Rasender Reporter 2.0

Timo Heuer habe ich kennengelernt im August 2007, als er mit mir ein Video-Interview gemacht hatte. Ich habe eben lange gezögert, ob ich heute darauf verlinken sollte. OK. Hier ist es (NSFW!). Da habe ich gut 25-30kg mehr drauf. Vergleiche das mal mit den jüngsten Aufnahmen vom April 2009.

Timo ist in der deutschen Webszene allgegenwärtig, so scheint es. Er schwirrt auf vielen Barcamps. Ist einer der Initiatoren und Organisatoren von Lunch 2.0. War neulich auf einem Panel der re:publica’09 in Berlin. Er schreibt, er berichtet, er macht Bilder, auch bewegte, spricht, er hört zu. Unbeirrt. Er geht seinen Weg. Er lässt sich nicht durch Pannen ablenken. Grossartig. Sein Berufsziel: Journalist. Über Netizens, Techies und Webbies. Über die Neuen Medien, das Web 2.0.

Jetzt ist Timo für einige Tage in San Francisco. Nachzulesen in seinem Blog. In seinen ersten vier Tagen hat er schon eine Reihe interessanter und bedeutender Leute getroffen und sie aus seiner ganz persönlichen Sicht interviewt, gefilmt, fotografiert: Justin Hall, Jeff Clavier, Craig Newmark, Ken Thompson, Frederik Hermann, Chris Heuer, Loic Le Meur,… Er hat dabei auch bei Google, Facebook und Seesmic reingeschaut. Am besten gefällt mir bisher Justin Hall mit seiner unbändigen Begeisterungsfähigkeit. Ein tolles Video! Ich liebe es. Mehr Videos, aufgenommen mit seiner PhoneCam, sollen folgen.

Timos Reisebericht ist sehr persönlich und aus der direkten Wahrnehmung. Da wird nicht theoretisiert. Da redet und schreibt jemand nicht über etwas, sondern berichtet, was er direkt erlebt und sieht und hört. Er will etwas erfahren. Keine Meta-Diskussionen. Er macht einfach. Manches wirkt zwar gelegentlich etwas holprig oder unbeholfen, aber es ist immer echt. Das finde ich Klasse, Timo!

Ach, hatte ich es schon erwähnt? Timo ist 17 Jahre jung. Er dürfte nicht einmal einen Xing-Account haben, sich offiziell einen „Erwachsenen-Film“ anschauen oder hierzulande ein Auto fahren. Aber Reportagen schreiben, das kann er.


6 thoughts on “Rasender Reporter 2.0

  1. Stimme ich zu. Was mir besonders gefällt ist, dass er alles ungezwungen angeht. Ich denke viele hätten Hemmungen und würden denken, dass es zu schwer sei, dass sie es vielleicht nicht hinkriegen. Er macht es einfach. Und wenn es mal holprig wird, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen. Sehr sympathisch. Damit hat er sich diese Hommage verdient und kann jetzt in Ruhe seine Altersteilzeit antreten ;)

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