Cool Dancing into May
Uma Thurman und John Travolta in Pulp Fiction. Musik von Chuck Berry – You Never Can Tell. Grossartig zur fortgeschrittener Stunde auch der Theme Song des Films: Miserlou von Dick Dale im Original von 1963 aus dem Film „A Swingin Affair“. Und so klang es bei Pulp Fiction, schneller und härter.
PS: Angeregt durch den Eclectic Methods Tarantino-Mixtape in der wunderbaren Pop-Wundertüte von Nerdcore.
Ich wünsche allen einen schönen Tanz in den Ersten Mai! Have fun!
Was ist der wichtigste Web-Trend 09?
Peter Schwierz ruft bei Turi2 auf zur Debatte und bittet um Meinungen in den Kommentaren zum Video mit WAZ-Videochefpunk Markus Hündgen, Blog-Verkäufer Robert Basic, IBM-Vordenker Peter Schütt, Blogwerker Peter Hogenkamp, Buchschreiber Torsten Oelke und Spreeblicker Johnny Haeusler. Ich komme darin irgendwie auch vor.
Meine Meinung: Der grösste Trend sind intelligente mobile Endgeräte. Das mobile Web. Eine logische Fortentwicklung im Volumengeschäft in den letzten 30-35 Jahren vom Rechenzentrumsgeschäft bis in die Achtziger und danach über das Business mit Desktops, LANs, WANs, dem Web heute und hin zu den Smartphones und Netbooks sowie all den Anwendungen und Services, die damit in Zusammenhang stehen. Ein kurzfristiger Trend ist ferner momentan das Microblogging natürlich.
Rubrik „6 vor 9″ vorerst gerettet
Sachar Kriwoj erklärt wunderschön und einfach, anlässlich der Spendenaktion Erhalten der Rubrik „6 vor 9″, warum wir nicht scheitern können:
Derzeit diskutieren Verlage, ob das Modell Paid Content zukunftsfähig ist, oder nicht. Ich wage zu behaupten: Nur die wenigsten Publikationen werden Nutzer finden, die bereit sind, für die Online-Nutzung zu zahlen. Nicht aufgrund fehlender Qualität, die wird in den meisten Fällen vorhanden sein. Aber wir dürfen eins nicht vergessen: Zeitungen waren linear und standen ausschließlich für Qualität. Blogs hingegen sind qualitativ gar nicht so hochwertig (bis auf einige Ausnahmen), dafür aber meinen wir die Macher zu kennen. Wir Leser sind keine Leser mehr, sondern können durch Kommentare Teil des Produkts werden. Aus Konsumenten werden Prosumenten werden Fans.
Unbedingt weiterlesen. Die notwendigen 2.000 Euro sind zusammengekommen. Veränderung ist machbar.
Die Farben des Geldes
Warum müssen Finanzportale und Webseiten von Banken so schrecklich dröge und langweilig aussehen? Entweder sind sie stockkonservativ und webnullig oder ahmen auf fatale Art und Weise die Web 2.0 Welt nach. Dabei liegt es doch so nahe, nach neuen Inspirationen zu suchen. Es geht ums Geld. Warum nicht mit den Farben des Geldes spielen? Wunderbar abgestimmte Farben und Formen. Schön ist es, in der Anmutung dabei auch andeutungsweise und sparsam die grafischen Kupferstichelemente der Geldscheine einzusetzen. Wäre ja mal was anderes… Nur so eine Eingebung, da mich heute jemand danach gefragt hatte.
Colourlovers ist sowieso eine tolle Quelle für Farbpaletten. Ich finde, einer der besten.
Demasiado Corazón
Herzschmerz. Abgebaute Figuren aus einer Geisterbahn auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg auf einem Tieflader abgestellt. Aufgenommen mit einer PhoneCam heute nachmittag hinter der Läuferzeltstadt des Zehntelmarathons.
