Linkankauf und Linkverkauf ist Doping

Und Doping wird geahndet. Künstliche Linkvermehrung zahlt sich eben nicht aus. Google straft deutsche Linkverkäufer ab:

Google hat vor kurzem damit begonnen den Pagerank von Linkverkäufern herabzusetzen. Jetzt sind auch erstmals deutsche Seiten betroffen. zeit.de kommt nur noch auf einen Pagerank von 5, golem.de auf Pagerank 4 und netzeitung.de kommt nur noch auf einen Pagerank von 4.

Suchmaschinen News meint festgestellt zu haben, dass seit gestern abend, die Pageranks der betreffenden Websites sich um 2-3 Ranks verschlechtert haben sollen.

Linkhändler haben sich damit endgültig ins Abseits gestellt. Die Angelegenheit LinkLift und WordPress hat kürzlich auch nicht gerade zur Vertrauensbildung geführt. Es hat in Teilen die deutschsprachige WordPress Community irritiert. Mit Googles vermeintlicher Reaktion dürfte aber der Unmut in der ganzen Blogosphäre wachsen. Nicht zu unrecht.

Ich kann versichern, dass hier auf Sprechblase bis zu diesem Zeitpunkt weder Links verkauft noch angekauft oder vermittelt worden sind. Das wird in Zukunft auch weiterhin so sein. Hier wird noch per Hand gebloggt, geklöppelt, gehäkelt und im Schweisse des Angesichts verlinkt. Jeder Kommentar, jeder Backlink und jedes Trackback wird persönlich begrüsst. Jedes Bit wird passend gemacht. Hier wird Word noch einzeln gepresst. Die Netzwerke abends nach dem Fang wieder geflickt. Alles natur. Und Original Content. Naja, fast.

PS: Der Don freut sich und sieht sich bestätigt. Recht hat er.

24 Kommentare zu „Linkankauf und Linkverkauf ist Doping

  1. Genauso wie du (glaubhaft) versicherst, dass du keine Links verkaufst, hat das der nicht gerade unbekannte CopyBlogger auch getan. Trotzdem wurde auch er, neben Problogger und anderen, abgestraft. Die Vermutung kommt auf, dass G bei den genannten eher ein Problem mit der Einstellung der Blogger, als mit Linkverkauf hat.

  2. Es hat nicht nur Linkverkäufer „erwischt“. Auch Bloglinkfarmen (siehe Techcrunch, nicht selbst, aber einige dort im Netzwerk) und auch die Trigamiblogger dürften bald anfangen zu heulen. Ich find das alles großartig. :)

  3. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Ich liebe Google. Meinst du das hilft, Kai?… ;-)… Mein PR ist aber so wie so irgendwie unwesentlich verschieden von „0“ glaube ich. Sei’s drum. So what. Ich kümmere mich nicht darum. Ich treffe neue und interessante Leute via Links. Und umgekehrt hoffe ich. Aber nicht via Suchmaschine und einem Thema. Zumindestens nicht in der Blogosphäre.

  4. Das mit den Blogs könnte auch darauf hindeuten, dass Google mehr als nur bezahlte Links anders bewertet. Dummerweise ist der betreffende Algorithmus halt nicht Open Source…

    Deine Einstellung zum Pagerank teile ich im übrigen. Weil es die Goole Toolbar gar nicht für Safari gibt, komme ich auch nie auf die Idee, eine Seite danach zu beurteilen.

  5. Na ja, was ist Linkverkauf und wie wird das bewertet. Ich habe Kunden und die weise ich transparent auf meiner Seite aus. Dahinter stehen auch Links. Habe ich sie verkauft? Nun ja, es ist vielleicht 1 Prozent meiner Leistung.

  6. Wer sagt, dass diese Abwertung nur durch Linkverkauf entstanden ist? Ich glaube, die geben jedem PR-Abzug, der an diesen ganzen Link-Pyramidenspielen mitmacht. Die sind ja einfach festzustellen. Wenn man alle abwertet, die zu häufig Begriffe wie SEO, ProBlogger, „der Blog“, Projekt, „Geld verdienen“, Copywriting oder Affiliate-Programm verwendet und diese nicht im Zusammenhang mit Schimpfwörtern benutzt, dann trifft es schon die richtigen.

  7. Ich hab‘ zwar keine Ahnung, was dieses Pagerankdingens ist, aber irgendwie scheint das das neue V!agra zu sein. Hab‘ ich was verpasst?

  8. Es wird zwar auch irgendwie jeden von uns treffen, aber solange Spammer und kommerzielle Werbe-Heinis dann eher aus den hohen Rängen rausgehalten werden, ist das gut so!

    Das wichtigste dürfte einfach sein, dass man die Prinzipien nicht verrät, wie z.B. die Sache mit Links oder sowas – sonst können sich Spammer darauf einrichten.

    Mal sehen, was bei rauskommt…

  9. Hallo Cem,

    ich finde es schön wie du deine Meinung in dieser Sache vertrittst. Ich sehe es da ganz ähnlich wie du. Paid Links sind ein Krebsgeschwür in der Suchmaschinenlandschaft.

  10. Vielleicht hat das Ganze auch mit »duplicated content« zu tun. Der eine oder andere hat ja seinen Blog gleich 2 und mehrfach, gespiegelt auf weiteren subdomains laufen.
    Da ist ohnehin schon länger Abstrafung angekündigt. Finde ich auch voll in Ordnung, denn so was müllt das Netz zu. Kann ja toller Inhalt sein, aber einmal reicht doch. Domainstrategie soll das sein, tss, tss. Wenn ich mich für jemanden, oder ein »Unternehmen« interessiere merke ich das doch — und die Maschine sowieso.

    P.S. Hey, Chem, Du hast ein neues Foto! Süß! Gefällt mir. ;-)!

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