Rest in Peace: RSS

Steve Gillmor, editor at TechCrunch IT and Head of the Gillmor Gang, sayz:

It’s time to get completely off RSS and switch to Twitter. RSS just doesn’t cut it anymore. The River of News has become the East River of news, which means it’s not worth swimming in if you get my drift.

He continues further on:

Twitter, Facebook, FriendFeed – whatever they grew from, they morphed into a realtime CMS for the emerging media. Twitter, not RSS, became the early warning system for new content. Facebook, not RSS, became the social Rolodex for events, casual introductions to RSS’ lifeblood, the people behind the feeds. FriendFeed, not RSS, captured the commentsphere. RSS got locked out of its own party.

Dave Winer, inventor of RSS, comments on this:

Nicely written piece, and you can tell that you love RSS, which of course I do too. :-)

Sad to say, but I believe Mr.Gillmor is right. Almost.


28 thoughts on “Rest in Peace: RSS

  1. Yeah, yeah, e-mail is dead, blogs are dead, this is dead, that is dead, next twitter is dead, then something else is dead.

    The only thing that’s really been flogged to death are xyz is dead predications/proclamations.

  2. Im Gegenteil — RSS hat einen unschlagbaren Vorteil gegenüber Twitter: man muss einen Link nicht erst anklicken, (expandieren), zum Browser wechseln, und dann kann man den Text erst lesen. In einem RSS Reader passiert das ohne spürbare Verzögerung.

    Dazu kommt noch, dass man bei Tweets mit Links nur selten erkennt, wohin der Link führt, weil er über irgendeinen Service abgekürzt wird. Wie oft habe ich schon auf einen Link geklickt, nur um zu erkennen, dass ich das schon gesehen habe?

  3. Nur weil es in’s Konzept paßt, muß es nicht richtig sein, Cem.

    Richtiger wäre es, zu sagen, die beiden Dienste dienen unterschiedlichen Nutzen, beide haben ihre Stärken und Schwächen, etc. sie können ohne Probleme und gut nebeneinander existieren, weil …

    Du sollst hier lieber die Vorteile von Twitter in einer 10-Punkte-Liste herausarbeiten, statt in das RSS-Requiem einzustimmen, falls Du etwas pro Microblogging tun möchtest. ;-)

    Mich würden Deine Punkte interessieren …

  4. @ Boogie

    Ich nehme an die Mehrzahl der Minnesaenger ist inzwischen tot, meines Wissen sind die meisten von ihnen nicht unsterblich. Demzufolge duerfte eine nicht unerhebliche Anzahl von Minnesaengern inzwischen verstorben sein.

    Oder habe ich Deine Frage falsch verstanden?

  5. @ralf schwartz, ich gebe Gillmor insofern nicht recht, dass es kein ‚entweder/oder‘, entweder Twitter oder RSS, ist. Aber in der Tendenz deutet es sich schon an, dass Microblogging-Formate RSS anfangen zu ersetzen. In der Tendenz. Nicht absolut. RSS würde ich also nicht auf den Müllhaufen werfen. Jedes dieser Formate hat seinen eigenen Nutzungswert. Der von Microblogging aka Twitter ist in vielen Faktoren versatiler. Natürlich hat RSS noch einige einmalige Vorteile, die Microblogging nicht bietet.

  6. Klar hat Gillmor recht. RSS hat es nicht geschafft, bekannt zu werden und breitere Kreise zu erreichen. Wenn ich meine Kollegen nach RSS frage, können die wenigesten was mit anfangen. Dagegen ist twitter ein einfach zu bedienender Dienst.

  7. @Armin Singer/Songwriter sind für mich sowas wie die Minnesänger der Neuzeit. Wollte damit nur sagen, das selten etwas wirklich ausstirbt. Es ändert sich vielleicht, passt sich an, entwickelt sich. Radio hat die Zeitung nicht ersetzt, Fernsehen nicht das Radio und dieses Webdingens wird auch den Minnesänger nicht zur Strecke bringen.

    @Tim Auch in meinem Bekanntenkreis ist RSS eher ein Fremdwort. Erklärungsversuche meinerseits enden meist mit der Frage: „Und warum klick ich mich nicht gleich auf die Seite wo ich was lesen möchte?“ Allerdings hat auch Twitter in meinem Bekanntenkreis keinen guten Ruf. Einfach? Nein, alles andere als einfach. „Was ist dieses Followerdingens? Was’n Hashkeks? Ist dieses @-dingens nicht was mit eMail? DM? Ich dachte das heisst jetzt Euro? RT? #wtf? Warum lädt dieser Chat nicht automatisch nach, wenn jemand was geschrieben hat?…“ u.s.w. Auf meine Frage: „Twitterst du auch?“ ist die verbreiteste Antwort jedoch: „Nee, hab‘ keine Zeit für so’n Quatsch“.

  8. @caschy Sich in einem Blog darüber unterhalten ob Blogs tot sind, ist irgendwie ironisch. Die Blogkultur besteht doch aus Diskussionen.

