Noch ein Wort vor dem Anpfiff

Fussballnationalmannschaften sind auch Spiegelbilder der Gesellschaft. In Südafrika läuft in wenigen Stunden ein sehr junges, spielfreudiges, kreatives und starkes Team auf, das Deutschland nicht nur sportlich, sondern auch die multikuturelle Realität und Einheit im Land widerspiegelt. Neben den deutschen Leistungsträgern spielen Hochleistungsfussballer mit Migrationshintergrund aus Polen, der Türkei, Ghana und weiteren Ländern. Sie alle stammen und spielen noch in der Bundesliga. Sie alle sind in Deutschland geboren oder fussballerisch hier aufgewachsen. Die Mannschaft wirkt wie aus einem Guss.

Zu keinem Zeitpunkt vor oder während der Weltmeisterschaft in Südafrika habe ich in der Öffentlichkeit ein abfälliges Wort über die Herkunft einiger Spieler gehört. Im Gegenteil, die Berichterstattung, auch von den einschlägigen bebilderten Revolverblättern,  ist überaus positiv. Auch in den Gesprächen, die ich so auf der Strasse, in der U-Bahn oder auch bei der Arbeit zufällig mitbekomme, herrschen die gleichen Stimmungen und Meinungen.

Die Migranten der zweiten und dritten Generation sind angekommen. Das erfüllt mich mit grosser Freude und Stolz. Sie haben zu den von manchen als typisch deutsch bezeichneten Charaktereigenschaften wie Fleiss, Zuverlässigkeit, Präzision auch den Spritzer Frische, Kreativität und Intuition mitgegeben. Das ist gut. Nicht nur für den Fussball. Sondern auch in der Gesellschaft. Ein multikuturelles Team, das sich gut versteht und akzeptiert, ist robust, optimistisch, überraschend und reich an Ideen. Sie vereint in einer raffinierten Mischung das Beste aus allen Welten aus dem eigenen Land.

Wie ein guter Cocktail. Unschlagbar gut.

Deswegen glaube ich, dass heute Nachmittag die deutsche Mannschaft die Engländer auf dem Rasen schlagen wird. Während die englische Presse und Öffentlichkeit immer noch dem ewig gestrigen Deutschlandbild voller Ressentiments nachhängt und nicht gemerkt hat, oder nicht merken will, dass sich die deutsche Gesellschaft vollkommen verwandelt hat in den letzten 20-30 Jahren.

Freuen wir uns auf einen schönen, fairen und erfolgreichen Kick!

Update: Chronistenpflicht: Deutschland hat gegen England 4:1 gewonnen. Super!

Katamaran segeln auf der Kieler Woche

Morgen früh ab 09:00 werde ich auf der Kieler Woche auf dem grössten Katamaran der Welt mit meinen Kollegen von AKRA Hamburg und Frankfurt mitsegeln. Wir werden zu zwölft mit Skipper und Weltmeister Roman Paszke auf dem 90ft Boot hart am Wind durch die Ostsee pflügen. Ich freu mich sehr darauf und habe aber sicherheitshalber eine zweite Garnitur trockener Wäsche mit. Ich hoffe, ihr hört noch übermorgen von mir…

Update nach der Tour: Schön war’s. Sehr schön. Windstill war’s aber auch. So dümpelten wir mit 4-9kn (Knoten) in der Flaute durch die Förde in Richtung Ostsee. Maximal wären es 39kn auf der offenen See gewesen. Der Skipper Roman und seine drei Machas (Hilfskräfte, Crew) haben sehr freundlich alles erklärt und manches aus ihrem Seebärenleben erzählt („Fliegende Fische tun weh, wenn sie nachts einen am Kopf oder in der Brust treffen“). Highlight war heute, als ein übermütiger Schlauchbootfahrer von hinten mit Vollgas zwischen den beiden Rümpfe unter uns durchfuhr. Verwegen, aber ein grosser Spass für alle. Roman startet im November mit der Gemini, so heisst das Schiff, zu seinem Einhandrennen um die Welt („Ja, ich mag Fisch, aber nur im Restaurant. Ausserdem ist Tiefkühlkost mit 80g pro Lunch wesentlich leichter.“). Sehr mutig.

Blogmap für Deutschland (Update)

Andreas Roth hat auf Google Maps eine Karte entwickelt, mit der man alle Blogs in seiner Nachbarschaft entdecken kann. Blog-Deutschland rückt damit menschlich etwas näher zusammen.  Damit lassen sich beispielsweise regionale Bloggertreffen gut initiieren und organisieren. Die Karte ist natürlich interaktiv, jeder kann sein eigenes Blog dort selber eintragen und verwalten. Hübsche Idee.

Etwas ähnliches hat auch schon rivva. Dort sind allerdings nur Blogs verzeichnet, die bei rivva als aktive Quellen registriert sind. Andreas‘ Karte bietet potentiell also dagegen eine grössere Bandbreite. Also, auf zum Blogs registrieren!

Update: Aufgrund der Diskussion hier bei mir in den Kommentaren und dort beim Don, habe ich meine Sichtweise in diesem speziellen Fall argumentiert. Zur freundlichen Lektüre. Und gerne auch zur weiteren Diskussion, wo auch immer.

Startup Weekend v2.0 in Vorbereitung

Jason und ich bereiten einen Vorschlag für Startup Weekend 2.0 vor. Es wird ein offenes Konzept nach BarCamp Vorbild mit grösstmöglicher Eigenverantwortung für die regionalen Events. Es wird nur ganz wenige Spielregeln geben. Wir werden auch die Verwendung des Startup Weekend Logos nach einer CC-Lizenz regeln, sodass deren Einsatz auch rechtlich eindeutig ist. Die Xing Gruppe Startup Weekend werden wir ebenfalls komplett neu strukturieren, weswegen ich auch heute dort alle Forenbeiträge gelöscht habe. Mit Glück werde ich das Konzept heute nacht oder morgen früh veröffentlichen und es zur Diskussion stellen. Später gibt es ein Wiki mit einigen Tipps und Checklisten, die aber jedes Event für sich interpretieren kann. Bis dahin bitte ich um etwas Geduld. Es wird Spass machen, da bin ich mir relativ sicher.

Bearhug Camp in San Francisco on 9/12/2008 (First Feedbacks)

 Here is an updated list of feedback links to Bearhug Camp:

And now start to analyze it. Make your predictions and concepts for the future of microblogging, micromessaging and messaging. What do you think?

And don’t forget, the MBC09 Microblogging Conference in Hamburg, Germany, on January 23-24, 2009 is an excellent place to present and discuss your insight, your thoughts and hopes. The MBC09 Blog and registration is on the way. In a couple of days you’ll get it. Be there. See you there.