Workshop: Show! Don’t Tell!

Habe heute einen ganztägigen Workshop zu Microblogging und Twitter gemacht. Komplett interaktiv und online in freier Rede – ohne jegliche Präsentationsfolien. Powerpoint ist doof und langweilig. Oder jede andere Folienshow. Es war ein Wagnis. Es hat funktioniert. Fanden die Teilnehmer auch.

Ich habe einfach Twitter live gezeigt, Basisfunktionalitäten vorgeführt, Teilnehmer Accounts anlegen lassen, die Arbeit mit verschiedenen Tools gezeigt und ausprobieren lassen, Tipps und Tricks gegeben, Zahlenmaterial in Echtzeit an Monitoring- und Analysewerkzeugen demonstriert. Zusätzlich habe ich, um einige Aspekte in der Metadiskussion und den Nutzen zu erläutern, einige ausgewählte und gut strukturierte Blogartikel aus der „Sprechblase“ eingeblendet, Fragen beantwortet und neue aufgestellt, gemeinsam braingestormt und Ideen entwickelt. Es war kurzweilig und hat alle Teilnehmer von Anfang an zum Mitmachen animiert.

Mein roter Faden speziell für diesen Kunden dabei: (1) Was ist Twitter und wie funktioniert es? (2) Wozu ist es gut? (3) Wie kann ich es für mein PR, Marketing und Sales einsetzen? (4) Wie kann ich es in meine Produkte einbetten und verwenden? (5) Treffen nach 2-3 Wochen, um erste konkrete Umsetzungen im Haus zu besprechen.

Mir hat diese Arbeitsweise Spass gemacht. Den Teilnehmern gleich praktische Erfahrung und erste Erfolgserlebnisse beschert. „Show! Don’t Tell!“ wie Hollywood es sagt. Berichte nicht, zeige es. Rede nicht darüber, sondern mach es. Sei nicht langweilig und besserwisserisch, sondern informiere und unterhalte.

Interview für turi2

3410644_c62c7f376f_mPeter Schwierz hatte mit mir in Berlin auf der re:publica’09 für den meistgelesenen deutschsprachigen Medien-Online-Branchendienst turi2 ein Interview gemacht. Es war gut 20 Minuten vor meiner Session im Friedrichstadtpalast, es war heiss und ich war ziemlich abgekämpft. Man sieht es. Viel Spass beim zusehen!

TwitterGadget und BeTwittered für iGoogle

  • TwitterGadget ist ein Client für Twitter.com, der in die iGoogle-Startseite oder das Google Mail-Konto eingebettet werden kann. TwitterGadget ist AJAX-basiert. Alle gängigen Twitteroptionen sind damit möglich, einschliesslich Linkkürzung. Steve Rubel zeigt, wie man eine iGoogle-Seite damit nützlich konfigurieren kann. Ich hatte jedoch beim Test den Eindruck, dass es unstabil ist, den Referenzaccount verliert und mal auch nicht funktioniert. Deshalb habe ich meine iGoogle-Seite stattdessen mit BeTwittered (siehe unten) bestückt.
  • BeTwittered dagegen war zuverlässig im Test, eingebettet auf der iGoogle-Seite. Es ist verfügbar für die drei Microblogging-Dienste Twitter, identi.ca und Canteen. Aber nicht simultan. Jeder Dienst hat seinen eigenen Client. Als TwitterTrak bietet der Entwickler auf der Homepage auch einen iPhone-Client via iTunes appStore. Nice.

Grossstadtnomaden: Mobiles Microblogging auf der re:publica’09

rp09mm-screenshot1Am ersten Tag der re:publica’09 in Berlin, am Mittwoch den 1. April 2009, werden Marco Kaiser, Max Winde und ich eine Session mit dem Titel Grossstadtnomaden: Mobiles Microblogging halten. Die Session findet statt um 18:00 im Friedrichstadtpalast und dauert eine halbe Stunde.

Wir freuen uns über euer rechtzeitiges und zahlreiches Erscheinen. Während der Session können Fragen und Zwischenrufe per Tweets oder Dents gestellt werden. Natürlich auch von ausserhalb der Veranstaltung. Als zusätzlichen Hashtag neben #rp09 dabei bitte #mm (für Mobiles Microblogging) nutzen. Wir sind auf dem Podium bewaffnet mit je einem BlackBerry, iPhone und T-Mobile G1.

