Bearhug Camp in San Francisco on 9/12/2008 (First Feedbacks)

 Here is an updated list of feedback links to Bearhug Camp:

And now start to analyze it. Make your predictions and concepts for the future of microblogging, micromessaging and messaging. What do you think?

And don’t forget, the MBC09 Microblogging Conference in Hamburg, Germany, on January 23-24, 2009 is an excellent place to present and discuss your insight, your thoughts and hopes. The MBC09 Blog and registration is on the way. In a couple of days you’ll get it. Be there. See you there.

Wo macht Microblogging Sinn…

…ausser zum privaten Vergnügen und zum Zeitvertreib?

Überall dort, wo im echten Leben annähernd zeitkritische, spontane und kurzgefasste Kommunikation gefragt ist. Diese Kommunikation kann direkt 1:1 oder auch 1:n via Subscriptions sein. Überall dort, wo kurze Mitteilungen ausreichen, wobei diese Mittelungen alle grundsätzlich dokumentiert sind und auf verschiedensten Kanälen und Endgeräten miteinander ausgetauscht werden können: Web, Mail, IM,…

Beispiel-Szenarien:

  1. Mobile Servicetechniker, Taxifahrer, Lastwagenfahrer und Zentrale im Austausch von Aufträgen oder adhoc Meldungen
  2. Technische Endgeräte (IT, Geräte, Maschinen, Motoren,…) mit Statusmeldungen an Servicetechniker oder Einsatzkräfte
  3. Einsatzkräfte im Katastrophenschutz
  4. Wetterdaten, Hochwasserdaten, Olympia-Medaillen an Consumer

Welche noch? Brainstorming…

MBC09 Microblogging Conference in Hamburg am Fr 23.1./Sa 24.1.2009

Das grosse und eindeutige Echo auf meine spontane Ankündigung vor drei Tagen, hat mich sehr gefreut. Ich plane, die MBC09 Microblogging Conference in Hamburg am Fr 23.1./Sa 24.1.2009 zu veranstalten. Ich hoffe auf zahlreiche Teilnehmer. Ich denke es werden so etwa wie immer 150-200 Interessierte dabei sein.

Ich erhoffe mir sehr, dass die MBC09 ein lebendiges, partizipatives und vorallem inspiratives Event sein wird. Ein Ort, an dem jeder, der ein wie auch immer geartetes Interesse an Microblogging hat, etwas für sich mitnehmen kann. Unabhängig davon, welche Micoblogging-Plattform der Einzelne bevorzugt. Ein Ort um neue Kontakte zu knüpfen, ein Ort an dem man den Köpfen der (hoffentlich auch internationalen) Szene persönlich begegnen kann, ein Ort an dem neues entstehen kann, ein Ort wo man lernen, diskutieren, sehen, anfassen und viel Spass haben kann.

So, jetzt muss das Orgateam zusammengestellt werden. Nico Lumma, Tina Pickhardt, Christian Rasch und Zeniscalm aus Hamburg haben sich schon dazu bereit erklärt. Weitere können folgen. Ein Veranstaltungsort muss gefunden werden. Die Finanzierung muss budgetiert werden. Technische und personelle Ressourcen müssen eingeplant werden. Aber da haben wir ja schon etwas Erfahrung mit guter Resonanz.

Natürlich brauchen wir gute und (auch grosse) Sponsoren. Ich möchte, dass jeder, der daran teilnehmen will, auch teilnehmen kann – und es nicht am Finanziellen scheitert. Trotzdem werden wir einen moderaten Teilnehmerbeitrag erheben müssen, um alle Kosten zu decken. Unter uns gesagt, die bisherigen Veranstaltungen hatten alle mehr oder minder eine nicht ganz undeutliche Unterdeckung gehabt. Hinzu kommt, dass wir diesmal wahrscheinlich bekannte internationale Gäste haben werden, die wir gebührend betreuen wollen und müssen. Vollverpflegung für alle Teilnehmer ist eh klar wie immer in Hamburg. Eine schöne Party wollen wir auch. Das kostet Geld. Also: Wir brauchen einen kräftigen Headsponsor und die Unterstützung aller unserer Freunde aus dem Web 2.0 Geschäft.

Blog, Wiki und Ticketshop kommen noch. Geduld. Bisher ist das ein Ein-Mann-Betrieb.

Ladies and Gentleman, please mark your calenders! Enjoy the MBC09 in Hamburg!

