Mein Blog hat sich verändert.

​Ja. Stimmt. Mein Blog hat sich verändert.  Ich mich aber auch. Es ist politischer geworden. Unternehmerische Themen spielen heute eine größere Rolle für mich. Auch sehr viel medienkritischer als früher.

Die Welt hat sich ja auch verändert mittlerweile. Und mit ihnen die Social Media und ihre Nutzer auch. Früher kannte man sich gut persönlich und ging sehr respektvoll miteinander um. Heute sind es Millionenfach mehr, es ist unüberhörbar lauter, wird immer mehr geschrien damit man gehört wird und ist wesentlich agressiver und deutlich respektloser. Wie das Leben da draussen eben.

Es ist weniger privat im Sinne, dass ich weniger aus meinem Leben erzähle. Manche irritiert das sehr offensichtlich und die vermissen es. Ich habe keine Lust mehr dazu. Auch aus Sicherheitsgründen. Über mein aktuelles Leben erfährt man nichts wesentliches, keine Details. Ich spreche such kaum von lebenden Personen aus meiner unmittelbaren Nähe.

So deal with it!

Mein Blog ist aber immer noch persönlich. Aber nie privat.

Mein Blog lebt wieder.

Blogge mehrfach am Tag auf meiner Sprechblase die ganze Zeit ausschließlich mobil mit der WordPress App über Persönliches, Politik und Wirtschaft, Entrepreneurship. Und Kunst. Erlebtes, Gedachtes, Empfundenes und Gesehenes (Instagram).

Manchmal schreibe ich Teile der Posts auf meinem digitalen Notizen vor oder teste die auchmal als Facebook-Posts vor. Manchmal sind es auch nur Ideenskizzen und Entwurfsfragmente in den Notizen.

Bei dem kleinen Screen vom Smartphone und dem kleinen Keyboard, ist es oft anstrengend. Ich verliere manchmal den Überblick im Text.

Das Schönste ist, ich bin niemandem Rechenschaft oder Erklärungen schulfig. Nicht einmal dem Leser.

Angenehm entspannt und anregend sind die bisherigen Kommentare nach meiner Kommentarpolitik.

Für das schnelle Schreiben und Veröffentlichen ist die App Okay. Die Tipperei dauert mir manchmal zu lange. Ein gewisser Schreibstau hat sich schon gebildet. Im Kopf sind schon zwei fertige Artikel, die ausformuliert und nieder geschrieben wollen.

Das Ziel ist von Facebook mittelfristig weg zu kommen. Ein etwas abenteuerliches Vorhaben. Gebe ich zu. Facebook  uieht schon sehr sehr viel Aktivitäten aus den ursprünglichen Sozialen Medien an sich.

Aktuelles Fazit: Die Wiederbelebung meines Blog ist nach mehrjährigem Winterschlaf glaube ich gelungen.

Facebook Posts leben manchmal als Blogposts weiter..

Für mich sind Postings in Facebook spontan und wie „in Kladde schreiben“. Während ich schreibe reifen die Gedanken. Und mäandern manchmal. Manchmal im Dialog mit euch. Wenn ich Glück habe.

Ich schreibe nicht wie gedruckt, sondern spontan. So wie ich rede. Es ist ein lebendiger Diskurs und KEINE wissenschaftliche Abhandlung.

Bitte berücksichtigt das. Bringt die Diskussion weiter. Schreibt bitte kein „Mimimimimi“, sowas nervt mich (und andere) und kostet mich nur Zeit. Bleibt (oder werdet) bitte entspannt. Übrigens muss ich mich für keine meiner Meinungen rechtfertigen. Ich bin in den Kommentaren nicht im Verhör. Facebook ist nicht der Tatort – sondern ein Salon.

Manche Facebook-Post erscheinen auch manchmal lektoriert und abgerundet als Artikel oder kurze Essays in meinem Blog, wenn ich es interessant genug finde.

Respektiert das. Danke.

Trend. Meiner.

