Archiv | August 2009

The Influence Landscape

influence_landscape

Launch of the Influence Landscape framework (Beta)

Buzzword Bingo at Future of Influence Summit 2009 today in San Francisco. Or not? Well,…

DRIVING FORCES:
A wide array of forces are shifting value and attention to the influence landscape and from traditional media, advertising, and marketing.

INFLUENCERS:
There are a wide variety of roles played by influencers, with different dynamics for each in how they influence and how they can be reached.

INFLUENCE MECHANISMS:
Influence requires communication, and today a wide and ever-increasing range of channels, from face-to-face meetings to broadcast TV, are mechanisms to spread influence.

INFLUENCE AGGREGATORS:
While influence flows through many channels, one of the drivers making social media more important is that influence of many is aggregated through a variety of tools.

INFLUENCE NETWORKS:
Influence flows through networks – it cannot be understood as a linear mechanism focused on individual influencers. There are a number of key aspects of influence networks that need to be addressed to tap the power of influence.

Think about it…

MJ Dance Flashmob in Hamburg [29.08.2009]

Schöne Intro. Im Stadtteil Schanze. Es war übrigens Michael Jacksons 51. Geburtstag. Flashmob-Community Hamburg.

Nachtrag – Auch sehr schön: MJ Dance Flash mit Kidz & Cops in Montreal!  (via)

Ihr Wunsch geht in die Füllung

Fuellung

Ja wunderbar, gute Fee! Aber in was wird mein Wunsch denn gefüllt?

Christa Feinkost in Hamburg

ChristaChrista ist Legende in der legendären Erikastrasse, eine der letzten Strassen in Hamburg, wo mit einer Ausnahme nur inhabergeführte Traditionsgeschäfte zuhause sind.

Es liegt genau neben Curry Queen und beide sind eine wunderbare Symbiose miteinander eingegangen. Curry Queen stellt bei schönem Wetter seine Tische vor Christas Ladenfront (und es ist fast immer schönes Wetter in Hamburg) oder sie hilft auch mal dort aus, wenn die Bedienung ausfällt, und im Gegenzug beliefert sie den Laden auch mal mit Waren. Christa weiss alles und kennt jeden in der Strasse seit Kindesbeinen an. Wäre sie nicht so jung, hätte ich sie fast als Tante Emma Laden für den qualitätsbewussten Anspruch genannt. Aber wie gesagt, ihr fehlen noch bestimmt 20 Jahre dafür.

Der Laden gehörte ursprünglich ihren Eltern. Mehr Tradition geht nicht. Aber sie unterhält sich fliessend nicht nur über Pasta und Pastrami, über Schokopralinen und Schnoopkram, sondern auch über Bits & Bytes. Sie selber war nämlich auch lange IT-Beraterin in der amerikanischen Computerindustrie. Gott sei Dank macht sie jetzt etwas anderes. Feinkost. Gut für uns alle.

Nach der Currywurst bei Curry Queen einfach mal bei Christa die Deli-Tüte für zuhause einpacken. Kaufbefehl! Schade, dass man Christa nicht auch eintüten und mitnehmen kann. Sie ist das Beste in ihrem Laden.

Lebensläufe sind wie Flussläufe. Sie mäandern, nehmen auch mal eine Stromschnelle, mal stauen sie sich auch, fliessen durch Gebirge und münden in anderen Flussläufen, in Seen oder auch im grossen Meer. Sie sind keine geraden Kanäle.

Mein Beitrag zu Christa Feinkost – Ich bin CemB – auf Qype

Berthas Reise nach Konstantinopel

Bei dieser kleinen Randnotiz von Merlix über Urgrossväter kommen mir Erinnerungen und Erzählungen meiner Eltern an längst vergangene Zeiten. Zeiten, von denen hier und in Europa keiner mehr etwas wirklich noch weiss. Eine Marginalie der Historiker vielleicht.

