Guten Tag, ich bin ein Rhinozeros

In 70 Tagen, oder so, ist Weihnachten…

Guten Tag, ich bin ein Rhinozeros,
Alle schimpfen mich als ein Fettkoloss.
Das ist nicht wahr, das ist gemein,
das bilden sich die anderen bloss ein.
Unter meinem Panzer bin dünn, ganz dünn.
Fress nur Pflanzen, bin kein wildes Ungetüm.

Und hier die passende Waage dazu. Sie zeigt das Gewicht nicht in Kilogramm und Zahlen an, sondern in den entsprechenden Tierarten:

Tiergewichtswaage

[Kinderlied von meinem Sohn #2 rezitiert, von mir aufgezeichnet, Waage gefunden via StyleSpion, zu bestellen via AngryRetail]

Paleo Diät: Fressen wie die Höhlenmenschen

Es gibt Völkergruppen, wo alle ihre Mitglieder schlank sind, schneller und stärker sind als wir. Sie haben alle gerade Zähne und ein super Sehvermögen. Arthritis, Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebs sind absolute Raritäten für sie. Sie haben nur einen grossen Fehler: Sie sind seit 2 Millionen Jahren tot und ausgestorben. Ausgestorben? Nein, halt! Es gibt sie hier und da noch. Etwa 80 bis 100 Völker leben heute noch als Jäger und Sammler wie in der Steinzeit. Behaupten zumindestens einige Wissenschaftler. Und da das Amerikaner sind, haben sie die Steinzeit-Diät erfunden. Fressen wie die Höhlenmenschen.

Im Prinzip ist die Ernährung in der Steinzeit-Diät (weil noch nicht entdeckt oder erfunden) getreidefrei, bohnenfrei, kartoffelfrei, molkereifrei und zuckerfrei. Verarbeitete Bestandteile sind Fleisch, Fisch, Frucht, Gemüse, Nüsse und Beeren.

Ob die Höhlenmenschen wirklich gesünder waren als wir, weiss ich mit letzter Sicherheit nicht. Denn alt und krank sind sie wohl nicht allzu häufig geworden, weil sie meist mit Mitte bis Ende Zwanzig Opfer von diversen ebenfalls ausgestorbenen Tieren wie Säbelzahntiger und Mammuth geworden sind. Oder Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen, Kälte, Hitze…

Wer die Paleo Diät ausprobiert hat, möge hier berichten.

Sushi for friends

Also extrabreit und besoopen sollte man das White Lounge nicht besuchen. Denn bevor man sich in seinen komfortablen Sitz hinflätzen darf, muss man drinnen im Lokal erstmal eine steile enge schwindelerregend hohe Brücke über einem ewigrotierenden Laufband überqueren. Man sitzt nämlich in einem winzigen Raum, der umkeist wird von rohem Fisch auf erkaltetem, gesäuertem Reis: Sushi. Dafür darf man sich jederzeit aber auch etwas vom Band nehmen und auf seinen Tisch packen. Fast wie im Schlaraffenland. Ein kleines Disneyland für japanische Esskultur.

Man sitzt ziemlich eng (Japaner sind ja nicht ganz so gross und breit) aber nicht ungemütlich an einem winzigen Tisch in Speisewagengrösse zu zweit an der riesigen Fensterfront mit Blick über den abendlichen Osterbekkanal mit grossem Blick auf Barmbek basch. Gründerzeitmietskasernen und Industriearchitektur.

Während man auf seine weiteren Bestellungen wartet, kann man in die offene geschäftige Küche sehen, wo es dampft und gart. Es gibt nämlich auch warmes Essen: Thai Curries beispielsweise. Was die spanischen Tapas allerdings da auf der Karte zu suchen haben, frage ich mich aber allen ernstes. Wahrscheinlich haben sie sich einfach verirrt. Oder der Wirt war mal dort. Dafür war der Jasmintee bestens, sagte eine Teekennerin am Tisch.

