venteria wird eingestellt (Update 3)

Dennis Blöte und Sören Weber, die Schöpfer von venteria, schmeissen hin! Im venteria Blog schreibt Dennis ausführlich über ihre Gründe. Es dürfte beiden nicht leichtgefallen sein, das Freizeitprojekt aufzugeben. venteria, ehemals wevent, der „soziale Veranstaltungsplaner“ wird eingestellt. Fast genau zum Jahrestag der Umbenennung. Aus Mangel an Zeit und sicher auch an Ressourcen. Sehr schade!

Respekt euch beiden! venteria ist ein schönes Projekt (gewesen). Ich weiss, es steckt viel Herzblut von euch beiden darín. Ein winziger Tropfen sogar auch von mir.

Vorschlag: Anstatt es komplett einzustampfen, gebt es doch als Open Source frei. Oder findet eine Gruppe oder jemanden, der es mit einigen weiterbetreut. Ich denke, es finden sich Leute dafür. Oder verkauft es meistbietend. Ich weiss, ich bin normalersweise kein Freund von Auktionen, doch in diesem ganz besonderen Fall…

Also zusammengefasst, welche Optionen gibt es? (Updates)

  1. Open Source (hat Dennis schon Stellung genommen in der facebook Gruppe)
  2. Vertrauensvoll an ein Nachfolgeteam (pro bono o.ä., Favorit-Option von venteria)
  3. Auktion (unfein, aber in diesem speziellen Fall OK)
  4. Komplett einschlafen lassen (sehr schade!!)
  5. Update: White Label Lösung (schliesst Dennis aus)
  6. Update: Verkauf der kompletten Software an einen Dritten
  7. Weitermachen wie bisher (schliesst Dennis aus)

Welche grundsätzlichen anderen Optionen gibt es?

Wer hat Interesse „venteria“ professionell zu übernehmen?

Was meint ihr dazu?

Auf facebook gibt es eine „Save and Rescue“ Gruppe: let’s venteria!

Bevor das Blog auch noch weg ist, habe ich mal den ganzen Text von Dennis‘ letztem Post sicherheitshalber hierhin kopiert: 

Gleich springt die Uhr auf 0…

10. Februar 2009

Nachdem die Seite grad wieder da und somit das Chaos perfekt ist, finde ich jetzt auch die Zeit mich zu dem was los war zu äußern. Zunächst einmal tut es mir leid, nicht mehr von mir gegeben zu haben, als das Musikvideo – auch wenn es wunderbar passt und somit als Statement für sich stehen kann.

Was geschah: Samstag morgen bekam ich ein paar Tweets mit dem Hinweis, die Seite sei schon länger nicht mehr erreichbar – ich selbst habe es nicht gemerkt, weil ich venteria selbst nur noch unregelmäßig nutze. Darauf hin habe ich versucht das Problem zu beheben und bin kläglich gescheitert. Irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich mich selbst gefragt habe, was ich hier eigentlich mache, denn ich hab Samstag morgens normalerweise andere Dinge zu tun. Beim Thema Zeit sind wir beim entscheidenden Punkt [1]: Sören und ich haben schon länger nicht mehr selbige, um uns in dem Maße um die Seite zu kümmern, wie sie es eigentlich bedarf. Von der Weiterentwicklung mal ganz abgesehen kann es immer mal wieder vorkommen, dass etwas mit dem Server nicht stimmt und keiner von uns die Zeit hat, sich direkt drum zu kümmern. Soviel zur Rechtfertigung – ich denke es gibt keinen Grund, dass man sich dafür so stumpf dissen lassen muss…

Daraus habe ich den Schluß gezogen, dass es wohl das beste und ehrlichste wäre, die Seite zu schließen – denn wie wir spätestens die letzten Tage festgestellt haben, liefert die Plattform zumindest für einige Leute Infrastruktur, auf die sie sich verlassen – und eben das können wir aktuell nicht garantieren. Nichtsdestotrotz zeigt der Zuspruch den wir bekommen haben auch, dass es vorerst dumm wäre, die Seite vom Netz zu nehmen, nur weil mal der Server ausgefallen ist. Was also tun?

Das würde ich hiermit sogar gerne zur Diskussion stellen, denn schon vor dem Ausfall haben sich Leute angeboten, uns zu unterstützen. Dabei ist keine finanzielle Unterstützung gemeint, sondern vielmehr die Zusammenstellung einer Gruppe von Leuten, die sich sowohl um Weiterentwicklung als auch um den Betrieb kümmern. Über das was und wie müsste dabei sicher geredet werden, aber es wäre ein Versuch, der immerhin besser wäre, als die Seite ganz vom Netz zu nehmen. Sie bleibt somit erstmal, bis eine Lösung gefunden ist.

