Sprechblase

Erntedank Links

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 31. Oktober 2008
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Das Prinzip „Registrierung nur auf Einladung“

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 31. Oktober 2008

Es gibt Webangebote und Soziale Netzwerke, bei denen Nutzer sich nur mit einer Einladung registrieren lassen können. Gründe für den Betreiber können sein:

  • nur eine begrenzte Anzahl von Nutzern soll aufgenommen werden, beispielsweise aus Kapazitäts- und Performancegründen zum Launch und zur anfänglichen Erprobung einer Website
  • nur eine bestimmten Zielgruppe von Nutzern mit einem definierten Profil ist erwünscht, wie beispielsweise bei geschlossenen Netzwerken für eine Berufs- oder Interessengruppe
  • durch künstliche Verknappung soll gezielt ein Hype auf die „begehrten exklusiven Plätze“ erzeugt werden

Der mit Abstand wichtigste Grund für jemanden, sich in einem Sozialen Netzwerk registrieren lassen zu wollen, sind Nutzer, die er schon kennt und schätzt und die schon drin sind. Dazu muss er von aussen erkennen können, wer schon registriert ist, auch wenn er selber noch nicht drin ist. Der Mensch ist ein soziales Wesen und die meisten wollen zur richtigen Gruppe oder zum Netzwerk dazugehören. „Zugehörigkeit“ ist ein Statement. So funktionieren beispielsweise Websites für BarCamps. Daher auch die deutlich höhere Registrierungsquote als die Anzahl der Leute, die dann tatsächlich auf einem Barcamp erscheinen.

Nur, wie erhalten Interessenten nun eine Einladung?

Ich habe mich in jüngster Zeit damit beschäftigt. Folgende Möglichkeiten und Varianten sehe ich:

