Wo macht Microblogging Sinn…

…ausser zum privaten Vergnügen und zum Zeitvertreib?

Überall dort, wo im echten Leben annähernd zeitkritische, spontane und kurzgefasste Kommunikation gefragt ist. Diese Kommunikation kann direkt 1:1 oder auch 1:n via Subscriptions sein. Überall dort, wo kurze Mitteilungen ausreichen, wobei diese Mittelungen alle grundsätzlich dokumentiert sind und auf verschiedensten Kanälen und Endgeräten miteinander ausgetauscht werden können: Web, Mail, IM,…

Beispiel-Szenarien:

  1. Mobile Servicetechniker, Taxifahrer, Lastwagenfahrer und Zentrale im Austausch von Aufträgen oder adhoc Meldungen
  2. Technische Endgeräte (IT, Geräte, Maschinen, Motoren,…) mit Statusmeldungen an Servicetechniker oder Einsatzkräfte
  3. Einsatzkräfte im Katastrophenschutz
  4. Wetterdaten, Hochwasserdaten, Olympia-Medaillen an Consumer

Welche noch? Brainstorming…


27 thoughts on “Wo macht Microblogging Sinn…

  1. also IMHO kann man all diese Funktionen auch mit anderen Systemen genauso gut oder meist sogar besser abhandeln.
    Jabber z.B. kann man für wahnsinnig viele Zwecke als „Allheilmittel“ einsetzen, seien es aggregierte Benachrichtigungen n:m Unterhaltungen (MUC) oder Rundnachrichten (1:n)

  2. Ist vielleicht öfter auch mal einfach nur eine Frage der Namensgebung. Wenn heute ein Herr in der Taxizentrale an alle Taxen in einem bestimmten Areal die Nachricht über einen neuen kunden sendet, dann eine Taxifahrerin mit einem Knopfdruck den Auftrag annimmt, könnten wir das dann Microblogging nennen?

  3. University of Pennsylvania Campus Police wollen Microblogging als Infoservice für die Studenten einsetzen. Hab ich, glaube ich, schon mal drüber gebloggt. Bin aber jetzt zu faul nachzusehen.

    Ich könnte es mir auch intern als eine Art Projektticker vorstellen, eingebunden mit SharePoint, wenn das ginge…. *schwärm*

  4. Cem fuer meine Frage kuerzlich haetten Kollegen von mir sicher Gartner bemueht, um eine der ‚verbindlich im unverbindlichen‘ Antworten zu erhalten. Das haette superviel gekostet und kaum praktische Relevanz.Dann lieber die Crowd gefragt :-)

  5. das passt zu deinem Post über die Schule von neulich, wird die Vermittlung von solchen Lösungsstrategien kaum/nicht/nie in der Regelschule vermittelt. Nicht alles zu wissen ist entscheidend, vielmehr wo man das benöigte Wissen schnell auf/abgreifen und sich nutzbar machen kann. Ich habe das (leider/gottseidank) erst nach einem gescheiterten Versuch Elektroing. zu werden erkannt. Seitdem klappt das aber meistens ganz gut .

  6. Wenn man die genannten Beispiele oben (insbesondere Maschine-Maschine-Kommunikation) sich anschaut, kommen auch Themen wie Message Broker (CORBA et al) und andere Message Queue-Dienste (AWS SWS, MQ Series) in Spiel. Garnicht zu reden von EDI, SAP XI, xMPP etc. Schon bei der Kommunikation zwischen Systemen im Shop-Floor-Bereich wird ja nicht ohne Grund von „Telegrammen“ gesprochen. Womit wir wieder beim alten Schlauch wären…

  7. Ich finde ja gerade die Zeitungen könnten davon profitieren. Haut mir die Headlines in 140 Zeichen, verlinkt vielleicht noch auf die Artikel und ich wäre glücklich.

    Da ich eben keine Zeitungen lese, mir taz.de oder zeit.de als RSS-Angebot auch viel zu umfangreich wären, fände ich so einen kleinen Twitter-Ticker ganz nett.

    Da hattest du, glaube ich, auch schon drüber geschrieben, nur leider waren die Resultate dann etwas mager.