Wir glauben, zwei grosse Trends zeichnen sich immer stärker ab und setzen deutliche Akzente am Markt für digitale Services und Produkte: Mobilität und Microsharing. Gut zu erkennen dabei, Twittern von unterwegs vereint beide Trends zu “Mobiles Microblogging”, dem eigentlichen konzeptionellen Ursprung von Twitter.

In der Session wollen wir über die mobilen Einsatzmöglichkeiten und Optionen von Handys, Smartphones, Mini-Notebooks und Notebooks sprechen, über Software und Zugang für mobile Clients, über die unterschiedlichen privaten und beruflichen Nutzungsprofile für Dauernutzer und gelegentliche. Ferner sind Location Awareness und Zugang zu Services ein Thema. Sowie soweit Zeit und Interesse besteht noch vieles rundum generell über Microblogging, Geschichten aus den Kanälen und interessante Entwicklungs- und Markttrends.

Microblogging.com heute gestartet!

Shaun Morton aus Dayton, Ohio, USA, hat vor wenigen Minuten Microblogging.com gestartet. Glückwunsch von der XMBG!

Microblogging.com ist eine Website, die die neuesten Nachrichten aus der Welt des Microblogging bringt. Shaun beobachtet die Szene schon eine ganze Weile. Viele kennen ihn als @microblogging in Twitter und Identi.ca. In den letzten Monaten hatte ich einige interessante Gespräche mit ihm via Direct Messaging und e-Mail gehabt.

A warm welcome from Europe, Shaun! Looking forward to an informative and entertaining blog in the world of microblogging! All the best! May the force be with you!

Neue Gruppe in Xing: „Microblogging“

Thomas Pfeiffer hat heute die Xing Gruppe „Microblogging“ gegründet und mich freundlicherweise als seinen Co-Moderator bestimmt. Das Gruppen-Banner ist in dem bekannten schönen hellblau. Thomas schreibt auf der Homepage der Gruppe:

Die Gruppe richtet sich an web2.0-Professionals, die hauptsächlich auch selber microbloggen, also einen Dienst wie Twitter oder Laconica aktiv nutzen. Die Xing-Gruppe dient dazu, sich auf einem qualitativ hohen Niveau über aktuelle und zukünftige Trends rund ums Microblogging auszutauschen:

  • Welche soziologischen Aspekte hat Microblogging?
  • Welche Rolle wird die OpenSource-Variante Laconica spielen?
  • Wird sich Corporate Microblogging durchsetzen?
  • Welchen Einfluss haben Twitter-Hilfsapplikationen (Desktop und webgestützt) auf die Geschäfts-Entwicklung von Twitter?
  • Hat Microblogging das Zeug zum Massenmedium?
  • Wird der Platzhirsch Twitter bald ein tragfähiges Geschäftsmodell haben?

Wir sind davon überzeugt, dass Microblogging nicht nur ein kurzzeitiger Internethype ist, sondern seinen festen Platz im web2.0 finden wird. Die spannende Frage ist, wie dieser Platz genau aussehen und wer das definieren wird.

Ich bitte um die geschätzte Aufmerksamkeit und um rege Beteiligung in dieser Gruppe. Jeder kann teilhaben und mitmachen.

Thomas ist den meisten in guter Erinnerung mit seiner viel beachteten Session auf der MBC09 in Hamburg Januar 2009 mit The strength of weak ties, zu der es auch einen Beitrag in der neuen Gruppe gibt.

Hier geht es mit einem Klick zur Xing Gruppe Microblogging!

Branchenverzeichnisse mit Twitter (Fortlaufende Updates)

Langsam entstehen branchenbezogene Twitterlisten. Die ersten Beispiele:

Wer kennt noch welche? Entdeckungen hier in die Kommentare. Ich versuche die Liste der Listen fortlaufend zu ergänzen. Schöne und nützliche Idee. Ein Feld für Branchenexperten.