Ich hätte gerne einen Grossvater gehabt, geschweige denn einen Urgrossvater. Ich habe sie leider verpasst. Oder sie mich. Eine Frage der Perspektive. Als einziges und sehr spätes Kind von zwei jüngsten Geschwistern war es mir nicht vergönnt. Aber Grossmütter sind auch nicht schlecht. Ich habe sie in guter Erinnerung. Beide hatten goldene Damen-Taschenuhren an goldenen Ketten, mit denen ich gespielt habe, als ích auf deren Schoss sass.

Ich habe übrigens vor einigen Jahren das Tagebuch meiner schwedischen Grossmutter wiedergefunden, aus dem Jahr 1955. Darin beschreibt sie ihre Reise aus der tiefsten und dunkelsten schwedischen Provinz per Frachtschiff nach Istanbul, um ihre Tochter, also meine Mutter, mich, meinen Vater und ihre merkwürdige Verwandtschaft im Orient zu besuchen, Eine Frau, die nie vorher oder später je etwas geschrieben hat. Ihre erste Reise aus dem Drei-Häuser-Dorf. Es gibt auch schöne Fotos aus dieser Zeit. Ich muss sie mal wieder herauskramen. Meine Mutter als eine grosse, schlanke, blonde Schönheit mit meinem Vater mit schwarzen gegelten Haaren und einem Menjou Bärtchen, ein sehr eleganter und gutaussehender Mann. Meine Grossmutter daneben, verschmitzt lächelnd und wie Grossmütter eben so aussehen. Und dazwischen ich in kurzen Hosen und Hosenträgern. Dann kam wenige Tage später die Katastrophe in der Nacht zum 6./7. September 1955. Alles brach zusammen. Die kleine Textil-Fabrik meiner Mutter ging in Flammen auf. Seitdem bin ich in der Diaspora. Oder Gurbet wie es auf türkisch heisst. Sitze immer noch auf gepackten Koffern. Im Herzen bin ich jedoch angekommen.

Berthas Reise nach Konstantinopel. Ihre goldene Uhr, die sie von meinem Grossvater zur Hochzeit bekommen hat, habe ich noch.

Impressionen: Twittwoch Hamburg die Dritte (Updates)

Dank an alle für einen sehr schönen Abend mit 90-100 Gästen. Dank insbesondere auch an die Sponsoren: @jobtweet_de, die Jobtwittermaschine, und @jkahrs, dem Bundestagsabgeordneten der SPD, für die Drinks und @poisonville_com, das neueste Spiel von BigPoint, des grössten Browsergame-Herstellers der Welt (85 Millionen registrierte Nutzer!) für’s komplette leckere vegetarische Büffet! Bigpoint verteilte zur späten Stunde auch seine neuesten T-Shirts im Ed-Hardy-Look-Alike-Design, die weggingen wie warme Semmeln und geschnitten Brot.

Mein Dank auch an das grossartige Team und die Küche unserer Location Season Food! Hey, und die “knallharte Tür” wurde gemanaged bewaffnet mit der Teilnehmerliste von @bea_tweets und @markusmayr, dem Pressesprecher von Scholz & Friends. Bis spät in die Nacht sassen alle auch noch lang draussen vor dem Laden bei Wein und Bier.

Hier einige verwaschene und verwischte Fotoimpressionen vom Abend aus dem Handgelenk geschossen:

http://twitpic.com/fcttm
http://twitpic.com/fcrdf
http://twitpic.com/fcj8u
http://twitpic.com/fcgbh
http://twitpic.com/fclrn
http://twitgoo.com/2ph12
http://twitgoo.com/2ph0z
3 Grazien http://twitgoo.com/2prb5
@angiedor http://twitgoo.com/2prav
Mr Qype http://twitgoo.com/2prag
Lounging http://twitgoo.com/2praf
@coffeemick http://twitgoo.com/2prad
Die Tür http://twitgoo.com/2praa
http://twitgoo.com/2pra1

Gibt es noch mehr Fotos? Ich verlinke gerne darauf!

PS: Der nächste Twittwoch in Hamburg ist für den 21.Oktober 2009 geplant. Anmeldungen etwa 3-4 Wochen davor wie immer via Xing Event. Kündige ich aber noch extra per Tweet an.

