Saftladen (Update)

Kirstin Walther versucht mit Fleiss und Kreativität ihren kleinen Familienbetrieb in einem brutalen deutschen Saftmarkt mit Nischenprodukten, wie Saft aus Aroniabeeren, durchzubringen. Dafür gebührt ihr mein Respekt, meine Anerkennung und auch mein Vertrauen. Kirstin ist eine sehr tapfere Person.

Solche Artikel haben dagegen nicht mein Verständnis.

Update: Um es klar zu sagen: Ich sehe keinerlei Probleme darin, in Personalunion als relativ kleiner Laden seinen Saft zu verkaufen und gleichzeitig über das Ausgangsprodukt aufzuklären. Im Gegenteil. Würde das nicht sogar jeder gewissenhafte Produzent machen?

16 Kommentare zu „Saftladen (Update)

  1. Mh, ich bin mir nicht sicher, ob und warum da ein Problem vorliegen soll. Warum soll der gute Mann nicht einen solchen Verein gründen, wenn er von der Beere so überzeugt ist? Allein der Beerensaft ist gewiss nicht umsatzentscheidend genug um da Mauschelei unterstellen zu können. Und sein Name ist ja offen genannt. Ich würde da jetzt nicht gleich ein (Aroniabeerensaft-)Fass aufmachen.

  2. Mh, wenn ich das jetzt nochmals überdenke, verstehe ich deinen letzten Satz vielleicht auch falsch … kannst du vielleicht zwei weitere Sätze dazu bringen um deinen Standpunkt dazu klarzumachen? ;-)

  3. 3. Kommentar (vielleicht sollte ich erst fertig denken, bevor ich die Kommentare absende ;-)) Ich hab nirgendwo gefunden, dass der Saft mit Heilsversprechen beworben wird … es wird immer nur von der Beere und ihrer Wirkung gesprochen. Das ist normal und nicht verboten.

  4. Notiz an mich (und Martin): „Ich muss lernen, weniger kryptisch zu schreiben und weniger voraussetzen.“ 100 mal ins Strafarbeitenheft. Ich blog einfach schon zu lange… Sorry :-)

  5. Der gewissenhafte Produzent wird wohl kaum solche Aussagen machen:

    Cholesterolablagerung verhindern …
    …hervorragendes Heilmittel bei hohem Blutdruck…
    … erhöhen die Abwehrkräfte des Organismus gegen Krankheitserreger (Bakterien und Viren)….
    … gutes Heilmittel bei Bronchitis…
    … positiven Einfluss auf das Wachstum der Kinder und die Entwicklung des Fötus schwangerer Frauen…

    Weil dies zum einen nicht wissenschaftlich belegbar ist, und zum anderen gegen das Lebensmittelrecht verstösst. Wer als Hersteller dafür einen Verein gründet, selbst wenn er vom Produkt überzeugt ist, verspielt Vertrauen.

  6. Das ist nicht trennbar. Es gibt im Prinzip keine anderen relevanten Aronia-Produkte wie den Saft. Und im Aronia-Freunde-Wiki wird als einzige Bezugsquelle Walthers genannt. Der Preis, 3 Liter für 22 Euro, erweckt zusätzlich den Eindruck, dass es eher eine Nahrungsergänzungsmittel als ein Lebensmittel ist. Was ein Saft natürlich rechtlich nicht sein kann.

  7. Man kann auch den Saft mit Wasser mixen. Das ist dann do-it-yourself Nektar. Es bleibt dabei: Beere und Saft sind untrennbar verbunden und dazu noch sehr eng mit Walthers.

  8. http://www.garteninfos.de/wildobst/Dipl2-1.html
    Die Beere wurde nicht von den Walthers erfunden, ebensowenig wie ihre Wirkung. Der obige Auszug aus einer Diplomarbeit, den du sicher schon gelesen hast, liefert dir auch genügend Walther-unabhängige Quellen.

    Zwar entsteht der Saft durch die Beere, aber deshalb wurde trotzdem nicht der Saft mit den Äußerungen, sondern die Beere beworben. Aus rechtlicher Sicht (und darauf spielst du ja an) macht das einen sehr großen Unterschied – ob es dir gefällt oder nicht.

    Aber ich les schon raus, dass du dich da an einem Fetzen Nichts festgebissen hast und es auch nicht loslassen wirst um es nochmals zu betrachten.

  9. Ohne es jetzt am Saftladen festmachen zu wollen: grundsätzlich ist es sicher nicht falsch, „über das Ausgangsprodukt aufzuklären“, allerdings sollte man dann auch seine Karten offen legen und deutlich machen, von wem die Aufklärung kommt bzw. in welchem Verhältnis er zu dem Produkt/Produzenten steht. Alles andere hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

  10. Sehe ich genau wie smoel, dieses „Marketing durch die Hintertür“ wird hier wie man sieht zum Bumerang.

    An sich finde ich es aber auch legitim. Eine Art Lobbyarbeit in ganz, ganz kleinem Stil – jeder größere Lobbyist wird sich über die Diskussion kaputtlachen.

    (Filmtipp im Zusammenhang: Thank you for Smoking ;-))

  11. Ein Monopol hat Walthers nun noch nicht auf Aroniasaft. Es gibt z.B. „Apfelbeere“ (www – apfelbeere – de), da gibts auch Aroniasaft. Dann gibts von Jean Pütz (http://tinyurl.com/ytpxrr) noch einen Aroniasirup, sowie ein Franzose, der verkauft auch Aroniasaft (de.easysante.eu/provence-nature.php). Völkel verkauft glaube ich auch Aroniasaft…

    So wie ich die Saftblogger kenne, wird da sicher noch mal etwas dazu geschrieben werden.

    Persönlich habe ich Aroniasaft erst einmal getrunken: http://www.vital-genuss.de/geniessen/saftprobe.html

    Das nur, falls der Vorwurf aufkommt, ich würde hier Partei ergreifen ;-)

  12. Abgesehen davon, dass es wohl schon etwas komisch ist — auch wenn es rechtlich erlaubt ist: Schön, einen großen Skandal herbeizuschreien, dann aber einen Kommentar wie den unter Nummer eins unkommentiert stehen zu lassen: Statt „Kauft nicht bei Juden“ jetzt „Kauft nicht bei Ossis“. Herrje.

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