Es gibt keine Künstliche Intelligenz.

​Es gibt keine Künstliche Intelligenz. Alle Maschinen, von denen das trotzdem behauptet wird, sind Turing-Maschinen und von-Neumann-Maschinen. Intelligenz ist Lebewesen vorbehalten. Intelligenz schließt nicht nur die Logik und Berechenbarkeit ein, sondern auch die Unberechenbarkeit, die Intuition und die Empathie.

Das haben Maschinen nicht. Sie geben nur vor, dass sie sie hätten. Sie simulieren Intelligenz. Dehalb sind maschinengesteuerte Gesellschaften kalt. Ihnen fehlt, eben die Wärme, die Empathie, das Menschliche. Maschinen gehorchen stupide nur Regeln. Sie haben keinerlei „Gespür“ für Situationen. Sie sind auch nicht kreativ.

Deshalb glaube ich nicht an die Künstliche Intelligenz. Ich möchte such nicht daran glauben.


9 thoughts on “Es gibt keine Künstliche Intelligenz.

  1. äh… da ist die Quelle für die Überzeugung wohl eindeutig eher jenes

    > Ich möchte such nicht daran glauben.

    …als Wissen darüber ob sowas wirklich existieren kann. Zufall als Grundeinfluss und Regeln durch Wahrscheinlichkeiten statt durch feste Vorgaben sind Möglichkeiten die auch Maschinen offen stehen. Dass unsere bisherigen Anstrengungen sowas zu bauen nicht flexibler geworden sind als typische Neuronale Netze (egal ob mit verfeinerung alá Deep Learning oder ohne), bedeutet halt nicht dass es nicht besser geht.

    Und „besser“ bedeutet in dem Fall wirklich fast nur noch dass wir momentan in der Lage sind Dinge zu bauen die ihre Aufgaben auf „allen“ Gebieten besser lösen als Menschen das könnten – aber noch nichts das sich selbst Aufgaben sucht.

    1. KI ist nur sehr gute und geschickte Programmierung. Sie simuliert Intelligenz indem sie raffiniert die Logik nutzt und die richtigen Algorithmen einsetzt. Das hat nichts mit menschlicher Intelligenz zu tun. Die Programmiermethoden und die Maschinen sind die gleichen wie überall auch.

  2. Ah. Spannend. Eine ähnliche Diskussion hatte ich vor einer Weile bei mir im Blog auch, an Hand des GEO-Titel-Themas „Bewusstsein“. Man muss da nämlich sehr genau über die Begriffe nachdenken. Du lieber Cem, scheinst mir da eher eine reicheren Begriff von „Intelligenz“ zu haben („Wärme, Empathie, Gespür“), während „Dr. Azrael Tod“ eher einen fokussierten („Aufgaben lösen“) hat. Und „Bewusstsein“ ist ja wiederum etwas anderes als „Intelligenz“. Ich glaube in der Tat auch, dass da viel heisse Luft unterwegs ist gerade.

    Ich erinnere mich in dem Zusammenhang auch gerne an einer Geschichte, die mir eine meiner Professorinnen erzählte: Die war in den 80er mal Teil einer grossen Forschungsgruppe zur KI, deren Aufgabge war, die Strassenverkehrsordnung so in ein KI-System zu packen, dass man da eine Unfall-Beschreibung reinstecken konnte und das System einem hinter sagt, wer im Recht war. Am Ende funktioniert das, aber nur mit exakt einem Fall. ;) Was sie aber daraus vor allem gelernt hat: Insbesondere das automatisierte Sprachverstehen ist weit, weit, weit komplexer als man so als ITler glauben mag …

    1. heh‘

      Ich seh‘ ja ein dass es seit den 80ern nicht so viel Fortschritt in der KI-Forschung gegeben hat wie man meinen sollte. Aber davon auszugehen dass es keinen gab und wir noch immer an den gleichen grundlegenden Problemen scheitern wie damals ist dann halt auch albern.

      Ja, die Grundprinzipien sind die gleichen geblieben – eine wirkliche Intelligenz fehlt also weiter – aber das was auf Basis dieser Prinzipien entwickelt hat, ist so unfassbar weit von dem entfernt was man in den 80ern damit tun konnte…

      Gerade wenn es um Sprachverständnis (oder Bilderkennung oder sonstige Mustererkennung) und neuronale Netze geht, sind wir so unfassbar besser geworden…

      1. Ah. Da haben wir uns missverstanden. Ich wollte nicht sagen, dass es da keinen Fortschritt gab. Immerhin haben wir ja inzwischen ein künstlichen Go-Weltmeister. Mein Punkt war da vor allem, dass selbst KI-Wissenschaftler, bei denen ich nicht den geringsten Zweifel an ihrer Seriösität und ihrem bedachten Vorgehen habe in Situationen laufen, in denen sie im Laufe eines Projekte fast schon maximal weit von ihren eigenen Erwartungen rauskommen.

        Und ja … auch hier mag die Wissenschaft selber Fortschritte gemacht haben, und ja, das ist nur _eine_ Annekdote, aber sie veranschaulicht für mich v.a. die Komplexität des Bereiches. Eine kleine Geschichte, die mahnt, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Ich glaube, darauf können wir uns gut einige, oder?

  3. Ich habe mich in meinem Informatik-Studium viele Jahre mit KI beschäftigt. Das meiste in diesem Bereich ist Bullshit-Bingo. Es ist wesentlich nüchterner, als man glaubt. Oder gehört in den Bereich Science Fiction.

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