  8. Ich mag das, was REM mit Twitter macht. Begleite deine Lieblingsband auf Tour. Setlisten von Soundchecks und Gigs in dem Moment wo’s passiert. Wahrscheinlich gibt’s bei REM einen extra Twitter-Roadie. Sehr liebevoll gemacht. Als Musiker kann Twitter aber auch zum Stressfaktor werden. Wie twitterte Henry Rollins unlängst?
    „I find it somewhat fucking ridiculous that over 10,000 accounts are now following me here, some of them expecting me to respond to DMs?“

  9. @Cem Ich dachte vor einem Jahr, als ich bei Twitter nach Musikern und Bands suchte, eigentlich auch, dass das Twitterdingens für Musiker und Fans interessant sein könnte. Das Suchergebnis war aber eher ernüchternd. REM nutzen das imho sehr gut. Quasi als Liveticker bei Soundchecks und Gigs. Tom Petty gab’s auf Twitter zu einem einzigen Gig (beim Finale im Super Bowl). Henry Rollins, eigentlich ein Mann des Wortes, nutzt Twitter leider nur sehr sporadisch. Snoop Dog interessiert mich herzlich wenig. Das war’s dann auch schon bei den etwas Namhafteren. Ansonsten folge ich bei Twitter nur noch meiner eigenen kleinen Kapelle und einem US-Drummer und Studiotechniker, der neben Twitter u.a. auch Live Video Streams seiner Studioarbeit ins Netz stellt.

  10. Oben war ja schon die Rede vom Wein, allerdings vom alten in den neuen Schläuchen (oder war’s umgekehrt?). Ein Twitter-Wein-Tasting gab’s gerade, und wir hatten’s ja auch schon mal für die Microblogging Conference angedacht. Ob das dann wirklich Sinn macht? Ausprobieren ;-)

  11. Kann bisher wenig mit Twitter und Co. anfangen, inzwischen probiere ich identi.ca mal aus.
    Und ich frage mich immer noch wo der berufliche Nutzen für diese Dienste liegen könnte. Oder ist es einfach eine nette Spielerei im Web? Die bisher hier vorgeschlagenen Ideen sind für mich keine Killerapps.
    Mal sehen wo der Zug hingeht. Vielleicht gibts auf der Microblogging Conference Antworten?!

  12. Noch ein paar Ergänzungen:
    -Mitteilung wann der Bäcker um die Ecke mit dem Billigverkauf seiner Restware beginnt
    -Zeitpunkt der Behebung eines mehrtägigen Fehlers in rss-freien Webanwendungen
    -Unwetterwarnungen
    -Bekanntgabe neuer Crowdsourcing-Aufgaben für Ideenfindungen (z.B. Brainr,i.a. haben Fragesteller nur wenig Geduld und jeder Abbonent könnte in seinen Zwangspausen bereits Ideen vorbereiten)
    -Erinnerung an gleich beginnende Sonderveranstaltungen oder Vorträge auf Groß-Messen
    -Information über aktuelle Zugverspätungen > 10 min des Bahnhofs (hat es Sinn trotz eigener Verspätung weiter zum Bahnhof zu fahren, oder kann ich erst mal unterwegs aussteigen und den nächsten Zug bequem erreichen ?)
    -Durchgabe aktueller prozentualer Besucherdichte auf dem städtischen Weihnachtsmarkt (momentan ist weniger Gedrängel, da könnten wir mal hin)
    -Im Zoo: „Der Tiger ist wieder im sichtbaren Bereich seines Geheges“
    -„Der Info-PC hat gerade eiinen Blue-Screen“ an Servicegruppe (automatisch im Kundenbereich ausserhalb der Geschäftszeiten, da nutzende Besucher keine Signalmöglichkeit haben)
    -Last-Minute-Restplätze bei der Mitfahrerzentrale in Stadt A nach/über Region B eine Stunde vorher
    -attraktive Schwerpunkte noch laufender und zu gering besuchter Ausstellungen der Stadt
    -„folgende häufig nachgefragte Literatur ist ohne Vorbestellung gerade wieder in der Bibliothek verfügbar …“
    -„Im C-Club unserer Stadt haben wir festgestellt daß heute zwei Spezialisten zu D/E anwesend sind, das ist daher unser heutiges Thema“
    -um 20.00 Uhr feststehende Themen des Meetings am folgenden Tag (damit Teilnehmer überhaupt Vorbereitungszeit haben)
    -kurzfristig zu besetzende Stellen
    -Orte „freigelassener Bücher“ beim Bookcrossing
    -Inhalt der Stadtwette bei Wetten-dass um noch viele Nachtaktive in die Aufgabe einzubeziehen
    -Wann der Reisebus 7 des Unternehmens AB das Ziel oder die Heimat erreicht (sichere Fahrt, abholen bei früherer Ankunft)
    -kurzfristig zeitweilige Umleitungen und Verkehrsstaus im Nahverkehr

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