Verblüffende Parallelen von den Digital Natives zu der Geschichte des Anarchismus.

Für Aussenstehende erscheint das Web häufig als ein anarchischer Ort der Gesetzlosen und der Unordnung.

Anarchie ist allerdings nicht Chaos sondern Ordnung ohne Herrschaft. Ja, das Leben im Web der Digital Natives hat scheinbar anarchistische Züge. Im Anarchismus ist Anarchie die angestrebte Wirtschafts- und Gesellschaftsform freier und gleicher Menschen. Die Vorkämpfer des Anarchismus vor über 100 Jahren wären wahrscheinlich stolz gewesen auf die Digital Natives von heute.

Die Digital Natives sind heute miteinander verbunden durch hochkomplexe Verbindungen und wechselseitigen Kontrollen in Sozialen Netzwerken, entlang den Sozialen Graphen.

Doch die Parallelen zur Geschichte des Anarchismus gehen sogar noch weiter. In der Geschichte fingen die Anarchisten an sich zu organisieren: In Bewegungen, Gewerkschaften, Arbeitsbörsen freier Abeiter und vieles andere mehr. Das entspticht heute den Plattformen von Facebook, Twitter, Instagram & Co – den Syndikaten aus Usern und Betreibern. Dort herrscht vorwiegend eine ganz bestimmte freiheitliche, delbstbestimmte und herrschaftsfreie Haltung – ganz so wie bei den historischen Vorgängern des Anarchosyndikalismus. Damals entstanden auch die ersten freien und offenen Lebensgemeinschaften, Land- und Stadtkommunen etc.

In der geschichtlichen Weiterentwicklung des Anarchismus und Anarchosyndikslismus entstand politisch der Individualismus. Aus den Enttäuschungen des kommunalen Lebens.

Die soziologische Entwicklungen des Webs weisen verblüffende Parallelen zur Geschichte des Anarchismus, zur Geschichte des herrschaftsfreien Zusammenlebens. Kein Wunder, das das Web politisch eher links orientiert ist.

Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Die 5-Stunden-Regel..

​Wer ohne Unterbrechung rund um die Uhr wie ein Ochse nur arbeitet, bleibt auch einer.

Besser ist es, mindestens eine Stunde am Tag zu lernen, zu reflektieren oder sich frei mit anderen Dingen zu beschäftigen. Also 5 Stunden in der Woche:

Many of these leaders, despite being extremely busy, have set aside at least an hour a day (or five hours a week) over their entire career for activities that could be classified as deliberate practice or learning. – Bill Gates, Warren Buffett, and Oprah Winfrey All Use the 5-Hour Rule, Observer

Besser ist.

Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Eine gute Intuition.

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ – Albert Einstein

Eine gute Intuition ist für mich, wenn man spontan den richtigen Gedanken hat, aber nicht weiß warum und ihn nicht herleiten kann oder anderen nicht erklären will bzw. eine Erklärung zu mühselig ist.
Und trotzdem sollte man sich selber den Gefallen tun und den Gedanken auf Plausibilität prüfen. Nicht jede Eingebung ist richtig, sondern mal auch ein Schuss aus der Hüfte ins blaue Nichts..

Teil der Micro-Serie Entrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Try Again!

‘Tis a lesson you should heed– 

            Try again; 

If at first you don’t succeed, 

            Try again. 

Then your courage should appear; 

For if you will persevere, 

You will conquer, never fear, 

            Try again.
Once or twice though you should fail, 

If you would at last prevail, 

            Try again. 

If we strive, ’tis no disgrace 

Though we did not win the race– 

What should you do in that case? 

            Try again.
If you find your task is hard. 

            Try again; 

Time will bring you your reward, 

            Try again; 

All that other folk can do, 

Why with patience should not you? 

Only keep this rule in view, 

            Try again.

William E. Hickson (1803-1870)

Stolen from Tim Bonnemann (Blog) via Facebook. Thank you!

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​Was das besondere im Silicon Valley ist?