  1. Der Betreiber des Webangebots verschickt unaufgefordert Einladungen an potentielle Nutzer. Einfachste Methode. Kein viraler Effekt. Kann von den Adressaten als Spam aufgefasst werden, wenn es Massenmails sind. Wenn aber diese Einladungen sehr gezielt an einen kleinen Kreis gehen und persönlich begründet sind, kann die Einladung beim Empfänger auch als eine Auszeichnung verstanden werden. Letzteres sollte gut durch rechtzeitige geeignete Vorinformationen und Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet sein. Auch eine gute Möglichkeit, um erst eine Kerngruppe von Nutzern zu etablieren, bevor andere Massnahmen angewendet werden. Weitere Untervariante im Konsumgütersektor: Bei jedem Kauf eines Produkts wird ein Token/Zugangscode mit dem Produkt (Verpackung) für eine Website vergeben.
  2. Interessenten bewerben sich ihrerseits um eine Einladung. Der Betreiber kann daraufhin allen Bewerbern automatisch eine Einladung schicken oder aus den Bewerbungen geeignete Kandidaten auswählen. Geringer viraler Effekt. Dieser Effekt kann etwas erhöht werden, indem die Bewerber öffentlich sichtbar in einer Warteschlange eingereiht werden. Interessante Möglichkeit gerade vor dem offiziellen öffentlichen Launch etwas Hype zu erzeugen. Funktioniert aber nur, wenn vorab geeignete PR, Marketing oder Werbung für die Website gemacht wurde. Untervariante: Interessent fragt nicht den Betreiber um eine Einladung, sondern via dem System einen schon registrierten Nutzer! Dazu muss er aber, die ihm bekannten Nutzer sehen und erreichen können.
  3. Registrierte Nutzer verschicken Einladungen an ihre Freunde und Bekannten. Der Klassiker des Web 2.0. Guter viraler Effekt. Die Nutzergruppe kann organisch wachsen. Die Anzahl der Einladungen, die ein Nutzer verschickt, kann unbegrenzt sein oder auch nicht. Ist sie begrenzt und sind alle Einladungsoptionen aufgebraucht, können unter bestimmten Voraussetzungen (Zeitraum, Reputation oder Status des Nutzers) der Vorrat an Optionen erneuert oder aufgestockt werden. Einladungsoptionen können ab einem bestimmten Zeitraum der Mitgliedschaft aktiviert werden oder sind von Anfang an gültig. Hier sind eine Vielzahl von Varianten denkbar. Das ganze ist auch noch mit Belohnungen (Incentives) für den Einlader für jede erfolgreiche Einladung verknüpfbar.
  4. Address Scraping (White Hat Version): Mit Erlaubnis des registrierten Nutzers, startet der Betreiber automatisch einen Bot, der in die Mail-Adressbücher des Nutzers schaut und alle Adressen darin ausliest und prüft, wer von ihnen noch nicht in der Website registriert ist. Hat zwei Effekte: Erstens, dem Nutzer werden alle ihm bekannten anderen Nutzer angezeigt, die schon im System registriert sind, damit er sie gleich kontakten kann. Zweitens, das eigentliche Ziel, zeigt dem Betreiber und dem Nutzer an, wen man denn noch dazu einladen könnte. Die White Hat Version: Der Nutzer wählt nur diejenigen aus, die er einladen will, startet eine automatische Einladungsprozedur. Sehr guter viraler Effekt, da die Eingeladenen eine persönliche Einladung von jemandem erhalten, den sie kennen. Masse statt Klasse.
  5. Address Scraping (Black Hat Version): Das gleiche wie die White Hat Version, nur dass der Benutzer nicht gefragt wird und alle gefundenen Adressen eingeladen werden. Reiner Spam und damit die schlechteste aller Varianten. Das geht gar nicht.
  6. Der Golf Club: Wenn ein Nutzer jemanden einlädt, wird vom Betreiber geprüft, ob der Eingeladene rein darf oder nicht. Zudem verbürgt sich der Einlader für den Eingeladenen durch seine Reputation. Super exklusiv. Klasse statt Masse. Eine Variante die auf dem Barcamp Berlin von Oliver Ueberholz vorgestellt wurde und die in China von einer Website gemacht werden soll, wo Gesichtsverlust eine sehr hohe Rolle spielt. Ausserhalb des asiatischen Raums wohl nicht praktizierbar. Ausserdem ist mir nicht klar, wie man denn ein Fehlverhalten des Eingeladenen bewerten bzw. den Bürgen bestrafen will.

Jede weitere Kombination aus den genannten Methoden ist natürlich ebenfalls gut denkbar. Jeder Betreiber muss für sich dabei entscheiden, ob er „Masse statt Klasse“ will oder „Klasse statt Masse“ in der Community seiner Nutzer. Ob er schnell wachsen will oder nicht.

Fallen jemandem noch andere Varianten ein?

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John McCain vs Barack Obama dance-off

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 29. Oktober 2008

Ziemlich realistisch. Nicht schlecht.

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Wette: Hoffenheim wird Deutscher Meister

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 29. Oktober 2008

cemb # wird deutscher meister wette ich

chris97 @cemb ich wette dagegen.

cemb @chris97 um was? :-)

chris97 @cemb kaffee und stück kuchen, landungsbrücken?

cemb @chris97 wette angenommen.

Thesen: Warum Blogs scheinbar an Bedeutung verlieren

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 29. Oktober 2008

In den letzten vergangenen Monaten haben deutschsprachige Blogs scheinbar viel Kraft und Reputation verloren, wenn es nach Technorati und ähnlichen Neugiertools geht. Zudem hat bei vielen der Besucherstrom spürbar nachgelassen. Nimmt die Bedeutung von Blogs ab? Eine viel gestellte Frage in jüngster Zeit.