MBC09 in Köln findet leider nicht mehr statt

Leider muss ich die MBC09, die am 4./5. September 2009 stattfinden sollte, sehr schweren Herzens absagen. Dafür gab es einen Hauptgrund und mehrere weitere Gründe, die eine ordnungsgemässe Veranstaltung in dem Rahmen, der dafür erforderlich gewesen wäre, verhindert haben.

Es war von Anfang an der Wurm drin. Nach zwei StartupWeekends, einem Wordcamp, einem MBC09, drei Twittwochs, die ich initiiert und die alle recht ordentlich besucht, medienwirksam beobachtet und erfolgreich abgelaufen sind, nun die erste negative Erfahrung. Ich bin ziemlich niedergeschlagen und habe mich mit dieser Absage sehr schwer getan. Bis zum letzten Moment hatte ich gehofft, dass das nicht notwendig gewesen wäre.

Der Hauptgrund ist, dass der Hauptsponsor, ohne den die Veranstaltung nicht durchführbar gewesen wäre, die Gespäche sehr lang hingezogen hat und sich nicht entscheiden konnte. Aber auch nicht abgesagt hat. Ich musste dann vor etwa vier Wochen die Reissleine ziehen und habe versucht einen anderen Hauptsponsor zu finden und das Ganze auf kleinerer Flamme zu kochen (Plan B), was natürlich in Anbetracht der Kürze der Restzeit nicht mehr erfolgsversprechend war. Ohne einen Hauptsponsor ist eine Veranstaltung in dieser Grössenordnung nicht durchführbar. Auch eine Reihe sehr treuer kleinerer und mittlerer Sponsoren kann das finanziell nicht aufwiegen. An dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank an die vielen Hilfsangebote per Telefon, Mail oder Tweet. Das vergesse ich nicht!

Was nun? Alle bezahlten Tickets werden erstattet. Da ich keine Kontoinformationen von amiando, dem Ticketshop, bekomme aus Datenschutzgründen und aus Sicherheitsgründen, werde ich mich mit denen unverzüglich zusammentun und einen Weg finden, die Tickets rückabzuwickeln. Dazu wird in Kürze noch ein Mail von mir via amiando an die registrierten Teilnehmer versandt.

Es ist sehr schade, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann. Ob und wann sie wieder aufgelegt wird, kann ich erst entscheiden, wenn diese abgewickelt ist. Ich bedaure die Unannehmlichkeiten für alle Teilnehmer sehr und entschuldige mich bei allen dafür. Ich werde mein best möglichstes tun.

Die Digitale Soziosphäre

Mein Blog “Sprechblase” wird mittlerweile um ein Vielfaches mehr über Twitter und ähnliche Microbloggingdienste verlinkt als über andere Blogs. Auch die Verlinkung auf die “Sprechblase” via Facebook und weitere soziale Netzwerke hat signifikant zugenommen. Die Verlinkung von Blog zu Blog dagegen hat zahlenmässig fast keine Bedeutung mehr. Ich selber dagegen verlinke gerne auf andere Blogartikel übrigens.

Diese Verlagerung der Verlinkungsquellen hat mindestens zwei Gründe: Zum Einen nutze ich selbst diese neuen Netzwerke ziemlich extensiv seit über 500 Tagen, zum anderen gilt das auch für die Leser dieses Blogs. Die Zugriffszahlen auf mein Blog haben in dieser Zeit stetig und konstant zugenommen. Ich glaube, diese Verlagerung der Verlinkung aus Twitter, Facebook, Posterous & Co. gilt für viele andere Blogs auch.

Die klassischen Blogcharts, die nur die Blog-zu-Blog-Verlinkungen aufführen, tragen dieser generellen Entwicklung nicht oder kaum Rechnung. Sie geben ein stark verfälschtes Bild wieder. Für alle, denen eine Quantifizierung wichtig ist, ist eine Messung gefordert, die den ganzen Raum der sozialen Netzwerke berücksichtigt. Reine Blogcharts wären damit überholt. Bezugspunkt ist demnach nicht das Blog, sondern ein Objekt, meist eine Person, und ihr Referenzraum in ihr komplettes soziales Universum. Nur, wie misst man das? Was ist die Kennzahl? Gibt es dafür überhaupt eine Grösse? Gibt es einen “SocioRank” ähnlich wie Googles “PageRank”?

