Die wahre Visitenkarte im Web

Die sozialen Karteikästen, Adressbücher und Business Netzwerke wie Xing oder Linkedin sind immer mehr zu Spielwiesen für Headhunter, Personalern, Mittelsleuten, Vermittlern und Vertrieblern geworden. Ich nutze sie selbst auch nur noch aus Gewohnheit. Aber nicht mehr mit Freude und nicht mehr lange. Ob man es mag oder nicht, Facebook und Co übernehmen immer mehr deren Funktion.

Umgekehrt funktioniert es allerdings nicht so gut. Die Business Netzwerke schaffen es nicht, zu diesen aufzuschließen. Sie sind immer noch zu stark von der Visitenkarte geprägt und nicht vom Content, den jemand liefert, der die Leute wirklich interessiert, der dann möglicherweise auch das Interesse an dieser Person weckt und der die wahre ‚Visitenkarte‘ eines Menschen im Web sein kann. Persönliche Blogs verbunden mit diesen Netzen sind sogar King, finde ich.

Meine Inspiration zu neuen Ideen, persönlichen oder beruflichen, kommt sehr häufig aus diesen sozialen Netzen, aber so gut wie nie aus den Business Netzwerken.

Meine Vision ist, jeweils ein eigenes berufliches und ein persönliches Blog verknüpft mit einigen wenigen guten generellen und Special Interest sozialen Netzwerken. Ich jedenfalls arbeite daran. Die Kunst ist, die Konversationen und den Content, die verteilt im Web stattfinden, sinnvoll irgendwo im Gesamtbild zu erleben.


6 thoughts on “Die wahre Visitenkarte im Web

  1. So gerne ich Dir hier voll zustimmen wuerde, so einfach ist es nicht. Aus verschiedenen Gruenden kann und will ich nicht viel ueber das was ich beruflich mache bloggen. Hauptsaechlich weil ich mit allerlei vertraulichen Zahlen und Informationen umgehe, da werde ich einen Teufel tun darueber zu bloggen.
    Ich duerfte nicht der einzige mit dem Problem sein, von daher haben LinkedIn und Konsorten schon noch eine Daseinsberechtigung, unter anderem weil ich da eher generelle Informationen hinterlassen kann.
    Privat stimme ich Dir aber voll zu, ueber meine Bloggerei habe ich schon so einige sehr interessante Menschen kennengelernt und auch sonst sehr viel gelernt.

    1. Ich spreche nie öffentlich über Kundenprojekte. Es sei denn, es ist gewünscht oder ausdrücklich freigegeben. Ich spreche und diskutiere gerne aber über generelle berufliche Fragestellungen, die ein allgemeines Interesse haben könnten. Ich kann dich sehr gut verstehen. Da bin ich mit dir d’accore, Armin.

  2. JA! Ja, ja, ja und nochmal: Ja!

    Wir haben neulich mit ein paar Bloggerfreunden am Küchentisch gesessen und dabei kamen wir u.a. zum dem Konsens, dass keiner von uns eigentlich wirklich bei Twitter, oder Facebook oder woander sein möchte. Wir waren uns eigentlich alle einig, dass wir mit unserem Blog ja einen festen Platz im Netz haben und dass eben nur die Möglichkeit fehlt, an diesem Platz all das zu machen, was wir sonst halt auf andererleuts Plattformen machen. Und einig war man sich auch, dass man langfristig all das ins eigene Blog holen müsste.

    Und ich würde ja sogar noch einen Schritt weiter gehen: Die Trennung in Privat-Blog und Berufs-Blog ist am Ende auch überflüssig. Denn beide sind im gleichen Maße öffentlich und am Ende steht ein Blog halt immer für _einen_ Menschen, für den ganzen Menschen. Oder doch zumindest soweit für den ganzen Menschen, wie er im Netz ganz sein will.

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