Filmstoff

Wo ich Herrn Merlix‚ augenzwinkernd handgeschriebenes Horoskop der Woche regelmässig unregelmässig so lese, frage ich mich jedesmal, ob Sternendeuter nicht doch irgendwie damit Schicksal spielen. Ein Horoskop nicht als Vorherschau der Möglichkeiten, sondern als selbsterfüllende Prophezeiung. Gar als ein subtiles Machwerk, um sich und sein Umfeld in die gewünschten Bahnen zu lenken. Als eine kleine Manipulation und Weichenstellung zu Liebe, Geld und Gesundheit in seinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis. Ein Nebensatz hier und da. Eine winzige Wendung in der Wortwahl. Schon zupft man leicht am Schicksalsfaden in die ersehnte Richtung. Strippenzieher in der Comédie Humaine. Die Versuchung wäre gross, bestimmte Sternzeichen zusammen oder auch auseinander zu bringen. Als Lenker im Hintergrund. White magic. Or black.

Doch Herr Merlix ist zertifizierter Astrologe und unbestechlicher Herr der Zahlen und Tabellen. Und moralisch von höchster Reinheit. Ich weiss das. Ich kenne ihn. Sowas macht er nicht. Niemals. Im alten Babylon und im Ägypten der Pharaonen bis hin zum zaristischen Russland war das aber durchaus nicht unüblich…

Es wäre ein grossartiger Stoff für eine Novelle oder einen Film in der Jetzt-Zeit. Der Astrologe des Lokalblatts als Drehbuchautor des Lebens in seinem Viertel. Daraus ergäben sich fantastische Geschichten über Irrungen und Wirrungen. Passend dazu die Musik von Robert Plant und Allison Krauss mit folgenden Worten.


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