“Reputation” in der Digitalen Soziosphäre ist heute sehr viel komplexer zu erfassen, als noch vor ein oder zwei Jahren. Was ist überhaupt “Reputation” heute? Ist es die Anzahl der Referenzlinks von woher auch immer? Oder ist es ganz etwas anderes, das sich quantifizieren liesse? Der Begriff der “Reputation”, wie er heute in der Blogosphäre verwendet wird, stammt ursprünglich aus der Verwendung dieses Begriffs aus der akademischen Welt, wo sie an der Anzahl der Literaturverweise auf einen Wissenschaftler gemessen wurde. Das halte ich heute für überholt.

Eigentlich müsste es darum gehen, wieviele neue positive Impulse jemand in die Digitalen Soziosphäre liefert und wie diese neuen Anregungen, Ideen, Initiativen, Aktionen von den anderen angenommen werden, sich dort fortpflanzen, die Entwicklung in der Digitalen Soziosphäre befruchten und voranbringen. Das allerdings halte ich für schwer oder fast gar nicht messbar. Es bleibt also nur die subjektive Einschätzung im Auge des Betrachters. Oder?

Piraten in die SPD

Nico Lumma diskutiert über die Piratenpartei, die SPD und die Netzpolitik und schreibt:

Ich glaube, daß die Piratenpartei aufgrund der Tatsache, daß sie als eigene Partei zu Wahlen antritt, jede Menge Potential zur Veränderung der Netzpolitik in Deutschland verschenkt. Ein Ansatz wie “Piraten in der SPD” hätte gewählt werden sollen, um die etablierten Parteien mit neuen Ideen zu versorgen und Leute zu finden, die diese Themen übersetzen können für die breite Masse der Bevölkerung, weil, lacht nicht, sie das Vertrauen der Menschen haben.

Hanno Zulla antwortet in einem der vielen Kommentare:

Ob die Piraten bleiben oder nicht, ist mir egal, aber sie haben die etablierten Parteien offenbar ausreichend nervös gemacht, dass sie sich nun dieses Themas annehmen. Und wenn die SPD nun zu diesem Thema endlich aus dem Quark herauskommt, ich freue mich drauf.

Die Piratenpartei ist eine Bewegung und ist ernst zunehmen. Sie repräsentiert bei ihren Anhängern einen nicht geringen Teil einer wichtigen Bürger- und Wählergruppe. Die Meinungsmacher und Multiplikatoren einer der wichtigsten Motoren für die aktuelle gesellschaftliche Veränderung: Das Web und die Netzpolitik. Ein Thema, das sämtliche etablierten Parteien sträflich vernachlässigt haben und in meinen Augen auch noch nicht wirklich verstehen.

Hat die Piratenpartei eine Chance ihre Anliegen in der parlamentarischen Republik durchzusetzen? Ich glaube nicht realistisch. Dazu sind es zu wenige und die Themen für den normalen Bürger zu komplex und abgehoben. Aber es sind genug viele, die innerhalb einer Partei, wie die SPD beispielsweise, durchaus grosse Veränderungen bewirken können. Netzpolitik kann so auf die Agenda kommen und ein wichtiger Bestandteil der etablierten Politik werden. Das sollte es auch. Das geht aber nur von innen. Und mit dem Druck von unten. Er muss nur gross und deutlich genug sein, um einen Kurswechsel herbeizuführen.

Ich würde es viel lieber sehen, engagierte Netzpolitik kompetent in den etablierten Parteien zu verankern. Denn ich möchte, dass sie umgesetzt wird. Mit dem Bild “Piraten in die SPD” kann ich mich gut anfreunden. Denn sie korrespondieren auf eine natürliche Art und Weise sehr stark mit den Grundwerten der SPD: Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Aber auch mit dem fundamentalen Gesellschaftswandel.

