Die 9 wichtigsten Vorteile des Microbloggings

Ihr macht es. Ich mache es. Sogar Barack Obama macht es. Aber wozu machen wir es eigentlich?

Jetzt hat es auch die deutsche Wirtschaft entdeckt und listet die neun wichtigsten Vorteile des Microbloggings für die Unternehmenskommunikation auf:

  1. Öffentliche Meinung verfolgen („Marktforschung“). Sie erfahren Meinungen, Ansichten von Marktteilnehmern schnell, ungefiltert und komprimiert.
  2. Feedback und Ideen sammeln. Sie können laut nachdenken und sich Einfälle holen.
  3. Lösungssuche. Sie erhalten schnell Antworten und Lösungen, wenn Sie Informationen, Rat oder etwa einen neuen Designer suchen.
  4. Online Relations. Sie können ihre Netzwerke mit niedrigem Aufwand ausbauen, Kontakte pflegen und direkt erreichen.
  5. Informationen teilen. Sie können zeitnah etwa über Links Hinweise auf interessante Inhalte weitergeben oder über die von Ihnen organisierte Veranstaltung.
  6. Channel-Funktion. Sie können Twitter & Co als einfache Kommunikationskanäle für Veranstaltungen oder Themen nutzen. Relativ unabhängig vom Ort entsteht ein dauerhafter und hochaktueller kleiner Nachrichten- oder Informationsticker.
  7. Projektmanagement. Bei einfachen Projekten können die Projektteilnehmer einzelnen Akteuren jeweils unkompliziert ihren Stand via Twitter mitteilen. Alle wissen dann etwa über SMS oder ihr jeweiliges Medium über den aktuellen Stand Bescheid, d.h.: schnellere Informationsverteilung z.B. an Veranstaltungsteams, Vertriebler, Promoter.
  8. Persönliche Marke. Wie andere Werkzeuge können Sie Micro-Blogging nutzen, um Ihre persönliche Marke aufzubauen und sich mit sinnvollen kurzen Gedanken bekannt zu machen.
  9. Linkbaiting.  Sie können auf ihre neuesten Blog-Einträge verweisen und so ein klein wenig Linkbaiting betreiben und andere Nutzer dazu bewegen, ebenfalls auf Sie zu verlinken.

Ja, natürlich kann man auch damit kurze private ad hoc Statusmeldungen in die Gegend pusten. Was ja auch am meisten Spass macht.


18 thoughts on “Die 9 wichtigsten Vorteile des Microbloggings

  1. Hey, super Artikel! Interessant, auch mal die eigenen Motivationen so aufgefusselt zu sehen. :) Und passt hervorragend zur aktuellen Fragestellung in meiner XING-Gruppe, danke also!

  2. Hochinteressante Ansichten. Kann ich bestens nachvollziehen. Ist halt so wie im „richtigen“ Leben auch, man muss sich das rauspicken, was für einen Sinn macht…
    Erstaunlicherweise reagiert auf mein Posting mit Link-Hinweis über die erste Twitter-Lesung weder in Stefanies Gruppe noch in meiner Regionalgruppe bei Xing, noch in meinem Blog darauf. Scheint also für die meisten kein „Thema“ zu sein. Schade! Die Menschen sind einfach zu wenig neugierig/interessiert.
    Danke für den Beitrag, lieber Cem! Und danke für den Link, liebe Steffi!
    Herzlicher Gruß von Renate

  3. Darf ich mal aus dem verlinkten Artikel zitieren:

    Online-Tagebücher und Weblogs sind längst Standardmittel der Unternehmenskommunikation..

    Mal im Ernst, solange PR’ler so einen Dünnsinn schreiben, solange werden Microblogging & Co auch nicht zum „Standardmittel der Unternehmenskommunikation“ werden. Ist auch nicht wirklich bedauerlich. Und so wie es auch im Einzelfall funktionierende Unternehmensblogs gibt, so wird es auch im Einzelfall gelingen Twitter und Co (identi.ca wird übrigens in dem von dir verlinkten Artikel nicht erwähnt) zu einem Mittel der Unternehmenskommunikation machen. Vielleicht gibt’s ja auch eines Tages sinnvolle Anwendungen für Second Life? Second was? Das next big business Ding aus dem letzten Jahrtausend. Oder war das erst letztes Jahr?

    Mal im ernst: hausinterne Kommunikation läuft über eMail. Die Elektropost ist nicht tot. Auch wenn Twitter-vernarrte PR’ler das gern behaupten. eMail funktioniert. Auch auf dem mobilen Sprechknochen. Und die Kommunikation „nach draussen“? Dafür wäre ein 140-Zeichen Dingens tatsächlich ein brauchbares Mittel, wenn… ja wenn Kommunikation nach draussen überhaupt gewünscht wird. Wenn ich mir die Websites grosser Unternehmen so anschau, dann fällt mir vor allem eins immer wieder auf: Kommunikation ist nicht erwünscht. Und dann jemand abstellen, der mit 140 Zeichen im Sinne des Unternehmens twittert? Hmmm. Ich glaube nicht, Al.

    Wie gesagt, im Einzelfall mag der 140 Dienst auch für Unternehmen toll sein. Letztens hab ich mich zB gefreut, das eine meine Lieblingskonzertagenturen twittert. Aber auch da zeigte sich, das Anfangs viel Schwung in der Sache war und dann der (notwendige) lange Atem fehlte. Plötzlich herrschen wochenlange Funklöcher. Schade. Das es auch anders geht, zeigt die Band REM, die man ja durchaus auch als Unternehmen bezeichnen kann. Die Liveticker-artigen Berichte des REM Road Dog sind imho ein feiner Service.

  4. @cemb Das seh ich auch so. Ausserdem ist der verlinkte Artikel schlecht recherchiert. Kein Wort über die Bedeutung von Katzenbildern in der Unternehmenskommunikation. ;)

  5. Mein Catsultant sagt:

    Die 6 wichtigsten Vorteile von Katzenbildern fuer die Unternehmenskommunikation:

    1. Mit Katzenbildern und insbesondere LOLcats koennen sie viel direkter kommunizieren: „you iz likz our productz!! kthxbye!“
    2. Ihr Image wird sofort viel netter und knuddeliger: Iiiiih, ein boeser Grosskonzern! Aaaaaaaaaah, sieh mal, eine suesse Katze! Die muessen nett sein!
    3. Katzen erzeugen Links (aka linkbaiting), Blogger werden sie lieben: Oh, eine Katze, muss ich gleich bloggen!
    4. Sie erzeugen sofortige Identifikation mit Ihrem Unternehmen (aka persoenliche Marke): Guck mal, die Grosskonzern-Katze mit dem niedlichen schwarzen Punkt auf der Nase.
    5. Immense Kosteneinsparungen: 5 PR Fuzzis kosten viel Geld, eine Katze nur ein paar Dosen Katzenfutter. Welch ein Sparpotential in den Zeiten des Credit Crunch!
    6. Miaow!

  6. @Cem Ich versuche mich an Gruppenmoderation. Web for Women. :)

    @Renate Bitte, bitte. Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie schnell sich die Leute von neuer Technologie erschrecken lassen. Angucken kostet doch nix!

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