Was wir von der Infrastrukturtechnik auch lernen können.

Das ist die Köningsdisziplin: Teil der Infrastruktur einer ganzen Branche zu werden. Ifrastruktur ist das, was jeder Nutzer und Kunde in einer Branche beaucht. Der Unterbau, um seine Arbeit sinnvoll machen zu können. Infrastuktur kann ein Stück Hardware sein, oder Software oder eben auch ein Standard oder eine Kombination daraus. Oder eben die Dienste eines Unternehmens oder entscheidendes Teil eines Produkts..

Das Unternehmensziel ist also Teil einer Infrastruktur des Marktes oder einer Nische zu werden.

Nur ganz wenigen Unternehmen haben das weltweit erreicht. Ein Beispiel: Microsoft im Markt der Bürokommunikation mit Windows und Office. Wie sind sie es geworden in 30 Jahren?! Das lag nicht nur an den Software-Produkten. Sondern mit geschickten OEM-Verträgen. Sie hatten es geschafft mit jedem PC den die Hersteller auslierten, eine vorinstallierte Version der Lizenzen von OS/2, DOS oder Windows auszuliefern.

Wir hatten damals wegen dieser knallharten Verträge auch immer scherzhaft behauptet, Microsoft sei kein Softwarehersteller sodern eine Rechtsanwaltskanzlei mit Entwicklungsabteilung.

Durch diese Lizenzverträge ist Microsoft die mit weitem größte Bürokommunikation-Softwareplatform geworden. Heute im Webzeitalter wäre das vielleicht Facebook. Oder diverse Webservices wie Bezahldienste oder Lieferservices im E-Commerce.

Ganz anderes Beispiel aus der Automobilbranche: Ich kannte mal jemanden, dessen Familie einen Cent-Artikel für eine gesamte Industrie hergestellt hatte. Praktisch jedes in Deutschland hergestellte Auto hatte diesen ganz einfachen, preiswerten Gegenstand mehrfach eingebaut. Das Unternehmen existiert schon in der dritten Generation.

Man braucht also um einen ganzen Markt zu beherrschen keine komplizierte Komplettlösung, sondern es genügt clever ein kleines preiswertes aber entscheidendes Teil zu liefern.

Wie bespielsweise Akkus für Elektroautos, anstatt das ganze Auto herzustellen. Schlüsseltechnologie nennt man das auch. Jede Branche hat preiswerte Schlüsseltechnologien.

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Vater sein.

Der beste Freund seiner Kinder zu sein, möchte ich nicht sein. Halte nichts vom fraternisieren mit den eigenen Kindern. Mütter und Väter, die sich als bester Freund ihrer Söhne und Töchter anbiedern sind mir ein Greuel. Und höchst suspekt.

Ich bin und war mit meinen Kindern auch nicht/nie per Social Media verbunden.

Ich bin kein Freund, sondern Vater. Das ist ein großer Unterschied.

Positive Vertragsbilanzen..

Unternehmen kann man auch als ein Portfolio von Verträgen verstehen. Obligatorische Verträge einerseits für Pflichten wie Mieten, Gehälter, Lizenzen,.. und andererseits auch für die nachhaltigen Rechte: Wartungsverträge, Abo-Verträge, Patent- und Lizenzrechte,.. Der Wert eines Unternehmens besteht nicht einfach aus dem operativen Gewinn, sondern bemisst sich vorrangig aus der möglichen Vetragsbilanz.

Unternehmen, die nur aus Gründern und von den Pflicht-Verträgen bestehen, haben unter Umständen gar keinen Wert. Das vergessen viele.

Das Ziel einer Geschäftsentwicklung besteht nicht einfach aus der Gewinnmaximierung, sondern insbeondere auch positive, nachhaltige Vetragsrechte zu erwirtschaften. Ein potentieller Käufer oder Investor hat ja auch kein Interesse beim Erwerb des Unternehmens teure Mietverträge und Arbeitsverträge zu übernehmen.

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RTE droht Auslandstürken.

RTE droht Türken im Ausland mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft. Der feine Herr will sich offensichtlich sein eigenes Volk schnitzen..

Der Entzug der Staatsbürgerschaft ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 15 der Allgemeinen Menschenrechte.

Sollte er seine Drohung wahrmachen hätte eine internationale Klage gute Erfolgsaussichten.

Aber vielleicht ist es wirklich mal Zeit, dass Auslandstürken eine eigene Identität unabhängig von der Türkei und ihrem Diktator haben. Jenseits von Integration oder Assimilation.

Was wir von DLD, Next und Twittnite auch lernen können.

Sei sozial. Sei offen und freundlich. Sei ein guter Gastgeber.