Ich beobachte folgendes:

  • Tatsache: Ende August hatte Technorati seine Indizierungsmethode verändert, um insbesondere Spamblogs und ähnlichen Unrat wie auch Dubletten aus ihren Auswertungen zu verbannen. Bei einer jüngsten Link-Reinigungsaktion, bei der weitere Spamblogs aus der Technorati-Datenbank gelöscht werden sollten, sind (versehentlich) auch Links anderer Blogs herausgefallen. Dadurch sackten die Rankings der meisten deutschsprachigen Blogs nochmals massiv herunter.
  • Gewagte These 1: Microbloggingaktivitäten in Twitter oder identi.ca stiegen im gleichen Zeitraum rapide an. Die meisten der Microblogger sind (ehemalige) Blogger. Vieles, das normalerweise gebloggt werden würde, wurde als kurze Statusmeldung via diesen neuen Medien gesendet. Inhalte wanderten von Blogs weg in die Tweets und Dents. Blogger steckten mehr Zeit und Aufwand in das Microblogging. Für das Schreiben wie für das Lesen. Da Zeit und Aufwand für einen Webizen endlich und begrenzt sind, fehlten genau dieses für das Bloggen.
  • Gewagte These 2: Die Anzahl an Veranstaltungen, auf der Blogger gerne sind, nahm ebenfalls im gleichen Zeitraum deutlich zu. Eine ganze Reihe von Barcamps und ähnlichen Events band die Zeit und die Aufmerksamkeit der Blogger, die viel lieber mobil und kurz vor Ort twitterten, anstatt aufwendiger zu bloggen. Von Angesicht zu Angesicht auf diesen Events zu sprechen und gemeinsam aktiv zu sein, machte Bloggen überflüssig. Blogger auf Barcamps bloggen weniger oder gar nicht. Sie twittern. Zudem konnte man sich ja direkt miteiander unterhalten und so seine Reputation im persönlichen Gespräch aufbauen. Old School. Die´Besucherrate auf den Blogs nahm dabei natürlich auch ab. Real Life ist spannender als Virtual Life.

Die „technisch gemessene Reputation via Verlinkungsgrad“ und die Besucherrate nahmen bei den meisten deutlich ab. Die Reputation und die Vernetzung des Bloggers (des Menschen hinter dem Blog) nahm nicht ab. Behaupte ich. Eher im Gegenteil. Behaupte ich. Man widerlege meine Thesen.

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Links for Dessert

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 29. Oktober 2008
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TED Talks Mihaly Csikszentmihalyi: Creativity, fulfillment and flow

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 28. Oktober 2008

Mihaly Czikszentmihalyi asks, „What makes a life worth living?“ Noting that money cannot make us happy, he looks to those who find pleasure and lasting satisfaction in activities that bring about a state of „flow.“

Csikszentmihalyi’s bio at TED.com:

Mihaly Csikszentmihalyi says creativity is a central source of meaning in our lives. A leading researcher in positive psychology, he has devoted his life to studying what makes people truly happy: „When we are involved in [creativity], we feel that we are living more fully than during the rest of life.“ He is the architect of the notion of „flow“ — the creative moment when a person is completely involved in an activity for its own sake.Quality of Life Research Center there. He has written numerous books and papers about the search for joy and fulfillment.

Csikszentmihalyi teaches psychology and management at Claremont Graduate University, focusing on human strengths such as optimism, motivation and responsibility. He’s the director of the Quality of Life Research Center there. He has written numerous books and papers about the search for joy and fulfillment.

You may be interested in his framework in creativity (in German).

Frühnachrichten (Updates)

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 28. Oktober 2008
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Startup Weekend v2.0 in Vorbereitung

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 27. Oktober 2008

Jason und ich bereiten einen Vorschlag für Startup Weekend 2.0 vor. Es wird ein offenes Konzept nach BarCamp Vorbild mit grösstmöglicher Eigenverantwortung für die regionalen Events. Es wird nur ganz wenige Spielregeln geben. Wir werden auch die Verwendung des Startup Weekend Logos nach einer CC-Lizenz regeln, sodass deren Einsatz auch rechtlich eindeutig ist. Die Xing Gruppe Startup Weekend werden wir ebenfalls komplett neu strukturieren, weswegen ich auch heute dort alle Forenbeiträge gelöscht habe. Mit Glück werde ich das Konzept heute nacht oder morgen früh veröffentlichen und es zur Diskussion stellen. Später gibt es ein Wiki mit einigen Tipps und Checklisten, die aber jedes Event für sich interpretieren kann. Bis dahin bitte ich um etwas Geduld. Es wird Spass machen, da bin ich mir relativ sicher.