Einig sind sich doch alle in der Strategie zur sinnvollen Netzpolitik: Das Netz muss frei bleiben. Frei von Massenüberwachung und Zensur. Mehr direktere Demokratie und Transparenz in den polischen Entscheidungsprozessen. Uneinig sind wir über den Weg zur Zielerreichung und die Mittel: Eine eigene Partei dafür oder der lange Marsch durch die etablierten Institutionen und Veränderung von innen.

Ich habe die SPD schon geentert.

scoopcamp 2009 am 17. September in Hamburg

Logo_Scoopcamp_090611Die alte Medienwelt ist schwer ins Wanken geraten, Nachrichten und Meinungen auf Papier werden immer weniger gekauft und gelesen, Zeitungen und Zeitschriften verkaufen wiederum immer weniger Anzeigen, die Leserschaft und die Anzeigenkunden wandern immer mehr in die Online-Welt in der andere Marktgesetze herrschen. Das Thema Journalismus und Web ist momentan einer der spannendsten und heissdiskutiertesten Schauplätze für innovative und zukünftige Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle in den Medien. Hamburg als Medienstadt bietet allen Interessierten das scoopcamp, eine Art BarCamp, um experimentelle und konzeptionelle Ideen, Vorschläge und Vorhaben zu präsentieren und zu diskutieren.

Veranstalter Hamburg@work schreibt über das scoopcamp:

Wer in der Welt der Medienschaffenden von einem Scoop spricht, der meint eine exklusive Enthüllung, die vor der Konkurrenz herausgebracht wird. Was es bedeutet, im digitalen Zeitalter mit Innovationen ein Schritt voraus zu sein, darum geht es beim scoopcamp 2009 am 17. September in Hamburg. Veranstaltet von der Initiative Hamburg@work und der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH möchte das scoopcamp den Dialog zwischen den Machern der klassischen Medienbranche und Entwicklern der Web 2.0-Szene fördern. Die inhaltliche Kompetenz der Journalisten soll mit dem technischen Multimedia-Know-how von Webentwicklern kurzgeschlossen werden. In zahlreichen Vorträgen und offenen Workshops („scoopshops“) stehen dabei Themen wie „Interactive Media“, „Hyperlokalität“, „Open Source“ und „Crossplattform“ im Mittelpunkt.

Veranstaltungsdaten:

Schade aber, dass die Teilnahmegebühr so hoch ist. Oder dass es überhaupt eine gibt. Die Verlage, Nachrichtenagenturen und Interessenvereinigungen sollten in Ideen investieren, nicht die Ideengeber zur Kasse bitten. Liebe etablierte hamburger Grossverlage, Gruner+Jahr, Spiegel, Bauer, Jahreszeiten, Springer, rowohlt unterstützt doch das scoopcamp angemessen, so wie dpa, der Freitag und einige andere es offensichtlich machen. Schliesslich profitiert ihr doch unmittelbar von diesen Ideen und Konzepten…

Wie dem auch sei, ich werde wohl dabei sein und eine Idee beisteuern. Also ich finde sie gut und machbar. Eine Idee, die Journalisten und Autoren zugute kommt. Verlage mögen das anders sehen.

Wie das Internet mich sieht

personas

Personas, wie das Internet mich sieht. Ein Online-Kunstprojekt.

Es ist Teil der Metropath(ologies) Ausstellung , die im MIT Museum gezeigt wird. Konzipiert von Sociable Media Group des MIT Media Lab. Es verwendet das Internet und einen hochentwickelten Algorthmus für die Analyse von natürlicher Sprache, um das scheinbare Porträt einer Online-Identität zu zeichnen.

Einen Namen in Personas eingeben und es sucht und findet alle Informationen darüber im Netz, analysiert diese Daten, kategorisiert und visualisiert sie in ein festgelegtes Schema. Der Prozess kann dabei online beobachtet werden. Ein Persönlichkeitsprofil aus dem Web. Zumindestens, was es meint über mich zu wissen. Nicht ganz erstaunlich für mich, dass dabei in meinem Fall die Kategorie “Familie” gar nicht vorkommt, da ich konkret Privates nie im Netz von mir gebe.

