Burka, Burkini, Nikab & Co.

Es gibt in Europa und Deutschland viele Missverständnisse und viel Unwissen in der aktuelle Debatte um das Verbot von Burkini, Burka und die Verschleierung von Muslimas. Es gibt viele regionale und kulturelle unterschiedliche Traditionen.

Viele Begriffe sind durcheinander geraten. Die Unterschiede. Eine Burka kommt im Stadtbild in Deutschland praktisch nicht vor. Auch ein Nikab ist eher sehr selten hierzulande.

Üblich in Deutschland sind die ersten drei Formen von links, die die Haare aber nicht das Antlitz bedecken. Eine Abart des #Schal(la) ist der weibliche Turban, den eher modebewußte, junge Frauen tragen.
Dagegen, der Schador ist im Iran üblich, der Nikab praktisch am ehesten auf der arabischen Halbinsel und die Burka nur in Afghanistan. Allein deshalb macht ein „Burka-Verbot“ in Deutschland nicht sehr viel Sinn.

Der Burkini, der Ganzkörper-Badeanzug, ist eine neumodische Erfindung. Historisch gingen Frauen in den Hamam und nicht ins Meer.
In der Türkei gehen die meisten Frauen in den Städten „offen“ – d.h. ohne jeglichen Schleier, der meist eine Tradition der Landfrauen ist.

Vergleich gerne dazu auch den schwarzen Schleier der Frauen im Katholizismus beim Kirchbesuch oder auch die Perücken der verheirateten Feauen im orthodoxen Judentum heute –  oder auch die Hauben der Frauen im europäischen Brauchtum.
Übrigens: Um die Jahrhundertwende um 1900 ist die sittsame Frau am Damenstrand und Ganzkörper-Badeanzug in die Ost- und Nordsee gegangen. Der Herr auch.

Also nichts neues unter der Sonne. Bitte weitergehen.


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