Das Duell „Twitter“ vs. „identi.ca“ und das Echo

Heute ist in Kanal14 (@kanal14) ein Podcast zum Thema Microblogging und MBC09 veröffentlicht, das ich das Vergnügen hatte mit Sebastian Keil (@planetsab) aufzunehmen. Netzbürger Brenrhad (@brenrhad) hat daraufhin einen sehr schönen analytischen Artikel geschrieben, in dem er den Podcast kommentiert und seine eigenen Gedanken reflektiert. Robert Basic (@robgreen) nimmt die aktuelle Situation ebenfalls analytisch ins Visier und vergleicht Chancen und Risiken im Duell „Twitter“ vs. „identi.ca“: Business-Power gegen Open Source-Power. Vor einigen Tagen auch noch ein Podacst zum Thema von der Gilmor Gang – diesmal mit: Marc Canter, Evan Prodromou, Kevin Marks, und Brad Williams mit Steve Gillmor (@stevegillmor), der sehr aktiv in identi.ca ist.

Die Szene ist in Bewegung geraten. Das ist gut so. Wehret den Anfängen des Monopols.

Update: Weiteres Echo siehe bei Rivva zu MBC09, Microblogging und identi.ca.

Meine ersten Erfahrungen mit identi.ca

Mein erster allgemeiner Eindruck von identi.ca ist positiv. Ein frisches Microbloggingtool, dass erst vor sechs Wochen gelauncht worden ist und dass sich schon jetzt einer kleinen, aber sehr agilen, deutschsprachigen Community erfreuen kann.

identi.ca sieht gut aus, ist übersichtlich und sehr schnell. Der Charme des Produkts liegt aber eigentlich woanders:

  1. identi.ca ist ein Microblogging-Service, der auf der Open Source Software Laconica aus dem gleichen Haus basiert. Mit Laconica kann jeder seinen eigenen Microblogging-Service nach dem Vorbild von identi.ca betreiben.
  2. Alle User auf den weltweiten Laconica Servern können, falls gewünscht, unabhängig von den Servern auf denen sie registriert sind, miteinander kommunizieren. Damit entsteht ein echtes, verteiltes, intelligentes, offenes, serverübergreifendes Microblogging. Das ist ein sehr modernes Konzept. Damit wird auch klar, dass identi.ca kein weiterer Twitter-Clone ist, sondern etwas sehr eigenständiges. Dieses offene Konzept soll in der nahen Zukunft auch auf andere Microblogging-Plattformen ausgeweitet werden, sodass ein grosser plattformübergreifender Microblogging-Raum entsteht. Grossartig.

Und ausserdem gefällt mir, dass die „#hashtags“ integriert sind. Dabei aber immer auf Kleinschreibung achten. So wie auch die „@usernamen“. Umlaute gehen in beiden Fällen noch nicht.

identi.ca ist so frisch und jung, dass die wesentliche Entwicklung noch andauert. Wobei das weitere interessante ist, dass diese Entwicklung vollkommen öffentlich und transparent abläuft. Keine Geheimlabors mit grossen versteckten Teams oder Megabudgets. Die Entwickler führen im Gegenteil einen recht lebendigen Dialog mit den Usern. Das macht die Sache mir sehr sympatisch.

Was fehlt noch bei identi.ca?

  1. Direkte Benachrichtigungen (Absolut unabdingbar! Nicht alles muss öffentlich sein.)
  2. Bookmarking von Nachrichten (Ja! Unbedingt. Wichtig.)
  3. Updates und Benachrichtigungen via SMS (Ist das nicht 20. Jahrhundert? Aber viele können ohne SMS anscheinend nicht leben. Naja.)
  4. Reichhaltigeres AJAX-y Interface (Ich finde es momentan nicht schlecht. Es sieht eh moderner aus als bei Twitter.)
  5. Kartenfunktionen (Maps), Anzeige von Usern im Umkreis (sehr cool!)
  6. Automatischer Cross-post Push nach Twitter, Pownce, Jaiku, etc. via identi.ca (Manche scheinen darauf zu stehen. Für mich ist sowas nur Spam und alle Kanäle vollmüllen. Aber wer’s nicht lassen kann – Damit geht’s jetzt schon: http://ping.fm/ )
  7. Automatischer Pull von Mitteilungen aus Twitter, Pownce, Jaiku, etc. (Sehr wichtig für Migranten wie mich. Ich würde gerne meine Tweets nach identi.ca immer bringen lassen.)
  8. Facebook Integration (Mir Wurscht, aber vielen anderen nicht.)
  9. Image, Video, Audio in Mitteilungen (nice to have.)
  10. Automatische URL-Kürzung (wichtig!)
  11. Mehrsprachigkeit (identi.ca ist nur auf Englisch – Laconica hat aber ein reichhaltiges Repertoire an Sprachversionen, die demnächst nach und nach freigegeben werden, demnächst auch in Deutsch)

identi.ca wird entwickelt vom kreativen Kopf Evan Prodromou (@evan), unterstützt durch Ken Sheppardson (@kshep). Ein extrem produktives Team, dessen interne Kommunikation öffentlich in identi.ca abläuft.

