Nachtschicht einer Neurochirurgin

Wie die Realität unmerklich in das Traumhafte und Unbewusste gleitet:

Ich stehe mitten im „Tanzsaal Nr. 2“. Sechs komatöse, beatmete Patienten liegen hier. Drei an jeder Wandseite. Der Nachtdienst hat gerade begonnen. Sechs Feten, verschlaucht von Kopf bis Fuß. „Wer wirklich gesund werden will, zwinkert bitte einmal mit dem rechten Auge“, fordere ich sie auf. Keine Regung. „Und jetzt bitte die, die weiterhin krank und abhängig bleiben wollen. Die zwinkern bitte einmal mit dem linken Auge“. Wieder keine Regung. Ich hoffe, die Schwestern haben mich nicht gehört. „Na gut. Dann machen wir hier weiter so, wie es medizinisch notwendig erscheint in der Hoffnung, dass das alles Eurem wahren Willen entspricht“. Was für ein Selbstbeschiss, funktioniert jedoch fast immer, um durchzuhalten. [Weiterlesen…]

Ein starkes Stück, miss_z. Good Night Sun, Good Morning Moon landet erstmal auf meinem Feedreader.


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