Next09: Twitterlesungen auf Business Events?

Sven Dietrich moniert die geringe Resonanz der Twitterlesung auf der Next09 in Hamburg und beklagt etwas die hanseatische Kühle und die fehlenden Lacher an den richtigen Stellen. Das hat mit „hanseatischer Kühle“ nichts zu tun. Twitterlesung gab es in Hamburg ja auch schon vor der Next09. Die kam sehr gut an.

Es hat etwas mit dem Rahmen zu tun, in dem man die Lesung hält. Twitterlesungen sind etwas für Eingeweihte und Verschworene. Für Twitterer. Es sind oft Insider-Jokes oder Running Gags oder Bonmots – und da muss man die Schreiber kennen. Das ist mindestens die halbe Miete des Witzes.

Ich konnte leider diesmal nicht an der Next09 teilnehmen. Dort schien mir, war diese notwendige kritische Masse an kundigen Twitterern offensichtlich nicht vorhanden. Ferner ist die Next09 eine Business-Veranstaltung, auch wenn es den oberflächlichen Anschein hat, auch ein Community Event zu sein.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Twitterlesung in Hamburg!


6 thoughts on “Next09: Twitterlesungen auf Business Events?

  1. Ich lese eben „Comedy“ statt „Community“ Event. Verfolge ich den Hashtag #next09, ist dieser freud’sche Verleser naheliegend. Die kritische Masse an Twitterern fehlte? An der Masse hat es sicher nicht gelegen. Kritisch? Nein, Fehlanzeige. Hab‘ ich auch nicht erwartet. Erwartet hätte ich allerdings weniger Banalitäten und Wiedergekäutes. Deutlich weniger. 140 Zeichen geben das her. Insofern kann man die fehlende Resonanz auf die Twitterlesung vielleicht gar positiv sehen. Immerhin, auf der Abschluss-Keynote wurde gemeinsam geklatscht und gesungen. Vielleicht wäre Twittersingen ein Business-Model?

  2. Das hatte man auch schon bei der Twitterlesung zum Politcamp09 mitbekommen. Wenn sich viele Tweets nur durch Hintergrundwissen über den Schreiber erschliessen, bleiben viele Lacher leider auf der Strecke.

  3. Stimmt, das habe ich blöd beschrieben, die andere Twitterlesung in Hamburg war super.

    Ich freue mich auch schon wie Bolle auf die nächste Twitterlesung.

  4. ja, unsere analysen gehen in eine ähnliche richtung. nochwas: es gibt vermutlich auch eine spezielle art von twitterhumor, auf die man erstmal konditioniert werden muss. und klar: insinder müssen noch mehr vermieden werden.

    aber vielleicht belässt man es doch lieber als communityformat. jedenfalls erstmal.

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