Sehr sehr nette Damen im Service gibt es auch. Die tragen alle weisse T-Shirts mit grossen Aufschriften in rot wie „Roh“, „Rolle“ oder „Scharf“. Gemeint ist natürlich das Essen. Weiss ist überhaupt so ziemlich alles hier sonst. Trendy. Nein, stylisch heisst es ja in dieser Saison. Die Gerichte sind „in Ordnung“. Asiatisch, für den europäischen Gaumen getunt. Es herrscht alles in allem eine freundliche und offene Atmosphäre. Angenehme beruhigende Muzak. Eine Lounge eben. So heissen exklusive Aufenthaltsräume für Reisende in Flughäfen und Bahnhöfen, sagt mein Internetwörterbuch. Manche mögen das als kühl empfinden. Ich nicht. Ich fand den Abend sehr lustig. Ich komme gern wieder. Und den Qype Spar-Gutschein haben die auch anstandlos eingelöst.

PS: Wenn man sich nicht traut, über die Sushi-Laufband-Brücke zu gehen, bringen die das Essen natürlich auch nach Hause…

Anmerkung: Dieser Artikel ist erstmals am 07.09.2007 in Qype erschienen. Wie weit über 100 weitere Beiträge von mir seit dem 1.1.2007. Wer auch Qyper werden will, kann das hier tun.

Mit Glyx zum Glück

Ich hatte mich zunehmend unwohl gefühlt wegen meinem mittlerweile angefuttertem Gewicht. In den letzten zweieinhalb Jahren hatte ich doch einen enormen Schub gemacht. Und mindestens eine Konfektionsgrösse (wenn nicht gar sogar mehr) zugelegt. Die Anzüge, Jacken und Hosen passten nicht mehr. Neulich habe ich mir eine Khakihose bei Anson’s kaufen wollen. Die Verkäuferin musste doch lange suchen, um die passende Grösse zu finden: 40 im Bund, bei 32er Länge in amerikanischen Jeansgrössen. Da habe ich die Notbremse gezogen. Nur wie abnehmen ohne zu hungern?

Ein lieber Mensch hat mir den Tipp gegeben: Die Glyx Diät! Vereinfacht gesagt: Vermeide Weissbrot, Zucker, Fette und ess mehr Obst, Gemüse, Fisch, Geflügel… Was ist das medizinische Prinzip dahinter:

Der so genannte Glyx bzw. GI (Glykämischer Index) bezeichnet die Blutzuckerreaktion nach dem Essen und damit indirekt auch die Insulin-Reaktion des Körpers. Er ist definiert als die relative Fläche unter der 2-Stunden-Blutzuckerkurve nach Einnahme von 50 Gramm Kohlenhydraten. Anders ausgedrückt: Der GI gibt an, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker in das Blut abgegeben wird. Der GI wurde ursprünglich von Medizinern eingeführt, die sich mit der Ernährung bei Diabetes beschäftigten.

Bei mir hat es hervoragend funktioniert: In 14 Tagen habe ich mittlerweile gut 4,5kg abgenommen, fühle mich deutlich besser, meine Portionen sind automatisch kleiner geworden, mein Magenvolumen hat sich zurückgebildet. Ich werde nun langsam auch wieder mit Sport beginnen. Ob ich in vier Jahren Training diese Entwicklung durchmache, weiss ich nicht so recht… Mein erstes Ziel ist jedenfalls insgesamt 10kg abzunehmen.

Ein weiter Effekt ist auch, dass wenn ich durch einen durchschnittlichen deutschen Supermarkt gehe, dass sich bei mir der Magen umdreht. Fast alle Lebensmittel sind irgendwie verändert, künstlich aufgesüsst, geschmacksverstärkt, tief- und schockgefroren oder sonstwie behandelt. Tiefkühlkost habe ich sowieso sogut wie nie gegessen, aber jetzt mag ich es auch nicht mehr sehen. Convenience Food nennt man das Neudeutsch. Ich sage nur: Vermeide Convenience Food um jeden Preis! Im Supermarkt und im Restaurant! Zuhause kochen wir eh schon immer jeden Tag frisch.

Bei mir funktioniert die Glyx-Diät. Ich kann sie nur jedem empfehlen.