Dass Evan und Ken alle weiteren offenen Punkte und Aufgaben systematisch anpacken, lässt sich sehr schön in den Meilensteinen und Aufgaben der Entwicklung erkennen, die sie für alle ebenfalls öffentlich nachvollziehbar vom Start des Projekts vor zwei Monaten im Projekt-Managementwerkzeug Trac verwalten. Die Softwareentwicklung läuft in einem atemberaubenden Tempo. Deshalb glaube ich, dass identi.ca binnen kurzer Zeit alle anderen Microblogging-Tools an Funktionalität übertreffen wird. Die Skalierbarkeit bei grösseren Nutzerzahlen allerdings, wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Das ist die wahre Nagelprobe der Software-Architektur. Ein Problem mit dem Twitter seit einiger Zeit massiv kämpft.

Deswegen habe ich mich für identi.ca als meine Microblogging-Plattform entschieden. Ich bin @cemb.

PS: Das ist auch einer der spannenden Themen für den MBC09 – Microblogging Congress 2009. Evan hat zugesagt, zu kommen übrigens.

Update: Podcast über Microblogging und das MBC09 bei Kanal14. Danke Sebastian!

Zeit für ein MicroBlogging Camp? MicroBlogging Congress? (Updates)

Ich denke schon. MicroBlogging ist ein starker und wichtiger Trend. Jeden Tag passiert etwas neues. Vom MicroBlogging gehen momentan die stärksten Impulse ins Web. Es geht nicht nur um den Austausch von kurzen privaten Nachrichten im Freundeskreis zum Zeitvertreib, sondern hier entsteht ein Medium, dass auch für die Gesellschaft und die Wirtschaft zahlreiche Anwendungen und Chancen bietet. Ein hochinteressantes Feld. Deshalb glaube ich, würde es Sinn machen, ein Camp oder einen Congress darüber zu machen.

Worüber würden wir sprechen? Was kann dort passieren?

  1. Konzepte wie verteilte, dezentrale und offene Netzwerke,…
  2. Services wie identi.ca, Twitter, Jaiku, Pownce, Plurk,…
  3. Free & Open Software und Frameworks wie Laconica, OpenMicroBlogger,…
  4. Protokolle wie OpenMicroBlogging,…
  5. Kanäle für die Erstellung und Verbreitung wie SMS, E-Mail, Instant Messaging oder Web
  6. Technische Basis-Plattformen wie XMPP,…
  7. Hands-on Workshops und Tutorials zur Installation, Konfiguration, Integration, Betrieb und Optimierung
  8. Anwendungsbereiche aus IT, Technik, Wirtschaft, Politik,…
  9. Applikationen und Add-ons
  10. Offene Panel-Diskussionen über Sinn und Zukunft und mehr

Ich würde versuchen, einige der namhaften internationalen Köpfe dazu zu bekommen. Mit einigen stehe ich in Kontakt. Cross fingers!

Ort und Zeit der Veranstaltung? Hamburg. Ich denke, irgendwann im Januar 2009 vielleicht.

Wieviel Zeit brauchen wir? Zwei Tage? Drei? Wenn ihr das in den gängigen Blogs und Microblogs diskutiert, benutzt einfach den Tag oder Hashtag „MBC09„!

Wer hätte Lust teilzunehmen oder mitzumachen? Erste Reaktion einfach in die Kommentare hier reinschreiben. Wir formalisieren das später. Eine Teilnahmegebühr wird sicher erforderlich werden.

Was meint ihr?

Update: Es heisst jetzt „MBC09 – Microblogging Conference 2009“. Genaues Datum und genauer Ort hängen jetzt von einigen Faktoren ab, auf die ich noch warte. Es findet also statt!

Update 2: Yay!! Evan Prodromou, Kopf von identica wird voraussichtlich beim #mbc09 dabei sein! Super! Da freue mich darauf!