Bloggen wird immer unwichtiger. Höchstens auf einige wenige wichtige Texte. Twitter ist nur noch Impulsgeber. Schreiben konzentriert sich auf Googleplus und etwas auch auf Facebook. Auch als Linksammlung. Zumindestens bei mir.

Update: Aus diesem kurzen spontanen Blogpost ist unbeabsichtigt eine kleine Mini-Blogparade geworden. Wie schön! Was ist dein Trend?

Update 2: Diese Mini-Blogparade ist nun wegen Überfüllung geschlossen! Ich danke allen Teilnehmern für ihre höchst interessanten Beiträge. Ich will versuchen, demnächst aus den 33 Beiträgen ein Resumée zu ziehen…

In Twitter & Co gerne den Hashtag #trendmeiner nutzen. Ich retweete und poste hier den Link zu deinem (Blog-)Post.

Update 2: Diese Mini-Blogparade ist nun wegen Überfüllung geschlossen! Ich danke allen Teilnehmern für ihre höchst interessanten Beiträge. Ich will versuchen, demnächst aus den 33 Beiträgen ein Resumée zu ziehen…

Soziales Web: Zurück zum Einfachen und Notwendigen

Ich bin zunehmend genervt von der Impertinenz von einigen Sozialen Mega-Medien wie beispielsweise Facebook. Von ihrer Zudringlichkeit und Unverschämtheit wie sie sich ungefragt meiner Daten bedienen. Wie sie sich bei mir einschmeicheln, mir Unterhaltung und Freundschaften versprechen und über mich dafür als Marketingmasse verfügen. Zugegeben, ich habe ihnen selber dafür Tür und Tor geöffnet und meine Daten bei ihnen abgelegt. Das war dumm und naiv. Was ich unterschätzt hatte, war ihre Gier, immer mehr Informationen und Meta-Daten daraus zu ziehen und über sie bedenkenlos und gewissenlos zu verfügen. Ich fühle mich in einer Falle, aus der ich schwer wieder herauskomme.

Was tun?

Zunächst gilt es, alle Webpräsenzen zu überprüfen, in denen ich bewusst Mitglied geworden bin, diese auf ein notwendiges Minimum zu beschränken und aus den überflüssigen Datenkraken, soweit das noch geht, wieder auszutreten und meine Daten zu löschen. Aus den Töpfen, in die ich unbewusst gelandet bin, herauszukommen, ist sicher ungleich schwieriger oder fast unmöglich.

Was ist das Minimum für mich, wenn ich überhaupt im Web vorhanden sein möchte?

Für mich ist das wichtigste Element ein persönliches Blog, meine Stimme im Web. Möglichst selbstgehostet. Dort habe ich die Kontrolle, was ich von mir selbst im Web preisgeben will oder auch nicht. Das Blog ist mein Eigenheim im Web. Das Soziale im Blog lässt sich ganz einfach mit den traditionellen Mitteln wie Kommentare, Links und Backlinks bewerkstelligen. Natürlich habe ich auch hier gewisse Regeln zu beachten und Bedrohungen wie von den grossen Datenabsaugern und Bots abzuwehren. Jeder Eigenheimbesitzer muss sich eben auch gegen Einbrecher und Betrüger wappnen. Mit mehr oder weniger Erfolg. Immer noch besser als Ausweis und Schlüssel irgendwelchen Hütchenspielern in die Hand zu drücken.

Für die Echtzeitkommunikation finde ich Twitter immer noch angenehm. Es ist einfach und robust. Sie wollen nicht mehr als meine Mailadresse. Alles Weitere liegt in meiner eigenen Verantwortung. Bisher habe ich auch nicht den Eindruck, dass sie aus der Tatsache, wem ich folge und von wem ich dort verfolgt werde, nenneswertes Kapital schlagen wollen. Twitter ist ein loser Haufen, sehr liquide in der Vernetzung und ziemlich informell. Manche finden es anarchistisch. Für mich ist das in Ordnung.