Musik zum Foto: Demasiado Corazón. Ein spanischer Fandango als Salsa vom amerikanischen Rock- und Blues-Musiker Willy DeVille. Ich mag auch seine schräge Mariachi-Version von Hey Joe sehr.
PS: Danke für die Unterstützung bei der Übersetzung ins Deutsche, Markus.
Buster
Mein absoluter Held aus der Stummfilm-Ära. Buster Keaton. Diese Aufnahme ist entstanden unter der Brooklyn Bridge in New York City im Sommer 1964 während der Dreharbeiten zu Samuel Becketts „Film“. Ich hatte ihn mal vor sehr vielen Jahren im Fernsehen im Nachtprogramm gesehen. Ein absurder Slapstickstreifen nach dem Skript des grossen irischen Schriftstellers. Das Foto hat der Cartoonist Alex Robinson im Nachlass des Grossvaters eines Freundes gefunden.
Das Web ist nicht dazu da, Tageszeitungen zu verkaufen
Wer als Printverlag noch glaubt, er könne seinen Webauftritt dazu benutzen, um mehr gedruckte Exemplare und Anzeigen zu verkaufen, um mehr Abonnementen zu werben, der macht einen schweren Denkfehler und hat die Dynamik und den massiven Wandel der Publikationsmärkte nicht erkannt.
Das ist genauso, als das Radio erfunden wurde, zunächst Opern darüber zu übertragen. Als das Fernsehen erfunden wurde, Hörspiele bewegt zu bebildern oder Bühnenshows (bis heute) dort zu zeigen. Das Web ist nicht dazu da, Tageszeitungen zu verkaufen. Das Web hat seine eigenen Potentiale und Möglichkeiten. Das Web hat seine eigene Sprache. Das Web ist nicht der Köder für mehr gedruckte Verkaufsauflagen oder mehr Zuschauerzahlen für das Fernsehen.
Wer als Verleger so denkt, macht einen schweren Fehler.
Anstatt das Medium als eigenständigen Kanal zu erkennen und mit neuen, dem ihm angemessen Formaten, die noch zu erfinden und zu entdecken sind, einzusetzen und zu nutzen. Einem Verleger kann das Medium schliesslich egal sein. Es spielt keine Rolle ob guter Journalismus, gute Information oder gute Unterhaltung auf Marmor, Stein, Eisen oder Papier – oder eben digital im Web angeboten werden, um damit natürlich auch ein Geschäft zu machen und auch gute Journalisten und Künstler bezahlen zu können. Ungeachtet dessen, kann und wird es ebenso natürlich weiterhin gute Zeitungen und Magazine geben. Wie eben Opern, Theater, Hörspiele. Als (subventionierte) Nischenprodukte für Minderheiten und einige Bildungsbürger.
kuro5hin.org: Der Vorläufer von Buzzriders
Robert Basic will mit Buzzriders die Nachrichtenwelt revolutionieren und Giganten wie Spiegel Online und heise.de herausfordern. Sein Ziel ist eine von Nutzern generierte Nachrichtenquelle im Web, die insbesondere auch die lokalen und kleinen Nachrichten liefert. Zudem auch Kleinanzeigen. Einen News-Bereich, mit dem sich die Grossen schwer tun, der aber auf ihrer Agenda steht, wie ich gestern Abend beim media coffee gerade wiederholt auch von Christoph Keese (Springer) im Panel gehört habe. Roberts Vorhaben ist eine Art „micro-dpa 2.0″. Vielleicht auch 2.5. Lobenswert. Ehrgeizig.