Sie arbeiten alle an der Verwirklichung von großen Träumen. Und auf dem Weg dahin lösen sie in den verschiedenen Zwischenschritten und Entwicklungsstadien viele praktische Probleme und wandeln sie jeweils in nützliche Produkte um.

Es sind alle Skiflieger! Nicht Skispringer. Das ist der große Unterschied zu allen anderen Orten dieser Welt. Der Unterschied ist dieser Spirit.

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Chief Tasting Officer in Hamburg oder Berlin? Leipzig?!

Ein BarRestaurant für den Mittagstisch mit Live Musik von einem Trio. Kontrabass, Schlagzeug und Irgendwas. Jazz. Soul. R&B. Entspannte Live Dinner Music uum Lunch. Wie wär’s? In der Schanze? Karo? St.Pauli? St.Georg? Am Hafen? In den üblichen Vierteln halt.

Gerade gesehen. In Salt Lake City. Wenn jemand es in Hamburg oder Berlin realisiert, macht ihr mich zum Chief Tasting Officer. Dann mache ich auch das Social Media für euch. Deal! ;)

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Geschäftsidee. Was man wirklich braucht.

Ich wünsche mir keine SUCHmaschine sondern eine FINDmaschine. Und eine WIEDERFINDmaschine für Facebook.

Hinter Facebook muß eine gigantische, perfide Weltverschwörung stecken. Posts, die gerade kurz entdeckt hatte und wenige Augenblicke später lesen wollte, verschwinden auf unerklärliche Weise auf Nimmerwiedersehen. Wie einzelne Socken in der Waschmaschine.

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Träume weiter und mache es!

Wir haben in Europa keine so verrückten Typen wie Elon Musk. Oder Jobs oder Bezos.. Nicht mal in Baden-Würtemberg. Jemand, der nicht nur Visionär oder Träumer ist, sondern auch das Vorhaben auch staffed und realisiert.

Der Grund ist meistens die Schere im Kopf. Und alle die Hausmeister.Und grauen mutlosen Männchen. Und zahlengetriebenen Businesskasper.

Deutschland bestraft oft Mut und entmutet.. Vielleicht aus Tradition. Wer weiß.

Das war doch mal anders. Früher. Zu Beginn der industriellen Revolution. Irgendwas ist zwischenzeitlich schief gelaufen..

Scheiß drauf! Lasst euch nicht entmutigen. Keine Angst davor, sich lächerlich zu machen oder grandios zu scheitern. Träume weiter und mach es!

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Was wir von Unternehmensverkäufen auch lernen können: Timing.

​Die hamburger Agentur SinnerSchrader AG ist an Accenture Interactive Deutschland verkauft. Die Entscheidung von Matthias Schrader war längst überfällig.

Ja. Man muss wissen, wann es Zeit ist, loszulassen und zu verkaufen. Alles Richtig gemacht. SinnerSchrader war zu klein, um bestehen zu können und einiges weitere.

Ich stand mehrfach vor ähnlichen Überlegungen. Als Inhaber spürt man seine Chancen und den entscheidenden Moment. Und er ist nicht leicht. Es ist keine betriebswirtschaftliche Frage.

Wer diesen Moment verspasst und wieder besseren Wissens weitermacht, die Braut noch etwas noch hübscher machen will, den bestraft der Markt.

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No Assholes Rule.

​Heute Nachmittag wieder lebhaft mich daran erinnert. Es gibt Dinge, die gehen gar nicht.

Da kann man auch ein Arschloch nicht kosmetisch weissen.

Die Person muss man einfach ohne Ansehen der fachlichen Qualifikation diskussionslos im Interesse des Teams einfach sofort raus schmeissen. Absolute goldene Regel: Die No-Assholes-Rule.!

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Was wir von der Infrastrukturtechnik auch lernen können.

Das ist die Köningsdisziplin: Teil der Infrastruktur einer ganzen Branche zu werden. Ifrastruktur ist das, was jeder Nutzer und Kunde in einer Branche beaucht. Der Unterbau, um seine Arbeit sinnvoll machen zu können. Infrastuktur kann ein Stück Hardware sein, oder Software oder eben auch ein Standard oder eine Kombination daraus. Oder eben die Dienste eines Unternehmens oder entscheidendes Teil eines Produkts..

