Was habe ich aus der Vodafone Kampagne gelernt?

Wenn du die Social Medien mit einer Kampagne erreichen willst…

  • biete ein konkretes Produkt oder eine Dienstleistung an. Das kann ein bestimmtes Endgerät sein, beispielsweise wie das G1, das T-Mobile im Januar 2009 angeboten hatte, oder einen besonderen Tarif oder etwas ähnliches. Generelle emotionale Image-Kampagnen ohne konkreten Nachrichtenwert und somit ohne Futter für Gespräche innerhalb der Communities funktionieren offensichtlich momentan nicht so gut.
  • beziehe nicht das Top-Management ein, wenn diese nicht aus den Social Medien kommt. Ihre Sprache klingt fremd. Die sprechen so seit vielen Jahren und die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Haltung, Spreche und Denke ändern ist gering. Wenn sie es aber doch tun sollten, dann beziehe sie unbedingt mit ein.
  • schaffe ein innovatives und inspiratives Klima für Dialoge und Aktionen. Lerne deine Kunden persönlich kennen. Und lass dich sehen, anfassen und ansprechen von ihnen. Zeig deine Produkte. Lass deine Dienstleistungen ausprobieren. Events sind ein guter Rahmen dafür. Hatte ich eigentlich schon das MBC09 SummerCamp in Köln erwähnt?

Alles andere ist Beiwerk. Oder nicht förderlich. Keep it simple.


18 thoughts on “Was habe ich aus der Vodafone Kampagne gelernt?

  1. Meiner Meinung nach fehlt der wichtigste Punkt: Führe Deine Kunden nicht in die Social Media Welt wenn sie dort – gelinde gesagt – umstritten sind. Apple passt, meinetwegen auch Starbucks, Adidas, Toyota (Prius), Bionade, Ikea etc pp. Aber nicht Unternehmen wie Vattenfall, Lidl – und eben auch Vodafone. Da hätte ich von S&F mehr Beratungsleistung erwartet.

  2. ich mag dieses mineralölkonzern-face der kampagne nicht – kaufe ihr ihre empathie nicht ab. dennoch muss man für testimonials & kreative verständnis haben, gegen DIESEN auftraggeber hatten sie nie eine chance, die oligarchische kaufkraft überzeugt einfach irgendwie/irgendwann jeden up&downloader.

    und natürlich hat sich vodafone nicht umsonst für S&F entschieden, bei dieser agentur konnten sie sich sicher sein, auf den geringsten widerstand ihrer interessen zu stoßen..

  3. Cem,

    bei Punkt 2 kommt es immer auf das Unternehmen an und wer der entsprechende Projektsponsor ist. Ich denke, dass es manchmal einfach so sein muss – auch wenn es nicht gut ist. Entsprechende Überzeugungsarbeit ist natürlich umso wertvoller.

    @Rallllle Das halte ich für falsch. a) verstehe ich nicht, warum Vodafone in der „Social Media Welt“ umstritten sein sollte und b) finde ich es prinzipiell gut, wenn jedes Unternehmen sich offen zeigt – denn das ist, was ich unter „Social Media“ verstehe: Offenheit und Transparenz (nicht Marketinggelaber und flache Sprüche). Dabei gilt: je offener und transparenter, desto wichtiger ist es, auch inhaltlich etwas bieten zu können.

  4. Moritz, das Problem ist, wenn die Leute nicht rüber kommen in Wort & Bild, der Nasenfaktor nicht stimmt zur „Zielgruppe“, sollte man sie, wenn es nicht unbedingt sein muss, auch nicht nach vorne lassen. Die könnten die ganze Show schmeissen.

  5. Drei wirklich gute strategische und auch taktische Vorschläge.

    Ich übersetze das mit:

    1. Angebot: Sei konkret (auch im Negativen).
    2. Sicher Dich oben ab, aber lass um Gottes Willen die Praktiker die Arbeit tun.
    3. Kommunikation (Wiederholung): Sprich konkret über Jetzt. Kommuniziere konkret die Zukunft und biete Kritikkanal an.

    Und eigentlich ist es ganz einfach, weil das ‚business speak‘ Management instinktiv alle konkreten Nachfragen scheut wie der Teufel das Weihwasser.

    @Valentin Glaubwürdigkeit folgt aus dem Konkreten und der Praxis :)

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