Roberts Buzzriders (in Planung) erinnert mich schon lange an ein anderes Vorhaben, das schon im Dezember 1999 in den USA gestartet ist: kuro5hin.org von Rusty Foster. kuro5hin.org, ausgesprochen wie „corrosion“ im Englischen, ist eine Webseite, die ich sehr mochte und wo ich damals auch aktiver Nutzer war. Es ist eine Nachrichten- und Artikelseite, die ausschliesslich von ihren Nutzern gespeist wird. Ihre Artikel sind exklusiv für kuro5hin.org geschrieben, werden vor der Veröffentlichung von den registrierten Nutzern bewertet, erscheinen dann in verschiedenen Kategorien (Ressorts), die absoluten Topstories kommen auf die Frontseite und können fleissig kommentiert werden. Rusty hatte wenig später, weit vor Googles Adsense, auch aus lauter Geldnot, Textkleinanzeigen erfunden und sie online interaktiv vermarktet. Alle Nutzer können ebenfalls zusätzlich ihre Tagebücher auf der Seite führen, frühe Vorläufer von Blogs. Überflüssig zu sagen, dass er nebenbei auch noch ein cooles CMS, „Scoop“, dafür geschrieben hatte. Manche dieser Mechanismen bei kuro5hin.org würden auch einem Freitag eine Überlegung wert sein.
Rusty hatte also schon sehr lange vor der Web 2.0 Welle alle deren Merkmale mit kuro5hin.org vorweg genommen. Seiten wie Digg, Newsvine oder ähnliche Mitmach-, Empfehlungs- und Bewertungseiten aus dem Nachrichtenmarkt lassen sich konzeptionell auf ihn zurückführen. Ich halte ihn für einen genialen Typen, einen Visionär, der allerdings nie ausreichend finanziell ausgestattet war, um seine Ideen zum grossen Durchbruch zu führen. kuro5hin.org existiert aber heute noch und hat seine Fangemeinde und seine Autoren. Und Trolle.
Deshalb wünsche ich Robert, dass er die richtigen Rahmenbedingungen schafft, um Buzzriders zum Erfolg zu führen. Die richtigen Leute um sich herum für dieses Vorhaben, das notwendige Budget und natürlich die richtigen Autoren findet. Das wird nicht einfach werden. Ich plaziere aber meine Aussenseiterwette auf ihn. Denn die Energie, es zu machen, die hat er alle mal. Meiner Unterstützung kann er sich sicher sein. Warum sollte es nicht gutgehen… Nicht klein reden. Unterstützen! Nicht reden. Machen!
Nachtrag: Jetzt erzählt Robert Basic etwas mehr über Buzzriders. Ich mag das ja sehr: Eine Idee in die Welt setzen und dann öffentlich im Gespräch langsam das Konzept entstehen und reifen zu lassen. Ich mache es genauso. Bei allem Risiko.
Vernissage: Photos von Pixelprojekt Ruhrgebiet
Seit viel Jahren bewundere ich die Photos von Haiko Hebig aus dem Ruhrgebiet. Sie halten auf sehr ästhetische Weise die Industrielandschaften des Potts fest. Es sind oft Momentaufnahmen des Verfalls. Die Ruinen und verlassenen Werkshallen der Giesser, Stahlarbeiter und Maschinenbauer. Die verwaisten Schachttürme der Bergarbeiter. Öde Arbeitersiedlungen. Industrial Decay nennt man das in der internationalen Kunstsprache. Die Trümmer des früheren Wohlstands. Verblasste Ikonen der grossen Geschichte der Region. Umweht von einem Hauch Melancholie. Haiko hat mir den Ruhrpott wie kein anderer näher gebracht. Ich mag seine Photos sehr.
Haiko schreibt heute in seinem Blog:
Am 23. April um 18 Uhr findet im Wissenschaftspark Gelsenkirchen die Vernissage zur diesjährigen Gruppenausstellung des Pixelprojekt Ruhrgebiet statt. Zu sehen sein werden etwa 200 Fotos von über 30 verschiedenen Fotografen, darunter auch Auszüge meiner Serie „Die Phoenix-Gesellschaft – Dortmund zwischen Stahlzeit und Kulturhauptstadt“. Ich werde vor Ort sein.
Ich bedaure ausserordentlich, dass ich diesmal nicht dabei sein kann. Aber allen anderen in der Nähe lege ich die Vernissage und die Ausstellung ans Herz. Geht für mich hin. Und berichtet mir und allen anderen davon.
