Der Unterschied zwischen Reden und Machen

Die einzige Möglichkeit zu erfahren, ob eine Geschäftsidee im Web, wie beispielsweise ein Online-Magazin oder Blogportal von den Lesern angenommen wird, ob Qualität von ihnen honoriert wird und ob das Ganze sich auch wirtschaftlich nach Marktpreisen trägt, ist eines zu realisieren und ins Netz zu stellen. Die User und Kunden werden zeigen, ob es ein Erfolg wird. Das Web ist das grösste und komplexeste Wirtschaftslabor der Welt. Instant Feedback.

So einfach ist das.

Alles andere halte ich für Meta-Meta-Geblubber. Wie bei den alten Männern, die den lieben Tag im Kafenion abhängen und über ihre glorreichen Tage und verpassten Gelegenheiten schwätzen. Hätte, wenn und aber. So wie auch jeder Fussballfan ein Bundestrainer ist und genau weiss, wie man hätte jedes verlorene Spiel eigentlich gewinnen müssen.

Ich halte es für interessanter, nicht nur über die Dinge zu reden, sondern mal hier und da auch eines umzusetzen. Das ist am Ende das Einzige, das zählt. Energien darauf zu verschwenden, warum etwas nicht funktionieren kann, halte ich für eine manirierte Diskussion. Viel produktiver ist, die gleiche Energie in die Konzeption und in die Realisierung einer Idee zu stecken und danach sich damit der Wirklichkeit zu stellen.

Natürlich kann man dabei scheitern. Natürlich wird man Fehler machen. Dummheiten. Aber auch grossartige Dinge können passieren. Alle Chancen und Risiken werden einem begegnen. Es ist ein grosses Abenteuer, das man gut vorbereitet bestehen muss. Eine Expedition in die weissen Gebiete einer Landkarte. Das ist es Wert. Und den anderen, die gemütlich zuhause am Ofen sitzen, denen gönne ich deren Palaverrunde, den neunmalklugen Hohn und Spott.

Ich habe Hochachtung vor denen, die mutig sind, eine Idee umzusetzen und bereit sind, den langen und gefahrenvollen Weg zum Erfolg zu gehen.

Das ist der Unterschied zwischen Reden und Machen.


9 thoughts on “Der Unterschied zwischen Reden und Machen

  1. Vielen Dank, das macht Mut. Schönes Bild: Expedition in die weissen Gebiete einer Landkarte. Genau das macht ja WYP auf zweierlei Weise: Umsetzen einer neuen Idee, ohne sich auf Erfahrungswerte direkter Vorbilder stützen zu könenn. Die Google Maps wird hier zur Projektionsfläche von Emotionen.

  2. Cem was du da schreibst ist die volle Wahrheit. Wenn ich solche Texte lese wie deinen, fühle ich mich immer wieder an ein kleines grünes Männchen mit spitzen Ohren erinnert. Und wie hieß es da im zweiten Teil „Tue es oder nicht, aber ein versuchen gibt es nicht.

  3. du sachst et wie et is, cem.

    die verschiedenen dimensionen des scheiterns sind auch so ne sache. stell dir vor, du spieltest mit anderen ein dir unbekanntes spiel, indem du alles, was die anderen machen, einfach nachmachtest. gewinnst du hier nur, lernst du nichts.

    mit diesen fehlern kann man natürlich besser umgehen, wenn man mit leuten drüber spricht. deren feedback von dem von dir grandios beklagten dünnsinn zu trennen, ist eine kunst für sich.

    ich mach dann mal weiter.

    .~.

  4. na cem.
    hattestu vor kurzem so ein erlebnis, dass du nun mal dampf ablassen wolltest?
    du hast absolut recht.
    die meiste energie geht fürs reden und überzeugen und probleme aus der welt schaffen drauf.

    männer denken in problemen, um danach was zum lösen zu haben.

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