Der HSV und kein Marketing-Konzept.

Hamburg als wichtigster europäischer Hafen für China liegt es nahe, sich in den lukrativen chinesischen Markt zu begehen.

Was liegt daher näher, als die Hamburg Port Authority (HPA) zum Engement einzuladen – oder die Kühne&Nagel als Unternehmen auf ein professionelles Niveau zu bringen als das rein persönliche philantropische und unkontrollierte Engagement von Herrn Kühne..

Was fehlt ist ein profesionelles nachhaltiges Marketing-Konzept.

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Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Remix09: Battle of the Superbouts

Online meets Classic: Zwei sehr erfahrene, erfolgreiche und prominente Vertreter der jeweiligen Richtungen werden voraussichtlich auf der Remix09 in Hamburg in einem Streitgespräch gegeneinander antreten. Die Verhandlungen mit den beiden Schwergewichten ihres Fachs laufen schon. Namen werden noch nicht verraten. Ich denke, es wird sehr spannend. Karten für die Ringplätze sind hier zu bekommen. Let’s get ready to rumble!

Was ist nochmal die Remix09? „Fachleute aus dem klassischen Marketing-Umfeld treffen die Aktiven des Web 2.0 für einen professionellen und persönlichen interdisziplinären Austausch“ schreibt Roland Kühl-v.Puttkamer, der Initiator und Kopf der Veranstaltung. Ich bin ebenfalls im Team dieses ersten Events seiner Art in Deutschland. Ich erhoffe mir intensive, inspirative und fruchtbare Kontakte für alle bei diesem Treffen! Denn bisher gibt es noch zu wenig konkrete und praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Ausprägungen in der Werbe- und Marketingbranche, zwischen Social Media und Online Profis sowie dem klassischen Agenturengeschäft mit den grossen Budgets.

Geld verdienen im Web: Connect!

Das Web 2.0 ist nicht nur Leidenschaft und Philantropie. Seth Godin, Online Marketing-Guru, regt an und führt aus, wie man damit verdienen kann:

The essence is this: connect.

Connect the disconnected to each other and you create value.

  • Connect advertisers to people who want to be advertised to.
  • Connect job hunters with jobs.
  • Connect information seekers with information.
  • Connect teams to each other.
  • Connect those seeking similar.
  • Connect to partners and those that can leverage your work.
  • Connect people who are proximate geographically.
  • Connect organizations spending money with ways to save money.
  • Connect like-minded people into a movement.
  • Connect people buying with people who are selling.

 

Seinen Anmerkungen, Ausführungen und Beispielen dazu kann man hier folgen. Seths smarten Gedankengängen folge ich immer sehr gerne und sein Blog ist immer anregend und unterhaltsam.

Die 9 wichtigsten Vorteile des Microbloggings

Ihr macht es. Ich mache es. Sogar Barack Obama macht es. Aber wozu machen wir es eigentlich?

Jetzt hat es auch die deutsche Wirtschaft entdeckt und listet die neun wichtigsten Vorteile des Microbloggings für die Unternehmenskommunikation auf:

  1. Öffentliche Meinung verfolgen („Marktforschung“). Sie erfahren Meinungen, Ansichten von Marktteilnehmern schnell, ungefiltert und komprimiert.
  2. Feedback und Ideen sammeln. Sie können laut nachdenken und sich Einfälle holen.
  3. Lösungssuche. Sie erhalten schnell Antworten und Lösungen, wenn Sie Informationen, Rat oder etwa einen neuen Designer suchen.
  4. Online Relations. Sie können ihre Netzwerke mit niedrigem Aufwand ausbauen, Kontakte pflegen und direkt erreichen.
  5. Informationen teilen. Sie können zeitnah etwa über Links Hinweise auf interessante Inhalte weitergeben oder über die von Ihnen organisierte Veranstaltung.
  6. Channel-Funktion. Sie können Twitter & Co als einfache Kommunikationskanäle für Veranstaltungen oder Themen nutzen. Relativ unabhängig vom Ort entsteht ein dauerhafter und hochaktueller kleiner Nachrichten- oder Informationsticker.
  7. Projektmanagement. Bei einfachen Projekten können die Projektteilnehmer einzelnen Akteuren jeweils unkompliziert ihren Stand via Twitter mitteilen. Alle wissen dann etwa über SMS oder ihr jeweiliges Medium über den aktuellen Stand Bescheid, d.h.: schnellere Informationsverteilung z.B. an Veranstaltungsteams, Vertriebler, Promoter.
  8. Persönliche Marke. Wie andere Werkzeuge können Sie Micro-Blogging nutzen, um Ihre persönliche Marke aufzubauen und sich mit sinnvollen kurzen Gedanken bekannt zu machen.
  9. Linkbaiting.  Sie können auf ihre neuesten Blog-Einträge verweisen und so ein klein wenig Linkbaiting betreiben und andere Nutzer dazu bewegen, ebenfalls auf Sie zu verlinken.

