Ich erzähle sehr gerne Geschichten.

Zu fast jedem Schlagwort fällt mir eine ein. Entweder Geschichten, die ich selbst erlebt habe, oder welche die jemand aus der Familie oder Freunde erlebt haben. Auch welche, von denen ich nur gehört habe. Von Freunden von Freunden. Gelesen habe ich auch viele. Blogs sind ja voll davon.

Ich schreibe auch viel. Alleine über 600 Posts hier in einem knappen Jahr. Auch wenn ich nicht wirklich schreiben kann. Testweise bin ich in etwa vier bis fünf Wochen sogar auf über 1.000 Tweets gekommen.

Seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken auch etwas längeres zu schreiben. Eine Erzählung. Eine Novelle. Ein Buch vielleicht. Keine Ahnung wirklich worüber genau. Es ist einfach so ein Bedürfnis. Natürlich ist es zum Scheitern verurteilt. Aber versuchen würde ich das doch ganz gerne.

Motive schwirren mir genug im Kopf. Keine Nacherzählungen aus meinem Leben von Annodunnemals. Keine Schwänke aus der Digitalen Bohème. Keine Abenteuer aus oder mit dem Web. Eher der Moderne Mensch. Natürlich kommt die heutige Kommunikationstechnologie drin vor. Aber eher als selbstverständlicher Teil des Lebens.

Mich interessieren Nomaden und Bedouinen. Das Unbeständige. Der Fluss der Dinge. Aber auch die urbane Szenerie. Wir sind am Anfang eines vielleicht bemerkenswerten Jahrhunderts. Und ich bin schon bisher über ein halbes Jahrhundert unterwegs gewesen.

Als Kind hatte ich immer den Wunsch Kameramann zu werden. Film, kein Fernsehen. Regie und Drehbuch haben mich lange nicht interessiert. Erst später. Bis zum Abitur ging das so. Dann habe ich spontan und blind „Informatik“ auf den Zettel der ZVS geschrieben und wurde zu meinem völligen Erstaunen angenommen. Da musste ich nun durch und habe es mehr als drei Jahrzehnte gemacht. Jetzt kommen die alten Träume wieder durch. Das Bloggen hat davon viel freigesetzt in den letzten Jahren.

Ich will demnächst einen Versuch wagen. Ich weiss nicht, was rauskommt. Wie lange es dauert. Und überhaupt. Ich habe ja schon einen Hang zum post-industriellen aber auch neo-realistischem. Aber vielleicht ist es auch etwas experimentelles. Oder fantastisches. Sollte was rauskommen, stelle ich es zum downloaden. 

Ich werde einfach mit dem ersten Satz anfangen und es fliessen lassen. WegwerfenLöschen kann ich es dann immer noch.


13 thoughts on “Ich erzähle sehr gerne Geschichten.

  1. Geht mir ähnlich. Ich hatte auch schon vor wenigen Monaten einen ersten Satz geschrieben, aber die Backspace-Taste war ziemlich flott. Nun warte ich, bis es wirklich rausplatzt oder eben nicht.
    Ich war allerdings schon immer ein Bücherworm, hab im jungen Alter sehr gerne (grausame) Gedichte geschrieben und wollte schon früh mehr schreiben. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt Journalismus weiterzustudieren, hab dann aber davon Abstand genommen.
    Ich würde mich freuen, so ganz anders von dir zu lesen. Wenn du mal etwas hast und eine Meinung dazu willst … ich stelle mich sehr gerne zu Verfügung.

  2. @ bosch
    Einfach anfangen und niemals, aber auch niemals löschen. Ob jemals etwas veröffentlicht wird spielt doch mabsolut keine Rolle. Man schreibt es dann halt für sich. Und wenn das nicht wichtig genug ist, was dann?
    Träume, Kindheitsträume werden dann alt, wenn man aufhört zu träumen. So lange sie geträumt werden sind sie frisch, jung und lebendig. Nur Mut.

  3. Tschuldigung,
    hätte eine Frage zu dem tollen Creative Common License Bildchen. Wie bekommt man so etwas in seinen Blog ? Haben auch gerade einen Blog angefangen mit Schwerpunkt Sozialkritik.
    Gruß Richard Basitta

  4. Hi Cem,
    neben meinen Texten auf meinem Blog bin ich auch drauf und dran, mein erstes Buch mal anzufangen. Soll ein Fantasy Roman werden über den Charakter, den ich im Rollenspiel D&D spiele. Mal sehen, wann es was wird.
    Viel Erfolg Dir
    Heuni

  5. Wegen so einer Schreibidee hab ich mir mal Henry Miller – On writing zugelegt: „Some of the most rewarding pages in Henry Miller’s books concern his self-education as a writer. He tells, as few great writers ever have, how he set his goals, how he discovered the excitement of using words, how the books he read influenced him, and how he learned to draw on his own experience.“ — http://tinyurl.com/39xlmo

  6. Eine sehr gute Idee. Erfülle auch gerade ein Traum, schreibe gerade über ein Genius, der Achterbahn gebaut hat. „Mr Roller Coaster“ heißt das Buch. 15 Jahre Recherche liegen schon hinter mir. Soll dieses Jahr endlich fertig werden.

    Gruß

    André

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