MBC09 – The Night before the Storm

mbc09stabi

The location of the MBC09 the night before…

Photo: Chris (@chris97) of F!XMBR (via)

The MBC09 Agenda is online

Google greift nach der Vormacht beim Microblogging

Twitter entscheidet sich zunächst für Googles Friend Connect, nicht für Facebook oder OMB. Der Kampf um die Vorherrschaft im Microbloggingmarkt hat begonnen. Die Entscheidungsschlacht geht um die Connectivity zwischen den unterschiedlichen Silos und Systeme. Werbepfründe gegen Technologie.

SMS und die Herrschaft der Kanäle

Die Messaging-Industrie steigert weiterhin ihr Wachstum und erreicht weltweit 130 Milliarden Dollar in 2008. Nach einer Studie von Portio Research wird erwartet, dass sie voraussichtlich 224 Milliarden Dollar in 2013 erzielen wird. Das wären fast 60 Prozent der Einnahmen der Telekommunikationsunternehmen im non-voice Bereich. Vergleicht man das beispielsweise mit den Umsatzzahlen der weltweiten Kinoindustrie (27 Milliarden Dollar in 2007) oder den globalen Umsätzen in der Online-Werbung (26 Milliarden Dollar in 2007), die im gleichen Zeitraum gerade mal ein fünftel der Einnahmen erwirtschaften konnten, dann wird einem das Gewicht dieser Zahlen erst richtig bewusst.

Noch krasser wird das Bild, wenn man bedenkt, dass Messaging, speziell SMS, die Telkos sogut wie nichts kostet, da dafür keine teure Infrastruktur benötigt und sie auf den schon zur Verfügung stehenden Leitungen und Reservekanälen übertragen wird. Die Gewinnmargen sind exorbitant hoch. Eine SMS, die kaum Bruchteile von Euro-Cents kostet, wenn sie allein schon für wenige Euro-Cents verkauft wird, ist das bei weitem das lukrativste Geschäft der Telkos. Bis zu einigen tausend Prozent je SMS. Entsprechend wachen sie eifersüchtig auf ihre Pfründe und Quasi-Monopolstellungen.

Portio definiert den mobilen Messaging-Markt, nicht nur als SMS, sondern auch als MMS, mobiles E-Mail und mobilen Chat. SMS bleibt allerdings der „König“ des mobilen Messaging, dank seiner Allgegenwart und der Fähigkeit nahtlos über Cross-Carrier-Netze übertragbar zu sein. SMS wächst eindrucksvoll selbst angesichts der konkurrierenden, alternativen und weitaus komfortableren Technologien, wie die webbasierten Messaging-Dienste IM oder Twitter & Co, die zudem auch noch kostenlos sind. Erstaunlich. Wie Paul Jozefak es heute auch bemerkt hat.

Das reizt natürlich ungemein, mit Microblogging Technologien diese lukrativen Monopolstellungen zu durchbrechen. Voraussetzung allerdings wäre, sich unabhängige Übertragungswege zu sichern, die nicht auf die Telekommunikationsunternehmen angewiesen sind. Es gab in der Vergangenheit zahlreiche Anläufe dazu, die alle nicht gefruchtet haben.

Solange es diese alternativen Übertragungskanäle nicht gibt, wird sich an dem internationalen Preisgefüge kaum etwas ändern. Die nationalen und internationalen Telkos haben untereinander keinen oder kaum Wettbewerbsdruck, da sie ihre gegeneinender rechtlich oder de facto abgesicherten Hoheitsgebiete haben. Die einzige Chance wäre „offene herrschaftsfreie Kanäle“ zu schaffen. Darauf sollten sich Innovatoren und Investoren konzentrieren. Übertragungskanäle sind „die Infrastruktur der Infrastruktur“ der Telekommunikationsindustrie. Sie sind das technische Fundament. Alles andere ist Kosmetik und sind nice-to-haves. Nur über die Kanäle sind die Telkos auszuhebeln.

Ich würde es lieben, wenn die Kids mit ihren schicken neuen mobilen Geräten sich via Microblogging unterhalten würden, anstatt ihr Taschengeld den Telko-Multis in den Rachen zu stopfen.