Beim nächsten Blog-Redeisgn könnte ich mir vorstellen, die Grafik als Header zu benutzen. Am besten dynamisch. Hübsch ist es allemal, finde ich.

Das, was hier spielerisch passiert, kann einen ebenso anderen Hintergrund haben. Mit anderen Kategorien. Das stimmt bedenklich. Das Internet weiss aber auch nur, was wir ihm wissentlich oder unwissentlich mitteilen. Personen, die nicht im Web aktiv sind, findet es nur, wenn über sie von anderen berichtet wird. Fast keiner entkommt also diesem smarten Scanner und Profiler. Welche Schlussfolgerung, wenn es keine Aussage machen kann, weil es keine verwertbaren Spuren finden konnte? Die Person ist entweder superdiskret oder lebt seit 20 Jahren ohne Strom hinterm Mond oder…

PS: Vielleicht sollte ich aber auch erwähnen, dass es ausser mir drei weitere bekannte “Cem Basman” im Web gibt. Einen berüchtigten Scheidungsanwalt in Kanada, einen engagierten Fremdenführer in den USA und meinen Cousin. Das verfälscht natürlich das Ergebnis um Einiges, denn ich hatte mich schon über einige Kategorien gewundert…

Personas entdeckt via.

Pressesprecher von Vodafone nimmt Stellung zu Telefonaussetzern beim HTC Android

Vor einigen Tagen hatte ich über Probleme auf meinem HTC magic Android Smartphone berichtet. Es setzte in mehr als der Hälfte der Telefongespräche jeweils kurz mehrfach für etwa 10-15 Sekunden aus. Ich schien nicht der Einzige zu sein, der mit diesen Problemen kämpft. Die Ursachenforschung der Nutzer blieb ohne wirkliches Ergebnis bisher.

Dirk Ellenbeck, Pressesprecher von Vodafone, hat nun eben auf meinen Artikel schnell reagiert, prompt in den Kommentaren darauf hier geantwortet und klärt nach seinen Recherchen beim Hersteller HTC auf. Seine Antwort im vollständigen Wortlaut:

Als Pressesprecher von Vodafone habe ich den Beitrag mit großem Interesse gelesen und gemeinsam mit HTC versucht, dem Problem auf den Grund zu gehen. Es gibt keinen wie im Beitrag vermuteten Zusammenhang zwischen Gesprächsabbrüchen und der Priorisierung von Prozessen in Android oder auf der CPU. Eine Prozessorauslastung durch Applikationen ist unwahrscheinlich, nicht zuletzt, weil die meisten Telefon-Funktionen, also die Funk-Technik sowie die Modem-Funktion auf einem eigenen Coprozessor laufen.

Wahrscheinlicher ist, dass die beschriebenen Gesprächsabbrüche durch Applikationen verursacht werden, die im Hintergrund laufen und Datenverbindungen aufbauen. Während einem Telefonat muss das Gerät dann mehrere Male von “Packet” to “Circuit Switched” (Übertragung von Daten und Sprache über GSM bzw. IP) zu “MultiRAB” (beides zusammen) schalten. Hinzu kommen noch die Wechsel zwischen den verschiedenen Geschwindigkeiten bei GSM, GPRS und UMTS.

Wenn nun Applikationen nicht fehlerfrei programmiert sind, kann der Aufbau der Datenverbindung zum Gesprächsabbruch führen. Bei Android werden alle Applikationen gleich behandelt (es gibt keine System-Applikationen, die vorrangig laufen). Die Überprüfung der Applikationen vor Veröffentlichung im Market wird von den Programmierern selbst und nicht von Google oder HTC vorgenommen. Daher ist es sehr aufwändig und schwierig, den Fehler zu lokalisieren. Denn letztlich muss tatsächlich jede Applikation einzeln und dann zusammen mit den anderen Applikationen laufen, um den Fehler einzugrenzen und so die verursachende Applikation zu finden.

