Wie das Internet mich sieht

personas

Personas, wie das Internet mich sieht. Ein Online-Kunstprojekt.

Es ist Teil der Metropath(ologies) Ausstellung , die im MIT Museum gezeigt wird. Konzipiert von Sociable Media Group des MIT Media Lab. Es verwendet das Internet und einen hochentwickelten Algorthmus für die Analyse von natürlicher Sprache, um das scheinbare Porträt einer Online-Identität zu zeichnen.

Einen Namen in Personas eingeben und es sucht und findet alle Informationen darüber im Netz, analysiert diese Daten, kategorisiert und visualisiert sie in ein festgelegtes Schema. Der Prozess kann dabei online beobachtet werden. Ein Persönlichkeitsprofil aus dem Web. Zumindestens, was es meint über mich zu wissen. Nicht ganz erstaunlich für mich, dass dabei in meinem Fall die Kategorie „Familie“ gar nicht vorkommt, da ich konkret Privates nie im Netz von mir gebe.

Beim nächsten Blog-Redeisgn könnte ich mir vorstellen, die Grafik als Header zu benutzen. Am besten dynamisch. Hübsch ist es allemal, finde ich.

Das, was hier spielerisch passiert, kann einen ebenso anderen Hintergrund haben. Mit anderen Kategorien. Das stimmt bedenklich. Das Internet weiss aber auch nur, was wir ihm wissentlich oder unwissentlich mitteilen. Personen, die nicht im Web aktiv sind, findet es nur, wenn über sie von anderen berichtet wird. Fast keiner entkommt also diesem smarten Scanner und Profiler. Welche Schlussfolgerung, wenn es keine Aussage machen kann, weil es keine verwertbaren Spuren finden konnte? Die Person ist entweder superdiskret oder lebt seit 20 Jahren ohne Strom hinterm Mond oder…

PS: Vielleicht sollte ich aber auch erwähnen, dass es ausser mir drei weitere bekannte „Cem Basman“ im Web gibt. Einen berüchtigten Scheidungsanwalt in Kanada, einen engagierten Fremdenführer in den USA und meinen Cousin. Das verfälscht natürlich das Ergebnis um Einiges, denn ich hatte mich schon über einige Kategorien gewundert…

Personas entdeckt via.


5 thoughts on “Wie das Internet mich sieht

  1. Also ich bewege mich nun ziemlich viel im Netz, unter meinem realen Namen findet Personas aber keine „digital traces“ von mir. Dabei ist es gar nicht schwierig (und soll es auch gar nicht sein), von meinem Pseudonym auf den echten Namen zu kommen. Da reicht die KI dann doch nicht aus.
    Wenn man „drikkes“ durch die Maschine jagt, kommt wiederum definitiv ein Ergebnis, das wenig mit mir zu tun hat.

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