Bundesfarbenspiele.

Rot-Rot-Grün (R2G) ist eine unrealistische Utopie mancher. Bis zur Wahl am 24.September kann noch viel passieren. R2G ist wahrscheinlich sogar eher die unwahrscheinlichste Koalition.

Die bundesdeutschen Grünen flirten schon lange sehr lebhaft mit den Schwarzen. Zudem sinkt der Stern der Grünen in den aktuellen Umfragen drastisch. Die Roten lassen untereinander alte Rivalitäten wieder aufleben. Ob und wie lange der Schulz-Effekt anhält, wird man noch sehen.

Politik ist ein riskantes und unsicheres Geschäft. National und International kann es noch viele wahlentscheidende Einflußfaktoren geben. Schaunmermal.

PolitCamp ’11: Demokratie, Soziale Medien & Generationenwechsel.

Die jüngsten Landtagswahlen in 2011 haben bisher einen ganz deutlichen Trend in Richtung Rot/Grün ergeben. Auffallend dabei ist auch, dass je jünger die Wähler waren, dieser Trend deutlicher ausgefallen ist. Dieser Trend korreliert auch annähernd mit der Nutzung der Sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co. und den jüngeren Generationen, die sie als selbstverständlichen Teil ihres Lebens nutzen.

Mich würde interessieren, ob es wirklich in diesem Punkt einen Zusammenhang gibt. Dazu würde ich gerne auf dem PolitCamp ’11 eine Session machen und offen diskutieren mit Ralph Makolla, stellv. CDU-Kreisvorsitzender Oldenburg-Stadt und sehr engagierter Sozialer-Medien-Mensch, und Hansjörg Schmidt, Medien- & Netzpolitischer Sprecher der SPD in der Hamburger Bürgerschaft. Beide sind im Orgateam des Politcamp von Anfang an. Beide schätze ich persönlich sehr. Die oder der andere Berufene möge sich in die Runde dazu gesellen.

Die Fragen, die ich mir dabei stelle sind…

  • Gibt es tatsächlich diese Korrelation zwischen dem Wahlverhalten, den Generationen sowie der Akzeptanz und Nutzung der Sozialen Medien? Oder ist es nur ein scheinbarer und oberflächlicher Zusammenhang?
  • Wenn es diesen Zusammenhang gibt, woran liegt er? Ist es das generelle Lebensgefühl in den Generationen, die die Politik beeinflussen?
  • Wie ist die Wechselwirkung zwischen dem Wahlverhalten, den Generationen sowie der Akzeptanz und Nutzung der Sozialen Medien?
  • Welche Rolle spielen dabei Personen, Programme und Aktivitäten in den Sozialen Medien für das Politikverständnis der Bürger und ihr Wahlverhalten?
  • Lassen sich diese Effekte für die etablierten Parteien nutzen? Für die außerparlamentarische Opposition?
  • Welchen Einfluss haben diese Wechselwirkungen auf die Programme und Personen in den Parteien? Was sind die Konsequenzen? Was sind die Konsequenzen für die parteipolitische Arbeit in den unterschiedlichen Gruppierungen?
  • Ergeben sich daraus neue Muster für die Arbeit in den unterschiedlichen Parteien und Initiativen?
  • Wenn diese Trends wirklich existieren, wie wird sich die Parteienlandschaft und das politische Engagement ändern?

Letztendlich…

  • Wie stark ist der Einfluss der Soziale Medien auf die Politik in Deutschland?
  • Wie stark ist der Wille in den politischen Institutionen Soziale Medien einzusetzen, um die Politik zu beeinflussen?
  • Was bringt das?
Welche weitere Fragen ergäben sich für euch? Lust mitzumachen?
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