Oracle: Eclipse of the SUN (Updates)
Oracle hat heute bekanntgegeben, dass es Sun Microsystems übernimmt, vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Aktionäre, woran aber kein Zweifel besteht. Oracle hatte für 7,4 Millarden Dollar ohne Berücksichtigung der hohen Verbindlichkeiten von Sun zugeschlagen, nachdem IBM beim Poker bei 7 Millarden ausgestiegen war. Sun war finanziell zuletzt nicht besonders erfolgreich.
Was bedeutet das für den Markt? Für die Kunden? Für die Mitarbeiter? Oracle beherrscht einen grossen Teil des Markts für Applikationen in mittleren und grossen Unternehmen, speziell ERP-Systeme. Diese Anwendungen laufen wiederum zu einem grossen Anteil unter Sun Solaris, dem Betriebssystem von Sun. Mit dem Zukauf beherrscht Oracle somit noch stärker die Rechenzentren für betriebswirtschaftliche Anwendungen. Sie verbessert damit ihre Position gegenüber IBM (Grossunternehmen), SAP (Grossunternehmen und Mittelstand) und Microsoft (Kleinunternehmen und Mittelstand). Wie werden die Kunden reagieren? Meist sind sie auf Jahre vertraglich an ihre Lieferanten gebunden, zudem stecken in ihren Systemen ein mehr- bis zigfaches der Systemanschaffungskosten an Entwicklungsaufwand. Wie die Kunden reagieren, hängt mittel- und langfristig von der Produktstrategie, von der Servicequalität und von der Preispolitik des neuen Unternehmensriesen ab. Nun, Monopolisten neigen dazu, ihre Stärken auszunutzen. Schaunmermal.
Inwieweit sich dieser Deal auf die Open Source Produkte auswirkt, ist nicht ganz klar. Die Hauptentwickler von Java, mySQL, OpenOffice und einigen anderen Produkten sitzen ja bei Sun. Auf jeden Fall wird es Auswirkungen bei den Sun Mitarbeitern geben. Üblicherweise bei solchen Deals werden viele aus dem mittleren Management, aus der Verwaltung, aus Marketing und Vertrieb sowie sicher auch viele Servicemitarbeiter von Sun mittelfristig entlassen. Weil man im neuen Konzern („SOracle“ nenne ich ihn mal) nicht diese Stellen doppelt und dreifach besetzt haben will. „Kostenoptimierung“ heisst so etwas auch. Vielleicht machen sich die OpenSource Entwickler-Teams von Sun ja selbstständig? Wer weiss. Warum auch nicht. Mit einer fetten Abfindung. Denn Larry Ellison, der CEO von Oracle, ist nicht gerade dafür bekannt, dass er gerne umsonst entwickelt. Sun war sowieso dabei, weltweit seine Belegschaft um 20% zu reduzieren…
Übrigens, Sun Microsystems war mal eine Gründung von dem Deutschen Andreas von Bechtolsheim und den Amerikanern Bill Joy, Vinod Khosla und Scott McNealy. Eine Ära ist nun zu Ende gegangen. Schade. Die Sonne hat sich verfinstert. Eclipse of the SUN.
Update: Was sagen bloggende Mitarbeiter dazu? Bei Sun: (1), bei IBM (1). Microblogging-Stream.
Update2: The story of the Sun and Oracle Acquisitions, Winners and Losers, Why the Oracle/Sun deal is bad news for Microsoft and SQL Server, Thoughts on Oracle and Sun, Ballmer, IBM reportedly surprised by Oracle-Sun deal, was Om Malik GigaOm dazu sagt, und mySQL Entwickler Kris Köhntopp (Isotopp) (Dank an Markus in den Kommentaren!), Oracle kauft Sun — und damit MySQL und Java…
Update3: Die grösste Sorge der Reaktionen scheint die Zukunft von mySQL zu sein.
