1797 schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe:
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.
Johnny Haeusler in 2007 über digg.com … und eigentlich damit auch über die negativen Seiten des Crowdsourcing seiner Meinung nach:
Ich bekomme aber langsam ein ungutes Gefühl dabei, wenn ich aufgebrachte Online-Massen dabei beobachte, wie sie für ihre Sicht der Dinge ohne Rücksicht auf möglicherweise dauerhaft schmerzhafte Verluste kämpfen, und zwar oft dann am heftigsten, wenn es darum geht, etwas umsonst zu bekommen. Die Motor der Revolution scheint der gleiche zu sein wie der der herrschenden Produzentenklasse: Gewinnmaximierung.
und ferner:
Ich bin, wie man merkt, etwas ratlos. Und habe schon immer Angst vor der Masse gehabt.
Nachtrag: Don Dahlmann hat das im Gegensatz alles eigentlich ganz gut interpretiert:
Die Sache bei digg.com ist im Grunde unwichtig, aber die Bewegung, die dahinter steckt, ist es nicht und mit den bisherigen Definitionen von „Volks-“ oder „Massenbewegung“ kommt man da nicht weiter.
Right said, Herr Dahlmann.
Johnny Haeusler ist vielleicht ähnlich ratlos, zum Goethe 2.0 macht ihn das aber trotzdem nicht.
Oh Danke, ich korrigier mal den Titel ;-))
Man darf die Angst nicht siegen lassen, dann wird alles gut.
„in 2007“? Ist das deutsch 2.0?
Shit, genau daran hatte ich auch gedacht, da warst DU schneller ;-)
Gruß aus dem Norden
MIC
Walle, walle!
Manche Schwade,
Daß, zum Feuerbade,
Knochen knistern,
Und Benzin im freien Falle
Möge fließen aus Kanistern…
Es ist wahr: die Brandstifter, die das Konstrukt unserer schönen Gesellschft in Schutt und Asche legen, sind in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden.
Oder frei nach Karl Marx: „Der Kapitalist ergeizt sich den Strick, an dem er aufgehängt wird!“