Verbinde und vernetze deine Kunden untereinander und erweitere dieses Netzwerk um deine Mitarbeiter und Partner. Keine Angst, Sei Teil der Kultur deiner Branche. Offenheit und Lässigkeit schaffen Vertrauen und zahlen langfristig sich aus.

Schaffe eine entspannte und kommunikative Atmosphäre wie in einer Lounge oder in einem Club. Langweile sie nicht mit Geschäftsthemen, sei inspirativ und innovativ. Dieses sind keine Verkaufsveranstaltungen. Es sind eher PR Events. Gute Netzwerktreffen gliedern das Geschäftsjahr und die Branche in einem bestimmten festen Rhythmus.

Dosiere diese Events vorsichtig. Nicht zu oft. Nicht zu groß. Nicht zu klein. Angemessen für die jeweilige  Marktgröße. Wähle deine Gäste klug sus. Wiederhole dich nicht. Gib deinen Gästen die Verschaufpause und die Gelegenkeit sich auf das nächste Event zu freuen und gerne wieder zu kommen.

Gute Bespiele sind die jährliche Next von sinnerschrader in Hamburg/Berlin, die ebenfalls einmal im Jahr stattfindende DLD von Burda in München – und in aller meine eigenen Bescheidenheit meine ehemals eigenen unkoventellen, lokalen Twittnites und Startup Weekends jeweils in Hamburg. Von allen diesen Netzwerktreffen spricht die Branche heute noch.

Früher, ganz früher, haben alle ihre Netzwerke und Geschäftsverbindungen geheim gehalten.

Offenes Netzwerken bringt Karma-Punkte und fördert das Geschäft. Viel Erfolg!

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Was wir von der Weltaumfahrt auch lernen können.

Unternehmen sind sehr teure Vorhaben. Produkte und Services müssen entwickelt und finanziert werden, das Marketing gemacht und das vielleicht mit Abstand teuerste: Der Vertrieb muss organisiert und bezahlt werden. Wobei gerade der Vertrieb nicht nur das teuerte ist, sondern dessen Ergebnis am schwierigsten zu kalkulieren. Dabei rennt die Zeit unaufhörlich den Geschäftsinhabern davon. Was tun?

Kurzer Szenenwechsel zur interplanetaren Raumfahrt. Als man im vergangenen Jahrhundert anfing Sonden von der Erde zu den anderen Planeten in unserem Sonnensystem schiessen wollte, stellte man fest, dass der Raketentreibstoff für diese Reise zu unwirtschaftlich und zu schwer für die Sonden sein würde. Deshalb ersann man für Raumsondenprogramme wie für Mariner und Voyager die ressourcenschonendere, leichtgewichtigere Swing-by-Technik:

Fliegt eine Sonde durch das Gravitationsfeld eines Planeten, so wird sie durch dessen Anziehungskraft abgelenkt und erfährt eine Geschwindigkeitsänderung in dem Bezugssystem, in dem sich der Planet bewegt. Je nachdem, ob die Sonde vor oder hinter dem Planeten seine Umlaufbahn überquert, verringert oder erhöht sich ihre Geschwindigkeit in dem Bezugssystem, in dem sich der Planet bewegt.

Aus Sicht des Planeten wird die Sonde nicht beschleunigt oder gebremst, sondern nur abgelenkt. Der Planet bewegt sich aber auch um die Sonne. Deshalb wurde die Geschwindigkeit der Sonde aus Sicht der Sonne verändert.

Gedankensprung zurück wieder zur Wirtschaft: Sind die eigenen Kräfte und Finanzmittel zu schwach für einen professionellen und schlagkräftigen Vertrieb, nutze als kleines, junges Unternehmen gerne den Vertrieb eines größeren Hauses, am besten eines Konzerns. vertreibe dein Produkt oder deine Dienstleistung mit Hilfe von deren Vetrieb. Dazu sollte deine Leistung  entweder etwas Komplementäres zu deren Produkten oder Services sein. Oder aber auch du solltest (unabdingbarer) Teil der Infrastruktur von deren Leistungen sein.

Konzentriere dich auf deine Kernkompetenz. Wenn es nicht gerade Vertrieb ist, dann partnere mit einem professionellen Größeren.

Nutze also die Kraft und die Größe des Schwereren und schwinge deine eigenen Leistungen mit deren Beschleunigung weit in den Wirtschaftsraum hinein. Gewinne so Reichweite – und wertvolle Zeit. Sprare Ressourcen für den Vetrieb bis auf einen Key Accounter für das Schwergewicht.

Swing-by, wie ich es nenne. Dese Vorgehenweise war in all den Jahren mein eigener Favorit.

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.