Twitter-Session auf dem PolitCamp09
Twitter hält Einzug in die deutsche Politik. Alle Parteien und viele in der Politprominenz twittern schon mehr oder weniger erfolgreich. Microblogging gehört mittlerweile zum Repertoire des deutschen Wahlkampfs im Superwahljahr 2009. Obamas erfolgreicher Wahlkampf in Amerika, der Siegeszug von Twitter und sicher auch die Impulse in der Vorbereitung des PolitCamp09 haben dazu beigetragen.
Deshalb gibt es eine Twitter-Session im Programm des PolitCamp09 am Samstag um 11 Uhr mit Volker Beck (MdB, Grüne), Matthias Groote (MdEP, SPD), Frank Schäffler (MdB, FDP), Sascha Lobo (saschalobo.com). Moderation: Don Dahlmann. Ich werde dort sein und bin sehr gespannt.
Das PolitCamp09 ist natürlich ebenfalls via Twitter erreichbar über http://twitter.com/pc09. Nachrichten mit entsprechendem Inhalt können gut mit dem Schlagwort (Hashtag) #pc09 via dem Twittersuchdienst gefunden werden. Die letzten Tickets zu Veranstaltung gibt hier. Es werden in Berlin rund 500 Teilnehmer erwartet.
Vegetarisch: Season Food in Hamburg
Vegetarier der hamburger Innenstadt, atmet auf! Es gibt jetzt ein ganz neues Buffet-Restaurant in einer Seitenstrasse am Hamburger Rathaus. Sein Motto: Fit, Fast & Fresh! Rein vegetarisch. Für den schnellen kleinen Hunger zwischendurch oder auch zum Verweilen nach Geschäftsschluss oder nach dem Einkaufsbummel: Season Food in der Schaunburgerstrasse.
Der schöne grosse Raum mit den grossen Schaufenstern ist hell, geschmackvoll und modern eingerichtet. Mit überdimensionalen gefächerten Kugelleuchten, die von der Decke hängen als Augenfänger. Und riesigen Wandbildern von Küchenkräutern in abgestimmten Farben, die eine insgesamt lässige Atmosphäre schaffen. Stehtische mit Hockern, Tresentische, aber auch Vierer-Tische und ein Loungebereich laden ein zum ungezwungenen Lunchen.
Mit vegetarischem Salatbüffet und entsprechenden warmen Speisen in der Mitte des Restaurants kann sich jeder sein Wunschmenü selbst zusammenstellen. Bemerkenswert die grosse Auswahl an vegetarischen Köstlichkeiten wie Thai-Linsensalat, auch in den indischen oder arabischen Varianten, sehr lecker Kartoffelsalat mit Tofu, warmen Tofusalat mit Curry, Tortelettes mit beispielsweise Ziegenkäse, japanischem Gurkensalat oder auch ein peruanischer Quino-Salat, Karotten-Salat in Honig und mit Sesam. Meinen persönlichen Geschmacksnerv hat der Rote-Beete-Salat getroffen. Die Auswahl wechselt. Dazu gibt es auch eine Tagessuppe. Ich hatte eine exotische Curry-Creme-Suppe, die mir sehr gefallen hat.
Das Season hat ein echtes Schlemmer-Büffet für Vegetarier. Mit gezielten Angeboten für vegane, laktose- oder glutenfreie Speisen. Teilweise sehr aufwendig frisch hergestellt. Wobei von der Küchenchefin Anna Stephan dafür einheimische saisonale Produkte bevorzugt innovativ verarbeitet werden. Dazu kontrastieren ihre exotisch angehauchten Gerichte auf eine recht angenehme Weise. Über das neue Fast-Food-Restaurant wachen die erfahrenen Augen von Betriebsleiterin Carine Patricio.
Die meisten Angebote werden nach Gewicht bezahlt und kosten aktuell (April 2009) 2,10 Euro per 100g. Auch zum Mitnehmen. Die Weinauswahl ist anständig. Besonders schön, ein südafrikischer Rotwein mit leichter Vanille im Bukett. Oder ist es meine Nachbarin, die danach duftet?
