Tuxamoon: Online Magazin über Gesellschaft und Kultur

Während im Web noch über das Für-und-Wider von (deutschsprachigen) Online Magazinen diskutiert wird, hat Hermann Keldenich (@hermann) in Köln schon längst Tatsachen geschaffen: TUXAMOONmagazine. Recht professionell gemacht, schön anzuschauen und interessant zu lesen. Jedem ans Herz und auf’s Auge gedrückt. Demnächst möglicherweise mit einer Community auf Laconica/identi.ca-Basis. Gehört auf jeden Feedreader von gesellschaftlich kulturbefliessenen Bildungsbürgern des Web!

Das Web ist nur der Teilchenbeschleuniger

Julius Endert vom Handelsblatt hat erkannt, dass der klassische Journalismus die Zeichen der Zeit nicht erkennt:

Die Position der klassischen Medien ist bedroht. Doch nicht Onlinemedien schlüpfen in die Rolle von Zeitungen, Magazinen und Fernsehsendern, sondern die neuen sozialen Netze im Internet.

Grosser Text. Abgesang auf das Papier? Ich glaube, eher auf die Köpfe dahinter.

Ich spüre überall einen grossen Generationenwechsel. Alle 20 Jahre gibt es eine grosse Änderung der Geisteshaltung in der Gesellschaft. Wir sind mittendrin in einem aktuellen Umbruch gerade. Die Veränderungen im Journalismus und bei den Verlagen sind nur ein Aspekt davon. Es betrifft alle Lebenslagen. Es erfasst langsam alle und alles. Am Ende dieser Metamorphose wird es eine neue Gesellschaft geben. Schneller und radikaler als je zuvor eine Änderung stattgefunden hat. Das Web ist nur der Teilchenbeschleuniger des Ganzen. Es sind die Köpfe, die sich ändern.

’48, Wiederaufbau und Neubeginn. ’68, Rebellion gegen das Establishment. ’88, Hedonismus und Yuppies. 2008,…

Geben Sie Ihre Waffen am Eingang ab!

Werbeblogger Patrick hat einige bemerkenswerte Beobachtungen zur Gesprächskultur auf der re:publica gemacht, die ich aus eigenen Erfahrungen in der Szene nur bestätigen kann. Das ständige Rumhantieren mit Notebooks, Handys und anderen Geräten während eines Gesprächs oder eines Panels.

Das ist der Grund, weshalb ich bei Barcamps und ähnlichen, aber auch in Meetings, nie einen Notebook mitnehme. Ich empfinde es ebenso wie Patrick als eine ziemliche Ignoranz den Gesprächsteilnehmern gegenüber. Und ein schlechtes Signal. Mein Gesprächspartner sollte meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit haben.

Noch dreister ist es, während eines Gesprächs nebenbei dauernd seine Mails zu lesen und zu beantworten, zu twittern oder in der Nase zu bohren. Sowie ständig sein Handy zu checken.

Ja, eine „devicefreie“ Zone wäre schön. Einfach face-to-face. Oder wie im Wilden Westen ein Schild an den Schwingtüren zum Saloon: „Bitte geben Sie Ihre Waffen am Eingang ab!“

Mein Motto für 2008

Die Wahrheit existiert nicht in einem Traum, sondern in verschiedenen Träumen.

Pier Paolo Pasolini, Zitat aus seinem Film Erotische Geschichten aus 1001 Nacht.

In der Vielfalt der Möglichkeiten und Antworten liegt der Schlüssel und die Weisheit der Massen. Und der Kulturen. In der Vielfalt und in der Möglichkeit diese immer wieder neu zu kombinieren, um neue Antworten auf alte Fragen zu finden. Und viele gute Antworten auf die gleiche Frage.

Dazu passt auch die Buchempfehlung von Frank Westphal, Extreme Programmer, Ruby on Rails Freelancer, Web 2.0 Technologist. Aus der Webseite zum Buch:

WorldChanging.com works from a simple premise: that the tools, models and ideas for building a better future lie all around us. That plenty of people are working on tools for change, but the fields in which they work remain unconnected. That the motive, means and opportunity for profound positive change are already present. That another world is not just possible, it’s here. We only need to put the pieces together.

Verknüpfen und vernetzen wir unsere Träume. 

Das Zitat von Pasolini ist mein Motto für 2008. Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Qype: Die Samova Tea Lounge Extraordinaire in Hamburg

Scuba Garden, Heidi’s Delight, Speak French, Business Trip, Total Reset, Maybe Baby. Das sind alles fantastische Teemischungen bei samova. Die Top Tee-Lounge in Hamburg. Vielleicht sogar in ganz Deutschland. samova hat nichts mit verstaubten Teeläden und Teestuben zu tun. samova ist eine Tee-Lounge extraordinaire am Hafenrand in Hamburg. samova ist Gastfreundschaft pur. Auf insgesamt 650 qm ist hier ihr neuer und einzigartiger Flagship-Store über zwei Ebenen im Erdgeschoss des stilwerk Hamburg enstanden. Ein perfekter Ort, um sein Real Life Social Network zu pflegen.

An allen sieben Tagen in der Woche entspannt das gesamte Tee-Sortiment kostenlos (!) probieren und bei Gefallen erwerben. Die extrem freundlichen Damen und Herren, die den Tee servieren, nennen sich hier sinnigerweise Tea-Jays. Sie nehmen sich viel Zeit für die Gäste und erklären gerne die unterschiedlichen Kreationen, die heiß – oder auch kalt als Eistee und Cocktails serviert werden. Meine persönlichen Favoriten sind übrigens Team Spirit und Istanbul Nights. Genial sind die gläsernen Teekannen, die hier zum Einsatz kommen und auch gekauft werden können. Mit einem einzigen Dreh stoppt man das weitere Ziehen des Tees. Ohne tropfende Einsätze oder Teefilter. Eine weitere wunderbare Idee ist der regelmässige Philosophische Salon, ein Kreis von interessierten, die sich bei Tee und köstlichem Buffet treffen, um monatlich über Konzepte wie „Leben ist Luxus“ oder „Das Gesetz des Zufalls“ zu diskutieren.

Gastgeberin, kreativer Kopf und Gründerin von samova ist die polyglotte Esin Rager, die vordem höchst aktiv und erfolgreich in der innovativen Kreation von Zeitschriften und Werbekampagnen tätig war. Der Besuch von samova ist für Teeliebhaber und solche, die es werden wollen, unbedingt zu empfehlen. Immer noch ein Geheimtipp. Ihr Motto „We believe in friendship and tasty hot water“ ist schlichtweg eine grossartige Untertreibung.

Mein Beitrag zu Samova GmbH & Co. KG – Ich bin CemB – auf Qype