The New Cyclist in Hamburg

Jeder hat andere Vorstellungen, was das ideale Rad für einen selber ist. Es gibt Leute in Hamburg, die schwören auf „The New Cyclist“. Der Mann ist irgendwie Kult. Ein ehemaliger Radrennfahrer. Hat Laden, Werkstatt und OnlineShop. Im einem Hinterhof der Gärtnerstrasse. Er berät und baut dir jedes gewünschte Rad in Qualität zusammen. Empfohlen gerade für die, die viel radfahren, in der Stadt beim Einkaufen oder auch mal ausgedehnte Touren ins Grüne machen wollen. Die ambitionierten Fahrer sind eh hier.

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Cafe Casero in Hamburg

Das Casero ist mein Stammcafé in Hamburg. Fast mein verlängertes kleines Wohnzimmer. Hier bin ich mehrmals in der Woche – vorzugsweise spätnachmittags an Wochentagen. Hier habe ich meine Ruhe, um eine dreiviertel Stunde die FAZ, die Rundschau oder die Süddeutsche zu lesen. Nette, freundliche und schnelle Bedienung.

Meine Favoriten sind der absolut fabelhafte „griechische Joghurt“ mit Nüssen und Honig oder aber auch die warmen Bagels mit Thunfischpastrami oder Frischkäse. Ein Kaffee dazu. Am Wochenende lege ich hier auch schon mal ein zweites „herzhaftes Frühstück“ ein. Am allerschönsten ist es bei warmen und trockenem Wetter, wenn die Fenster und Türen weit geöffnet sind und man draussen und drinnen sitzen kann. Für kältere Tage gibt es natürlich Heizstrahler auf der Strassenseite … Der Blick vom Café auf die Strasse und auf die schönen Gründerstilfassaden von Eppendorf erinnert mich manchmal an Paris oder Brüssel.

So erkauft man sich „eine Insel Glückseligkeit“ für unter 10 Euro in angenehmer und zivilisierter Gesellschaft. Als Nachmittagspausenoase. Junge Frauen mit Kinderwagen und Gören. Erwachsene Paare im trauten Gespräch. Freundinnen auf Plausch. Schöne und intelligente Frauen auf der Rast auf einen Latte. Kumpel beim kurzen Stopover. Singles in Zeitungen vertieft. Oder einfach als Beobachter des Treibens auf der Strasse und Phishing von Bekannten.

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Eine Nachbarin

Unscheinbar war sie. Fast eine graue Maus. In ihrem abgewetzten Parka und den Plasiktüten vom Supermarkt. Manchmal sah sie aus fast wie eine Stadtstreicherin. Haare immer ins Gesicht gewuselt. Eine ältere Frau an der Kasse eben. Wenn man nicht aufmerksam hinsah, erkannte man sie auf den ersten Blick nicht. Ganz anders als im Fernsehen. Und man sah eben möglichst nicht hin. In Hamburg gilt das als unfein. Erst recht im Stadtteil Eppendorf, wo viele Fernsehschaffende wohnen. Sie hatte feine weiche Züge und war gar nicht dieses fast maskenhaft geschminkte Komödiantengesicht. Den deadpan, den man aus ihren Loriot-Sketchen kannte. Zuletzt sah man sie eine Weile nicht mehr bei uns im Supermarkt. Das fällt hier erstmal nicht so auf. Man dreht ja wieder mal. Ist ja viel unterwegs. Dann gestern die Nachricht. Man hält kurz inne. Gestern einige ganz junge Mädchen im Supermarkt. Schülerinnen des benachbarten Gymnasiums. Unterhalten sich über Adelheid und ihre Mörder. Eine sagt, aah, fand ich ganz toll. Alle lächeln bestätigend. Erstaunlich. Ich sah sie zuletzt genau an der Stelle, wo die Mädchen jetzt stehen. Auch wenn wir nie ein Wort gewechselt haben. Sie war doch eine Nachbarin. Evelyn Hamann.