Ich finde es auch praktisch, einen Visitenkartenordner im Netz zu haben. Ich habe mich schon vor sechs Jahren für Xing als Business Netzwerk entschieden. Dabei bleibt es und ich habe keinen weiteren Bedarf. Ja, es ist unsexy und nicht besonders aufregend und unterhaltsam. Aber dafür lässt es mich weitgehend auch in Ruhe und treibt, soweit ich es sehen kann, keinen Schindluder mit meinen Daten.

Hier und da gibt es sicher noch die eine oder andere Plattform für nützliche spezielle Webdienste wie Musik, Fotos, Videos, Präsentationen und ähnliches, über die ich ja im Einzelfall immer noch entscheiden kann und ihre Dienste separat oder auch eingebettet in meinem Blog nutzen kann.

Was braucht der Webmensch mehr? Mir reicht’s. Ach ja, Suchmaschinen: Unentbehrlich. Also, das viel verschrieene Google. Was soll ich sagen? Es funktioniert zuverlässig, was die Suchergebnisse anbelangt und es gibt in diesem Punkt leider keine wirklich vernünftige Alternative bisher. Man muss ihnen aber auf die Finger schauen und öfter mal darauf hauen, wenn sie wieder übermütig werden.

Nächste Frage: Wie komme ich aus dem anderen Schrott wieder raus?

Die Hauptsache ist das echte Leben. Die virtuellen dienstbaren Heinzelmännchen im Web sollen es nur unterstützen und es hier und da angenehmer und einfacher machen. Mehr nicht. Die Alternative wäre, sich komplett aus dem Web zurückzuziehen.

Land unter

Die letzten Tage habe ich nicht ganz soviel Zeit gehabt, hier in der „Sprechblase“ persönliches zu bloggen. Das hängt mit meiner spannenden neuen Aufgabe bei AKRA ab. Bin ziemlich „Land unter“ wie man im Norden sagt. Wir haben viele Projektanfragen und ich unterstütze einige bestehende Vorhaben im Unternehmen mit Rat und Tat. Bin deshalb auch viel unterwegs.

Mit Unterstützung von Valentin Tomaschek habe ich das Corporate Blog meines Geschäftsbereichs Future Technologies vorbereitet und vor einigen Tagen offiziell gestartet. Die Tweetback-Funktion mussten wir allerdings kurzfristig wieder abschalten, da sie störanfällig war. Wir arbeiten an einer neuen Lösung.

Was machen wir in meinem neuen Geschäftsbereich? Was sind unsere Ziele?

Der Geschäftsbereich Future Technologies bei AKRA hat sich zwei Geschäftsfelder auf die Fahnen geschrieben: Mobiles & webbasierte Lösungen und Technologien. Warum? Beides sind aktuell die mit Abstand zwei wachstumsstärksten und interessantesten Themen in der Industrie und sie werden das Geschäft in den kommenden Jahren stark beherrschen. Dort wollen wir Knowhow, Zeit und in Mitarbeiter investieren. Dort wollen wir Projekte gewinnen und Produkte entwickeln. Dort wollen wir uns einen Namen schaffen.

Ich fühle mich bei AKRA sehr wohl. Nette Kollegen und Mitarbeiter. Offene Atmosphäre. Gutes und produktives Team. Alles weitere im Corporate Blog dort. Und via Twitter.

PS: Habe mir diese Grafik heute morgen noch einmal angeschaut. JA! Ganz sicher und ohne Zweifel. JA!

Zwei Jahre Sprechblase

Ach, ja. Kinder, wie die Zeit vergeht. Über die erstenKommentare in der Sprechblase heute vor genau zwei Jahren freue ich mich immer noch. Seit dem sind hier über 7.000 Kommentare zu mehr als 1.200 Artikeln erschienen.

Zusammen mit den anderen Posts auf meinen vorangegangenen (und mittlerweile gelöschten) Blogs wie jimmiz, jimmiz journal, egoist sowie zeitweilig parallel dazu auf anderen Plattformen wie Qype, StartupWeekend Blog, WordCamp08 Blog oder auch MBC09 Blog sind es seit 2001 insgesamt rund 4.000 Artikel. Ich wundere mich manchmal selber darüber.