Für uns war das Projekt immer Spaß + X. Dabei haben wir – wie ich es gerne formuliere – in Naivität gebadet (und tun es wie man sieht immer noch ;)). Grade das hat uns jede Menge Erfahrungen sammeln lassen und wir hatten das sichere Fallnetz, eh keinen kommerziellen Erfolg abliefern zu müssen.

Wer sich die Zeit genommen hat, das Lied sacken zu lassen, der wird vielleicht festgestellt haben, dass es eben auch so passend ist, weil es latent viel Optimismus mitbringt – Einsicht, alte Zöpfe abschneiden, Fahrt aufnehmen und so… um Sören und mich braucht sich also keiner Sorgen zu machen uns geht’s super und wir sind voller Zuversicht, egal was kommt.


12 thoughts on “venteria wird eingestellt (Update 3)

  1. Schade, gerade da es keine guten Seiten gibt die viele Veranstaltungen in der Umgebung abbilden. Hier in Irland sogar noch schlimmer, ist noch alles auf Dutzenden veralteten Websites verteilt, eigentlich keine Chance vernünftige Optionen zu Events zu bekommen, obwohl viel passiert.

    Brainstorming für die Open Source-Entwicklung: event searches (via Twitter), event aggregation / event crawling, event data formats / microformats, integration, event widgets,…

  2. Zum Thema: Wer hat Interesse “venteria” professionell zu übernehmen?

    Gestern haben ein paar Drupaler darüber geredet, so etwas wie Venteria mit Drupal nachzubauen, falls es endgültig eingestellt würde. Wenn ich es richtig verstehe, ist Venteria ja momentan eine Eigenentwicklung? Wenn es auf Drupal liefe, wäre es leichter zu managen, weil dann mehr Leute mal eben helfen könnten. Habe hier mehrere Interessenten, die Lust und Kapazitäten hätten. Meldet euch einfach, falls das für euch interessant ist.

    Gruß
    Anja

  3. Ich bin heut echt zu blöd, sollte halt nicht mehrere Sachen auf einmal machen. Sorry, du bist natürlich weder Dennis noch Sören und kannst somit wenig mit meiner Mailadresse anfangen. Ich geh mal Kopf auf Keyboard schlagen.

  4. Hey Cem,

    magst du mal die Absätze aus dem Zitat kontrollieren? Da ist was von unten nach oben gerutscht, daher liest sich das am Anfang etwas merkwürdig ;)

    Schönen Gruß nach Hamburg,
    Dennis

  5. @Dennis, ich habe das Ganze nun aus dem Original nocheinmal kopiert und eingefügt. Ich hoffe, es nun alles richtig. ich hatte vorher etwas umformatiert, dabei kann es etwas verrutscht gewesen sein. Sorry.

  6. @Mika
    Cometro macht auf mich einen guten Eindruck. Danke für den Tipp!

    Ich kann ich jedem, der sich mit einem nachhaltig tragfähigem Modell für ein Veranstaltungsportal erwärmen möchte, einmal eine andere Strategie vorschlagen anzudenken.

    – Denkt umgekehrt: Monetarisiert das Konzept bereits konsequent im Input mit einem Entgelt/Gebührenmodell für Veranstalter, nicht im Output mit Werbe-/Provisionserlösen

    – think global, surf local
    Konzentriert Euch auf Euren lokalen/regionalen Markt und geht dort in die Tiefe!
    z.B. (Metropol)region, kleiner Städteverbunde, kleinere Regionen
    80% of all ist hier Nutzerseits straight local.
    Machts da, wo Ihr Euch auch örtlich auskennt.
    Die nationale/globale Weltherrschaft kann noch später angestrebt werden.

    Bei uns läufts so recht ordentlich und wir sind mit der Entwicklung unseres Veranstaltungsportals mehr als zufrieden. Ich sehe hier ein sehr großes Potential für regionale Business-Ideen.

    Ich habe das Konzept und die Entwicklung von Frankentipps.de als Slide online:
    http://www.Frankentipps.de/presse

    Aber warnen muss ich auch: Es ist hier sehr(!) schwer, die Gratismentalität von einigen Veranstaltern abzuargumentieren. Lieber bleibt bei manchem der Saal leer, als dass er einen Penny für Onlinewerbung ausgibt. Viele PR-Dienstleister selbst können mit Online-Medien wie Web-Veranstaltungskalender erstaunlicherweise auch noch nicht so wirklich etwas anfangen. Die schicken noch immer lieber PMs per E-Mail, Post und Fax.
    Aber das alles ist primär nicht da Problem des Medienanbieters.

  7. „Ich habe das Konzept und die Entwicklung von Frankentipps.de als Slide online:“

    Sehr gute Präsentation mit Top-Konzeptanregungen. Wenn ich sowas mal mache, dann wohl ein paar Stufen kleiner, aber echt anregend, wenn man sich z.B. mit Placeblogs beschäftigt.

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