Erfahrungsbericht: Ein Jahr mit Qype als Benutzer

Ich bin nun genau ein Jahr Benutzer bei Qype. Am 1.1.2007 habe ich angefangen bei Qype zu schreiben. Seit dem habe ich 136 Beiträge aus meiner sehr persönlichen Perspektive über lobenswerte, erwähnenswerte, manchmal auch ärgerliche Plätze geschrieben, meistens aus der Gastronomie und Freizeit, 221 Bilder dazu hochgeladen, 221 Kontakte geknüpft, von denen ich viele schon anderweitig aus dem Web und aus meinen anderen sozialen Netzwerken kannte, aber auch sehr viele neue Kontakte. Sehr viele auch darunter, die zum ersten Mal im Web aktiv und produzierend unterwegs sind.

In der gesamten Zeit habe ich bisher nach einem internen Bewertungsschema 4495 Feedback Punkte gesammelt und bin auf insgesamt respektable 5560 Punkte gekommen. Damit liege ich auf einem recht stabilen weltweiten internen Rang auf etwa Nummer 40. Anfangs war ich zeitweilig sogar auf den vorderen Rängen um Platz 10 – bei allerdings einer deutlich geringeren Benutzeranzahl. Diese Ranglisten und Punkte sind zwar völlig nebensächlich, aber sie zeigen die Aktivitäten dort an und auch das Wachstum der Benutzerzahlen.

Meine Beiträge sind in diesem Jahr insgesamt länger geworden. manchmal auch zu lang, so dass ich mittlerweile die neueren Beiträge etwas kürzer und prägnanter halte. Ähnlich wie beispielsweise die Beiträge in englisch oder französich. Schön ist die Funktion gute eigene Beiträge direkt aus Qype in das eigene Blog zu übertragen (Beispiel). Überhaupt fällt einem die Affinität von Qype für Blogs auf. Nicht nur, dass viele Blogger schon drin sind, sondern dass viele überhaupt Bescheibungen der Plätze wie Blogbeiträge schreiben. Mit einem persönlichen Bezug und Inhalten. Das macht Qype schon besonders unter den Empfehlungsportalen. „Soft Blogging“ nennen die Qyper das.

Ich habe einige vielbeachtete Listen angelegt, wie beispielsweise über Plätze in meinem eigenen Viertel Hamburg-Eppendorf, das ich auf diese Weise wesentlich bewusster und auch anders wahrgenommen habe. Ich habe aber beispielsweise neulich auch eine thematische Gruppe für hamburger Benutzer angelegt, die schnell in wenigen Tagen die grösste bei Qype geworden ist mittlerweile: The Qype Connection Hamburg, eine Gruppe „für alle, die Lust und Laune haben, so etwa alle 4-6 Wochen mit mir in Hamburg einen entspannten, lockeren und unkomplizierten Abend in anregender und interessanter Gesellschaft zu verbringen“.  Denn jedes webbasierte soziale Netzwerk, und Qype ist eines, lebt auch davon, dass sich ihre Mitglieder face-to-face treffen. Ausserdem habe ich keine Lust alleine an der Bar abzuhängen. Jemand sagte mir heute übrigens, diese Treffen würden wesentlich entspannter ablaufen als bei Xing. Möglicherweise, weil bei Qype es keinen Business-Bezug gibt. Die Wertschätzung zueinander ergibt sich weniger aus dem realen Leben, aus dem Beruf, dem dortigen Prestige oder Image als aus der persönlichen Leistung bei Qype und dem Verhalten untereinander dort.

Mir hat es bisher Spass gemacht. Was ist dabei für mich als Benutzer unter dem Strich rausgekommen? Ich habe sehr viele neue Plätze kennengelernt. Ich bewege mich in der (hamburger) Restaurant- und Barszene wesentlich kundiger und mein Bewegungsradius und mein Horizont haben sich enorm erweitert. Und vorallem die Informationen und Meinungen zu den Plätzen lese ich nicht nur auf gutem aktuellen Stand, sondern in den verschiedenen Postings spiegeln sich unterschiedliche, manchmal auch widersprüchliche Meinungen und individuelle Erfahrungen wieder. Das ergibt in der Summe, doch ein recht ausgeglichenes und ehrliches Bild über die einzlenen Plätze. Qype ist eine gute Inspiration, um neue Bars, Restaurants, Läden, Galerien, interessante Orte auszuprobieren… aber auch um neue Kontakte zu knüpfen. Es ist ein Geben und Nehmen, wobei ich zugeben muss, dass ich ein recht aktiver Nutzer bin.

Ich habe mir angewöhnt, wenn ich einen neuen Platz besuche, darüber sofort einen Beitrag zu schreiben, wenn es mir wert erscheint. Im Gegenzug checke ich einen für mich neuen Platz auch regelmässig in Qype vorher ab. Ich habe mir auch schnell angewöhnt, bei Verabredungen im Web oder per Mail auf den entsprechenden Eintrag bei Qype zu verlinken. Das erspart mir den Verabredungsort zu näher zu beschreiben. Dort ist auch die Wegbeschreibung mit Google Maps zu finden. Was würde ich mir von Qype wünschen? Ein Verabredungsfunktion, wo ich auch mehrere Leute zum gleichen Ort einladen kann. Ergänzend muss ich erwähnen, dass der Qype Support und die Betreung der Nutzer wirklich zuverlässig und immer sehr freundlich ist. Der Service ist in einem Jahr deutlich umfangreicher geworden und vorallem reifer und runder.

Als Zugabe habe ich in diesem Jahr durch Qype den Aufbau eines Web 2.0 Unternehmens fast aus meiner Nachbarschaft verfolgen können, das in dieser Zeit seinen festen Platz unter den nachhaltigen neuen Webunternehmen gefunden hat. Das ist eine grosse Leistung von Stephan Uhrenbacher, dem Gründer und CEO, und seinem gesamten Team. Hamburg hat somit mit Xing und Qype, aber auch einigen anderen herausragenden erfolgreichen Webdiensten einen Spitzenplatz in Deutschland für Web-Startups.

Qype wird übrigens [kwaeip] ausgesprochen. Musste mal gesagt werden…

4 Kommentare zu „Erfahrungsbericht: Ein Jahr mit Qype als Benutzer

  1. Kwaeip gibts übrigens auch im Süden… für diejenigen die an eine Übermacht der Hamburger glauben – stimmt irgendwie… aber wir aus dem Süden geben nicht auf ;-)

  2. @Ivy, nicht verzagen, als Hamburger schreibe ich natürlich meist mit lokalem Bezug. So wie die Berliner alles aus berliner Perspektive sehen und Qyper aus Wanne-Eickel eben Wanne-Eickel als Nabel der Welt empfinden. Ebenso die Ingolstädter, Chemnitzer, Karlsruher,… Fast alle schreiben regional und lokal. jeder findet eben die eigene Kirche im Dorf als die schönste. warum auch nicht :-)

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