Free Burma!

Free Burma! 

In support of our incedibily brave friends in Burma!

International Bloggers‘ Day for Burma on the 4th of October!

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About „Free Burma!“: International bloggers are preparing an action to support the peaceful revolution in Burma. We want to set a sign for freedom and show our sympathy for these people who are fighting their cruel regime without weapons. These Bloggers are planning to refrain from posting to their blogs on October 4 and just put up one Banner then, underlined with the words „Free Burma!“.

15 Kommentare zu „Free Burma!

  1. Wenn man Näheres zum Thema Burma…Birma…Myanmar liest, dann fühlt man sich erinnert an die Zeiten 1933…, die zeitlich jüngste und vielen Menschen noch in Erinnerung befindliche realisierte Menschenausrottungskampagne. Dabei bietet unsere Erde vielfältige Möglichkeiten, damit Lebewesen unterschiedlichster Art nebeneinander und miteinander exisieren können.
    Die 2 Aktionsposter zum Nichtkaufaufruf finde ich sehr gut gelungen und vor allem in der heutigen Zeit sehr passend, denn die Menschen haben durch ihre Nutzungs- und Kaufentscheidungen enorme Realisierungsmacht bekommen, die leider noch lange nicht so genutzt wird, wie es wünschenswert wäre.
    Ausgehend von den Postern zum Nichtkauf sollte generell danach getrachtet werden, nicht nur Bildmaterial und Wortmeldungen um die Welt zu schicken, sondern konkret die Unternehmungen zu erfassen, die in diese menschenverachtende Politik einbezogen sind und daraus ihre wirtschaftlichen Erträge ziehen.
    Nur durch bewußten Ausschluß von Unternehmen aus dem Gelderwerb durch Nichtkonsum läßt sich dieses Dilemma wirksam bekämpfen bzw. beenden.

  2. Joachim, schon mal was von Kosovo oder auch Darfur gehört, nur um zwei jüngere „Menschenausrotungskampagnen“ zu nennen.

    Für mich ist das eine sehr schwierige Thematik. Tatsache ist, dass das Ansinnen der Mönche nie die Abschaffung des Militärregimes war. Es geht also nicht um einen Freiheitskampf und ich habe auch keine wirklichen Quellen gefunden, dass so einer von der Mehrheit der Bevölkerung getragen werden würde. Vor allem geht es darum, dass wichtige Produkte, deren Preis in der Planwirtschaft (?) dort vorgegeben ist wesentlich teurer wurden. Weiß zufällig jemand wie teuer sie jetzt sind? Ich gehe stark davon aus, dass sie immernoch sehr billig sind, wie in Diktaturen, welche die Preise bestimmen, eigentlich üblich.

    Ich finde es schrecklich, dass das Regime die Menschen nicht demonstrieren lässt, sondern zu solchen Mitteln dagegen greift. Das ist in dieser hübschen Welt allerdings nicht die Ausnahme.

    Ist „Free Burma“ jetzt ein Aufruf an die USA (z.B.) dort einzumarschieren, dass Militärregime zu stürzen und eine Demokratie aufzubauen? Bei den Gutmensch-Demos wird immer wieder gefordert, dass sich Länder wie die USA (oder die G8) aus den Angelegenheiten anderer Länder raushalten sollen. Jetzt wird aber die Forderung nach Sanktionen etc. laut. Warum wäre es in diesem Fall in Ordnung und in anderen nicht?

  3. „Gutmensch-Demo“ liest sich so komisch – ich hab versucht ein Sammelbegriff für die Demos zu finden, wo gegen Globalisierung, Kapitalismus, Krieg, Amerika, G8 etc.pp. sehr pauschal und undifferenziert demonstriert wird.

  4. Martin, „Free Burma!“, bedeutet hier „Freies Burma“ – nicht „Befreie Burma“ und stellt somit keine Aufforderung dar, in das Land einzumarschieren.

    Militärdiktaturen sind zu keiner Zeit, in keinem Land und mit keiner Begründung zu tolerieren. Jede Stimme dagegen zählt. Mag sein, dass das ein “Gutmensch-Demo” ist. Das ist mir egal.

  5. Nein, Cem, so wollte ich die Aktion nicht klassifizieren. Wenn ich die Wellen sehe, welche sie schlägt, dann drängen sich mir nur Fragen auf wie: warum jetzt (die Diktatur gibt es schon seit 45 Jahren, Menschenrechtsverletzungen dort auch), warum hier (es gibt viele andere Diktaturen, Genozide, …), was soll erreicht werden damit (wie hilft diese Aktion, werden die Kosten deshalb gesenkt werden), wen interessiert es wirklich (siehe unten)

    So eine Aktion bringt für ein paar Tage eine Menge Publicity und dann ist es wieder ruhig und alles geht weiter wie zuvor. Auswirkungen – keine – schon allein deshalb, weil eben keine konkreten Ziele bestehen wie z.B. dass man versucht auf die eigene Regierung Einfluss zu nehmen, dass diese sich für Sanktionen einsetzt etc.pp..