Das Unternehmensziel ist also Teil einer Infrastruktur des Marktes oder einer Nische zu werden.

Nur ganz wenigen Unternehmen haben das weltweit erreicht. Ein Beispiel: Microsoft im Markt der Bürokommunikation mit Windows und Office. Wie sind sie es geworden in 30 Jahren?! Das lag nicht nur an den Software-Produkten. Sondern mit geschickten OEM-Verträgen. Sie hatten es geschafft mit jedem PC den die Hersteller auslierten, eine vorinstallierte Version der Lizenzen von OS/2, DOS oder Windows auszuliefern.

Wir hatten damals wegen dieser knallharten Verträge auch immer scherzhaft behauptet, Microsoft sei kein Softwarehersteller sodern eine Rechtsanwaltskanzlei mit Entwicklungsabteilung.

Durch diese Lizenzverträge ist Microsoft die mit weitem größte Bürokommunikation-Softwareplatform geworden. Heute im Webzeitalter wäre das vielleicht Facebook. Oder diverse Webservices wie Bezahldienste oder Lieferservices im E-Commerce.

Ganz anderes Beispiel aus der Automobilbranche: Ich kannte mal jemanden, dessen Familie einen Cent-Artikel für eine gesamte Industrie hergestellt hatte. Praktisch jedes in Deutschland hergestellte Auto hatte diesen ganz einfachen, preiswerten Gegenstand mehrfach eingebaut. Das Unternehmen existiert schon in der dritten Generation.

Man braucht also um einen ganzen Markt zu beherrschen keine komplizierte Komplettlösung, sondern es genügt clever ein kleines preiswertes aber entscheidendes Teil zu liefern.

Wie bespielsweise Akkus für Elektroautos, anstatt das ganze Auto herzustellen. Schlüsseltechnologie nennt man das auch. Jede Branche hat preiswerte Schlüsseltechnologien.

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.

Positive Vertragsbilanzen..

Unternehmen kann man auch als ein Portfolio von Verträgen verstehen. Obligatorische Verträge einerseits für Pflichten wie Mieten, Gehälter, Lizenzen,.. und andererseits auch für die nachhaltigen Rechte: Wartungsverträge, Abo-Verträge, Patent- und Lizenzrechte,.. Der Wert eines Unternehmens besteht nicht einfach aus dem operativen Gewinn, sondern bemisst sich vorrangig aus der möglichen Vetragsbilanz.

Unternehmen, die nur aus Gründern und von den Pflicht-Verträgen bestehen, haben unter Umständen gar keinen Wert. Das vergessen viele.

Das Ziel einer Geschäftsentwicklung besteht nicht einfach aus der Gewinnmaximierung, sondern insbeondere auch positive, nachhaltige Vetragsrechte zu erwirtschaften. Ein potentieller Käufer oder Investor hat ja auch kein Interesse beim Erwerb des Unternehmens teure Mietverträge und Arbeitsverträge zu übernehmen.

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Was wir von DLD, Next und Twittnite auch lernen können.

Sei sozial. Sei offen und freundlich. Sei ein guter Gastgeber.

Verbinde und vernetze deine Kunden untereinander und erweitere dieses Netzwerk um deine Mitarbeiter und Partner. Keine Angst, Sei Teil der Kultur deiner Branche. Offenheit und Lässigkeit schaffen Vertrauen und zahlen langfristig sich aus.

Schaffe eine entspannte und kommunikative Atmosphäre wie in einer Lounge oder in einem Club. Langweile sie nicht mit Geschäftsthemen, sei inspirativ und innovativ. Dieses sind keine Verkaufsveranstaltungen. Es sind eher PR Events. Gute Netzwerktreffen gliedern das Geschäftsjahr und die Branche in einem bestimmten festen Rhythmus.