Ja, natürlich kann man auch damit kurze private ad hoc Statusmeldungen in die Gegend pusten. Was ja auch am meisten Spass macht.

Blogger-Marketing: Fallstudie von Martin Oetting

Martin Oetting, Gesellschafter und Leiter Forschung bei der ersten deutschen Word-of-Mouth Marketing Agentur trnd, hat die berüchtigte Nassrasierer-Zahnbürste-Handy-Päckchen-Marketing-Aktion von Tchibo eingehend analysiert und zieht am Ende seine Schlussfolgerungen aus der missglückten Affäre:

Mein eigenes Fazit? Zweierlei – erstens: wenn man mittels Versenden von mysteriösen Botschaften nicht nur Aufsehen, sondern auf wirkliche Marketingeffekte erzielen will, dann sollte man – genau wie Oliver schreibt – sehr genau darauf achten, wie die Geschichte möglichst in relevanter spannender Weise aufgelöst wird.

Zweitens: wenn man nicht so sehr auf eine schräge Aktion setzen will, sondern eher Mundpropaganda als strategischen Baustein im Marketing verwenden will, dann sollte man passend ausgewählte Leute im Marketingprozess involvieren.

Diese Aktion war an die 100 bekanntesten Blogger Deutschlands gerichtet und sollte eine neue Ideen-Plattform im Web bekannt machen. Ich war einer der Beglückten. Martin hatte mich vor einiger Zeit zu dieser Sache interviewt. Martin Oetting ist einer der z.Z. anerkanntesten Experten zum Thema „Virales Marketing“ und hat vor kurzem ebenfalls darin promoviert ist dabei gerade dabei seine Promotion abzuschliessen. Ich drücke ihm dazu alle Daumen!

Woher die Päckchen kommen…

Gestern haben rund 100 Blogger anonym mit der Post ein mysteriöses Päckchen bekommen. Dadrin waren nur ein Handy, ein Nassrasierer und eine Zahnbürste sowie ein unbeschriftetes Kärtchen (Gelbe Sprechblase an dunkelblauem Viereck) und viel Holzwolle enthalten. In Blogs und Twitter wurde bundesweit gerätselt, wer der Absender sein könnte. Dass es eine virale Marketingkampagne ist, darüber sind sich alle im Klaren. Nur, für was und wen?

Meine erste Intention war, alles deutet auf das Thema „Reisen“ hin – oder auf den Handyhersteller. Heute hatte ich einen guten Tipp, mal im Web bei dem Kurier DLD nachzuschauen, wo denn mein Päckchen aufgegeben worden ist. Habe ich vorhin nachgeschaut. Das Päckchen ist vom Kunden in Obing (Bayern) angeliefert worden. Das Obing im schönen Chiemgau, in Bayern. So sieht es da am Chiemsee aus. Ich glaube, es geht um die Fremdenverkehrswerbung für die Region. Oder so etwas ähnliches. Und irgendwo da unten sitzt ein viraler Marketing-Guerillero… Vielleicht seine Selbstvermarktung. Hab ich jetzt einen Preis gewonnen??

PS: Kosmar hat auch schöne Theorien…

XING darf auf meinem Profil keine Werbung von Werbepartnern einblenden

Xing Optionen

XING darf auf meinem Profil keine Werbung von Werbepartnern einblenden. Eingeloggte Premium-User können die Werbeeinblendungen zwar selber nicht sehen, aber Nicht-Premium-User ihrer Seite schon. Diese Option lässt sich hier wieder einfach herausnehmen und deaktivieren (Opt-out).

Die intensiven und kontroverse Diskussionen dazu hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und Lars Hinrichs, CEO von Xing Stellungnahme dazu. Und das ganze natürlich brühwarm überall in Rivva zu verfolgen.

Zugegeben, ein sehr schwieriges Thema, die richtige Balance zu finden zwischen notwendigem Geldverdienen und dem Produktversprechen. Eines der Grundpfeiler von Xings Produktversprechen war ja die Werbefreiheit und der Finanzierung rein durch die Mitgliederbeiträge. Mit zunehmendem Wachstum von Xing und der Abnahme der Bezahlquote durch zugekaufte Communities, beispielsweise in Spanien, musste Xing offensichtlich dieses Produktversprechen bezüglich Werbung revidieren.

Das Gegenbeispiel ist Google, das jahrelang ohne Werbung und weiteren funktionalen Ballast auskam. Als es sich für Werbung als solide Einnahmequelle entschied, haben die Google-Leute die kontextbezogenen Textanzeigen, die Adwords, erfunden. Eine Werbeform, die gut im Einklang mit der generellen Haltung von Google und ihrem Erscheinungsbild steht. Googles Werbeeinnahmen sind mittlerweile die mit grossem Abstand erfolgreichsten im Internet und stilbildend. Es geht auch anders also. Man kann durchaus sein Versprechen halten und innovativ neue Lösungen für Probleme finden…