Heute morgen um zehn habe ich die allerletzte Karte bekommen und sitze nun am mittwochabend hoch oben im Olymp des Deutschen Schauspielhauses und höre Orhan Pamuk zu wie er aus seinem Buch Istanbul liest.
Ich bin im gleichen Viertel Istanbuls geboren wie er. Nur ein Jahr später. Für mich bedeutet diese Lesung sehr viel. Viele seiner Bücher habe ich schon gelesen. Die Familienverhältnisse und Freundschaften, die er beschreibt, aber auch den Verfall der Stadt, seine Zeit als Schüler, sind mir aus eigenem Erleben bestens bekannt. Ich würde ihn natürlich auch gerne persönlich kennenlernen, doch das wird wohl unter diesen Umständen wohl nichts, fürchte ich … Er ist aktueller denn je.

Habe gerade seinen Istanbulroman gelesen, der liebevoll Istanbul und seine eigene Zeit beschreibt. Beneide dich um diese Lesung und dein Verständnis, weil das gröpßer sein muss als meines, nachdem du selbst da geboren bist. Ist ja fast ein eigenes Tagebuch dann?
Ich habe sicher ein etwas anderes Verhältnis zu seinen Erzählungen und Erinnerungen aus Istanbul als manch anderer, da sie in einem Milieu spielen, zu dem ich auch angehört habe und meine Zeit wieder spiegeln. Die geschilderten Charaktere sind mir recht vertraut. Ich erlebe seine Bücher nicht so sehr als Literatur sondern tatsächlich an vielen Stellen wie „fast ein eigenes Tagebuch“ ;-)
Ich wünsche Dir einen ganz tollen Abend!
Danke, Petra. Ich werde morgen darüber berichten. Vielleicht kann ich mit meiner miserablen Handykamera Fotos machen …
wie wars??
ich schreibe es gerade … ;-)
dachte ich mir. es gibt leute, die drauf warten… ;-))
Ich hab’s jetzt wieder in die Tonne getreten. Zu lang zu kompliziert. Und jetzt muss mit Sohnemann Haareschneiden gehen. der Bericht über Pamuk kommt heute noch aber.
lies gerade „Das stille Haus“. Unglaublich gut geschrieben. Das können heutzutage nicht viele AutorInnen. Meinen Respekt hat er.