Das Season ist ein gelungenes Konzept, das in jedem Fall mal getestet werden sollte. Auch von Nicht-Vegetariern.
Mein Beitrag zu Restaurant Season Food Hamburg – Ich bin CemB – auf Qype
Remix09: Battle of the Superbouts
Online meets Classic: Zwei sehr erfahrene, erfolgreiche und prominente Vertreter der jeweiligen Richtungen werden voraussichtlich auf der Remix09 in Hamburg in einem Streitgespräch gegeneinander antreten. Die Verhandlungen mit den beiden Schwergewichten ihres Fachs laufen schon. Namen werden noch nicht verraten. Ich denke, es wird sehr spannend. Karten für die Ringplätze sind hier zu bekommen. Let’s get ready to rumble!
Was ist nochmal die Remix09? „Fachleute aus dem klassischen Marketing-Umfeld treffen die Aktiven des Web 2.0 für einen professionellen und persönlichen interdisziplinären Austausch“ schreibt Roland Kühl-v.Puttkamer, der Initiator und Kopf der Veranstaltung. Ich bin ebenfalls im Team dieses ersten Events seiner Art in Deutschland. Ich erhoffe mir intensive, inspirative und fruchtbare Kontakte für alle bei diesem Treffen! Denn bisher gibt es noch zu wenig konkrete und praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Ausprägungen in der Werbe- und Marketingbranche, zwischen Social Media und Online Profis sowie dem klassischen Agenturengeschäft mit den grossen Budgets.
Rasender Reporter 2.0
Timo Heuer habe ich kennengelernt im August 2007, als er mit mir ein Video-Interview gemacht hatte. Ich habe eben lange gezögert, ob ich heute darauf verlinken sollte. OK. Hier ist es (NSFW!). Da habe ich gut 25-30kg mehr drauf. Vergleiche das mal mit den jüngsten Aufnahmen vom April 2009.
Timo ist in der deutschen Webszene allgegenwärtig, so scheint es. Er schwirrt auf vielen Barcamps. Ist einer der Initiatoren und Organisatoren von Lunch 2.0. War neulich auf einem Panel der re:publica’09 in Berlin. Er schreibt, er berichtet, er macht Bilder, auch bewegte, spricht, er hört zu. Unbeirrt. Er geht seinen Weg. Er lässt sich nicht durch Pannen ablenken. Grossartig. Sein Berufsziel: Journalist. Über Netizens, Techies und Webbies. Über die Neuen Medien, das Web 2.0.
Jetzt ist Timo für einige Tage in San Francisco. Nachzulesen in seinem Blog. In seinen ersten vier Tagen hat er schon eine Reihe interessanter und bedeutender Leute getroffen und sie aus seiner ganz persönlichen Sicht interviewt, gefilmt, fotografiert: Justin Hall, Jeff Clavier, Craig Newmark, Ken Thompson, Frederik Hermann, Chris Heuer, Loic Le Meur,… Er hat dabei auch bei Google, Facebook und Seesmic reingeschaut. Am besten gefällt mir bisher Justin Hall mit seiner unbändigen Begeisterungsfähigkeit. Ein tolles Video! Ich liebe es. Mehr Videos, aufgenommen mit seiner PhoneCam, sollen folgen.
Timos Reisebericht ist sehr persönlich und aus der direkten Wahrnehmung. Da wird nicht theoretisiert. Da redet und schreibt jemand nicht über etwas, sondern berichtet, was er direkt erlebt und sieht und hört. Er will etwas erfahren. Keine Meta-Diskussionen. Er macht einfach. Manches wirkt zwar gelegentlich etwas holprig oder unbeholfen, aber es ist immer echt. Das finde ich Klasse, Timo!
Ach, hatte ich es schon erwähnt? Timo ist 17 Jahre jung. Er dürfte nicht einmal einen Xing-Account haben, sich offiziell einen „Erwachsenen-Film“ anschauen oder hierzulande ein Auto fahren. Aber Reportagen schreiben, das kann er.

