Archiv für März, 2008

Wahre Sprüche (Teil 538)

31. März 2008
Amateurs built the Ark; professionals the Titanic.

Motto von Philipp Götzinger sein Blog.

The Great Continental Divide

31. März 2008
US Singles Map

Dass weltweit in den Ballungszentren es mehr Single-Frauen gibt als Single-Männer ist eine Binsenweisheit. Warum jedoch in den USA offensichtlich ausgerechnet mehr alleinstehende Frauen an der Ostküste leben und arbeiten, dagegen die alleinstehenden Männer überwiegend an der Westküste, ist mir ein Rätsel. Go east, man, if you’re not gay!

In Europa und Deutschland wandern Frauen eher von Ost nach West und aus den ländlichen Gebieten und Kleinstädten in die Metropolen, wo sie bessere Arbeits-, Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten haben. In den neuen Bundesländern beispielsweise bleiben immer mehr alleinstehende Männer zurück.

“Ich bin dein Vater…”

31. März 2008

Ich weiss, es ist doof, aber irgendwie liebe ich diesen kleinen Spot. Ja, ich weiss, es können nur echte Star Wars Fans darüber lachen…

For the People of Tibet

31. März 2008

Die Welt darf nicht wegschauen, wenn Menschen ihrer Religion, ihres Landes und ihres Lebens beraubt werden.

Zeichne mit deinem Namen hier.

Gib diesen Link weiter an deine Freunde.

Generationskonflikt

30. März 2008

Gestern auf einer Geburtstagsparty: Alle kamen mir so alt vor - dabei waren die im Schnitt 10 Jahre jünger als ich.

Schlaflos in Köln: Sevenload 3.0 Relaunch Live

30. März 2008

Das dürfte ziemlich einmalig sein: Ibrahim “Ibo” Evsan, Gründer und Kopf der deutschen Bild- und Videoplattform sevenload.de, begleitet live in seinem Blog schon seit Freitag den grossen kompletten Relaunch der komplexen Software. Nebenbei twittert Ibo auch den Fortschritt zwischen den Blogposts. Bis jetzt scheint alles nach Plan zu laufen… Eine Live Webcam wäre jetzt auch nicht schlecht, um in all die müden und übernächtigten Gesichter zu schauen. Ich drücke euch die Daumen!

Mich würde dabei interessieren: Welchen Umfang hat der Relaunch (Hardware, Software, Orgware)? Wie umfangreich ist die Software? Wieviel Vorbeitungsaufwand war notwendig (Zeit, Leute)? In welchen Schritten wird der Relaunch durchgeführt? Was waren die kritischen Schritte? Alles Fragen eines altgedienten IT Service Managers… Ein paar Highlites und Fakten sind immer interessant, um die Dimension des Vorhabens zu skizzieren.

Anzeichen von Hass und Hetze in Europa mehren sich

29. März 2008

Canan Topçu fühlt sich in die Ecke gedrängt:

Ich ertrage diese Beleidigungen nicht mehr; die platten Verallgemeinerungen und Äußerungen über den Islam kränken mich. Als Mensch - und als Muslima.

Mit dem Islam verbinde ich vor allem meine Herkunft. Ich bin Tochter türkischer Einwanderer.

Ich kann sie verstehen und fühle mich manchmal ebenso. Ich bin als liberaler Muslim und intergrierter, ja assimilierter, Immigrant halbtürkischer Abstammung genauso erstaunt über meine eigene Reaktionen auf den Hass und die Ignoranz gegenüber Moslems in der europäischen Gesellschaft. 

Ich bin entsetzt über die ständigen Anfeindungen, leichtfertigen Äusserungen und gezielten Provokationen gegenüber einem nicht geringen Teil der eigenen Bevölkerung, den Moslems. Ich bin entsetzt aber auch von den beschwichtigenden Worten europäischer Politiker, die das Thema klein reden.

In Deutschland ist Volksverhetzung eine Straftat, aus gutem Grund. Für ein deutsches Gericht sogar, wenn diese Straftaten im Ausland von Nichtdeutschen begangen werden:

Vergehen, die gemäß § 130 StGB im Ausland begangen werden, gleich ob von deutschen Staatsangehörigen oder von Ausländern, können wie eine Inlandsstraftat verfolgt werden, wenn sie so wirken, als seien sie im Inland begangen worden, also den öffentlichen Frieden in Deutschland beeinträchtigen und die Menschenwürde von deutschen Bürgern verletzen. So reicht es z.B. aus, dass ein strafbarer Inhalt über das Internet, z.B. in Form einer HTML-Seite, von Deutschland aus abrufbar ist.