Vielen Dank für die detaillierte und offene Aufklärung, Dirk!

Das spricht allerdings für eine zentrale Zertifizierung aller Applikationen, die auf dem Android laufen sollen bzw auf HTC oder anderen Geräten. So ähnlich wie die zentrale Zertifizierung aller Applikationen, die auf iPhone oder anderen Geräten laufen. Darüber sollte die Industrie um Android nachdenken und etwas Praktikables veranlassen. Herzlichen Dank noch einmal für die schnelle Reaktion und Stellungnahme, Dirk.

Was werden Google, Android oder die Hersteller und Netzbetreiber nun machen? Wird es eine zentrale Zertifizierung geben, die Android Applikationen auf Zuverlässigkeit und Kompatibilität prüft? Wird es zudem noch eine Priorisierung der Prozesse im Android geben? Es muss.

Mein Vorschlag: Zu diesem Problemkreis kurzfristig eine Joint Technical Task Force aus Google, Android, HTC und Vodafone bilden, die Ursachen erforschen, analysieren, einen Massnahmenkatalog aufsetzen und die Probleme schnell lösen. Vodafone kann gerne die Schirmherrschaft übernehmen von mir aus. Oder Google. Ein neutraler Dritter sollte das Ganze koordinieren.

Nachtrag von heute [18:57]: Wie Dirk Ellerbeck, Pressesprecher von Vodafone eben im “Sprechblase”-Blog bestätigt hat, arbeitet jetzt Vodafone mit HTC an der Lösung des Problems zusammen und ist bestrebt auch Google/Android in diese Task Force einzubeziehen. Gut!

More Truth About Twitter

twitter2_550via @feebeyer via @heiko source

20 Tote, 5 Maulhelden, Montags viel Echo, Mittags viel Selbstvermarktung,… The good, the bad and the ugly. Wild wild west in the twitterosphere. Mehr Frauen als Männer. Und das dritte Geschlecht: Die Bots.

Warum Frauen Männer lieben… und umgekehrt

Paulo Coelho zitiert eine Liste, die ihm eine Leserin geschickt hat. Auszüge:

  • We love men because they can’t fake an orgasm, even if they wanted to.
  • Because they still manage to see our beauty, even when we ourselves no longer believe it.
  • Because they are lovers who only rest when we have had (or pretend to have had) pleasure.
  • Because they are like pomegranates: most of them is impossible to digest, but the seeds are delicious.
  • Because they never comment on what the neighbors might think.
  • Because they love to explore our body and conquer our soul
  • Because they have shoulders where we can rest our heads and sleep without much effort.
  • Because they are incredibly courageous in front of insects.
  • Because they never lie about their age.
  • Because despite everything they try to demonstrate, they can’t live without a woman.

Übrigens, es gibt für mich nur einen einzigen Grund, warum ein Mann eine Frau liebt. Weil sie wunderbar und einzigartig ist. Call me a hopeless romantic.

[Liste via]

Un souvenir des bonnes memoires

ParisVisiteZufällig in meinem Portemonnaie wieder gefunden.

Bossa Nova in der Métro. Frische Baguette und Flûte nachmittags aus einer Boulangerie im Marais. Dazu Foie gras oder Käse. Unter einer Markise im Dauerregen im 7. Arrondissement mit einem Glas Weisswein und einer Schale eingelegter Kapern. Über den Dächern von Paris im Montmartre und Montparnasse. Der Blick über die Seine vom Trocadero und der Dreck an den Brücken. Der japanische Laden mit den schönen Schälchen gegenüber Bir-Hakeim. Das chinesische Strassenrestaurant in Clichy. Abends in einer eleganten Bar mit perfekten Cocktails und ausgesuchtem Service. Nachts französische Himbeeren von Monsieur Ibrahim. Café au lait und ein frisches Buttercroissant zum Frühstück am Tresen. C’est à ce moment-là, je pense à toi. Paris.

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