Häfen und Meer

Ich mag das Meer. Eigentlich eher den Strand, den Hafen und den Blick auf das Wasser. Es hat etwas beruhigendes und aber auch etwas befreiendes für mich. Ich mag das, wenn der Wind die Haare durcheinanderwirbelt. Ich mag den Geruch des Meeres. Die Geräusche des Hafens. Das tiefe Tuten der grossen Pötte. Das Tuckern der Barkassen, Schlepper und kleinen Boote. Ich mag die Möwen, die tief über mir segeln. Ich mag den Anblick der grossen Schiffe aus fernen Ländern wie sie stromaufwärts oder abwärts gleiten. Raten woher sie kommen oder wohin sie fahren. Ihre Namen am Heck entziffern. Ich mag Hafenstädte. Und den Hafenrand. Seit jeher.

Ich habe fast mein ganzes Leben in Hafenstädten gewohnt. Hamburg und Istanbul vorallem. Wenn ich längere Zeit vom Wasser entfernt bin, fehlt mir was. Ein schöner Binnensee wie der Ammersee in Bayern oder auch die schweizer Seen tun es für eine Weile auch, aber eine richtige Hafenstadt ist etwas anderes. Ein Kreuzpunkt der Kulturen, der Freiheit, ein Schmelztiegel. Man könnte, wenn man wollte, mit einem dieser Frachter wegfahren ins Abenteuer. Man könnte, wenn man wollte. Jederzeit. Man könnte.

Der blonde Hans allerdings, original hamburger Jung aus dem tiefsten St.Georg, Prototyp eines Seemanns und Haudegens im Film („Zwei kleine Bier und zwei grosse Korn, bitte!“) zog schon früh an den Starnberger See in den Süden des Landes. Ich habe ihn nie verstanden. Dafür haben wir im Gegenzug den Mann mit der Guitarre aus Niederösterreich bekommen. Man kann nicht alles haben.


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