Realitycheck

Oliver Wagner in Quo Vadis Microblogging?

Vor wenigen Tagen lernte ich zufällig meinen neuen Nachbarn im Treppenhaus kennen. Ganz selbstverständlich fragte er mich, wie meine Rückfahrt aus Hamburg am gleichen morgen war und was die Dreharbeiten in meiner Wohnung machen. All diese Informationen hatte er als Abonnent meiner Tweets erhalten. Bislang kannte ich diese Situation nahezu ausschließlich von Konferenzen, Barcamps und allen anderen “Branchentreffen”. Diese plötzliche Ankunft im Alltag, quasi vor der eigenen Tür in Gütersloh, ist für mich deutliches Indiz für das Überschreiten einer Schwelle und dem Eintreffen in der Realität. Ebenso wie die Freunde und Bekannten, die mit Blogs und Social Networks bislang wenig anfangen konnten – Twitter hingegen mit wachsender Begeisterung nutzen. Microblogging hat seinen Platz zwischen all den anderen modernen Kommunikationskanälen gefunden und nichts spricht dagegen, dass sich dieser immer weiter ausdehnen und weitere Kreise ziehen wird.

The eagle has landed.


5 thoughts on “Realitycheck

  1. Mir passierte das bisher nur bei Leuten die ich zuerst im RL kannte…
    Sprich Personen wie Toranor, den ich im Studium kennen lernte oder alte Freunde, mit denen sich über Webdienste auf Dauer einfach besser Kontakt halten lässt als über Treffen. (Von meiner Geburtstadt Zschopau nach Dresden bin ich doch mal eben eine anderthalbe Stunde unterwegs, das ist relativ zu anderen noch harmlos, reicht aber bereits um für Bekannte von dort nur noch sehr selten zu sehen zu sein.)

  2. Ich finde es immer sehr strange wenn ich von Leuten aus meinem sehr privatem Umfeld auf Onlineaktivitäten angesprochen werde und versuche das so weit es geht zu trennen und nicht zu sehr gläsern zu werden. Ich glaube es ist unheimlich wichtig sich immer vor Augen zu führen was man mit 140 Zeichen auslösen kann und auch die Privatsphäre anderer Menschen zu respektieren über die man twittert.

  3. bei mir im freundeskreis wird das alles noch viel zu wenig genutzt. ich bekomme irgendwie nix mit und „muss“ tatsächlich noch telefonieren um herauszufinden, was in der alten heimat los ist…

  4. Seitdem ich in meinem Blog nicht nur über berufliche Dinge, sondern auch über privates Berichte, fühle ich mich schon etwas gläserner als vorher, aber letztlich muss man Wissen, wofür man das Ganze macht. Beruflich gesehen finde ich es nur vorteilhaft.

    Herzliche Grüße

    Melanie Waldhardt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s