Werbung in Blogs

Oha. Eigentlich ganz schön viel Werbung für ein werbefreies Blog wie meins. Ein Blick in die Sidebar von oben nach unten: Byte.fm (kommerzielles InternetRadio), SoulSender (kommerzielles InternetRadio), amiando (kommerzieller WebTicketshop für ein nichtkommerzielles Event), BarCamp Mitteldeutschland (nichtkommerzielles Event), meine Wunschliste bei amazon (kommerzieller Versandhandel), Qype (kommerzielles Portal für lokale Empfehlungen), Xing (kommerzielle Social Network Platform), LinkedIn (kommerzielle Social Network Platform), Creative Commons (nichtkommerzielles Lizensierungsrechte-Project). Neun Links. Davon sieben kommerzielle.

Neulich hatte ich mich mit Olaf Kolbrück von Horizonte bei einem Round Table über Marken und Werbung im viralen Web unterhalten. Meine Sidebar ist meine Praxis. Mein „werbefreies Blog“ führt freiwillig und ohne Bezahlung Werbung für Leistungen auf, die ich gerne direkt vom Blog aus im Web nutze (vulgo verlinke) und die ich irgendwie gut finde und empfehlen kann. Sei es, dass ich daran spielerisch partizipiere oder einfach auch nur konsumiere. Das ist „Werbung auf Augenhöhe“ mit dem User und Konsumenten. Das ist Werbung, die mir direkt einen Dienst erweist und meist meine Arbeits- und Spielfläche auf dem Monitor weder allzu sehr stört oder den Fluss unterbricht. Damit kann ich Leben. Das finde ich auch in Ordnung. Alles andere finde ich eher zum Kotzen…

Ganz zu schweigen von den Links auf kommerzielle Webseiten in den Posts…

9 Kommentare zu „Werbung in Blogs

  1. Ich hab‘ den letzten Satz vielleicht falsch verstanden, aber ich kann an Links zu kommerziellen Seiten per se nichts böses finden. Sonst könnte ich zb nicht auf Zeitungsartikel, Bandprofile bei Myspace oder auf Videos aus der Tube verlinken. Ich kann im übrigen mit Werbung leben. Interessiert sie mich nicht, ignoriere ich sie. In gut 10 Jahren, die ich durchs Web streife, hab‘ ich wahrscheinlich nicht öfter als 5 mal auf Banner geklickt. Ist eine Seite mit Werbung überladen, hat sie mich als Besucher das erste und letzte mal gesehen. Und ich surf ohne Adblocker, weil ich wissen möchte, für wen oder was ein Seitenbetreiber wirbt. Auch ein Kriterium, ob ich als Besucher zurückkehre.

  2. Klar, aber wo du das so dahin sagst, Boogie… Eigentlich sind fast alle Seiten und Sites ausserhalb der (1) Blogosphäre und der (2) Akademie kommerziell, fällt mir so auf. Die Regel ist „kommerziell“?? Müsste man mal durchzählen…

  3. Och, mir fallen da schon noch genuegend andere nicht kommerzielle Websites ein.

    Diverse staatliche oder staatlich finanzierte Sites. Websites gemeinnuetziger Vereine wuerde ich nicht als kommerziell bezeichnen. Oeffentlich rechtlicher gebuehrenfinanzierter und werbefreier Rundfunk (BBC, NPR und aehnliche) wuerde ich nicht unbedingt als kommerziell bezeichnen wollen, geschaefts-/gewerbsmaessig (oder wie das noch heisst) natuerlich schon. Die ganzen privaten Homepages, Fansites und aehnliche Projekte die es nach wie vor gibt, nicht alles sind gleich Blogs. Die ganzen Foren die es fuer alles moegliche noch immer gibt und die als Hobby selbstfinanziert oder durch Spenden finanziert werden.

    Und vermutlich noch einiges vieles mehr. Ich vermute fast dass diese ganzen Sites weniger kommerziell sind als die Blogosphere.

  4. Ich kann mich der Aufzählung von Armin nur anschliessen. Das Angebot an nicht geschäftstreibenden Seiten ist gross. Aber was spräche dagegen kommerzielle wie auch nicht kommerzielle Seiten zu verlinken. Nehmen wir mal das Beispiel Musik. Wird eine Band automatisch schlecht weil sie kommerziell ist? Ich mag Indy und ich mag Bands die auf Majorlabels unter Vertrag sind. Ich kann mich für einen Strassenmusiker genauso begeistern, wie für eine Band die von Goldene Schallplatten frühstückt. Warum sollte es in anderen Lebensbereichen anders sein?

  5. Ich denke auch, dass die Frage ob.eine verlinkte Seite „kommerziell“ oder nicht ist, nicht wirklich wichtig ist. Vielmehr finde ich wichtig dass erkennbar ist, ob der Link nur als (vielleicht sogar bezahlte) Werbung erkennbar ist, oder ob der Link mit einem Testimonial verbunden ist. Ich finde da den Link zu ByteFM ein gutes Beispiel, da Du dazu stehst, weil dir das gefaellt, siehe separaten Blog-Artikel. Aehnlich wuerde ich es sehen bei allgemeinen Sites, bei denen der Link keine echte Werbung mehr darstellt (zB Amazon), da die eh jeder kennt. Andere Links zu mehr ubekannten Seiten ohne ein Statement im Blog kommen dann schon eher mit einem Geschmaeckle – ausser sie sind als sponsored Links (also bezahlte Werbung) gekennzeichnet. Das kann dann aus meiner Sicht aber auch ok sein.

  6. Ihr beide habt mich überzeugt. Ja, es gibt eine Menge nichtkommerzieller Seiten um Netz. Sehr viele. Mehr als ich zunächst annahm. Und ja, es ist nicht verwerferlich, beide Welten miteinander zu verknüpfen, wenn es offen und ersichtlich ist, dass es bezahlte Werbung ist oder das ganze mit einem ehrlichen Testimonial verknüpft ist.

  7. Na ja, wenn kommerziell heißt, dass man Geld in ein Projekt hinein steckt, und Werbung zulässt, damit die nicht unbeträchtlichen Kosten sinken, dann könnte man uns als kommerziell bezeichnen .-)

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