Der alte Grieche.

Der Buddenbohm hat da eine feine ​Beobachtung gemacht und schön beschrieben. Ich habe da auch so einen.

Jeden Tag kommt nachmittags ein alter Grieche ins Café reingeschneit. Immer pünktlich. Spielt Schach. Smalltalk. Bringt mir etwas Griechisch bei. Ich frage ihn nach bestimmten Worten wie Milch oder Wasser ..oder nach Redewendungen. In einem Kauderwelsch. Manchmal sprechen wir über seine Inseln oder Konstantinopel wie er die Stadt nennt. Über Essen, Trinken und die Frauen. Seine große Schulliebe und wie er nicht den Mut hatte, sie nach fast 45 Jahren wiederzutreffen.

Dann geht er wieder leise. Letzte Woche hatten wir ihn alle einen Tag vermisst. Waren beunruhigt. Er hatte seine kranke Mutter ins Krankenhaus gebracht wie wir später erfuhren.

Irgendwann haben wir festgestellt, dass wir der gleiche Jahrgang sind. Sein hartes Leben haben eine rauhe Landschaft in sein Gesicht gemeiselt und seine Haare schlohweiß werden lassen.

Ich mag den Christos. Efaristo, dass du da bist.

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