Beşiktaş, Galatasaray und Fenerbahçe in Istanbul.

Ein Überblick in Kürze: Die drei großen Traditionsklubs in Istanbul haben jeweils eine unterschiedliche Geschichte und Fangruppen.

  • Beşiktaş (Europäische Seite der Stadt): Gegründet ursprünglich von Sicherheitskräften und Beamten. Also sehr staatstragender Verein. Im Ostblock hätte man sie Dynamo Irgendwas genannt.
  • Galatasaray (Europäisches Ufer): Klub der Reichen und Neureichen. Benannt nach einem Elitegymnasium. Der Edelklub. Etwa wie Real Madrid.
  • Fenerbahçe (auf der asiatischen Seite): Klub vom anatolischen Gegenufer am Bosporus an der Ecke Marmara Meer. Die Underdogs. Aber nicht weniger erfolgreich. Sowas wie Athletico Madrid. Mein Verein seit dem ich etwa 6-7 Jahre alt bin.

Die Vereinszugehörigkeit ist bestimmt durch eine frühkindliche Prägung und gilt in der Regel lebenslang. Wie überall auf der Welt. Die drei Fangruppen sind sich normalerweise spinnefeind. Deshalb sind alle diese Fans seit neuem polizeilich registriert, bevor sie Karten für die Spiele kaufen dürfen.

Nur während der Gezi-Park-Prozeste waren die unterschiedlichen Fangruppen außnahmsweise mal solidarisch.

Alle drei Klubs haben ihre eigenen Stadien. Es gibt noch ein paar  weitere Erstligaklubs in der 15-Millionen-Stadt.

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