Berthas Brot

Genau in diesem Moment denke ich an das ofenwarme weiche weisse Fladenbrot meiner Grossmutter Bertha in Schweden. Bestrichen mit kühler gesalzener Butter aus dem Keller, die ganz langsam anfing, auf dem warmen Brot zu schmelzen. Darauf eine dünne Scheibe norwegischen Bergkäse. Ein Glas mit eiskalter Milch mit Kakao von O’boy dazu. Der Duft der warmen Brotlaiber auf den karierten Tüchern, ausgebreitet auf der Küchenbank, erfüllte den ganzen Raum. So sassen wir in der Küche zu zweit und blickten aus dem Fenster ins enge Tal. Selten fuhr ein Wagen vorbei. Meist ein alter Buckelvolvo. Ich war sechs Jahre alt. Herbst. Tausende Kilometer von meinen Eltern entfernt.


3 thoughts on “Berthas Brot

  1. So viele Dinge sind gar nicht nötig. O’boy hat ja in Fucking Åmål ein Denkmal bekommen und ist komischerweise noch nicht globalisiert worden. Schöner Post, danke!

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