Der islamfeindliche Internetfilm des niederländischen Politikers Geert Wilders wäre eine Straftat nach deutschem Recht und müsste geahndet werden, wenn die Niederlande selber nicht dagegen vorgehen. Die Wischiwaschi-Erklärungen des niederländischen Ministerpräsidenten Balkenende gestern zu der Sache sind beschämend. Gut, dass wenigstens der Internetprovider den Film von sich aus dem Web genommen hat. Sicher nicht wegen ethischer Bedenken, sondern eher wegen Befürchtungen.

Es geht nicht darum, dass Moslems “beleidigt” werden. Es geht darum, dass der Hass gegen die eigene muslimische Bevölkerung aufstachelt und damit der Gewalt und Willkür gegen sie Tür und Tor geöffnet werden. Wie schnell ein Progrom selbst in “westlichen zivilisierten Ländern” und auch selbst in jüngster Zeit sich entfachen kann, lehren uns nicht nur die Geschichtsbücher, sondern lässt sich auch fast täglich in den Nachrichten im Fernsehen verfolgen. Die Kriege in Bosnien sind nur ein Beispiel.

Ich selber bin als kleines Kind aufgrund von Hass, Hetze und gewalttätigem radikalen Nationalismus 1955 als kleines Kind mit meinen Eltern über Umwege nach Deutschland gekommen. Oder auch: Heute, in meiner unmittelbaren Nachbarschaft sind hunderte von Stolpersteinen über ehemalige Nachbarn in den Bürgersteig vor die Haustüren eingelassen. Nachbarn, die systematisch gedemütigt, verschleppt und ermordet wurden in Deutschlands dunkelsten Stunden.

Ich reagiere äusserst sensibel auf mögliche erste Anzeichen von Gewalt und Hass wegen Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe. Das steckt ganz tief in mir. Ich weiss, wozu das führen kann.

Deshalb müssen wir uns diesen gefährlichen Anfängen wehren. Wir müssen diese Entwicklungen ernst nehmen und verhindern. Wir sollten dabei besonnen handeln. Es geht um die Sicherung der fundamentalen Menschenrechte in Europa.

Ich vermisse in Europa das eindeutige Bekenntnis der Völkergemeinschaft zu ihren muslimischen Nachbarn, die hier seit Generation leben und arbeiten. Ich vermisse die konsequente Ahndung von zunehmender Volksverhetzung und Rassismus in Europa.

Sind wir alle im Glauben nicht vom gleichen Stamm? Berufen wir uns nicht alle auf den gleichen Stammvater der monotheistischen Religionen, Abraham? Sind wir nicht alle aus dem gleichen Fleisch und Blut? Teilen wir nicht das gleiche Brot?

[Danke Martin für den Link zum Spiegel-Artikel, aus dem das erste Zitat stammt]

Ultra Short Stories auf Twitterlänge! (Update)

28. März 2008
“For sale: baby shoes, never worn.” - Ernest Hemingway

Mehr Ultra Short Stories auf Twitterlänge in ‘Wired’…

Und deine Ultra Short Story in deutsch auf maximal 140 Zeichen? Twittern und den Twitter-Link (als TinyURL) auf deine Story hier in die Kommentare setzen. Ich denke mir einen Preis für die beste aus… Bis Montag Mitternacht!

Blogposts gerne mit “UltraShortStory” taggen! Tweets gerne mit #UltraShortStory oder kurz mit #USS hashen.

Tipp: 140story (schöner Name!) erzählt abgeschlossene Geschichten in Tweets. The Obstructionist bloggt Micro-Fiction. Beide in englisch. Beide Tipps von cervus via Twitter aka Basti. Danke!

Heul nicht!

28. März 2008

Unternehmen sind ein Team Play

28. März 2008

Robert Basic philosophiert über straff militärisch organisierte Unternehmen. Meine rhetorische Gegenfrage war, ob er sich “gute Diktaturen” vorstellen könne…

Unternehmen sind in meinen Augen ein Team Play. Wie in jedem guten Team braucht man eine gute Mischung aus Talenten, Wasserträgern und Treibern. Jeder in einem erfogreichen Team nimmt auf Zeit eine bestimmte Rolle ein. Das Team wird durch eine gemeinsame Vision und Mission zusammengeschweisst. Jedes gute Team hat mindestens einen Kopf, der die Impulse gibt, das Team mit seiner Persönlichkeit zusammenhält und vorantreibt. Diese Person ist aber kein Diktator, sondern eher Leitfigur vielleicht.

