zeugs hielt. Alle aus dem Kern der deutschsprachigen WordPress Community sind dem Ruf gefolgt und sind an den Hafenrand an die Elbe gekommen. Sie haben sich alle zwei Tage lang intensiv zu allen Fragen rund um WordPress austauschen können. Ich danke allen für den hervorragenden Content der Veranstaltung.

Ermöglicht wurde das WordCamp08 durch unsere Sponsoren. Die absolut erstklassige, sehr inspirierende und von allen hochgelobte Location wurde freundlicherweise durch das Stilwerk gestellt. Ich bin dem Haus und seinem Servicepersonal zu grossem Dank verpflichtet, dass sie uns grosszügig Raum für das WordCamp08 gestellt hat und uns vor Ort hervoragend betreut hat. Ganz besondere Erwähnung: Das Stilwerk hatte am Wochenende selbstlos uns ihre eigenen Internetanschlüsse zur Verfügung gestellt, damit wir ein WLAN betreiben können. Dazu haben sie ihre eigenen Telefonanlage komplett vom Netz genommen. Ganz ganz grossen Dank für diese Geste. Das ist nicht selbstverständlich.

Weitere Sponsoren haben uns ermöglicht, die Unkonferenz mit erstklassiger Technik und mit Essen und Trinken zu versorgen. Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich Wikio, amiando, Host Europe, Microsoft, Toller Ort, Mediengestalter.info und Redline sowie die Austatter unseres vertrauens Vision Tools. Besonderes Lob hat von allen Teilnehmern der Full-Service Caterer Oh it’s Fresh verdient. Frühstück, Lunch und das Abendbankett wurden von allen Teilnehmern hochgelobt. Ich habe für den sehr zuverlässigen und freundlichen Service zu danken. Unsere Freunde von Samova haben uns mit gastfreundlichen Teeservice unterstützt und haben uns in ihrer Tea Lounge Extraordinaire Gastfreundschaft gewährt. Danke dafür!

Mein spezieller Dank geht an das unglaubliche WordCampTeam, dass in sehr intensiver Vorbereitung das Camp organisiert hat und mich vor Ort unterstützt hat:

  • Zeniscalm (COO vor Ort)
  • Katharina (Co-COO vor Ort)
  • Oliver am Welcome Desk
  • Tina (Life Video Streaming, WordCamp08 TV Channel)
  • Sven (aka Right Eye)
  • Timo, Dennis (Twitterwall)… am Puls der Zeit
  • Christian der Grosse! (WLAN!)
  • Bloglesung: Merlix (Host)
  • Blog’n Rock: Boogie (Host)
  • Libero & Swiss Army Knife: Peter Claus Lamprecht (!)
  • Super Team! Absolut Sensationell! Ganz grosse Arbeit! Danke!

    Zum Schluss mein spezieller Dank an Valentin, mit dem ich gemeinsam dieses WordCamp08 initiiert und partnerschaftlich durchgeführt habe. Es hat Spass gemacht mit dir zusammen zu arbeiten. Die Achse Dublin-Hamburg hat funktioniert. Auch wenn es wegen der grossen Entfernung nicht immer einfach war. Es war eine tolle Erfahrung! Danke Valentin für deine Freundschaft! Ich denke, wir sind kein schlechtes Team.

    Danke allen. Wir lesen und schreiben uns. Und sehen uns das nächste mal. WordCamp rocks!

    Podcast: Vier Nasen und DLD08

    25. Januar 2008

    Nico und Sebastian von der Supernasentankstelle begrüssten heute Sarik Weber, Thomas Knüwer und mich als Gäste. Themen waren die DLD08, das DNA-Analyse- und Sammel-Projekt 23 and me und auch das Macbook Air. Zum ersteren fiel mir einiges erfreuliche ein. Zum letzteren nichts. Ich bin kein MacUser. Mit dem zweiten Thema kann ich mich im Gegensatz zu einigen anderen nun gar nicht anfreunden. Mein DNA-Fingerabdruck gehört mir.

    Das ganze fand mitten im hektischen Aufbau zum WordCamp08 statt, dass ich morgen früh das Vergnügen habe mit Valentin und Vladimir zu eröffnen. Hier der aktuelle Podcast der Nasen (mp3 á 33 Minuten).

    Die Sterne lügen nicht.

    25. Januar 2008

    Merlix hat diese Woche aber voll meine Sterne gedeutet:

    Löwe: Ziehen Sie Ihr Ding durch und lassen Sie sch nicht ablenken. Ablenkung ist zwar reichlich, aber bleiben Sie einfach auf Spur, Sie sind letztlich auf dem richtigen Weg. Ignorieren Sie unbedingt alles, was Sie aufhält, auch Wochenhoroskope.

    Yay! Das baut auf…

    Werbung in Blogs

    23. Januar 2008

    Oha. Eigentlich ganz schön viel Werbung für ein werbefreies Blog wie meins. Ein Blick in die Sidebar von oben nach unten: Byte.fm (kommerzielles InternetRadio), SoulSender (kommerzielles InternetRadio), amiando (kommerzieller WebTicketshop für ein nichtkommerzielles Event), BarCamp Mitteldeutschland (nichtkommerzielles Event), meine Wunschliste bei amazon (kommerzieller Versandhandel), Qype (kommerzielles Portal für lokale Empfehlungen), Xing (kommerzielle Social Network Platform), LinkedIn (kommerzielle Social Network Platform), Creative Commons (nichtkommerzielles Lizensierungsrechte-Project). Neun Links. Davon sieben kommerzielle.

    Neulich hatte ich mich mit Olaf Kolbrück von Horizonte bei einem Round Table über Marken und Werbung im viralen Web unterhalten. Meine Sidebar ist meine Praxis. Mein “werbefreies Blog” führt freiwillig und ohne Bezahlung Werbung für Leistungen auf, die ich gerne direkt vom Blog aus im Web nutze (vulgo verlinke) und die ich irgendwie gut finde und empfehlen kann. Sei es, dass ich daran spielerisch partizipiere oder einfach auch nur konsumiere. Das ist “Werbung auf Augenhöhe” mit dem User und Konsumenten. Das ist Werbung, die mir direkt einen Dienst erweist und meist meine Arbeits- und Spielfläche auf dem Monitor weder allzu sehr stört oder den Fluss unterbricht. Damit kann ich Leben. Das finde ich auch in Ordnung. Alles andere finde ich eher zum Kotzen…

    Ganz zu schweigen von den Links auf kommerzielle Webseiten in den Posts…