Webjahre sind wie Hundejahre

Chats, Foren, Blogs, Wikis, Twitter,… Die Channels und Medien wechseln, aber sind immer die gleichen, die sie nutzen. Und bei jeder neuen Mode kommen einige neue Nutzer hinzu, sodass die Gesamtgemeinde wächst und aber auch diversifiziert. Es kommt also weniger auf die aktuellen technischen Trends an, als dass das Web in seiner Vielfältigkeit weltweit einen immer höheren Stellenwert in der Kommunikation hat. Ein Ende dieser Vielfalt und auch des Wachstums ist momentan nicht abzusehen.

Webjahre sind wie Hundejahre. Die Evolution der webbasierten Technologien ist rasant. Eine permanente Metamorphose. Alles ändert sich. Alles fliesst. Technologie. Community. Vielleicht wird das das Jahrhundert der Kommunikation. Das Zeitalter der Geschwätzigkeit.

Manchmal wünschte ich mir mehr Kontemplation. Ich beneide die Ruhe der Mönche. Zeitlos.


8 thoughts on “Webjahre sind wie Hundejahre

  1. Du sollst auch nicht den Trends hinterher jagen. Mach es wie ich. Ich sitze am großen Datenstrom, habe meine Angel ausgeworfen und betrachte fröhlich die Gegend. Draussen in der Strommitte sind die Boote und Kutter mit den Netzen. Sie bringen alles an Land, Klick für Klick. An ihrem Ufer erheben sich Abfallberge. Meist haben sie Stiefel, leere Fischdosen, kaputtes Spielzeug und ab und an eine verblasste Quietscheente gefangen. Sicher fangen sie viel.

    Ich kau auf einem jungen Grashalm. Das schmeckt noch so wie in alten Zeiten, richtig süß. Ab und an hol ich die Angel ein. Selbst wenn ich alles was zu viel Gräten hat oder Abfall ist wieder schwimmen lasse, bleibt mehr als ich verarbeiten kann. Oft nehm ich deshalb den Haken ab und binde einen Stein an die Schnur. Sieht wie angeln aus, fängt aber keine Fische und ich kann trotzdem über das Wasser schauen.

    Gut es gibt Fische die auch auf den Stein gehen. Aber dies sind seltener. Ein, zweimal die Woche.

    Kontemplation ist da, wo du sie annimmst.

  2. Da habe ich gerade den Beitrag von Cem im RSS-Reader gelesen und wollte einfach nur sagen: „Kontemplation ist da, wo du sie annimmst.“ Das aber, Jochen, hast du nun so viel schöner gesagt, dass ich mich einfach ans Ufer setze, ein wenig den Anglern zuschaue und mir nachher vielleicht noch ein Fischbrötchen hole…

  3. Hm, widersprichst Du Dir jetzt nicht selber?

    Einen Eintrag vor diesem erzaehlst Du von der Faszination von Twitter und dem staendigen „Noise“ der doch das „Signal“ sei. Wahrscheinlich noch verstaerkt durch staendige „You’ve got mail!“ Benachrichtigungen, Chat-Fenster die aufpoppen, irgendwelche Xing Statusmeldungen und Telefone die klingeln. Alles in einer Pseudodringlichkeit die Schnelligkeit und Tempo vorgaukelt.

    Ich nehme mir die Ruhe einfach immer oefter. Twitter habe ich nie benutzt (und werde es vermutlich auch nicht mehr bevor die Karawane weiterzieht zum NBT). Mein Status bei Facebook steht schon seit ueber einer Woche dabei dass ich mich weigere meinen Status „upzudaten“. Saemtliche „You’ve got new mail“ Benachrichtigungen habe ich schon seit Jahren abgestellt. Und ich freue mich darueber dass ich auf den Whisky den ich vor ein paar Jahren gekauft habe wahrscheinlich auch noch ein paar weitere Jahre werde warten muessen.

    Ich habe nicht das Gefuehl was zu verpassen.

  4. „Das Zeitalter der Geschwätzigkeit.“ Wie wahr, man braucht sich nur eine neue Technologie wie Twitter anzuschauen, welche – in meinen Augen – kein Mensch braucht!!

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