Microblogging: Nicht alle Eier in einen Korb legen

ProBlogger Darren Rowse von TwiTip, ein sehr beliebtes australisches Blog ausschliesslich über Tips zu Twitter, fragt seine Leser, was man kurzfristig tun kann, wenn Twitter mal nicht zur Verfügung steht. Die Frage ist nicht nur rhetorisch. Gestern hat beispielsweise der Microbloggingdienst Pownce in seinem Blog angekündigt, dass er seinen Dienst zum 15. Dezember einstellt und im Bloganbieter SixApart aufgeht.

Was also tun?

Das einfachste, was man sofort umsetzen kann, ist zur Sicherheit sich und seine Kontakte in einen anderen Microbloggingdienst überzuwechseln und darin zu spiegeln. Der Dienst, der sich dafür momentan für Twitter-Nutzer am besten eignet, ist identi.ca. Damit lassen sich von identi.ca alle Nachrichten und/oder Replies, hier „dents“ genannt, je nach Präferenz automatisch über eine Bridge auch nach Twitter senden und auch alle Twitter-Tweets von allen in identi.ca registrierten Twitter-Nutzern in identi.ca darstellen. Abgesehen davon, dass identi.ca deutlich mehr Funktionalität und Komfort bietet als Twitter je hatte, eine sehr gute Lösung, wie ich finde. Zudem ist Twitter vollkommen proprietär, im Gegensatz zu identi.ca, das Open Source ist, Tagging der Profile kann und recht zuverlässig und schnell ist.

Effekt, man ist in zwei Systemen und kann trotzdem miteinander kommunizieren. So ist man gut vor Unbill des einen geschützt und legt nicht alle seine Eier in einen Korb. Ich bin @CemB in Twitter und @CemB in identi.ca. Wenn man beide Streams nun auch noch in einem einzigen Stream sehen könnte, wäre es sogar perfekt. Da Twitter demnächst irgendwann mal den OpenMicroblogging Standard unterstützen könnte, den Standard, den identi.ca jetzt schon bietet, dann liegt der einheitliche Stream für alle sogar in greifbarer Nähe.

Grund genug für einen identi.ca-Account, wer ihn noch nicht haben sollte.

Microblogging: Leben in 140 Zeichen – (elRep)

Ein gut gemachter und informativer Videobericht vom elektrischen Reporter für ZDF.de über Twitter & Co. mit Biz Stone, Katharina Borchert, Igor Schwarzmann, Jan Schmidt, Cem Basman. Das Ganze natürlich von Mario Sixtus sowie Julius Endert und Iris Jungels.

Wer immer noch nicht jemandem erklären kann, was Microblogging ist, der zeige dem dieses Video! Oder komme zur MBC09. Empfehlenswert.

BCHH08: Session zu Microblogging

Für den ersten Tag des Barcamp Hamburg, am Samstag 22. November 2008, biete ich eine Session zum Thema Microblogging und zum MBC09 an. Freue mich über euer Interesse und rege Teilnahme. Hier sind weitere Themenvorschläge.

Am zweiten Tag werde ich nicht dabei sein können. Freitagabend zum Warmup im Side Hotel leider auch nicht wegen Überfüllung… PS: Jetzt am Freitagnachmittag schaue ich mir eine sehr schöne Location für das MBC09 an.

BarcampHamburg08 im November

Ich habe mich eben beim Barcamp Hamburg angemeldet. Es findet am Samstag und Sonntag den 22.-23. November 2008 in den Räumen vom Otto Versand statt. Am Abend vorher ist eine Warmup-Party geplant. Ich habe schon viele vertraute Gesichter und Namen auf der Teilnehmerliste gesehen. Ich biete an, eine Session zu Microblogging und zum MBC09 zu halten. Ich freue mich, wenn möglichst viele daran teilnehmen können.

Tweets direkt vom Barcamp lassen sich per Twitter hier verfolgen: @BCHH08. Offizielles Tag/Hashtag laut Veranstalter Franz Patzig ( web: franztoo, @franz, @franz) ist #BCHH08.

Chris von nerdtainment (@das3zehn) hat einen TwitterTracker universellen Blogpost- und Microblogpost-Tracker namens BCHH08 Watcher gebaut, der sich gut via RSS verfolgen lässt, um immer up-to-date per kurzen Gesprächen und Statusmeldungen über das Camp zu sein!

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