Wurzeln..

Wenn man Wurzeln hat, dann hat man auch Standsfestigkeit und Kraft. Dann kann man auch unter seiner Krone Schutz gewähren..

View this post on Instagram

I love #chestnut trees.

A post shared by Cem Başman (@cbasman) on

Unperfekt.

​Perfektion tötet das Kreative und Authentische. Wichtiges und Echtes ist eher beiläufig und unaufgeräumt. Das Leben ist eben lässig und unperfekt.

Note to myself.

Leben ist nur hinter dem Limit lebenswert. Ich meine die, die alles geben. Überschall. Überlicht. In dem, was sie tun. Die Mittelmaß und Regeln verachten. Grenzen überschreiten, am Ende verglühen und Spuren hinterlassen. Alles andere ist Gemüse.

.

„Der Sinn des Lebens ist, jeden Augenblick so sinnvoll wie möglich zu nutzen, mit den richtigen Menschen seine Zeit zu verbringen und was einem nicht passt, nicht so ernst nehmen.“

Ich fahre Rad.

Bis vor einiger Zeit war ich Autofahrer. Jetzt fahre ich in der Stadt gerne Bus und Bahn. Es ist deutlich schneller und ich brauche in der überfüllten Innenstadt keine Parkplätze suchen. Es spart Zeit. Ich bin beweglicher und es schont die Nerven. Auch in die benachbarten Metropolen wie Berlin fahre ich mit der Bahn. Es macht mir Spass und ist billiger. Ich komme ausgeruht und völlig entspannt an.

Ich esse seit einigen Jahren viel bewusster. Und weniger. Schaue kaum noch fern. Habe bis auf wenige Gelegenheiten die Kravatte abgelegt. Lese mehr Bücher. Mache mehr Dinge, die mich interessieren. Spreche mehr mit Freunden. Habe das Rauchen reduziert. Kurz davor, es wieder aufzugeben. Ich vereinfache mein Leben. Befreie meinen Kopf. Fange an, mich auf das zu konzentrieren, was mir wichtig ist. Was meine Aufgabe ist.

Seit vorgestern habe ich ein Rad. Eine Rixe.  Ein etwas älteres klassisches Modell, dass auch zu mir passt, wie ich finde. Man fährt es in aufrechter Haltung. Ich bin Jahrzehnte nicht mehr Rad gefahren. Heute habe ich damit eine Radtour gemacht. Es ging leicht und locker. So als ob ich nie etwas anderes je gemacht hätte. Es war ein sehr schönes Gefühl. Den Fahrtwind an diesem warmen, fast sommerlichen Frühlingstag ím Haar zu spüren. Das Hemd offen. Die Stadt und die Parks aus einer ganz anderen und neuen Perspektive zu entdecken. Es war toll. Ein ganz neues Lebensgefühl. Ich hätte das nie gedacht. Ich hatte es fast vergessen.

Mein Leben hat sich in den letzten drei bis vier Jahren sehr geändert. Ich lebe viel bewusster. Ich geniesse die kleinen Augenblicke. Den schönen Moment. Die gute Gesellschaft. Es ist, als ob ich zu mir zurück kehre. Alles fremdbestimmte fällt ab. Ich befreie mich zusehend. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Es gibt nur ein Leben.

PS: Das Bild vom Fahrrad liefere ich nach.