Diese Person ist sehr gut beraten, auf sein Team zu hören, die unterschiedlichen Meinungen darin zu moderieren und jedem Mitglied auch seine Eigenverantwortung zu lassen. Wozu zahlt man denn gute Leute? Vollkommen falsch wäre es, jedem einzelnen diktatorisch vorzuschreiben, was jemand tun und lassen soll. Das wäre höchst ineffizient und auch auf Dauer gefährlich, weil die Führungsperson taub und blind wird für kreative Ideen und Anregungen von aussen. Ferner, bei dieser Vorgehensweise, besteht die Gefahr der Betriebsblindheit und dass dieser Mensch gehörig abhebt. Das führt unweigerlich in eine Katastrophe bzw zumindestens in eine Sackgasse.

Aber auch das Gegenteil, die “deutsche” Angewohnheit alles in Arbeitsgruppen totzudiskutieren und als Führungskraft sich nicht zu einer Entscheidung durchzuringen oder sich tausendfach abzusichern ist natürlich genauso wenig effizient.

Nein, “militärisch organisierten Unternehmen” gebe ich keine Zukunft.

“Echte Kerle brauchen starke Frauen!”

28. März 2008

Aufgeschnappt in einem Katalog für robuste Wetterjacken von Wellensteyn. Guter Spruch. Etwas platt aber trotzdem guter Claim. Einverstanden. Finde ich auch.

Social Web Breakfast: “Grassrooted Ventures”

28. März 2008

Ich habe das Vergnügen am 4. April in Hamburg beim Social Web Breakfast über das Thema “Grassrooted Ventures” zu sprechen. Ich bin Gast in der Veranstaltungsreihe von Social Web World. Das kurze 15-minütige Impulsreferat aus dem Stegreif startet um 08:30 mit anschliessender Diskussion bis 10:00. Das Businessfrühstück findet im east Hotel statt, wo auch am 17./18 Mai das StartupWeekend stattfinden wird. Ich freue mich auf ein frühmorgendliches Coffee & Croissants mit euch.

[Anmeldungen via Xing, siehe auch beim PR Blogger Klaus Eck]

Starck: Design ist absolut nutzlos und überflüssig

27. März 2008

Philippe Starck, polyglotter, massenkompatibler und allgegenwärtiger Stardesigner, in einem Zeit Interview:

Alles, was ich gestaltet habe, ist absolut unnötig. Strukturell gesehen, ist Design absolut nutzlos. Ein Beruf, der Sinn hat, ist Astronom, Biologe oder etwas Ähnliches. Design ist nichts. Ich habe versucht, meinen Produkten etwas Sinn und Energie zu geben. Auch wenn ich mein Bestes gegeben habe, es war sinnlos.

Aber auch:

Liebe ist die wunderbarste Erfindung der Menschheit. Und dann braucht man Intelligenz.

Wired: “Free! Why $0.00 Is the Future of Business”

26. März 2008
At the age of 40, King Gillette was a frustrated inventor, a bitter anticapitalist, and a salesman of cork-lined bottle caps. It was 1895, and despite ideas, energy, and wealthy parents, he had little to show for his work. He blamed the evils of market competition. Indeed, the previous year he had published a book, The Human Drift, which argued that all industry should be taken over by a single corporation owned by the public and that millions of Americans should live in a giant city called Metropolis powered by Niagara Falls. His boss at the bottle cap company, meanwhile, had just one piece of advice: Invent something people use and throw away.[Weiterlesen in Wired...]

Dazu passen auch dieser Wired-Artikel: Make Money Around Free Content [Hat tip to Carsten via Twitter]

StartupWeekend Hamburg Mai 2008: Ticketshop ist eröffnet!

26. März 2008

Jetzt geht’s los!

Alert/Nachtrag: Aufgrund eines technischen Defekts (Skriptfehler) in der Schnittstelle zwischen mixxt (StartupWeekend Network) und amiando (Ticketshop) sind die ersten 41 Anmeldungen auf Seiten amiando nicht registriert gewesen! Wir bedauern das sehr und bitten das zu entschuldigen. Alle Anmeldungen im Ticketshop von heute früh bis heute mittag am 26.3.2008 bis 12:45 werden gelöscht und müssen leider wiederholt werden!!