Dosiere diese Events vorsichtig. Nicht zu oft. Nicht zu groß. Nicht zu klein. Angemessen für die jeweilige  Marktgröße. Wähle deine Gäste klug sus. Wiederhole dich nicht. Gib deinen Gästen die Verschaufpause und die Gelegenkeit sich auf das nächste Event zu freuen und gerne wieder zu kommen.

Gute Bespiele sind die jährliche Next von sinnerschrader in Hamburg/Berlin, die ebenfalls einmal im Jahr stattfindende DLD von Burda in München – und in aller meine eigenen Bescheidenheit meine ehemals eigenen unkoventellen, lokalen Twittnites und Startup Weekends jeweils in Hamburg. Von allen diesen Netzwerktreffen spricht die Branche heute noch.

Früher, ganz früher, haben alle ihre Netzwerke und Geschäftsverbindungen geheim gehalten.

Offenes Netzwerken bringt Karma-Punkte und fördert das Geschäft. Viel Erfolg!

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Was wir von der Weltaumfahrt auch lernen können.

Unternehmen sind sehr teure Vorhaben. Produkte und Services müssen entwickelt und finanziert werden, das Marketing gemacht und das vielleicht mit Abstand teuerste: Der Vertrieb muss organisiert und bezahlt werden. Wobei gerade der Vertrieb nicht nur das teuerte ist, sondern dessen Ergebnis am schwierigsten zu kalkulieren. Dabei rennt die Zeit unaufhörlich den Geschäftsinhabern davon. Was tun?

Kurzer Szenenwechsel zur interplanetaren Raumfahrt. Als man im vergangenen Jahrhundert anfing Sonden von der Erde zu den anderen Planeten in unserem Sonnensystem schiessen wollte, stellte man fest, dass der Raketentreibstoff für diese Reise zu unwirtschaftlich und zu schwer für die Sonden sein würde. Deshalb ersann man für Raumsondenprogramme wie für Mariner und Voyager die ressourcenschonendere, leichtgewichtigere Swing-by-Technik:

Fliegt eine Sonde durch das Gravitationsfeld eines Planeten, so wird sie durch dessen Anziehungskraft abgelenkt und erfährt eine Geschwindigkeitsänderung in dem Bezugssystem, in dem sich der Planet bewegt. Je nachdem, ob die Sonde vor oder hinter dem Planeten seine Umlaufbahn überquert, verringert oder erhöht sich ihre Geschwindigkeit in dem Bezugssystem, in dem sich der Planet bewegt.

Aus Sicht des Planeten wird die Sonde nicht beschleunigt oder gebremst, sondern nur abgelenkt. Der Planet bewegt sich aber auch um die Sonne. Deshalb wurde die Geschwindigkeit der Sonde aus Sicht der Sonne verändert.

Gedankensprung zurück wieder zur Wirtschaft: Sind die eigenen Kräfte und Finanzmittel zu schwach für einen professionellen und schlagkräftigen Vertrieb, nutze als kleines, junges Unternehmen gerne den Vertrieb eines größeren Hauses, am besten eines Konzerns. vertreibe dein Produkt oder deine Dienstleistung mit Hilfe von deren Vetrieb. Dazu sollte deine Leistung  entweder etwas Komplementäres zu deren Produkten oder Services sein. Oder aber auch du solltest (unabdingbarer) Teil der Infrastruktur von deren Leistungen sein.

Konzentriere dich auf deine Kernkompetenz. Wenn es nicht gerade Vertrieb ist, dann partnere mit einem professionellen Größeren.

Nutze also die Kraft und die Größe des Schwereren und schwinge deine eigenen Leistungen mit deren Beschleunigung weit in den Wirtschaftsraum hinein. Gewinne so Reichweite – und wertvolle Zeit. Sprare Ressourcen für den Vetrieb bis auf einen Key Accounter für das Schwergewicht.

Swing-by, wie ich es nenne. Dese Vorgehenweise war in all den Jahren mein eigener Favorit.

Teil der Micro-Serie Enrepreneurs, Einsichten und Eingebungen von und über geborene Unternehmer.