    Weiter fühlt es sich für mich an, als ob vielfach (nicht bei dir – ich hab dich anders kennengelernt und sprech das nur hier an, da ich deine Beiträge sehr schätze) einfach die Flagge in den Wind gehängt wird, ohne sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen. Nenn es die aktuelle Sau, nenn es den momentanen Hype, nenn es Gruppendynamik. Ich finde es gut, dass manche ernsthaft einfach Ihre Solidarität mit den Demonstranten bekunden wollen – aber was haben die von dieser Bekundung. Die Welt wird für unser Gewissen, welches sich fast schon schämt, dass es uns so unverschämt gut geht, etwas besser – für die Menschen auf den Straßen von Myanmar aber nicht.

    Gretchenfrage: Was hälst DU von einer _Befreiung_ Myanmars?

  6. Von einer „Befreiung“ halte ich gar nichts. Ich gehöre zu denen, die den Algerien- Korea- und den französischen Vietnam-Befreiungskrieg als Kind im Radio erlebt haben, den amerikanischen Vietnam-Befreiungskrieg im Fernsehen (Es gab Bilder in der tageschau, die ich nicht vergessen kann), und alle weiteren US-Befreiungskriege von Grenada- bis Golf-, Afghanistan- und Irak-Befreiungskriege. Auch da gab es grausame Bilder. Die Leidtragenden sind immer die Schwachen. Kinder, Frauen, Alte. Das ist keine Befreiung. Das ist Tyrannei und Mord und Willkür. Das ist Siegermentalität. Das ist immer Besatzung. Nie Befreiung. Wahre Befreiung kommt von Innen. Es kommt von Freiheit. FREIHEIT NIMMT MAN SICH. FREIHEIT WIRD EINEM NICHT GEGEBEN. DAS ist Befreiung!

  7. Ein großer Teil von mir, vor allem in meinem Bauch stimmt dir da voll zu. Aber dann ist da noch die kleine Ecke im Kopf, die da sagt: das ist die Arroganz von freien Menschen (die vor 60 Jahren befreit wurden) – wie wohl so ein unbewaffneter Demonstrant auf der Straße von Myanmar, welcher den wild schießenden Soldaten gegenübersteht, das sieht. Welcher Freiheitskampf (von innen) kam je ohne Hilfe (von außen) aus? Mir fällt gerade nur Indien ein, und da bin ich mir auch nicht ganz sicher, wie die tieferen Verwicklungen aussahen (und es war ein Besatzer, nicht die eigenen Landsleute, gegen die gekämpft wurde). Und wann ist der Zeitpunkt erreicht, wo warme Worte (und solche Aktionen wie jetzt) aus der „freien Welt“ nicht mehr genug Hilfe für die unterdrückten Menschen sind? Wer sind denn momentan die Leidtragenden?

    Solange die Aktion überspitzt dargestellt bedeutet, für ein freies Burma zu sein, aber nur solange sich die Demonstranten erschießen lassen (und eine Militärdiktatur hat damit weniger ein Problem als ein britisches Königreich) und sich nicht wehren (woher kämen denn die Waffen etc.pp. dazu…), solange halte ich die Aktion für heuchlerisch.

    Wenn ein Land auf seine eigenen Bürger schießt, dann ist das Bürgerkrieg, oder? Ich hoffe, dass die Bürger, welche sich im Moment erschießen lassen, letztendlich von unseren „freien Welt“ doch noch mehr Hilfe als warme Worte bekommen.

  8. Vor allem mich ärgern, dass ich so machtlos bin – dass ich ebenso nur Zeichen setzen kann, welche zwar mich mich gut fühlen lassen, aber für Myanmar keine weitere Bedeutung haben.

    Ich werde am 4. Oktober bei der Aktion mitmachen – allerdings wird mein Aufruf etwas anders lauten – und zwar eher in die Richtung „Befreit Burma“ (dazu muss man IMHO nicht gleich einmarschieren).
    Ich weiß – das ändert auch nichts und es ist auch eine Art heuchlerische Anteilnahme. Vielleicht bin ich deshalb so gefrustet und sehe die Aktion so „kritisch“.

  9. Ich mache es mal kurz. Überall.

    Das mag aussehen wie fishing for clicks.
    Clicks die ich wahrlich nicht benötige.

    Beschränkt es nicht auf den 4.10.07.
    Macht’s wie ich. Wenn ihr wollt.

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