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Palin vor dem Weissen Haus

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 23. Oktober 2008

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Umfrage zu Startup Weekend

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 22. Oktober 2008

Ich hatte mir heute einige grundsätzliche Gedanken zu Startup Weekend gemacht. Bevor ich mir eingehendere über eine mögliche Zukunft von Startup Weekend in Deutschland Gedanken mache, frage ich hier nach dem prinzipiellen Interesse an einer Wiederauflage.

Anmerkungen und Anregungen gerne in die Kommentare schreiben.

PS: Ich bin Freitag-Montag offline und werde die Kommentare nicht moderieren können.

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Gedanken zu Startup Weekend

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 22. Oktober 2008

Florian Hermsdorf hat gut recherchiert und einen Artikel zu Startup Weekend geschrieben, wo er insbesondere die amerikanischen Startup Weekends, aber auch die deutschen, kurz unter die Lupe nimmt: Startups aus der Retorte – Startup Weekends gescheitert?

Ich bin ein ergebnisorientierter Mensch. Für mich zählt, was am Ende dabei für alle rauskommt. Meine Schlussfolgerung aus über 50 Startup Weekends in den USA (48), Deutschland (2), Schweden (2) und Israel (1) ist unterschiedlich.

Allen ist gemeinsam, dass die Teilnehmer (und Gesellschafter) dabei sehr viel lernt haben, sehr viele neue Kontakte geknüpft haben, die sich sogar in einigen anderen neuen eigenen Unternehmungen (Spin-offs aus den Startup Weekends) wiedergefunden haben. Auch Jason und ich haben sehr viel dabei gelernt. Es war für alle ein grosses Erlebnis, ein grosses Abenteuer und auch ein grosser Spass.

Es ist aber auch wahr, dass fast keine dieser Unternehmungen wirklich überlebt hat. Die meisten sind eingeschlafen. Sie hatten keine Treiber. Das war ein Misserfolg, den ich unumwunden zugeben muss und der mich auch etwas enttäuscht. Woran lag das? Ich denke darüber schon länger nach. Das ist auch der Grund, weshalb ich zögere, ein neues Startup Weekend ins Leben zurufen. Die Idee finde ich aber nach wie vor sehr spannend.

Ich werde darüber in naher Zukunft etwas ausführlicher schreiben.

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Midnight Express Links

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 22. Oktober 2008

Spam Annual Report 2007

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 21. Oktober 2008

Daniel Bürger, 28 Jahre, hat im Juli an der FH Düsseldorf sein Kommunikationsdesign-Studium mit einer sehenswerten Arbeit abgeschlossen: Spam Annual Report 2007.

Der Report enthält nicht nur viele Fakten und anschauliche Grafiken sondern ist auch wunderschön anzusehen wie die Fotostrecke zum Interview auch zeigt. Übersichtliche Bilder zeigen die Zusammenhänge auf diesem dubiosen Markt.

Im Interview schätzt Daniel die aktuelle Lage dramatisch ein:

Zeitweise sind bis zu 98% der täglich weltweit versendeten E-Mails reiner Datenmüll. {…] „Two years from now, spam will be solved. I promise a spam-free world by 2006.” Davon war Bill Gates 2004 überzeugt. 2007 konnten die Spammer diese Ankündigung eindrucksvoll widerlegen: Durchschnittlich 79 Mrd. Spams pro Tag wurden versendet.

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Lazy Afternoon Links (Updates)

Veröffentlicht in Sprechblase von Cem Basman am 19. Oktober 2008
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