Danke für die guten Gespräche und Impulse.

Microblogging.com heute gestartet!

Shaun Morton aus Dayton, Ohio, USA, hat vor wenigen Minuten Microblogging.com gestartet. Glückwunsch von der XMBG!

Microblogging.com ist eine Website, die die neuesten Nachrichten aus der Welt des Microblogging bringt. Shaun beobachtet die Szene schon eine ganze Weile. Viele kennen ihn als @microblogging in Twitter und Identi.ca. In den letzten Monaten hatte ich einige interessante Gespräche mit ihm via Direct Messaging und e-Mail gehabt.

A warm welcome from Europe, Shaun! Looking forward to an informative and entertaining blog in the world of microblogging! All the best! May the force be with you!

Robert Basic verkauft „Basic Thinking“

Robert Basic plant, sein Blog „Basic Thinking“ zu verkaufen. Sein Blog ist das meist verlinkte in der deutschsprachigen Blogosphäre, ist sehr gut von einer grossen Leserschaft frequentiert, hat auch ausserhalb der Bloggerwelt einen sehr bekannten Namen und wird deshalb gerne von PR und Viral Marketing Kampagnen als Link- und Meinungsschleuder genutzt. Robert Basic selber wird ebenfalls von den einschlägigen konventionellen grossen Publikumsmedien als erfolgreicher Vorzeigeblogger befragt. „Basic Thinking“ ist eine Marke. Robert ist aber offensichtlich auch etwas müde geworden dabei. Kein Wunder bei seinem enormen Pensum für das Blog, das zeitweilig rund um die Uhr kleine und grosse Artikel zu Gott und der Welt produziert. Ganz zu schweigen vom Rechercheaufwand für einige Artikel.

Was ist „Basic Thinking“ ohne Robert Basic wert? Das, was jemand bereit ist zu bezahlen für seine Reichweite im Web. Sein Blog erreicht einen grossen Teil der deutschsprachigen Webavantgarde, wozu auch die Bloggergemeinschaft zählt. Auch unter der Tatsache, dass sein Blog im letzten halben Jahr deutlich an Zugriffszahlen verloren hatte. Wie sehr viele andere auch übrigens. Würde sich „Basic Thinking“ bei einem Wechsel ändern? Klar. Zumindestens würde sich Rechtschreibung, Grammatik und Stil verbessern (Sorry Robert, musste ich freundschaftlich mal los werden). Wie würde denn ein Wechsel stattfinden? Das beste wäre, ein Redaktionsteam, dass auf Stichtag gleich übernimmt und loslegt, gerne mit Robert als einem der Stammautoren und als Gallionsfigur. Einer allein schafft das nicht. Einen Basic gibt es nur einmal. Ob „Basic Thinking“ über ebay verkauft werden soll, lass ich mal im Raum stehen. Robert ist ja in diesen Dingen ziemlich direkt und was ich an ihm ausserordentlich schätze ist, dass er immer sehr transparent in seinem Handeln ist. Also, meinen Segen hätte er. Domainen und Blogs werden im Angelsächsischen ja auch als „Real Estate“ im Web bezeichnet, eine Web-Immobilie, …und die kann man verkaufen und kaufen und mieten und leasen und verschenken und… Das ist die Privatsache von Robert Basic.

Allen anderen sei aber gesagt, die „Sprechblase“ bleibt mein Eigentum, steht nicht zum Verkauf und ist weiterhin vollständig werbefrei. Wenn ich keine Lust mehr habe, höre ich einfach auf, sperre die Kommentar- und Trackbackfunktionen und drücke irgendwann mal auf die finale Bloglöschtaste. Aber der Zeitpunkt dafür ist noch nicht da.

Robert, ich bin gespannt, was du neues vorhast. Melde dich, wenn du Lust hast.