    Ich glaube auch eher an eine Hegemonie von Twitter und RSS, beides hat seine Schwächen und seine Nachteile. In gewisser Weise erinnern mich die beiden irgendwie an StudiVZ und Facebook; Facebook ist deutlich ausgereifter und umfassender, aber weil es so maßig ist, kommen Viele damit nicht zurecht. Solche Leute melden sich dann ja auch im StudiVZ an :\ Btw die haben jetzt auch schon ihr internes Twitter, wie überraschend.

  9. Als Fotograf ist für mich twitter völlig unbrauchbar. Beim RSS kann ich Bilder zur Verfügung stellen. Ich mache halt Bilder und keine Textschnipsel.

  10. @Cem Verstehe nun Dein ‚almost‘ besser. Folge Deiner 9 Punkte Liste. Vielleicht sollt eman mal eine machen, die beschreibt, was stört, nervt, besser zu machen wäre.

    Mich nervt zB sehr, daß man nicht zwischen privatem Gebrabbel und relevanten News unterscheiden kann. Finde beides irgendwie gut und wichtig und schön zu haben, aber bitte nicht durcheinander. Naja.

  11. Hm, da muß ich mal drüber schlafen, Cem. Kann nichts versprechen.
    Momentan bin ich noch auf diesem Niveau (aus einem alten Post):
    „‚Hi, ich vegetiere auf hohem Niveau so vor mich hin‘, ist die Kernbotschaft eines durchschnittlichen Tweets in unserer medial gebildeten Welt. Entsprechend bescheiden ist der individuelle Erkenntnisgewinn.
    Twitter ist nicht mehr als die ergonomische Alternative der Hallux valgus am Daumen erzeugenden SMS.
    Tsunami-Warnungen und Befreiungen aus dem Gefängnis sind selten geworden.“

    (Habe die Veränderung übrigens bemerkt. Cool! ;-)

    Hier ein vielleicht für Dich interessanter Post:
    http://www.jackhumphrey.com/fridaytrafficreport/download-what-are-you-doing-twitter-guide/

  12. @ralf schwarz, eine Ordnung hast du ja schon für dich in Twitter geschaffen, um zwischen Signal und Geräusch zu unterscheiden: Du hast für jeden Zweck (Blog, Privat) jeweils unterschiedliche Accounts (insgesamt vier?). Da kann sich jeder Follower entscheiden, wobei er dir zuhören und reagieren möchte. Finde ich gut.

  13. Ja, im Grunde ist die Aufteilung wie folgt:
    Ich auch. ;-)
    1 – mediaclinique.com : klinik für mediale prävention // get well soon! > twitter.com/mediaclinique > über Marken und Medien
    2 – ragebuch : der finger in der wunde // a mind-box magazine publication > twitter.com/ragebuch > über all das, was mich so am Tage nervt
    3 – inspirationleader.com : inspiration for a new and distinctive leadership > twitter.com/rsccc > über Inspiration für Führungspersönlichkeiten in Job und Privatleben
    (4 – rs selbst ist mehr oder weniger inaktiv)

    Ich followe nahezu gar nicht, dadurch wachsen meine Follower auch nicht mechanisch, sondern organisch. Und wer den Medienticker des Perlentaucher regelmäßig liest, braucht ragebuch nicht zu folgen, weil es dort den ragebuch-Tweet des Tages gibt.

  14. Überall nur Schwarzseher :)
    So ein Quatsch.
    RSS ist ein technisches Format, dass sich langsam und stetig als strukturierter Inhalteträger, sprich ‚auch technisch verarbeitbares Medium‘, weiter entwickelt.

    Greg, der nun wirklich tagtäglich RSS ein- und ausatmet, hat einen lesenswerten, sehr konkret gehaltenen Artikel verfasst:

    Enterprise RSS – the State of the Industry
    http://www.rassoc.com/gregr/weblog/2009/01/15/enterprise-rss-the-state-of-the-industry/
    Greg Reinacker (NewsGator), Greg is the founder and CTO of NewsGator Technologies, Inc.

    S.a.: Geschichte von XML

    Und jetzt bitte alle RSS R.I.P. Schwarzseher bite wieder hin legen :)

  15. Kleine Ergänzung: Auf der OMB Mailingliste wurde ganz konkret für das Vernetzen von Microblogging Servern das ATOM Format gegenüber dem bisher verwendeten plain-text befürwortet. Eben wegen des überragenden strukturierten Mediums.

    Ob der Konsument nun RSS, ATOM, OMB, PAL, NTSC oder andere Akronyme versteht soll und darf keine Rolle spielen.

  16. Wenn Blogs der Höhepunkt und damit der Abgesang auf das geschriebene und gedruckte Wort, (den homo typographicus) sein sollten, dann wäre Twitter the last frontier. Die letzte Herausforderung an den Buchstabenmenschen. Zwei Minuten Konzentration, in Echtzeit übertragen. Natürlich kommt dabei meistens nur Nonsens raus. „Gerade mit Lona gefrühstückt. Butter ranzig“, oder so ähnlich. Kann aber auch die Chance sein, mal wirklich auf den Punkt zu kommen.

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